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Recht auf Teilzeit (Fortführung der Diskussion)

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Naja auf dem Papier, aber in der Praxis würde das ja sicher bedeuten, dass es irgendwo eine Grenze gibt, bis zu der Kinder dann noch gelten. Also ja bestimmt nicht bis 18. Und das Ergebnis ist dann, dass Frauen entweder kopmlett zu arbeiten aufhören, weil sie eben noch Kinder zuhause betreuen wollen oder müssen. Oder aber dass Frauen entgegen ihrer persönlichen Wünsche und entgegen der Bedürfnisse der Kinder, Klenstkinder in eine Kita geben müssen.
Das ist für mich eine total herzzerreißende Vorstellung. Eltern sollten doch selbst entscheiden dürfen, ob sie ihre Kleinsten schon früh in eine Kita geben müssen.
Also selbst wenn man einen Betreuungsplaz hat: Die Vorstellung, ein Kleinkind 8 Stunden und länger in eine Betreuung zu geben finde ich persönlich echt ganz furchtbar. Ich würde das niemals übers Herz bringen😢😢😢. Man hat doch keine Kinder, um sie den ganzen Tag wegzugeben. Dann lieber weniger verdienen- aber das muss halt jeder selbst entscheiden dürfen.
Das ist so persönlich.
Für mich fühlt sich das echt so an, als wollte man Eltern die Möglichkeit nehmen, ihre Kinder selbst zu erziehen.
Ich weiß, das ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber das sind so die Bilder, die ich im Kopf habe....
Laut aktueller Berichterstattung sollen Frauen mit Kindern weiterhin Teilzeit nutzen dürfen. Alles andere von dir ist ja nur Interpretation. Meiner Meinung nach würde das aber ganz klar nicht bedeuten, dass jemand Vollzeit arbeiten muss und die Kinder deshalb in eine Kita müssen.
 
Ist es dann nicht einfach so wie bei der Babyboomer-Generation??

Da war es auch schon so, dass sich Eltern überlegen mussten ob oder wie sich es sich finanzieren konnten wenn die Mutter zuhause bleibt. Unsere Familie wurde durch einen sehr hart arbeitenden Vater finanziert, der noch einen zweiten Job ausübte bis wir Kinder so weit waren, dass die Mutter halbtags arbeiten konnte.

Ich selber wünsche auch für mich selber zu entscheiden welchen Job ich für welche Dauer annehme, aber das ist meine Verantwortung welches Geld ich dann für mich erwirtschafte. Ich sehe es schon als Risiko an sich darauf verlassen zu wollen/können welche Unterstützung/Transferleistung in den kommenden Jahren noch für Familien und Kinder gezahlt werden.

Selbst, wenn die Leistungen gezahlt werden, so ist die Zeit der Antragstellung bis zur Gewährung - selbst bei Nachzahlung - so lang an Monaten, dass vielleicht schon größere Probleme aufgetreten sind wie Mietschulden, aus denen eine Wohnungskündigung resultieren kann. Sprich: wenn der Rechenweg der Selbstfinanzierung funktioniert, kein Problem.
Im anderen Fall sehr wohl eine ganze Ladung an Problemen zu erwarten, schätze ich.

Gruß von Grisu
 
Laut aktueller Berichterstattung sollen Frauen mit Kindern weiterhin Teilzeit nutzen dürfen.
Und die anderen schauen in die Röhre? Ich (männlich) arbeite auch schon seit einer Weile Teilzeit. Zum einen, weil ich mich um meine pflegebedürftige Mutter kümmern muss, zum anderen aber auch, weil ich aus psychischen Gründen mit einer Vollzeittätigkeit nur schlecht zurecht komme.

Mir graut es schon davor, wenn man mich zurück in die Vollzeit drängen will.
 
Bisher ist es so: Möchte jemand in Vollzeit plötzlich Teilzeit arbeiten, muss er dass seinem Arbeitgeber mitteilen und hat nach 3 Monaten ein Recht auf Teilzeit. Umgekehrt war auch eine Rückkehr in Vollzeit jederzeit möglich, sozusagen "auf Knopfdruck".

Diese Regelung fand ich immer komisch und unfair, weil sie nur einseitig gilt. Umgekehrt gilt: Einseitige Herabsetzung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber ist nicht zulässig. Stell dir vor, du bist Arbeitgeber und hast Mitarbeiter, die alle X Monate ihre Arbeitszeit ändern.
Selbst für Arbeitnehmer kann das von Nachteil sein: Du wirst vielleicht mit einem 50% Vertrag eingestellt, weil eine Kollegin auf Teilzeit gegangen ist und wirst ein paar Monate später wieder gekündigt, weil die Kollegin jetzt wieder Vollzeit arbeiten will und du nicht mehr gebraucht wirst...toll!

Sprich: durch den Antrag wird ein einseitiges Recht gekippt, nicht Teilzeit als solches.
Es gilt natürlich, dass weiterhin Teilzeit möglich ist, nur eben durch eine Verhandlung zwischen Arbeitgeber und -nehmer. Weiterhin gelten natürlich Regeln zu Teilzeit aufgrund familiären Situationen, z.B. Kindesbetreuung oder Pflege.

Nicht falsch verstehen: Ich bin ein absoluter Fan von Teilzeit aber nicht auf Basis des Anspruchsdenkens, dass Arbeitgeber jederzeit zu springen haben wie es Arbeitnehmer wollen. Ich persönlich hätte deswegen nicht den ganzen Anspruch gestrichen, ihn aber anders gestaltet. z.B. durch Streichung des Anspruches auf Vollzeit Rückkehr oder mehr als nur 3 Monate Frist. Ich finde wenn jemand z.B. mit 50+ gesundheitsbedingt nicht mehr Vollzeit arbeiten will oder kann, sollte ihm Teilzeit ermöglicht werden.

Ich glaube dass sich die wenigsten Sorgen machen müssen.
Das Gesetz auf Teilzeitanspruch existiert ja auch erst seit 2001. Was haben denn die Arbeitnehmer vorher gemacht? Hat doch auch funktioniert, in dem man eben mit dem Arbeitnehmer verhandelt hat. Kann man heute eben nicht mehr alle 3 Monate die Arbeitszeit nach Belieben ändern sondern vielleicht erst nach Absprach in 1-2 Jahren wenn es betrieblich passt.
 
Und die anderen schauen in die Röhre? Ich (männlich) arbeite auch schon seit einer Weile Teilzeit. Zum einen, weil ich mich um meine pflegebedürftige Mutter kümmern muss, zum anderen aber auch, weil ich aus psychischen Gründen mit einer Vollzeittätigkeit nur schlecht zurecht komme.

Mir graut es schon davor, wenn man mich zurück in die Vollzeit drängen will.
Du kannst weiterhin Teilzeit arbeiten. Keiner verbietet es Dir.
 
Bisher ist es so: Möchte jemand in Vollzeit plötzlich Teilzeit arbeiten, muss er dass seinem Arbeitgeber mitteilen und hat nach 3 Monaten ein Recht auf Teilzeit. Umgekehrt war auch eine Rückkehr in Vollzeit jederzeit möglich, sozusagen "auf Knopfdruck".

Diese Regelung fand ich immer komisch und unfair, weil sie nur einseitig gilt. Umgekehrt gilt: Einseitige Herabsetzung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber ist nicht zulässig. Stell dir vor, du bist Arbeitgeber und hast Mitarbeiter, die alle X Monate ihre Arbeitszeit ändern.
Selbst für Arbeitnehmer kann das von Nachteil sein: Du wirst vielleicht mit einem 50% Vertrag eingestellt, weil eine Kollegin auf Teilzeit gegangen ist und wirst ein paar Monate später wieder gekündigt, weil die Kollegin jetzt wieder Vollzeit arbeiten will und du nicht mehr gebraucht wirst...toll!

Sprich: durch den Antrag wird ein einseitiges Recht gekippt, nicht Teilzeit als solches.
Es gilt natürlich, dass weiterhin Teilzeit möglich ist, nur eben durch eine Verhandlung zwischen Arbeitgeber und -nehmer. Weiterhin gelten natürlich Regeln zu Teilzeit aufgrund familiären Situationen, z.B. Kindesbetreuung oder Pflege.

Nicht falsch verstehen: Ich bin ein absoluter Fan von Teilzeit aber nicht auf Basis des Anspruchsdenkens, dass Arbeitgeber jederzeit zu springen haben wie es Arbeitnehmer wollen. Ich persönlich hätte deswegen nicht den ganzen Anspruch gestrichen, ihn aber anders gestaltet. z.B. durch Streichung des Anspruches auf Vollzeit Rückkehr oder mehr als nur 3 Monate Frist. Ich finde wenn jemand z.B. mit 50+ gesundheitsbedingt nicht mehr Vollzeit arbeiten will oder kann, sollte ihm Teilzeit ermöglicht werden.

Ich glaube dass sich die wenigsten Sorgen machen müssen.
Das Gesetz auf Teilzeitanspruch existiert ja auch erst seit 2001. Was haben denn die Arbeitnehmer vorher gemacht? Hat doch auch funktioniert, in dem man eben mit dem Arbeitnehmer verhandelt hat. Kann man heute eben nicht mehr alle 3 Monate die Arbeitszeit nach Belieben ändern sondern vielleicht erst nach Absprach in 1-2 Jahren wenn es betrieblich passt.
Vielen Dank für diesen sachlichen und an den Fakten orientierten Beitrag, Andreas! 🙂👍

Wirklich seltsam, welche falschen Annahmen zu der vorgeschlagenen Änderung da gleich wieder kursieren und sich immer mehr hochschaukeln, ohne dass korrigierende Hinweise (im ursprünglichen Thread bereits mehrfach von @kasiopaja vorgebracht) irgendetwas bewirken würden...
 
Und die anderen schauen in die Röhre? Ich (männlich) arbeite auch schon seit einer Weile Teilzeit. Zum einen, weil ich mich um meine pflegebedürftige Mutter kümmern muss, zum anderen aber auch, weil ich aus psychischen Gründen mit einer Vollzeittätigkeit nur schlecht zurecht komme.

Mir graut es schon davor, wenn man mich zurück in die Vollzeit drängen will.
Ihr müsst einfach mal die Artikel lesen. Wer einen Angehörigen pflegt, soll auch weiter das Recht auf Teilzeit haben.
 
Laut aktueller Berichterstattung sollen Frauen mit Kindern weiterhin Teilzeit nutzen dürfen. Alles andere von dir ist ja nur Interpretation. Meiner Meinung nach würde das aber ganz klar nicht bedeuten, dass jemand Vollzeit arbeiten muss und die Kinder deshalb in eine Kita müssen.
Es wäre gut, die aktuelle Berichterstattung entsprechend aufmerksam zu lesen.

(... Text gelöscht, da Quellenangabe fehlt.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann sich hier die Köpfe heiß reden, und füchterlich sorgen.
Aber vermutlich bringt das alles nicht so viel.
Diese Sorgen müsen Interessenvertretungen und Wohlfartsverbänden mitgeteilt werden.
Die können zwar auch nicht alles stoppen, werden aber viel mehr gehört, als ein einzelner Schimpfender.
Man sollte es wenigsten mal versuchen. Den eigenen Beitrag von hier, zu passender Stelle senden.
 
Im Grunde geht das den Staat nur was an, wer Teilzeit Arbeit und dazu staatliche Unterstützung bekommt.

Bei Müttern ist das ja nur bei Alleinerziehenden.

Aber Alleinstehende, die aufstocken und Bürgergeld bekommen, könnte man durchaus zu Vollzeit heranziehen, wenn der Job das hergibt.

Ich arbeite seit 10 Jahren Teilzeit, 30 Stunden, und kann nur sagen, dass das soviel mehr Lebensqualität ist, dass ich nie mehr Vollzeit arbeiten würde.
Aber das habe ich viele Jahre davor gearbeitet.
Ich würde da niemals über mich bestimmen lassen. Ich bekomme aber auch keinen Cent vom Staat
 
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