"Gott hat alles erschaffen....."
Das ist keine Antwort, es ist ein Witz. Die Fragen nach der dunklen Energie, der dunklen Materie, die Theorie des Multiversums oder, dass vor dem Urknall ein anderes Universum bestand und unsere Existenz wir nur dem Tod des anderen Universums zu verdanken haben.
So viele Fragen, so viele Fragen. Und die Antworten findet man sicherlich nicht in irgendwelchen "heiligen Schriften", sondern nur durch Forschung und ständiges hinterfragen und eben dieses wird durch die Antwort "Gott hat alles erschaffen", behindert.
"Gott hat alles erschaffen", hat genauso viel Wert wie das berühmte "Darum!" - nämlich keinen. 😎
gutes beispiel dafür ist ja galileo.
andererseits liefern religiöse "antworten" keine wissenschaftlichen - naturwissenschaftlichen - erklärungen für viele vorgänge der erde. und keine wissenschaft der welt wird mir je "erklären" können, warum das alles ist. was ausserhalb des universums ist. was vor dem vorher war, etc.
ich finde auch, man sollte auf leuten, die mit gott als erklärung für alles (also auch dafür, wenn jemand erkrankt oder irgendeine epidemie ausbricht oder sonstwas "schlimmes" passiert) kommen, auch nicht rumhacken. a) nicht alle haben die möglich- und gelegenheit physik oder sonstwas zu studieren. sich über sowas lustig zu machen, ist einfach "gebildete arroganz", vor dem viele "ausgebildete" menschen auch nicht gefeit sind (eigentlich niemand - was auch in den religionen immer wieder brav erklärt wird).
auf der suche nach antworten, auf ihrer reise nach entdeckungen und "innovationen" haben manche "wissenschaftler" totalen sozialen und anderen mist gebaut. die konsequenzen ihrer erfindungen und entdeckungen war ihnen so ziemlich scheiss egal. natürlich nicht allen. kein wissenschaftler hat die alleinige verantwortung für alles im leben. nix gegen wissenschaften. es ist interessant und eigentlich geht es auch nicht anders. der mensch ist mit neugier ausgestattet und wird weiter tüfteln. muss es auch. superioritätsanspruch von naturwissenschaftlern religiösen gegenüber... totaler kurzschluss. der sich aber auch erklären lässt.
konkretes beispiel: staudamm-projekte.
homo faber ist sone schöne geschichte.. über soziales und naturwissenschaftliches.
die unfähigkeit aller. und nicht nur derer, die halt die physik nicht verstehen. leben ist ein gemeinschaftsprojekt.
gegenseitiger respekt und verständnis würde - glaube ich - echt nicht schaden.
wir reden ja miteinander WEIL wir unsere unzulänglichkeiten haben. religiös gesprochen: gott sieht und weiss alles. (und ich meine das jetzt NICHT im wortwörtlichen sinn. weder schwebt gott da oben in den wolken oder hält uns in einem glas in seiner hand und schaut zu, was so abgeht hier noch dirigiert und bestimmt er uns). menschen nicht. vielleicht gott als BILD als Gedankenhilfskonstrukt um das wesen des menschen zu erklären.
wer glaubt ALLES zu wissen, zu sehen und zu verstehen..
werfe den ersten stein.. oder soll sich doch bitte zum premier der welt wählen lassen. obwohl.. so viel macht könnt er dann wieder missbrauchen.
na, ich weiss auch nicht.
ich kenne genug menschen, die sich mit religiösen wissenschaften "helfen" und sich durchs leben kämpfen. auf diese zu "spucken" ist dermassen arrogant. wie der professor im stück "pygmalion".
vielleicht treffen menschen genau deshalb aufeinander um sich gegenseitig die augen zu öffnen. zumindest immer wieder ein wenig. oder eben auch nicht. manchmal tut man sich lieber an der gurgel packen und würgen, bevor man jemandem die gelegenheit bietet, die eigene sichtweise zu hinterfragen.
kein mensch kann alles gleichzeitig machen. wir sind aufeinander angewiesen. das finde ich eigentlich nichts schlechtes. manche möchten ja gerne superman sein und alles alleine machen. damit sie sich gut und stark fühlen.
im namen der wissenschaft UND der religion wurden und werden noch genug gräuel und grausamkeiten angerichtet. und mache "religiöse" menschen find ich auch ganz angenehme zeitgenossen, weil sie einen nicht mit dem skalpell gleich an den kragen rücken und einen in die kleinsten einzelteile zerlegen wollen, und glauben differentialgleichungen seien alles. und der mensch ein roboter.
interdisziplinarität.
ich kenne physiker die sehr nahe an der religion sind und solche, die die religion verabscheuen. hat sicher auch mit der eigenen lebenserfahrung und umständen zu tun. was einem wie beigebracht worden ist.
wenn einem auf jede frage mit "das war gott" geantwortet wird, kann man ja nur frustriert und wütend werden. der neugier mit "gottes"-hilfe einhalt gebieten ist natürlich verkehrt und falsch und zeugt von machtmissbrauch und angst, neue dinge zu sehen, die für einen persönlich "veränderung" bedeutet.
sich gegenseitig aufs korn nehmen... und bestenfalls voneinander lernen und vielleicht lachend auf die schulter klopfen.
weiss, ist ne illusion.
aber auch wissenschaft.. ist eben wissenschaft. auch wenn es gewaltig ist.. endlich mal durch so ein elektronenrastermikroskop zu gucken. oder durch ein teleskop. grenzen, die immer überschritten werden. aber menschen stehen an unterschiedlichen orten im leben. es macht den dialog nicht einfacher. aber aufeinander einzuhacken und den anderen abzuwerten wohl auch nicht.
schade, dass wir es uns so schwer machen. solange niemand dran glauben muss, finde ich es noch ganz amüsant, wenn auch anstrengend.
wie lautete dieser spruch wieder? wenn man mit einem finger auf den anderen zeigt, so zeigen vier zu einem zurück?
und um den kreis zu schliessen.. wenn man gott als symbol für unsere relative unwissenheit gebraucht.. kann ich dem satz, dass gott alles erschaffen hat, sehr wohl zustimmen. ohne mich davon abhalten zu lassen im leben weiter zu recherchieren. und den frust einzustecken, dass ich mir nicht alle fragen beantworten kann.
man muss nicht unbedingt "gott" sagen, leider brauchen menschen wörter um sich auszudrücken. sich zu verständigen. wörter führen auch oft zu missverständnissen. und wörter sind nicht alles.
lieben gruss
camus