Hi Glücksuchender,
oh doch, es ist sehr, sehr einfach. Zu einfach für unser jetziges Denksystem.
Glaub mir, ich weiß nur zu gut was Depression, Selbstmordgedanken und selbstverletzendes Verhalten ist. Wie ich schon sagte, wir unterscheiden uns nicht...
Aber wir prahlen hier nicht mit unseren Narben, sonder suchen nach der Ursache um die Lösung zu finden.
Das was du durch deine Sinne wahrnimmst ist bereits passiert, dadurch kannst du es nicht mehr ändern !!!
Doch gerade weil du nicht akzeptieren kannst was bereits passiert ist, wirst du ärgerlich und depressiv. Daher kommt dein Gefühl.
Und dann gibst du dir die Schuld dafür, das du es nicht ändern konntest. Was soviel heißt das du falsch gehandelt hast und fehler gemacht hast. (Minderwertigkeitsgefühl)
Wie genau soll eigentlich dein Leben ablaufen ? Weißt du es schon ? Wie soll alles sein ?
z.B. ob du glücklich zur Arbeit oder Schule kommst, hängt nicht von deinem alleinigen Verhalten ab. Ein betrunkener LKW Fahrer könnte dir dein Leben versauen, obwohl DU ja alles richtig gemacht hast...
Die Anzahl der Faktoren die dazu beitragen ist unübersehbar.
Du kannst dein komplettes Leben nicht alleine regeln und du musst es auch gar nicht.
Du hast dich selber in eine Situation gebracht, in der du anscheinend die Verantwortung für alles was ist, zu tragen hast. Wie erdrückend muss das sein ?
Du sollst dein negatives Gefühl nicht akzeptieren, sondern nach dessen Ursache suchen !
Entweder
1.Ursache extern = hilflosigkeit, schuld, opfermentalität > Problemverlagerung, Projektion der "Schuld daran" auf andere Menschen, Objekte oder deinen Körper.
Oder
2. Ursache intern = durch denken > glauben selbstgeschaffen und dadurch ersetzbar
Wenn du also sagst, "ICH" bin einsam, machst du eine Festellung die begründet sein muss, damit du daran glauben kannst und es realität für dich wird.
Also könntest du dich z.B. fragen "Warum bin ich denn einsam ?"
"Was sind die Gründe dafür?"
"BIN ICH ES WIRKLICH?"
"ICH MÖCHTE ZUERST DEN BEWEIS HABEN, DAS MEINE PROBLEME REAL SIND"
oder glaube ich unbegründet und akzeptiere einfach ??
Zuerst musst du dir selbst den Beweis erbringen, das es so ist, BEVOR du daran glauben kannst.
Würdest du anfangen RADIKAL ALLES (!) in Frage zu stellen, glaub mir, alle deine Probleme würden wie eine Seifenblase zerplatzen.
Wahrscheinlich wirst du das ersteinmal nicht versuchen, weil du ganz fest an deine Schuld glaubst. Von daher siehst du auch keinen Ausweg, aufgrund deines Glaubens.
zum Thema Isolation / Kontaktschwierigkeiten:
du glaubst andere haben mehr als du, sind besser, erfolgreicher, schöner, schlauer usw...
bedeutet im gegenzug, das DU glaubst / akzeptierst das du minderwertiger bist.
Das passiert automatisch wenn du vergleichst. Angst zuwenig zu haben, zu wenig zu sein...
Doch das ist dir von der "Gesellschaft", die auch nur in deinem Verstand existiert, eingehämmert worden. Du glaubst einfach alles ohne es zu hinterfragen.
Ein hilfreicher Gedanke wäre z.b. "Ich bin so, wie gott mich geschaffen hat"
Jedesmal, wenn du merkst, das das Gefühl von Minderwertigkeit in dir aufsteigt und du dich von anderen Menschen zurückziehst.
Damit musst du dich vor niemanden mehr verstecken und dich dafür entschuldigen, das du so bist,
WIE DU BIST !
Deine Meinung über dich selbst ist als bedeutungslos anzusehen. !!!
gruss
chengato
@chengato:
"was wäre wenn alles genau so passieren sollte und du gar nichts ändern solltest ?
entstehen probleme vielleicht ausschließlich durch nicht-akzeptanz bzw. durch etwas wollen was nicht da ist ?"
Das hört sich sehr sehr theoretisch und ideologisch an. So einfach ist es nicht. Ich hätte akzeptieren sollen dass ich einsam bin und der Kontakt nicht mehr möglich ist und traurig bin? Es einfach so hinnehmen sollen dass es mir schlecht geht? Es als mein Schicksal betrachten? Soll es das bedeuten? Sorry, aber da werde ich echt extrem wütend wenn ich so was höre, auch wenn du es gut meinst. Steck du mal in der Depression und der Situation dass du dich nach dem Tod sehnst, dann sehen wir weiter. Es lässt sich leicht so etwas sagen wenn man nicht drin steckt.
Gruß
R.