Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kein Kontakt zu meinen Vater - aber geteiltes Sorgerecht

Mikado

Neues Mitglied
Hallo, ich hab ein riesiges Problem.
Ich bin seit ich 12 bin in Therapie. Jetzt bin ich 17. Ich habe früh selber entschieden, kein Kontakt zu meinem Vater zu wollen, was nicht das Problem ist. Das Problem ist, dass ich nun endlich die Chance darauf habe, Medikamente zu bekommen (antidepressiva und Beruhigungsmittel). Leider hab ich heute erfahren, dass mein Vater mit kommen müsste zu diesem Termin. Und das geht nicht. Ich will ihn nicht sehen und ich will nicht dass er weiß, was ich habe. Was mach ich denn jetzt?
 
Wenn Du jetzt 17 bist, dann traue ich Dir zu, dass ich Dir Klartext schreiben kann.

WAS genau ist passiert, um Dich dazu zu veranlassen, das Du keinen Kontakt zu Deinem zweiten Elternteil hast?
Wer hat Dich beeinflusst?

Wer hat Dich nicht beeinflusst sondern hat Dir ständig geraten, dass Du Deinen Vater so lieben sollst wie Deine Mutter?

Warum war er es nicht wert? Oder doch?

Wenn Du handfeste beweisbare Gründe hast, so hat Dein Vater versagt.
Akzeptiert!

Wenn Du sie nicht hast, so weisst Du jetzt, dass DU versagst, weil Du keine Gründe zu nennen weisst, sondern weil Dir jemand anders erzählt hat, dass es angebliche Gründe geben soll.

Prüf das mal.

Und dann entscheidest Du, ob es Deinen Vater noch geben soll.
Wenn ja, ist er Dein Vater. Dann geh zu ihm und sag ihm dasselbe wie Deiner Mutter.
Er hat dann ein Recht drauf - um Dich unterstützen zu können!
 
Wenn es dafür keinen echten nachvollziehbaren Grund gibt, hast Du keine Chance und musst mit der Medikation warten, bis Du volljährig bist. Bei Hustensaft und auch bei einem Antibiotikum ist das nicht so relevant, aber bei einem Psychopharmakon schon.

Wie hat Deine Mutter das denn bislang gelöst? Sie wird doch auch anderen Stellen seine Unterschrift benötigt haben?

Im Gegensatz zu meinem Vorschreiber finde ich nicht, dass Du versagst, wenn Du keine handfesten Grümde nennen kannst. Da spricht wohl der Schmerz aus ihm.

Kinder entscheiden in solchen Fällen oft so, weil sie die Spannung nicht mehr aushalten und sich für die Seite entscheiden, bei der sie leben müssen. Denn das ist ihr Alltag und dort kann man sich tägliche Kämpfe nicht leisten. Das heißt aber nicht, dass Dir dafür irgendwas eingeredet werden musste. Die täglichen Spannungen und Auseinandersetzungen reichen für sowas völlig.

Wenn das bei Dir der Fall sein sollte, empfehle ich Dir aber, da mal in einer ruhigen und stabilen Minute hinzuschauen.
 
Auch du kannst zum Jugendamt gehen. Die Unterschrift kann durch das Jugendamt ersetzt werden. Aber, dafür müssen ehrliche Gespräche geführt werden.
 
Auch du kannst zum Jugendamt gehen. Die Unterschrift kann durch das Jugendamt ersetzt werden. Aber, dafür müssen ehrliche Gespräche geführt werden.
Durch das Jugendamt nicht. Es hat keinerlei Hoheitsrechte.
Nur durch ein Familiengericht, das diese Entscheidung aber sehr gründlich abwägen wird und vor allem die Gründe kennen muss.

Möglicherweise würde es die Entscheidung mit Hinweis auf baldige Volljährigkeit auch ablehnen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben