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Ruhebedürfnis zerstört Beziehung? Oder wie komme ich an etwas Ruhe?

Getrennte Schlafzimmer sind für meine Partnerin und mich unvorstellbar.
So unterschiedlich können Gefühle, Empfindungen und Bedürfnisse sein.
Solange es passt, sind sie alle in Ordnung.
 
Er hat ja nun gelernt, dass viel reden hilft, dass du klein bei gibst. Die Lösung ist, dass du standhaft bleibst.

Bei einem so mühsamem Menschen der kein Nein akztepiert sondern so lange nervt, bis man aus Frust nachgibt, ist eine hammerharte Ansage das beste, so in der Art "Nein heißt nein, und es bleibt bei Nein, egal wie oft du nachfragst. Also lass es bitte ab sofort und akzeptiere wenn ich etwas nicht möchte"

Wenn er dann weiter nervt, immer einfach nur kurz mit "Nein" antworten und nicht weiter darauf eingehen.
Ihn halt so behandeln wie er sich benimmt, wie ein quengelndes Kleinkind.

Jetzt musst du konsequent werden und nicht mehr einknicken.
 
Da gab es anfangs sicher einen Moment in dem dir klar geworden sein wird, dass er der deutlich aktivere Part von euch ist und dass ihr euch ... nun ja, nicht unwesentlich voneinander unterscheidet. ..

Das Bedürfnis nach Ruhe kenne ich, allerdigs kenne ich auch das Gegnteil. Wenn man es aber mit einem Partner zu tun hat, bei dem man sich bei jeder "Annäherung" fragen muss ob es denn jetzt gerade genehm ist wird die Beziehung zur Zumutung. Wenn du Ruhe möchtest ist das ok . Dann aber bitte allein.
 
Es gibt viele Menschen mit hohem Ruhebedürfnis, ich gehöre auch dazu (ADHS usw.).
Trotzdem lebe ich seit fast 50 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, ohne getrennte Schlafzimmer.
Menschen, die andere Bedürfnisse haben, als man selbst, als unnormal zu bezeichnen, ist in meinen Augen reichlich überheblich.
Man sagt, normal ist, was der Norm entspricht, diese ist aber wandelbar.
Wirklich normal ist, was natürlich ist, also in der Natur vorkommt.
So zumindest ist meine Definition von ›Normal‹

Es wurde andere doch auch gesagt, er sei nicht normal?
Mir scheint, dass beide in Extreme tendieren, sozusagen abseits "der Norm" sind. Dummerweise aber in unterschiedliche.

Bei sozialen Ängsten beim Partner immer einfach nachzugeben kann halt auch kontraproduktiv sein und das ganze verstärken. Schwieriger Balanceakt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Mirela,
ich sehe da von meiner Sicht aus ganz große Ãhnlichkeit mit mir , was dieses Ruhebedürfnjs betrifft.

Ich habe auch ADHS und unsere Gehirne können schlecht filtern, priorisieren alles stützt auf uns ein.
In welchem Beruf ( Tätigkeir) bist du? Bist du dort auch gefordert mit vielen Reizen und Menschen?
Für mich wäre ein Zusammenleben auch nichts.
Du kennst vielleicht meinen Thread. Er handelt nicht von deinem , oder einem ähnlichen Thema, aber ich hab das Gefühl, dass man als ADHSlerin manchmal schlecht seine Grenzen zurchsetzen kann- vielleicht hat man über sein Leben zu viel Feedback bekommen, dass man ‚ nicht richtig ‚ ist.

Bisz du in Therapie? Multimodal ?
Wie waren, wennes die gab, vorherige Beziehungen?
Seit wann seid ihr zusammen, seit wann lebt ihr gemeinsam?
Wäre es besser, ihr hättet beide ein eigenes Zimmer?
Man kann ja trotzdem nachts beieinander sein, wenn man das will.

Dieses konventionelle „Ehebett" / Schlafzimmer ist nicht nur positiv zu sehen.
Früher hatten die priviligierten Damen auch ihr Boudoir!
Es gibt sogar ein Buch : Frauen (und ihre) Zimmer.

Ich kenne aus meinem Freundeskreis zwei Paare, die jeder ihr eigenes Zimmer mit Schlafmöglichkeit haben. Diese Paare sind zusammen so klasse.
Man kann Nähe haben wenn man will und wenn man für sich sein will hat man sein Reich,
Es muss ja nicht immer das Arbeitszimmer sein und ja, für viele ist es räumlich gar nicht möglich sich mal zu separieren…

Das grosse Problem ist, dass dein Freund dein Ruhebedürfnis, deinen Rückzug persönlich gegen sich empfindet.

Ich hatte das Problem in der Beziehung, die gerade zerstört ist, ( das war nicht das einzige Thema).
Mein Freund hat das als ‚ sie liebt mich nich mehr‘ gewertet.
Hat mich noch mehr kontrolliert, wurde noch misstrauischer etc.
Wir haben nicht zusammen gelebt.
Krass finde ich es , zu lesen, dass er mit suizid gedroht hat.
Da gehen bei mir wirkl die Alarmlampen an.
Das geht gar nicht.
Ich rate dir, nochmal mit ihm ganz klar ins Gespräch zu gehen vor allem nicht im Affekt,oder im Nachgang an eine akuteSituation.
Mach es wenn du Kapazität hast und dann richtig mit Zeit, vielleicht irgendwo draussen, geht in den Park, setzt euch auf eine Wiese und versuche LÖSUNGSorientiert zu sein.
Frag, wie können wir beide da unsere Bedürfnisse bekommen.
Du deine und er eben nicht klammernd und beleidigt
sich trotzdem gut fühlen.

Wenn er dich schuldig macht, deine Grenzen nicht akzeptiert, ihn das total aus der Bahn wirft, dann sehe ich da schon schwere Zeiten auf dich zukommen.

Ich wünsche dir alles Gute
 
Aber ER wird doch auch als nicht normal bezeichnet, weil er andere Bedürfnisse hat. Warum ist das für dich nicht überheblich?
Habe ich gesagt, dass es nicht überheblich ist? Ich wüsste nicht, wo.

Weiterhin gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Bedürfnis und Verhalten.
Mit seinem geschilderten Verhalten habe ich einige Probleme.
Verhalten kann man zwar auch als Folge eines Bedürfnisses werten.
Dabei erkennt man dann aber die Empathie, die man dem Gegenüber entgegenbringt.

Zischen der TE und ihrem Freund scheint mir hier das Gleichgewicht erheblich aus dem Ruder zu laufen.
 

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