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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ratlos zum Beziehungsstatus

Wenn man sich nur deine Beiträge durchliest hört es sich so an, als ob du uns die Gründe aufzeigen willst, warum du Schluss gemacht und ihn überall blockiert hast. Wenn dem so wäre, bekämst du hier tosenden Applaus für deine Entscheidung.
Er hat ja nicht mitgeteilt, dass wir getrennt sind.
Wenn er es aber doch so meint, käme ich mir nur noch blöd vor
Deshalb wäre es besser wenn du schneller wärst als er. Frage ihn in einer Textnachricht wann er gedenkt seine Zahnbürste bei dir abzuholen.
Für Außenstehende ist diese Beziehung objektiv betrachtet eine einzige Katastrophe.
Das war sie auch überwiegend. Dazwischen gab es allerdings diese ausgesprochen innigen Zeiten, in denen wir beide voller Zuversicht in die Zukunft blickten.
Eine gute Beziehung besteht aus 95% guten bis sehr guten Zeiten, 5% holprigen Zeiten und 0,00001% Katastrophen. Bei euch ist es genau umgekehrt. Reichen dir die 0,00001% guten Zeiten für ein zufriedenes Leben aus?
Was mich leider umtreibt, ist der Gedanke, dass er alleine in einem Loch sitzt.
Manche Menschen projizieren ihre eigenen Ängste in das Gegenüber. Würdest du sagen, dass das bei dir zutrifft?
 
Vielen Dank DodgeChallenger!
Beim Lesen Deiner Nachricht fühle ich mich erleichtert oder verstanden.
Er konnte unfassbar lieb, anhänglich und wohltuend sein. Er hat auch für mich Dinge getan.
Nur diese alten Verletzungen, die sich tief eingebohrt und mein Vertrauen in ihm so empfindlich geschwächt haben, die wollte er nicht angehen. Er habe damit nichts zu tun oder ich sollte mal überlegen, woher das kommt etc.
Da ist man erstmal sprachlos und desorientiert. Aber anstatt mich zu bewegen bin ich explodiert. Und nun habe ich seelischen Missbrauch betrieben.
Ich glaube, das Zugeben der Dinge, die passiert sind, hätten ihn geschwächt (nach seinem Empfinden).
Und nun mit den Tickets, dem er zunächst zugestimmt hätte, wurde er dann doch wieder schroff und knallt mir alle möglichen Dinge um die Ohren, warum er das nicht ok findet und wie schrecklich ich mit ihm war.

Das ist nicht sortiert in meinem Kopf. Und entgegen einiger Meinungen (die ja nachvollziehbar sind), kann ich nicht einfach gar nicht daran denken.
Das müsste ich erstmal verarbeiten.
Ja, dieses Gedankenkarusell kenne ich auch gut.
Das passierte dreht da seine Runden und man will es verstehen, um es verarbeiten zu können.
Deshalb bin ich auch in diesem Forum. Ich hoffe das wir uns hier mit all unseren Erfahrungen ein besseres Bild machen können.

Mir sagte mal jemand, das die Arbeit in Beziehungen, wo beide Partner gewisse Traumata und Ängste mitbringen, auch "Schattenarbeit" genannt wird. Und das diese eben nur erfolgreich stattfinden kann, wenn beide sich gleichermaßen daran beteiligen können und möchten.

In meiner Beziehung ist da leider auch ein starkes Gefälle, das ich zu spät erkannt habe.

Wenn dich jemand schlecht behandelt, aber nur deine Reaktion darauf später beleuchtet, verurteilt und dann bestraft wird, stimmt etwas gewaltig nicht.
Und anscheinend lässt die Liebe einen manchmal eine Zeitlang blind dafür werden.
 
Warum lässt er sich nicht scheiden?
Das ist eine gute Frage. Hab' aber selbst keine Antwort darauf erhalten.
Ich mutmaße aus seinen damaligen Erzählungen und seinem Verhalten in unserer Beziehung ein innerer Kampf geführt wurde/wird.
Sprich, er macht oder sagt etwas, dass erschütternd wirkt auf sein Gegenüber. (Ich glaube, dass ihm viele Dinge im Grunde seines Herzens eben doch leid tun.) Und dann passiert es aber wieder und wieder, weil er schlichtweg nicht anders kann, bis Schulgefühle entstehen und er sich selbst nicht für liebenswert erachtet.. Er sagte nämlich öfter im Streit, dass er ja wisse, was ich von ihm halte. Da konnte ich sagen, was ich wollte, es drang wohl nicht zu ihm durch.
Jedenfalls muss er dann an diesem Punkt den Spieß umdrehen.

Ich kann mir vorstellen, dass auch seine Frau es nicht unbedingt leicht hatte mit seinem Wesen. Sie habe ihn bzw. seine Eltern unterstützt, allerdings finanziell. Ansonsten fühlte er sich einsam in der Ehe. Die Kinder hätte sie großartig erzogen, was ich absolut bestätigen kann nach meinem einmaligen Eindruck.
Traurig ist, dass er sich in der Ehe nicht ernst genommen fühlte, so wie ich in unserer Beziehung.

Einerseits war er tief verletzt. Andererseits war da auch Wertschätzung für ihre Hingabe an die Kinder.
Ich kann für mich also nur den Rückschluss ziehen, dass er den Zeitpunkt aus Respekt ihr überlassen wollte. Er selbst hätte nie die Scheidung eingereicht, das sagte er mir so.
Auch mit unserer Partnerschaft wollte er ihr, glaube ich, nicht vor den Kopf stoßen.

Der Umstand des verheimlicht-werdens war sehr schmerzhaft. Deshalb dann ja die Pistole auf seine Brust.
Das war alles so falsch. Auch von mir.
 
Der Umstand des verheimlicht-werdens war sehr schmerzhaft. Deshalb dann ja die Pistole auf seine Brust.
Das war alles so falsch. Auch von mir.

So wie ich dich lese bist du noch immer in dem „falsch“ konditioniert drinnen…
Das sind noch deine Muster - ich bin falsch weil ich Gefühle / Wünsche und Bedürfnisse habe ..

Auch wenn es „nur“ ein Kommunikationsproblem bei ihm gäbe ,ist es in allem keine gesunde Beziehung.

Was denkst du denn was du verdienst als Mensch ? So eine Beziehung ? Oder möchtest du nicht lieber etwas entspanntes mit Vertrauen wo kommunizieren nicht so ein Hindernis darstellt weil es besser und friedlicher klappt -wo du Gehör findest?

Jemand der dich liebt oder gar gern hat lässt dich nicht vier Wochen ohne Erklärung oder Treffen oder zumindest Anruf verwirrt zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Dir Geißblatt67!
Hm, kommt das so rüber, dass ich ihn entschuldige?
Eigentlich bin ich stinksauer.. Was ich allerdings nicht möchte, ist mich in Selbstmitleid oder in der Opferrolle zu suhlen.
Es ist ein aufdröseln. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich nach schon einem halben Jahr Beziehung trennen hätte müssen. Ich hab' mich aufgeregt, auf eine gewisse Art hinterhergebettelt, wenn es um meine Wünsche ging und bin von ihm kaum als ich wahrgenommen worden. Das habe ich alles mitgemacht letztendlich. Ich möchte ihn nicht in Schutz nehmen. Ich kann ihn an dieser Stelle - Beziehungsaus - aber nicht Täter nennen und empört sein, weißt Du. Damit lüge ich mir doch in die eigene Tasche.
Ich erhoffe mir Vorgänge innerhalb unserer Dynamik (Reaktion er und ich) besser zu verstehen und Frieden damit schließen zu können.
Das wie-es-endete, finde ich armselig.
 
Wir haben uns nicht online kennengelernt. Datingportale waren nie meins - hab's aber auch nie versucht.
Irgendjemand schrieb, dass er mir seiner Ehe emotional noch nicht durch war. Den Eindruck hatte ich auch, aber leider auch erst viel zu spät. Das Thema Ehe war zum Teil abendfüllender Gesprächsstoff. Da hat man gemerkt, wieviel Schmerz in ihm ist. Gar nicht mal, weil ich das Gefühl hatte, er liebe sie noch, sondern eher in Richtung, dass er sich getäuscht fühlte. Er ist ein überaus vorsichtiger Mensch und misstrauisch. Ich hatte oft den Eindeuck, er würde sich vom Leben betrogen fühlen. Seiner Frau (er hat nicht abfällig über sie gesprochen), seinen Kollegen - er fühlte sich im Stich gelassen.
Den Prozess des merkens, was da passiert, habe ich nur langsam wahrgenommen und mich viel zu spät rausgenommen. Er hat sich aufgefangen gefühlt. Ich mich nicht. Das immerhin hat er eingesehen. Die Trinkerei wurde fortlaufend weniger. Er verbrachte seine Urlaube fortan mit mir und die waren immer schön. Ergo haben auch Streitereien und Missstimmung deutlich abgenommen.

Was ich selbst unterschätzt hatte war, dass ich eben gar nicht stark genug war für so viel Ballast und den damit einhergehenden Druck, den ich mir selbst machte. Ich habe ihn viel gestützt. Wollte, dass er sich gut fühlt und seinen Wert erkennt.
Egal, ob im Alltag als auch zu Anlässen, wie seine Geburtstage oder Weihnachten (Geschenke oder eine schöne Zeit).
Mir ist durchaus klar, dass ich das zugelassen habe. Deutlich wäre meinerseits gewesen, ich hätte nicht wieder und wieder Dinge angesprochen, sondern wäre gegangen. Aber er hatte ja nun auch wirklich an sich gearbeitet.
Unter'm Strich war es ihm aber zu viel Arbeit, mich aufzufangen und entgegen zu kommen. Mir zu helfen mein Vertrauen zu ihm aufzubauen. Keineswegs bedeutete dies, dass er zu allem ja und amen sagen musste. Tat er ja auch (erst recht) nicht. Bitten/ Erwartungen hat man an ihn nicht zu stellen. Und weil ich es trotzdem tat, ist er jetzt sang und klanglos aus meinem Leben verschwunden. Das ist hart. Mir würde auch nicht einfallen, ihn auf der Straße zu grüßen, falls wir uns über den Weg liefen.

Kürzlich, also bevor das Ticket- und Vertrauensthema aufkam, war er sauer wegen eines Ereignisses. Beim Versuch ihn zu besänftigen, nahm er wohl an, dass ich ihn nicht verstehe. Da sagte ich zum ihm, "Hey du, wir sind im selben Team", und lächelte.
An seinem Gesichtsausdruck konnte ich sehen, dass er das nicht so sah.

Ich war naiv und verblendet (so verliebt) und dann die Knöpfe, die auch meine Mutter schon gedrückt hatte. Das wird mir eine Lehre sein.

Seinen Abgang finde ich einfach nur unbegreiflich, mies und würdelos.
Ich sehe es gar nicht so, dass Du nicht stark genug warst etwas auszuhalten, sondern viel zu lange ausgehalten hast.
Der Abgang passt zum Rest der Geschichte.
 
So wie ich dich lese bist du noch immer in dem „falsch“ konditioniert drinnen…
Das sind noch deine Muster - ich bin falsch weil ich Gefühle / Wünsche und Bedürfnisse habe ..

Auch wenn es „nur“ ein Kommunikationsproblem bei ihm gäbe ,ist es in allem keine gesunde Beziehung.

Was denkst du denn was du verdienst als Mensch ? So eine Beziehung ? Oder möchtest du nicht lieber etwas entspanntes mit Vertrauen wo kommunizieren nicht so ein Hindernis darstellt weil es besser und friedlicher klappt -wo du Gehör findest?

Jemand der dich liebt oder gar gern hat lässt dich nicht vier Wochen ohne Erklärung oder Treffen oder zumindest Anruf verwirrt zurück.
Ittüpfelchen, was meinst Du mit "falsch" konditioniert?

Ich stimme Dir absolut zu. Jemand der mich liebt oder gern hat, würde mich nicht so zurücklassen.
Vielleicht fühlte er sich ja bedroht oder meint, sich unmissverständlich ausgedrückt und haben.

Aber nein, das wünsche ich mir nicht für mich.
 
Danke Dir Geißblatt67!
Hm, kommt das so rüber, dass ich ihn entschuldige?
Eigentlich bin ich stinksauer.. Was ich allerdings nicht möchte, ist mich in Selbstmitleid oder in der Opferrolle zu suhlen.
Es ist ein aufdröseln. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich nach schon einem halben Jahr Beziehung trennen hätte müssen. Ich hab' mich aufgeregt, auf eine gewisse Art hinterhergebettelt, wenn es um meine Wünsche ging und bin von ihm kaum als ich wahrgenommen worden. Das habe ich alles mitgemacht letztendlich. Ich möchte ihn nicht in Schutz nehmen. Ich kann ihn an dieser Stelle - Beziehungsaus - aber nicht Täter nennen und empört sein, weißt Du. Damit lüge ich mir doch in die eigene Tasche.
Ich erhoffe mir Vorgänge innerhalb unserer Dynamik (Reaktion er und ich) besser zu verstehen und Frieden damit schließen zu können.
Das wie-es-endete, finde ich armselig.
Und das wie-es-endete spiegelt vielleicht auch ein wenig die Dynamik in der Beziehung.
Das hilft bestimmt dabei, ihn nicht wiederhaben zu wollen.
 

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