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Restlos am Ende, kein Ausweg in Sicht

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Hi,

warum sollen deine Empfindungen anders sein als die von mir oder von irgendjemand anderem ?
Weil du ein Mensch bist und ich auch (und 6 milliarden andere auch)
Ob ich aus Deutschland stamme oder aus China, wir fühlen das gleiche.
Wir sind die Menschheit, mit DIR zusammen !

Deine Gefühle sind NICHT individuell !
Da ist kein Stempel, "an Glücksuchender adressiert", drauf ! 🙂

Es gibt nur zwei Gefühle, weil es ein neutrales Gefühl nicht gibt.
Entweder das eine oder das andere. Da hängt von Entscheidungen ab.
Also Angst ist das Produkt einer Entscheidung, genau so wie Liebe (Freude).
Und Entscheidungen werden im Denken getroffen, nirgendwo sonst, auch nicht ausserhalb von Dir ("Opferrolle")

Entweder glaubst du, das das Universum ansich böse ist und sich selbst zerstört incl. dich.
Alles wurde sozusagen erschaffen um zu leiden und zu sterben.
"Das was ich nicht sehe, existiert nicht" < lächerlich !!!

Oder du glaubst das alles perfekt erschaffen wurde und in harmonie existiert.
Es gibt demnach keinen Tod und keine Angst.
DANN muß das, was du siehst und glaubst eine Illusion sein.

In deinem Unterbewusstsein existiert der feste Glaube daran, das du etwas falsch machen könntest und dafür bestraft wirst bzw. du schon etwas falsch gemacht hast und jetzt die quittung dafür kriegst.
Wohlgemerkt im Unterbewussten ! Hier und Jetzt erfährst du lediglich die Wirkungen deines Denkens.

"ich habe etwas falsch gemacht und bin deshalb minderwertig. gerade weil ich fehler machen kann bin ich unperfekt "
Schuldig der Mangelhaftigkeit > Bestrafung > Angst > Depression


"Also ich fühle mich jetzt nicht schuldig, zumindest nicht dass ich wüsste, aber ich hab übertrieben schnell ein schlechtes Gewissen (natürlich schwankt das auch so extrem wie alles andere), falls du das damit meinst."

Ja genau, das ist der Trick deines Verstandes, die Schuld versteckt zu halten und somit nich lösbar erscheinen zu lassen. Das Schlechte Gewissen ist auch Schuldgefühl.

Du hast 2 Möglichkeiten

1. Du glaubst, das das was du fühlst, sich deiner Kontrolle entzieht. Damit bist du ein Opfer, hilflos, bedürftig und abhängig von externem.

2. Du beginnst deinen Glauben in Frage zu stellen und erkennst die Ursache für deine Gefühle als Wirkung deines Denkens und Glaubens.
Suche nach der Ursache für deine Traurigkeit. Dort wo die Ursache ist, ist auch die Lösung !

Freudige Gedanken erzeugen Freude ! Welche willst du denken ?

Meld dich wieder

Gruss
Chengato
 
Zuletzt bearbeitet:
@chengato

Hm, da muss ich dir teilweise echt widersprechen. Man kann nicht von sich auf Andere schließen! Was beim Einen hilft muss nicht beim Anderen helfen. Die Psyche ist sehr komplex.
„Deine Gefühle sind nicht individuell“ darüber lässt sich streiten. Meine Gefühle gehören zu meiner Person, und sind somit individuell. Natürlich kennt jeder die Grundgefühle wie Angst, Wut, Trauer, Freude, etc. aber jeder empfindet anders. Außerdem kann man letztendlich ja nur Vermutungen äußern, weil man in Anderen nicht drin steckt.


Ich glaube weder dass das „Universum böse ist“ noch, dass „alles in Harmonie existiert“. Die Realität liegt dazwischen.


Meine Depression ist entstanden weil ich vor Problemen stand die ich nicht lösen konnte und die mir das Leben schwer machten.--> Resignation


„Du beginnst deinen Glauben in Frage zu stellen und erkennst die Ursache für deine Gefühle als Wirkung deines Denkens und Glaubens.“
Das leuchtet mir ein... aber ist sehr schwer umzusetzen in der Praxis, positiv zu denken, wenn gerade so vieles negativ ist. Wie oft hab ich das schon versucht...


Die Ursache für meine Grundtraurigkeit kenne ich. Auch die Lösung. Aber die Lösung ist alles andere als leicht zu erreichen. Ich habe eine soziale Phobie entwickelt (schon vor der Depression). Die Lösung lautet: Raus aus der Isolation, Kontakte knüpfen. Da steht nur momentan etwas gewaltig im Wege, was es mir wirklich unmöglich macht aktuell: Meine Minderwertigkeitsgefühle und mein abgesacktes Selbstvertrauen. Daran versuche ich zu arbeiten, aber es ist sehr komplex.


Positive Gedanken sind sehr wichtig ja...


Grüße


R.
 
@Gast Christine,

"Es fehlt dir eindeutig die Fülle Gottes in deinem Herzen" das ist richtig.

Eigentlich glaube ich an Gott, bzw. habe an ihn geglaubt, aber irgendwann habe ich aufgehört als es immer unerträglicher und schlimmer wurde.

Aber es mag sicher hilfreich sein an ihn zu glauben 🙂 weil man wohl immer was hat woran man sich festhalten kann und nie ganz allein ist. Hm...

LG
R.
 
Hallo R.

Ich rede hier nicht von einem fernen Gott, an dem sich sie schwachen fest halten. Ich rede vom Schöpfer des Universums, von dem Gott, der die Menschen dazu geschaffen hat, dass sie in ihrem eigenen Leben herrschen und sich nicht von Umständen oder Gefühlen leiten lassen, sondern an sein wort glauben und darauf vertrauen, dass es sich erfüllt. Glaube schaut nicht auf das was er mit den Augen sieht, sondern auf das, was er erwartet, dass es sich erfüllt und fest damit rechnet. Gott reagiert nur auf Glaube. Wenn wir meinen, dass sich unsere situation nie ändert und das auch aussprechen, wird es so sein. Beginnen wir aber zu glauben,.was Gott für uns will, nämlich, dass es uns gut geht, wir immer versorgt sind, gesund und frei sind, es uns einfach wohl geht (das ist nur eine Auswahl von vielen Segnungen), und fangen wir an das auszusprechen...nämlich z.B. es wird mir besser und besser gehen, Gott ist meine Freude, er ist meine Kraft, er will, dass es mir gut geht und dies vor allem zu glauben, dann wird sich die situation auch verändern, manchmal schneller, manchmal dauert es etwas, aber es wird geschehen. Unsere Worte haben Macht. Durch das Aussprechen der richtigen worte (auch wenn ich es noch nicht sehe) verändern sich situationen. Und deswegen ist es auch so wichtig die bibel zu lesen, weil wir erkennen können was Gott für uns will, es in unser Herz aufnehmen und es dann aussprechen können. Ich wünschte, du verstehst was ich meine. Glaube holt das noch unsichtbare ins sichtbare.

LG

Christine
 
Hi Glücksuchender,

"Meine Depression ist entstanden weil ich vor Problemen stand die ich nicht lösen konnte und die mir das Leben schwer machten.--> Resignation"

probleme sind in unserem verstand, nirgendwo sonst.
könntest du dir z.b. unpersönliche probleme vorstellen ?
gehen problem und persönlichkeit vielleicht hand in hand ?

sobald ein problem da ist, suchen wir doch auch umgehend nach der lösung.
probleme wollen gelöst werden, was wiederum aktion von deiner seite erfordert.

was wäre wenn alles genau so passieren sollte und du gar nichts ändern solltest ?
entstehen probleme vielleicht ausschließlich durch nicht-akzeptanz bzw. durch etwas wollen was nicht da ist ?

wenn du dich sozial isolierst, verstärkt UND bestätigt das deine unterbewusste schuld.
hey, du und ich und alle anderen sind aus der selben quelle hervorgegangen.

niemand ist schuld, weder du noch dein gegenüber !

wir sollten nicht nach den unterschieden in uns gucken, sondern auf das was uns verbindet.
ich sage dir nochmal, das du dich von mir oder von anderen in keinster weise unterscheidest.

und noch was zum thema gott.
körper sind verletzlich, bedürftig und vergehen. die welt die wir sehen ist voller spaltung, abhängigkeit, verlust und trauer.

"gott" hat das nicht erschaffen, "gott" erschafft nur absolute einigkeit und "gottes" schöpfung ist reine Liebe, weil sie eins ist.

wir menschen sind NICHT eins. wir glauben an "ICH" und "DU". Persönlichkeiten halt...
Als wenn "Gott" nicht allumfassend wäre...🙂

"würden wir nur aus unserem "ICH-Käfig" heraustreten, würden wir erkennen das wir uns in purer liebe und freude befinden"

gruss
chengato
 
@chengato:

"was wäre wenn alles genau so passieren sollte und du gar nichts ändern solltest ?
entstehen probleme vielleicht ausschließlich durch nicht-akzeptanz bzw. durch etwas wollen was nicht da ist ?"

Das hört sich sehr sehr theoretisch und ideologisch an. So einfach ist es nicht. Ich hätte akzeptieren sollen dass ich einsam bin und der Kontakt nicht mehr möglich ist und traurig bin? Es einfach so hinnehmen sollen dass es mir schlecht geht? Es als mein Schicksal betrachten? Soll es das bedeuten? Sorry, aber da werde ich echt extrem wütend wenn ich so was höre, auch wenn du es gut meinst. Steck du mal in der Depression und der Situation dass du dich nach dem Tod sehnst, dann sehen wir weiter. Es lässt sich leicht so etwas sagen wenn man nicht drin steckt.


Gruß


R.
 
Hallo Glücksuchender,

ein Teil der Probleme, die man als Depressive/r hat, entsteht sicher im Kopf, durch die (ständige) Selbstverurteilung, und daher kann man auch nur einen Teil der Probleme durch andere geistige Haltungen und Einstellungen lösen. Du hast geschrieben, wenn du soweit bist, dass du Selbstmordgedanken hast, dann kommen auch wieder tiefere Gefühle hoch, und etwas löst sich. Ich hab das so verstanden, dass es dir durch diese tieferen Gefühle wieder ein bisschen besser geht, du mehr Kontakt zu dir selbst hast. Ich denke, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich hab viele Jahre schlimme Depressionen gehabt. Die hab ich jetzt fast gar nicht mehr. Ich nehm abends Antidepressiva zum Schlafen, das hat sicher auch damit zu tun. Aber wichtig ist auf jeden Fall auch, dass ich mir die Zeit zum Ausheulen nehme, und nicht nur fünf Minuten, sondern so lang wie es eben dauert!! Bis zu eineinhalb Stunden, wenn es sein muss - mehr geht bei mir nicht. Dann fühl ich mich wieder besser und bin bei mir selbst und im Leben wieder angekommen. Ich weiß nicht, ob das für jede Depression gilt, aber ein Großteil der Depressionen sind m. E. auf unterdrückte Gefühle zurückzuführen. Und vor ca. einem Jahr hab ich nochwas festgestellt: Ich konnte in einer geschützten Situation meine Wut herausschreien und Kissen herumwerfen. Volle Kanne, ohne Hemmungen! Ich hab das vorher auch schon gemacht, aber diesmal war es irgendwie anders, denn ich fühlte mich nicht nur spürbar besser als vorher (nämlich seelisch und körperlich leichter), sondern ich hatte auf einmal auch ein richtiges Selbstbewusstsein! Weil ich diesen wichtigen Teil von mir endlich nicht mehr unterdrücken musste und er auch da sein durfte. Wenn ALLE Gefühle da sein dürfen, fühlt man sich logischerweise sehr viel freier und geborgener als wenn dauernd ein Teil schamhaft weggesperrt werden muss. Die Frage ist nur, wo man in dieser Gesellschaft in Ruhe schreien kann, ohne andere zu erschrecken und ohne für meschugge gehalten zu werden...
Des Weiteren hab ich von einer Bekannten gehört, dass sie nach einer tiefgreifenden Therapiestunde, in der sie sich an ein schlimmes Ereignis erinnert hat, eine Art Depression, die sie immer, also jahrzehntelang, hatte, verflogen ist. Depressionen können also auch Folge von Traumata sein. Da kann auch die eigenen Geburt und sogar vorgeburtliche Ereignisse eine Rolle spielen. Mit Gesprächen kommt man schon weiter, sie sind definitiv wichtig in einer Therapie - ich weiß nicht, was für eine Therapie du machst - aber meiner Erfahrung nach geht das nur bis zu einem bestimmten Punkt. Irgendwann muss man ans Unbewusste, an die großen Emotionen und frühen Traumata oder unbewältigt schmerzhaften Erlebnisse dran. Und auch im Körper sind manche Ereignisse gefangen - es gibt etwas, was man zelluläres Gedächtnis nennt. Deshalb gibts auch Körpertherapien. Die können unglaublich tief ins Unbewusste dringen.
Kann es sein, dass du in der Therapie vor allem redest?
Vielleicht bringen dich diese Hinweise ja ein Stück weiter.
Alles Gute,
Kaela
 
Hallo Kaela,

vielen Dank für deine Erfahrungen und deine Stellungsnahme.
Es stimmt dass ich in der Therapie "nur" rede, was mir auch tierisch gegen den Keks geht, aber ich dachte die Therapeutin wird schon wissen was sie macht. Naja... da triffst du ins Schwarze bei mir muss ich sagen. Ich würde mich auch sehr gern mehr mit meinen Gefühlen befassen in der Therapie, denn sie sind für mich der Zugang zu mir. Sie schwinden meist wenn ich zu viel labern muss und dann fällt es mir schwer noch in mich hinein zu hören. Ich werde es beim nächsten Mal ansprechen. Ich mache tiefenpsychologisch modifizierte Therapie. Soll auch analytische Anteile haben.
Es ist richtig dass es mir nach den Selbstmordgedanken wieder besser geht. Aber das kommt nicht so häufig vor. Es staut sich lange auf, normal gebe ich auch nicht so schnell auf.

Bei mir ist es auch so, dass ich meine Wut früher viel unterdrücken musste bzw. unterdrückte. Ich kann sie immer noch nicht so gut rauslassen. Momentan ist es aber eher so, dass eher gar keine Gefühle außer Angst da sind. Eher selten. Die Angst blockiert viel. Einfach sehr durcheinander das Ganze.

Das kann ich mir gut vorstellen, dass du dein ganzes Selbstbewusstsein/vertrauen verspürt hast, als deine Wut freien Lauf hatte. Es tut mir auch gut, wenn es mir hin und wieder gelingt meine Wut rauszulassen, sie nicht zu unterdrücken. Dann fällt auch die "Selbstverurteilung" weg, dass man für seine Person nicht einstehen, sich nicht verteidigen könnte, wenn es nötig ist.

Es ist so schwer, seinen Weg zu gehen, wenn die Innere Stimme weg ist, wenn man für sich nicht mehr weiß was jetzt gut tut oder nicht, richtig oder falsch ist. Sie ist schon da... nur vergraben. Ich will sie wieder finden 🙂

Liebe Grüße

R.
 
Hi,

von einer tiefenpsychologisch modifizierten Therapie hab ich noch nichts mitbekommen, konnte auf die Schnelle auch im Netz nichts darüber finden. Hat sie was mit der tiefenpsychologisch fundierten Therapie (o. ä.?) zu tun?
Wird sie von der Kasse bezahlt oder zahlst du sie selber? Bzw. könntest du dir theoretisch was anderes leisten?

Ehrlich gesagt, fahren bei mir jetzt schon alle Krallen und Stacheln aus, wenn ich in diesem Zusammenhang an unser fantastisches Gesundheitssystem denk ... ich konnte mir mal eine biodynamische Therapie leisten, also selber zahlen, und die Frau hat mir erzählt, dass die Entscheidungsträger, ich weiß nicht genau, in welchem Gremium, nur deshalb nicht die humanistischen (neueren, meiner Ansicht nach wirksameren) Verfahren bezahlen, weil sonst kein Mensch mehr zu den Analytikern und Verhaltenstherapeuten gehen würde - so ähnlich hat sie es ausgedrückt. Man muss ja schließlich an die armen, armen Generationen von Therapeuten denken, die dadurch arbeitslos würden. Als könnte ihnen nicht zugemutet werden, dass sie eben noch ne Ausbildung machen müssen! Aber den verzweifelten Patienten kann man ja jederzeit zumuten, in Therapiekonzepten zu verdursten, die seit fünfzig Jahren veraltet sind! Das geht problemlos, denn die meisten Klienten sind zu schwach, um sich zu wehren.
Sorry, aber dieser Ausbruch musste mal sein ...
Gruß,
K.
 

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