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Riesiges Problem damit Vollzeit zu arbeiten (Ausbildung)!

Wayu

Neues Mitglied
Hallo. Ich brauch ganz dringend guten Rat...

2015 hab ich mein Abitur gemacht. Kein gutes, aber immerhin. Innerhalb des letzten Jahres habe ich meinen heutigen Freund kennengelernt. Wir wohnen auch zusammen.
August 2015 wollte ich ein BFD machen. Der Probetag war okay und dachte mir für 1 Jahr wird das eine gute Option. Aber am ersten richtigen Tag habe ich große Panik bekommen... mein Arbeitsplan hat mich erschüttert und jede Sekunde fühlte sich wie Stunden an...der Tag dauerte ewig. Ich habe mich öfter auf Toilette begeben und in Tränen meinen Freund angerufen..
Am dritten Tag habe ich mir einen 15 Stunden Vertrag in einem Supermarkt besorgt und bin den Freitag, nach grade mal 5 Tagen vom BfD begangen....

Der Job im Supermarkt war für mich voll ok. Es waren ja nur 15 Stunden. Wenn es durch Überstunden aber mal auf 5 Tage die Woche gestiegen ist war mir sehr unwohl...

Jetzt habe ich eine Ausbildung gefunden. Endlich. 2 Jahre später. Eigentlich wollte ich immer was mit Tieren machen.. mein ewiger Traum...aber nun werde ich Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. Der Beruf hörte sich gut an und der Probetag war ebenfalls gut.
Heute war der erste Tag.. bereits gestern saß ich voller Tränen hier... angst..
Und heute? Nicht besser... Jetzt weine ich wieder..meinen Freund vollgetextet und am zuweinen.

Er ist übrigens gesundheitsbedingt arbeitslos, ist nur momentan von 9 Uhr bis 14 Uhr in einer Maßnahme.

Auf jeden Fall hasse ich mich selbst für mein Verhalten. Alle sind stolz auf mich. Besonders mein Vater. Er hat mir neue Kleidung gekauft, mir damals mein Auto und Führerschein finanziert und immer an mich geglaubt dass ich groß Karriere mache.
Er ist selber selbstständig.
Ich weiß dass es mich stört, jeden Tag weg zu sein...das Leben sollte zum Leben da sein. Man lebt nur einmal oder nicht? Der Gedanke jeden Tag von 8 Uhr bis 18 Uhr weh zu sein zerreißt mich..
Ich brauche irgendwie einfach freie Tage zwischen meinen Arbeitstagen...
Ich habe ein Haus geerbt. Wohne drin. Zahle keine Miete... habe in meinem 15 Stunden Job mehr verdient als ich es in den nächsten 3 Jahren je werde... warum soll ich so leiden, wenn ich mit dem kleinen Geld glücklich bin?

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll... Ich hasse es immer zu heulen und so schwach zu sein, aber am liebsten würde ich einfach abbrechen und Leben.. glücklich sein..
Ich weiß ja nicht mal ob mich der Beruf glücklich macht... nach 2 Tagen bin ich mir mega unsicher...

Tut mir leid für den langen Text..es wäre schön, wenn mir jemand einen guten Rat geben könnte..
 
Ich weiß dass es mich stört, jeden Tag weg zu sein...das Leben sollte zum Leben da sein. Man lebt nur einmal oder nicht? Der Gedanke jeden Tag von 8 Uhr bis 18 Uhr weh zu sein zerreißt mich..
Ich brauche irgendwie einfach freie Tage zwischen meinen Arbeitstagen...
Ich habe ein Haus geerbt. Wohne drin. Zahle keine Miete... habe in meinem 15 Stunden Job mehr verdient als ich es in den nächsten 3 Jahren je werde... warum soll ich so leiden, wenn ich mit dem kleinen Geld glücklich bin?


Die Antwort hast du doch schon gegeben!

Mach deinen 15 Std job weiter und werde glücklich damit.
 
Aber als du den 15 h Job gemacht hast, warst du bei deinen Eltern krankenversichert? Wer hat GEZ gezahlt? Strom? Telefon? Internet? Auto?

Die Frage ist, ob die Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notargehilfin richtig für dich ist. War das deine Wahl oder Vorschlag von Papa? Ist was handwerliches besser? Tiermedizinische Fachangestellte?

Dein Schmerz könnte auch nur der Eingangswiderstand beim Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt sein.

Aber könnte auch sein, es ist eine Warnung - Rechtasanwaltsfachangestelle: verschwendete Lebenszeit.

Es ist doch nett von deinem Papa, dass er dir viel geschenkt hat. Hätte er nicht machen müssen. Kannst ja dankbar sein.

Hasse dich nicht selber, für deine "Undankbarkeit", dass du nicht den vorgeschlagenen/vorgezeichneten Weg gehen willst. Wenn du dich wegen Geschenken verpflichtet fühlst (Bestechung?) kannste sie auch zurückgeben. So krass würde ich aber nur vorgehen, wenn du extrem unter Druck gesetzt wirst.

Eine wichtige Frage: entwickelst du letztendlich ein besseres, dir besser angemessenes, Lebenskonzept, als das, was der Vater vorschlägt?

Aber ob du Karriere machen willst, oder andere Werte hast, ist deine Sache, deine Sache alleine. Bist jetzt groß und findest demnächst/bald/später hoffentlich deinen eigenen Weg.

Natürlich ist die Frage ob du immer von einem Taschengeld leben kannst. Eigenes Haus? Eigene Gebühren, neues Dach, neu anmalen, neue Dachrinnen, neue Fenster, neue Elektrik, neue Sanitärinstallation, neue Fliesen...

Ich finde es völlig verständlich erstmal Teilzeit zu arbeiten. Auch in der Ausbildung hast du aber Schultage. Nur wenn die gewählte Tätigkeit dich quält, hm, dann beobachte dass, und wenn es so bleibt, mach ganz schnell was dagegen.
 
Wenn Du mit dem kleinen Geld glücklich bist, Deine Lebensunterhalt damit bestreiten kannst und niemandem auf der Tasche liegst, dann kannst Du doch dabei bleiben. Allerdings musst Du Dir dann auch bewußt sein, dass große Sprünge nicht möglich sind und Du Dinge, die kaputt gehen, nicht aus eigener Kraft reparieren oder ersetzen kannst. Nicht immer wird jemand da sein, der Dir ein Haus oder Auto schenkt. Irgendwann muss man sich die Dinge selber erarbeiten - oder eben darauf verzichten
 
Ich möchte noch anmerken, dass du von so einem kleinen Geld später keine Familie ernähren kannst und ich rate dir dringend ab dich von einem Mann abhängig zu machen. Das kann nämlich auch ganz schnell in Altersarmut führen. Dahin bringt dich übrigens auch der 15 h Aushilfsjob. Es ist immer besser sich zu qualifizieren und von Aushilfsjobs unabhängig zu machen. Das merkst du spätestens, wenn dein Vater nicht mehr da ist oder dir den Geldhahn zudreht.

Wenn du trotzdem lieber Freiheit vorzieht, dann bin ich auch dafür, dass du die Geschenke zurück gibst und den Führerschein auch zurück zahlst. Das wäre wirklich authentisch und würde ich dir hoch anrechnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich? Kaum Jemand hat Spaß daran jeden Tag 8 Stunden zu arbeiten. Es wäre schön wenn ich im Durchschnitt nur 8 Stunden täglich arbeiten würde...

Ich habe aber nicht das Glück ein Haus geerbt zu haben, meine Mutter kann mir kein Auto schenken, das soll und muss Sie auch nicht. Deswegen gehe ich arbeiten. Ich möchte meiner Frau und unserem zukünftigen Kind etwas bieten können. Würde ich zu Geld kommen hörte ich sofort mit dem Arbeiten auf.

Du hast Recht, wir Menschen sind eigentlich nicht dafür gemacht jeden Tag 8 Stunden Männchen zu machen. Klar Landwirte zum Beispiel Arbeiten sehr hart, aber Sie sind Ihr eigener Chef und Arbeiten zu Hause das macht den Unterschied.

Denke mal bei dir ist auch noch ein Faktor das dein Freund arbeitslos ist, da möchtest du automatisch lieber zu Hause sein und das Aufraffen fällt noch etwas schwerer.

Du hast zwei Möglichkeiten:

1: Du reißt dich zusammen
2: Du machst Gelgenheits und Teilzeitarbeit
 
Ich weiß dass es mich stört, jeden Tag weg zu sein...das Leben sollte zum Leben da sein. Man lebt nur einmal oder nicht?

Natürlich. Jedoch kommt es doch auch darauf an "wie" man lebt. Gerade so rum zu kommen kann auf Dauer sehr frustrierend sein. Und nur wer arbeitet, weiss die freien Tage oder den Feierabend eigentlich wirklich zu schätzen. Wer mal länger krank war oder eine Auszeit über Monate genommen hatte, weiss wovon ich spreche.

Klar wäre es schön, man würde bereits mit Teilzeit ein Vollzeitgehalt bekommen. Das wäre optimal weil Geld und Freizeit dann in einem besseren Einklang zueinander stehen. Aber leider müssen sich die meisten für eine Variante entscheiden.
 
Ganz ehrlich? Kaum Jemand hat Spaß daran jeden Tag 8 Stunden zu arbeiten. Es wäre schön wenn ich im Durchschnitt nur 8 Stunden täglich arbeiten würde...

Ich habe aber nicht das Glück ein Haus geerbt zu haben, meine Mutter kann mir kein Auto schenken, das soll und muss Sie auch nicht. Deswegen gehe ich arbeiten. Ich möchte meiner Frau und unserem zukünftigen Kind etwas bieten können. Würde ich zu Geld kommen hörte ich sofort mit dem Arbeiten auf.

Du hast Recht, wir Menschen sind eigentlich nicht dafür gemacht jeden Tag 8 Stunden Männchen zu machen. Klar Landwirte zum Beispiel Arbeiten sehr hart, aber Sie sind Ihr eigener Chef und Arbeiten zu Hause das macht den Unterschied.

Denke mal bei dir ist auch noch ein Faktor das dein Freund arbeitslos ist, da möchtest du automatisch lieber zu Hause sein und das Aufraffen fällt noch etwas schwerer.

Du hast zwei Möglichkeiten:

1: Du reißt dich zusammen
2: Du machst Gelgenheits und Teilzeitarbeit
Dem Teil mit dem nicht vorhandenen Erbe/Geldhahn, ... kann ich zustimmen. Du bekommst so vieles, hast es recht leicht. Wenn du dir es leisten kannst, okay. Ich wage aber zu bezweifeln, dass das auf Dauer reicht.

Du machst einen Unterschied zwischen normaler Arbeit und Landwirtschaft? Ob ich von Zuhause aus arbeite (was übrigens schon lange nicht mehr so pauschal zutrifft) oder nicht ist doch völlig irrelevant.

@TE
Reiß dich mal ein wenig zusammen und versuche Bereiche, die dir gefallen. Probiere deinen Traum aus. Von 15h/Woche wirst du kaum leben können. Da wird eine Alternative her müssen. Aber das muss dann eben auch passen. Und wenn ich mir deine Berufswahl und deinen Traum anschaue, dann wundere ich mich nicht, dass du es grausam findest ...
 
Es ist ja schön und gut, dass du in dem geerbten Haus mietfrei wohnen kannst und dir für den Alltag ein 15-Stunden-Job gereicht hat. Aber hast du schon mal daran gedacht, wie du z.B. die Heizung oder auch das Dach reparieren / erneuern kannst, wenn das eines Tages fällig wird, oder andere Reparaturen am Haus? Wenn du nicht riskieren willst, eines Tages in einer völlig heruntergekommenen Bruchbude zu leben musst du für solche Fälle Rücklagen bilden. Mit einer gering bezahlten Tätigkeit wird dir das kaum möglich sein.
 
Was ich Dir sagen möchte, geht in Sisandras Richtung.

Du sagst, daß Du mit kleinem Geld zurecht kommst. Ja, aber nur, weil Papa ordentlich zusteuert.

Rechtsanwaltsgehilfin ist auch ein blöder Job, wenn man nicht so belastbar bist. Karriere kann man mit so einem Beruf nicht machen.

Aber darauf kommt es nicht an. Suche Dir eine Ausbildung, bei der Du um 4 Uhr zuhause bist.

Nach der Schule ins Berufsleben ist übrigens für alle schwer, besonders dann, wenn man keine Verantwortung für sich übernehmen muß, weil der Vater fast alles unterstützt.

Ich weiß noch als ich nach der Schule in den Job war. Ich fühlte mich schlecht und isoliert.

Wäre ein Studium nix für Dich? Du muß Dich zwar disziplinieren, allerdings ist man doch freier.

Kolya
 

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