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Hallo Kaela,

ja das ist traurig und zum aus der Haut fahren, wenn es tatsächlich so ist, dass die Gestalttherapie ein besserer Weg zur Bewältigung der psychischen Probleme ist und nur nicht übernommen wird wegen den alteingesessenen Therapeuten.
Natürlich vertritt auch "jeder" Therapeut stark sein Behandlungskonzept für das er sich entschieden hat bzw. ist überzeugt davon.
Aber die Gestalttherapie hört sich gut an für mich (danke für den Link) und ich kann mir vorstellen, dass sie um einiges wirksamer ist um wieder mehr zu mir selbst zu finden.
In der Tagesklinik in der ich war wurde auch mehr wert gelegt auf das "sich spüren" auch körperlich. Das fand ich gut.

Kann sein, dass es tiefenpsychologisch "fundiert" heißt... Die Therapie wird von der Kasse gezahlt. Kann mir im Moment nichts leisten was selber zu zahlen wäre, sonst würde ich auch schon längst Gruppentherapie machen. Schon blöd, wenn man Geld haben muss, damit einem ausreichend geholfen wird.

LG
R.
 
Die Kassen zahlen immerhin Ergotherapie, und es gibt etliche TherapeutInnen, die Ergo und KBT können (Konzentrative Bewegungstherapie, wird oft in Psychosomatischen Kliniken angeboten), d. h. sie machen KBT und verrechnen das als Ergo. (jedenfalls war das so bis Ende 2007; müsste eigentlich noch möglich sein)

Ich war in zwei Gruppen, die so gelaufen sind, und da gibts schon mehr Möglichkeiten, an die eigenen Gefühle ranzukommen. Aber viel Platz zum Weinen oder Rumbrüllen gibts dort auch nicht. Immerhin ist man mit anderen zusammen und kann dort z. B. fühlen und Achtsamsein lernen - was brauch ich, was will ich nicht, traue ich mich, dem anderen Grenzen zu setzen, traue ich mich, jemand anderem auch körperlich ein bisschen näher zu kommen, etwas sehr privates über mich zu erzählen etc.. Da malt man auch Bilder, und es gibt Arbeit in der Gruppe und in Paarkonstellation und Arbeit mit unterschiedlichen Gegenständen. Es ist schon besser, als nur zu reden. Das könntest du dir mal im Netz anschauen bzw. ausprobieren. Ob die Kasse zwei Therapien gleichzeitig zahlt, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob man KBT als Einzelangebot machen kann.

Und ich würde auch jedem raten: Lesen, lesen, lesen. Ich hab damals vor 20 Jahren zeitweise auch gedacht, ja die Therapeutin weiß, was sie da macht. Bloß nicht!! Den großen Überblick über die Therapieangebote muss man sich selbst schaffen. Ich hab damals mal geäußert, dass ich damit unzufrieden bin, dass ich da nicht laut werden kann u. dass man durchs Reden ja nicht an tiefere Schichten des Unbewussten rankommt. Sie meinte dann etwas gekränkt, ich würde "alles" so abwerten ...
Nee, man muss wirklich lesen. Und auch Fachbücher, nicht nur Sachbücher.

Es lohnt sich, die Sache mit der Gestalttherapie im Auge zu behalten. Ganz oben in der PDF-Datei steht, dass der Verband (nehm ich mal an) anscheinend Studien bei der Entscheidungsstelle eingereicht hat und hofft, dass sie in den Katalog der kassenfinanzierten Therapien aufgenommen wird. So hab ich das jedenfalls verstanden. Aber ob und wann das wirklich geschieht ... da kann man nur hoffen.

Ich wünsch dir wirklich, dass du an deine Gefühle rankommst. Ohne diese Verbindung zu sich selbst ist es echt unerträglich. Ich hatte das früher auch etliche Zeit.

Ich kann dir auch die Bücher von Eva-Maria Zurhorst und ihrem Mann sehr empfehlen. Da gehts zwar viel um Beziehungen, aber der Kern ihrer Überzeugungen ist natürlich auch, dass man mit sich selbst "arbeiten" muss, bzw. lernen muss, die eigenen Gefühle zuzulassen. Es ist eine Art Anleitung zur Eigentherapie.

Gruß,
Kaela
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Glücksuchender,

oh doch, es ist sehr, sehr einfach. Zu einfach für unser jetziges Denksystem.

Glaub mir, ich weiß nur zu gut was Depression, Selbstmordgedanken und selbstverletzendes Verhalten ist. Wie ich schon sagte, wir unterscheiden uns nicht...

Aber wir prahlen hier nicht mit unseren Narben, sonder suchen nach der Ursache um die Lösung zu finden.

Das was du durch deine Sinne wahrnimmst ist bereits passiert, dadurch kannst du es nicht mehr ändern !!!
Doch gerade weil du nicht akzeptieren kannst was bereits passiert ist, wirst du ärgerlich und depressiv. Daher kommt dein Gefühl.


Und dann gibst du dir die Schuld dafür, das du es nicht ändern konntest. Was soviel heißt das du falsch gehandelt hast und fehler gemacht hast. (Minderwertigkeitsgefühl)

Wie genau soll eigentlich dein Leben ablaufen ? Weißt du es schon ? Wie soll alles sein ?

z.B. ob du glücklich zur Arbeit oder Schule kommst, hängt nicht von deinem alleinigen Verhalten ab. Ein betrunkener LKW Fahrer könnte dir dein Leben versauen, obwohl DU ja alles richtig gemacht hast...
Die Anzahl der Faktoren die dazu beitragen ist unübersehbar.
Du kannst dein komplettes Leben nicht alleine regeln und du musst es auch gar nicht.

Du hast dich selber in eine Situation gebracht, in der du anscheinend die Verantwortung für alles was ist, zu tragen hast. Wie erdrückend muss das sein ?

Du sollst dein negatives Gefühl nicht akzeptieren, sondern nach dessen Ursache suchen !


Entweder

1.Ursache extern = hilflosigkeit, schuld, opfermentalität > Problemverlagerung, Projektion der "Schuld daran" auf andere Menschen, Objekte oder deinen Körper.

Oder

2. Ursache intern = durch denken > glauben selbstgeschaffen und dadurch ersetzbar

Wenn du also sagst, "ICH" bin einsam, machst du eine Festellung die begründet sein muss, damit du daran glauben kannst und es realität für dich wird.

Also könntest du dich z.B. fragen "Warum bin ich denn einsam ?"
"Was sind die Gründe dafür?"
"BIN ICH ES WIRKLICH?"
"ICH MÖCHTE ZUERST DEN BEWEIS HABEN, DAS MEINE PROBLEME REAL SIND"

oder glaube ich unbegründet und akzeptiere einfach ??
Zuerst musst du dir selbst den Beweis erbringen, das es so ist, BEVOR du daran glauben kannst.

Würdest du anfangen RADIKAL ALLES (!) in Frage zu stellen, glaub mir, alle deine Probleme würden wie eine Seifenblase zerplatzen.

Wahrscheinlich wirst du das ersteinmal nicht versuchen, weil du ganz fest an deine Schuld glaubst. Von daher siehst du auch keinen Ausweg, aufgrund deines Glaubens.

zum Thema Isolation / Kontaktschwierigkeiten:

du glaubst andere haben mehr als du, sind besser, erfolgreicher, schöner, schlauer usw...
bedeutet im gegenzug, das DU glaubst / akzeptierst das du minderwertiger bist.
Das passiert automatisch wenn du vergleichst. Angst zuwenig zu haben, zu wenig zu sein...

Doch das ist dir von der "Gesellschaft", die auch nur in deinem Verstand existiert, eingehämmert worden. Du glaubst einfach alles ohne es zu hinterfragen.

Ein hilfreicher Gedanke wäre z.b. "Ich bin so, wie gott mich geschaffen hat"
Jedesmal, wenn du merkst, das das Gefühl von Minderwertigkeit in dir aufsteigt und du dich von anderen Menschen zurückziehst.

Damit musst du dich vor niemanden mehr verstecken und dich dafür entschuldigen, das du so bist, WIE DU BIST !

Deine Meinung über dich selbst ist als bedeutungslos anzusehen. !!!



gruss
chengato





@chengato:

"was wäre wenn alles genau so passieren sollte und du gar nichts ändern solltest ?
entstehen probleme vielleicht ausschließlich durch nicht-akzeptanz bzw. durch etwas wollen was nicht da ist ?"

Das hört sich sehr sehr theoretisch und ideologisch an. So einfach ist es nicht. Ich hätte akzeptieren sollen dass ich einsam bin und der Kontakt nicht mehr möglich ist und traurig bin? Es einfach so hinnehmen sollen dass es mir schlecht geht? Es als mein Schicksal betrachten? Soll es das bedeuten? Sorry, aber da werde ich echt extrem wütend wenn ich so was höre, auch wenn du es gut meinst. Steck du mal in der Depression und der Situation dass du dich nach dem Tod sehnst, dann sehen wir weiter. Es lässt sich leicht so etwas sagen wenn man nicht drin steckt.


Gruß


R.
 
@chengato:
das ist alles deine Meinung, es heißt nicht dass sie allgemeinverbindlich ist. Ich danke dir, dass du mir das mitteilst, aber ich muss ja nicht in allem übereinstimmen. Das ist dein Lebenskonzept, für dich scheint es zu funktionieren und für dich ist es schlüssig und wie es scheint das einzig richtige.


„Doch gerade weil du nicht akzeptieren kannst was bereits passiert ist, wirst du ärgerlich und depressiv. Daher kommt dein Gefühl. „
Ich mag es allgemein nicht, wenn man über mich als Außenstehender Schlüsse zieht, die nicht stimmen. Ich akzeptiere, was in meiner Vergangenheit war. Tatsache ist nur, dass die Auswirkungen und Symptome in der Gegenwart liegen. Wenn es zu extrem wird kann ich es irgendwann nicht mehr einfach akzeptieren wie es ist, weil es eben unerträglich wird. Ist doch klar, dass man sich dann dagegen aufbäumt.


Teilweise treffen deine Aussagen auf mich zu und sind hilfreich, aber teilweise sind sie auch etwas anmaßend.


Gruß
R.
 
Glüchsuchender,

du musst mit garnichts übereinstimmen. stelle alles in frage was ich sage, aber bitte prüfe es erst genau, bevor du ablehnst.
ausserdem kann ich keinerlei schlüsse über dich ziehen, ich kenne deine persönlichkeit nicht.
für mich ist 1+1 =2, genauso wie für dich.
von daher ist dein logisches denken nicht anders als meins. dazu braucht es auch kein lebenskonzept.
das leben ist unabhängig von konzepten. es ist einfach da.
je nachdem, was man sich unter "Leben" vorstellt...

ich schreibe hier auch nicht wegen ruhm, selbstsucht, selbstbestätigung oder was weiß ich noch alles. das wäre alles nur für mein ego...

ich versuche es hier auf der ebene zu erklären auf der alles entsteht. im denken !
es soll für dich selbst in DEINEM verstand nachvollziehbar werden, damit du die zusammenhänge erkennst und die lösung findest.

sind meinungen wichtig oder bedeutsam ?
meinungen können nicht allgemeinbedeutsam sein, weil meinungen relativ sind.
von daher sind sie nicht wahr. die realität ist nicht in 6 milliarden stücke zerteilt...

du bist kein aussenstehender. das ist nur deine meinung über dich selbst.
und wie soll das funktionieren ? "Ich habe eine Meinung über mich"

du kannst meinungen über das wetter haben, über kleidung oder über deinen körper, dein gehirn usw... 😀
über dich selbst kannst du keinerlei aussage machen.

Fakt ist, das alles aus der Ursache entsteht.
Jegliche Wirkung folgt nach der Ursache, damit ist es die Vergangenheit.
das was du erlebst und fühlst kann nicht die gegenwart sein, weil es Wirkung ist.

selbst wenn du die wissenschaft zu rate ziehst, würdest du bemerken, das aufgrund der laufzeit von signalen eine bestimmte verzögerung da ist !

probleme zu lösen ist meist schwierig und erfordert anstrengung.
wäre es ist nicht einfacher, anstatt das problem lösen zu wollen, überhaupt keins zu sehen ?
bzw. zuerst in frage zu stellen ob es wirklich da ist oder ob es nur ein gedanke ist...
kummer entsteht durch probleme, nicht umgekehrt. und wodurch entstehen probleme ??

ist nur so ein gedankenspiel. wie gesagt, es geht nur ums denken. mehr nicht.

und nimm die welt nicht so verdammt ernst. guck hin, stelle alles was du gelernt hast in frage und ändere dann DEIN denken darüber und lache !
was für ein theater das ist...



alles gute...das du bereits hast

gruss
chengato





@chengato:
das ist alles deine Meinung, es heißt nicht dass sie allgemeinverbindlich ist. Ich danke dir, dass du mir das mitteilst, aber ich muss ja nicht in allem übereinstimmen. Das ist dein Lebenskonzept, für dich scheint es zu funktionieren und für dich ist es schlüssig und wie es scheint das einzig richtige.


„Doch gerade weil du nicht akzeptieren kannst was bereits passiert ist, wirst du ärgerlich und depressiv. Daher kommt dein Gefühl. „
Ich mag es allgemein nicht, wenn man über mich als Außenstehender Schlüsse zieht, die nicht stimmen. Ich akzeptiere, was in meiner Vergangenheit war. Tatsache ist nur, dass die Auswirkungen und Symptome in der Gegenwart liegen. Wenn es zu extrem wird kann ich es irgendwann nicht mehr einfach akzeptieren wie es ist, weil es eben unerträglich wird. Ist doch klar, dass man sich dann dagegen aufbäumt.


Teilweise treffen deine Aussagen auf mich zu und sind hilfreich, aber teilweise sind sie auch etwas anmaßend.


Gruß
R.
 
@chengato,
ja es stimmt schon, viele Probleme entstehen im Kopf, erst dadurch dass wir ein bestimmtes Ereignis be(werten). Unser Denken hat eine große Macht über uns. Blöd ist halt wenn so viele destruktive eingefahrene Denkvorgänge da sind. Das ist ein "gutes" Paket. Natürlich kann man es Stück für Stück abarbeiten, was es mir aber die letzte Zeit so schwer gemacht hat war die Angst. Ich bin dann so verkrampft und angespannt dass es schwer fällt, noch klar denken zu können. Es tut so verdammt wahnsinnig gut, wenn mal alle Anspannung nachlässt, ich einfach nur da sein kann, so wie ich bin und die Anwesenheit von anderen Menschen genießen kann, und wenn es sich nur um Minuten handelt. Das war heute wieder kurz der Fall in der Ubahn.
Gruß
R.
 
Die Kassen zahlen immerhin Ergotherapie, und es gibt etliche TherapeutInnen, die Ergo und KBT können (Konzentrative Bewegungstherapie, wird oft in Psychosomatischen Kliniken angeboten), d. h. sie machen KBT und verrechnen das als Ergo. (jedenfalls war das so bis Ende 2007; müsste eigentlich noch möglich sein)

Ich war in zwei Gruppen, die so gelaufen sind, und da gibts schon mehr Möglichkeiten, an die eigenen Gefühle ranzukommen. Aber viel Platz zum Weinen oder Rumbrüllen gibts dort auch nicht. Immerhin ist man mit anderen zusammen und kann dort z. B. fühlen und Achtsamsein lernen - was brauch ich, was will ich nicht, traue ich mich, dem anderen Grenzen zu setzen, traue ich mich, jemand anderem auch körperlich ein bisschen näher zu kommen, etwas sehr privates über mich zu erzählen etc.. Da malt man auch Bilder, und es gibt Arbeit in der Gruppe und in Paarkonstellation und Arbeit mit unterschiedlichen Gegenständen. Es ist schon besser, als nur zu reden. Das könntest du dir mal im Netz anschauen bzw. ausprobieren. Ob die Kasse zwei Therapien gleichzeitig zahlt, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob man KBT als Einzelangebot machen kann.

Und ich würde auch jedem raten: Lesen, lesen, lesen. Ich hab damals vor 20 Jahren zeitweise auch gedacht, ja die Therapeutin weiß, was sie da macht. Bloß nicht!! Den großen Überblick über die Therapieangebote muss man sich selbst schaffen. Ich hab damals mal geäußert, dass ich damit unzufrieden bin, dass ich da nicht laut werden kann u. dass man durchs Reden ja nicht an tiefere Schichten des Unbewussten rankommt. Sie meinte dann etwas gekränkt, ich würde "alles" so abwerten ...
Nee, man muss wirklich lesen. Und auch Fachbücher, nicht nur Sachbücher.

Es lohnt sich, die Sache mit der Gestalttherapie im Auge zu behalten. Ganz oben in der PDF-Datei steht, dass der Verband (nehm ich mal an) anscheinend Studien bei der Entscheidungsstelle eingereicht hat und hofft, dass sie in den Katalog der kassenfinanzierten Therapien aufgenommen wird. So hab ich das jedenfalls verstanden. Aber ob und wann das wirklich geschieht ... da kann man nur hoffen.

Ich wünsch dir wirklich, dass du an deine Gefühle rankommst. Ohne diese Verbindung zu sich selbst ist es echt unerträglich. Ich hatte das früher auch etliche Zeit.

Ich kann dir auch die Bücher von Eva-Maria Zurhorst und ihrem Mann sehr empfehlen. Da gehts zwar viel um Beziehungen, aber der Kern ihrer Überzeugungen ist natürlich auch, dass man mit sich selbst "arbeiten" muss, bzw. lernen muss, die eigenen Gefühle zuzulassen. Es ist eine Art Anleitung zur Eigentherapie.

Gruß,
Kaela


@Kaela,
danke für deine Tipps!
KBT hatte ich auch schon mal in der Tagesklinik. War für mich aber nicht so einfach an meine Gefühle ranzukommen, wegen meiner großen Selbstunsicherheit und mal mehr mal weniger ausgeprägten allg. sozialen Phobie (Angst, negative Erfahrungen, Rückzug → mangelnde Übung--> Unsicherheit) weil KBT eben in der Gruppe stattgefunden hat wie du sagst. Hab aber auch schon von EinzelKBT gehört. Trotzdem war es nicht schlecht, weil es etwas gelockert hat im Umgang mit den Gruppenmitgliedern. Und war trotzdem eine gute Achtsamkeitsübung wie du sagst. Ich muss mich unbedingt schlau machen wegen Gruppentherapie. Die hat mir doch noch am meisten geholfen, wenn schon der EinzelTherapeut keinen richtigen Zugang zu mir gefunden hat, bzw. ich zu ihm 😉


Grüße
R.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi R.,

genau richtig was du da sagst !
Wobei ich noch weiter gehen würde und sage, Probleme sind ausschließlich gedanklich. Ausschließlich.
Gedanken können kreativ (schöpferisch) oder destruktiv sein.

Ein paar Beispiele die auch in "meinem" Verstand auftauchen und in ähnlicher Form mit Sicherheit auch bei dir und anderen:
"Ich" bin unwichtig, bin minderwertig, bin entbehrlich, niemand interessiert es ob ich lebe oder nicht, niemand liebt mich, bin der allerletzte Dreck usw...

Würden wir diesen Gedanken keinen Glauben schenken, wären sie machtlos.
Gedanken ohne Glauben können keinerlei Wirkungen (z.b. Angst) haben.
Glaube verleiht Gedanken Macht.


1. WENN solche Gedanken Wirkung wie Depression, Angst und Trauer haben.

2. DANN MÜSSEN gegenteilige Gedanken, gegenteilige Wirkungen haben.


So und jetzt die Frage an alle die hier mitlesen:

Wie müssen wir denken, damit liebe, freude und frieden uns dauerhaft ausfüllt ??
Es betrifft jeden individuell und gleichzeitig uns alle zusammen.

😀 Tip: Das Denken über die Welt, mich selbst (ICH) und "Gott" hat Angst, Depression und Tod hervorgebracht.

gruss
chengato


@chengato,
ja es stimmt schon, viele Probleme entstehen im Kopf, erst dadurch dass wir ein bestimmtes Ereignis be(werten). Unser Denken hat eine große Macht über uns. Blöd ist halt wenn so viele destruktive eingefahrene Denkvorgänge da sind. Das ist ein "gutes" Paket. Natürlich kann man es Stück für Stück abarbeiten, was es mir aber die letzte Zeit so schwer gemacht hat war die Angst. Ich bin dann so verkrampft und angespannt dass es schwer fällt, noch klar denken zu können. Es tut so verdammt wahnsinnig gut, wenn mal alle Anspannung nachlässt, ich einfach nur da sein kann, so wie ich bin und die Anwesenheit von anderen Menschen genießen kann, und wenn es sich nur um Minuten handelt. Das war heute wieder kurz der Fall in der Ubahn.
Gruß
R.
 
@chengato

" 1. WENN solche Gedanken Wirkung wie Depression, Angst und Trauer haben.

2. DANN MÜSSEN gegenteilige Gedanken, gegenteilige Wirkungen haben."

Da stimme ich vollkommen mit dir überein, ausnahmsweise 😉
Aber: Das ist die Theorie, in der Praxis fällt es mir erst mal enorm schwer, diese negativen Gedanken bewusst zu machen, weil sie teilweise so zahlreich und selbstverständlich sind, dass ich sie so gut wie nicht bemerke. Hilft wohl nur Übung. Aber da sehe ich mich schon wieder völlig erschlagen von der ganzen Fülle an negativer Gedanken, wo schon der nächste negative Gedanke entlarvt wäre...
Es ist sehr anstrengend, so viel zu denken...
Mir hilft es auch sehr, wenn ich versuche mich auf das zu konzentrieren was gegenwärtig ist, mich nur auf das "Sein" zu konzentrieren, auf das was ich gerade mache, und den Körper zu spüren. Die Gedanken driften nämlich nur zu gern ab, zum Beispiel in die Zukunft und malen sich aus was alles negatives passieren könnte...

Zum positiven Denken: Ich hab mal gelesen, dass man die negativen Gedanken kritisch hinterfragen soll, auf ihren Wahrheitsgehalt und darauf einen realistischen, positiven Gedanken formulieren soll, der der Realität entspricht.

Aber, wenn man sich zu viele Gedanken, auch realistische Gedanken über die Welt macht, dann kann das schon depressiv machen, wenn man die negativen Dinge sieht...
Ich hab mir auch viel zu viele Gedanken gemacht, über alles... zu viele Gedanken, zu wenig gehandelt/gelebt

Grüße
R.
 
Hi !

YEEES, 100 % AGREE !!

Hmm, wer genau möchte sich denn auf das "Sein" konzentrieren ? 😉
Oder bist du selbst "Sein" ??

SEI einfach.

Nicht danach suchen, fragen oder nachdenken wie man das findet oder was man dafür genau tun muss...


Noch etwas zu Sorgen um die Zukunft:

1. Sorgen (Gedanken) sind ausschließlich auf die Zukunft gerichtet.

2. Ohne Vergangenheit wäre kein Denken über etwas möglich. Wissen ist die Vergangenheit.

3. Damit ist die sog. "Zukunft" die Vergangenheit. "Gedanken basierend auf Vergangenheit".

weiterhin:

1. das worüber du nachdenkst, ist jetzt und hier nicht da. Es ist noch nicht passiert.

2. das was noch nicht passiert ist, kann keine Wirkungen haben.

3. was keine Wirkungen hat, ist nie passiert.

würde bedeuten, das Angst eine Gedankenillusion ist...😕😀 kann das ?
und Illusionen haben keine Wirkungen, weil sie gar nicht existieren.
Da ist kein Kompromiss möglich.

Weiter so !!! Bleib aufmerksam Dir selbst gegenüber.
nicht-denkend - fühlen !


gruss
chengato
 

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