Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ratlos zum Beziehungsstatus

Ohne ihn durchs Leben zu gehen, würde heißen, dass ein permanenter Stress wegfällt.
Das klingt attraktiv, aber hinterlässt auch eine Lücke ... man kann sich ja an diesen permanent erhöhten Adrenalinpegel gewöhnen ... und dann erscheint ein Leben allein, ohne ständigen Zores, erstmal fad und beängstigend.

Ich rate dir, zu überlegen, was du gerne machst, was und wer aus deinem Freundes-und Familienkreis dich glücklich macht und erfüllt, und dich darauf zu konzentrieren.

Für mich sieht das aus wie "Schluss gemacht" - und ganz ehrlich: wohin hätte diese Beziehung denn geführt? Es war doch von Anfang an der Wurm drin (du erwähnst auch Heimlichkeiten) - für mich klingt das wie Verschwendung deiner Lebenszeit. Die ist zu kostbar, um sich an einem so derart schwierigen Menschen abzuarbeiten.
 
Du gehst doch schon ohne ihn durchs Leben.. und lebst immer noch. Das kann schon einmal eine wichtige Erkenntnis sein, dass es geht - und ehrlich gesagt schätze ich dich nach den Schilderungen hier auch nicht als unbeholfen oder weltfremd ein als dass ich denken würde, dass du das selber nicht eigentlich auch weißt.

Trennungen sind selten einfach, eben wie zig andere Schicksalsschläge, die die meisten in ihren Leben hinnehmen müssen. Das Gute ist aber, dass ein Mensch sehr viel aushalten kann und wenn er es schafft, sich selber nicht hängen zu lassen und nach vorne zu schauen, dann geht es auch schneller als wenn man in seiner Traurigkeit verharrt. Ohnehin gibt es da diesen Spruch, die Zeit heile die Wunden. Er klingt abgedroschen, ist es aber nicht. Manches tut auch noch nach vielen Jahren weh, aber der Schmerz wird erträglicher. Die Trennung von einem Menschen, mit dem man 5 Jahre zusammen war und bei dem es nicht so gut passte, würde ich als etwas einordnen, was man deutlich einfacher verschmerzt, selbst wenn es im Moment arg weg tut.

Und noch eine gute Nachricht: Es gibt nicht nur einen einzigen Menschen, mit dem ein gutes und erfülltes gemeinsames Leben für dich möglich ist. Dieser Mann hier war es ja noch nicht einmal. Leider wiegen gute Phasen nur vordergründig unschöne wieder auf und je länger man zusammen ist, desto wichtiger wird eigentlich, dass man weiß, dass der andere mit einem auch schlechte Phasen gemeinsam und unterstütztend durchsteht. Das sehe ich bei euch nicht; ihr habt ganz grundsätzliche Probleme und die liegen nicht in Sachgründen wie nicht zugeschraubten Zahnpastatuben oder hochstehenden Klobrillen. Ihr passt bzgl. eurer Persönlichkeit nicht wirklich gut zueinander und bei ihm scheint auch die Bereitschaft zu Kompromissen nicht da zu sein.

Ich würde dir empfehlen loszulassen. Er hat es schon und scheint dich noch nicht einmal zu vermissen, sonst würde er auf deine Bitten eingehen, nochmal zu reden. Mach dich nicht so klein ihm hinterherzulaufen. Richte den Blick nach vorne, such ein bisschen Seelenpflege bei deiner Familie und lieben Freunden. Solch ein Netzwerk ist wichtig im Leben, damit man wieder nach vorne schauen kann und sich nicht länger im Selbstmitleid suhlt.

Du wirst wieder jemanden treffen, der es verdient, dass du ihm dein Herz schenkst und von dem du auch etwas zurückbekommst, was dir wichtig ist. Dieser Mann hier konnte damit nicht umgehen.
 
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten!
Also, ich bin 46 und er 55 Jahre alt.
Nun versuche ich ein wenig zu schildern, wie sich der letzte Konflikt und die daraus resultierende Funkstille ergeben hat.
Als wir zusammen kamen, war er getrennt von seiner (immer noch) Frau und Kindern - bereits vor Jahren ausgezogen.
Leider war er stets recht verschlossen. Nach gefühlt unzähligen Bohren meinerseits hatte er nach etwa zwei Jahren Beziehung angefangen, mir mitzuteilen, wann er dort zu Besuch ist. All die anderen Male davor, hat er entweder gar nichts gesagt oder mich angelogen. Er meinte damals mal, dass er überhaupt nicht verstehe, warum mich das interessiere.
Ein weiterer Punkt ist, dass ich durch Zufall erfahren habe damals (nach zwei Jahren Beziehung), dass er sich am Wohnort seiner Kinder und Frau um eine Stelle beworben hatte. Er sagte auf Nachfrage, es sei für die Kinder, damit er in der Nähe sei. Das verstand ich nicht, da er ja schon jahrelang so lebte, wie jetzt und seine Kinder bereits fast volljährig waren. Abgesehen davon war es für mich unbegreiflich, warum er mir davon nicht von sich aus erzählt hat.
Am Ende blieb er zwar, aber das schale Gefühl, dass er vielleicht lieber dort wäre haftete an mir.
Er hat zwei sehr lange Sommerurlaube mir Frau und Kindern verbracht. Beim ersten Mal hatte ich noch Verständnis, obwohl es nicht vier Wochen hätten sein müssen. Beim zweiten Mal habe ich wenigstens um einen Kompromiss gebeten. Hat er bejaht und dann.. Nichts mehr. Ich wusste weder wo er war noch wann er zurück sein würde.
Damals wollte ich ihn verlassen. Irgendwann bin ich aber wieder eingeknickt. Ich weiß, dass das meine Schuld ist.
Wir haben in den fünf Jahren bisher nicht einen Heiligabend zusammen verbracht. Auch hier hatte ich drei Mal Verständnis. Doch man hätte auch abwechselnd die Tage planen können. Wenn ich was sage, mich irgendwann ärgere, dann kann er sehr deutlich werden (laut und bestimmend) und ich muss damit klar kommen.
Manchmal versucht er mich zu bevormunden, wie ich etwas sagen soll.
Auch hat er mir regelmäßig unterstellt, ich hätte ihn betrogen, z.B. weil ich bei einer Freundin war oder ein zwei Mal länger arbeiten musste. Das war wie Psychoterror. Ich stand im Grunde ständig unter Generalverdacht. Sogar beim Autofahren, wenn ich auf den Tacho geschaut habe, interpretierte er, ich würde auf die Uhr sehen, weil ich es eilig habe oder nervös sei.
Selbst hat er drei Handys, die er nie rausholt, aber wehe mein Handy brummt, weil ich eine E-Mail erhalte.
Das war nicht schön, sondern sehr belastend.
Nach viereinhalb Jahren habe ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, weil ich - wenn er schon nicht geschieden ist - er mir doch immerhin zeigen kann, dass er hinter uns steht, und mir seine Kinder vorstellen kann. Ich habe praktisch nicht existiert.
Leider war ich viel damit beschäftigt ihn zu verstehen und habe habe erst sehr spät gemerkt, wieviel Selbstvertrauen mich das gekostet hat.
An meinem Geburtstag letztes Jahr hat er morgens getrunken und dann den ganzen Tag geschlafen.
Vor etwa zwei Jahren hat es angefangen, dass sich viel verändert hat im positiven Sinn. Wir hatten gemeinsame Urlaube und konnten auch besser reden im Großen und Ganzen. Trotzdem haben diese Ereignisse Spuren hinterlassen.
Im April sagte er mir, dass er eine Radtour mit seinen Kindern machen möchte. Das ist völlig ok für mich. Nach einer Woche etwa bemerkte ich, wie sich alles in mir zuschnürtewegrn der Reise. Ich bin also auf ihn zugegangen und habe ihm erklärt, dass ich mich nicht ganz wohl fühle in Bezug auf die Tour, dass ich es gut finde, dass er das machen möchte und ich das auch unterstütze, er mir aber nicht trotzdem irgendwas zeigen kann, das bestätigt, dass nur die drei unterwegs sind. Da es sich um eine Radtour + Zelten handelt, gibt es ja nur die Zugtickets bis zum Punkt, an dem es losgeht. Ich stimmte zu. Kein Problem.
Nach mehreren Wochen stellte sich heraus, dass er nun doch ein Problem hat damit und dass er sich frage, wie das in Zukunft werden soll mit mir.
Auch ist er der Meinung immer zu allem ja und amen gesagt zu haben, was nicht stimmt.
Was mich am meisten verletzt ist jedoch, dass er alles leugnet. Wäre nie so gewesen. Deshalb mache es keinen Sinn darüber zu sprechen. Ich würde ihn seelisch missbrauchen, da ich ihm versuche meine Gefühle zu erklären und diese Dinge beispielhaft darlege, wenn er meine Wünsche übergeht.
Das ist nun letztendlich auch der Grund, weshalb ich selbst Zweifel habe an uns.
Ich kann mit nichts zu ihm kommen, wenn es uns beide betrifft, habe ihn aber beispielsweise um Entschuldigung zu bitten, weil ich ihn kurz unterbrochen hatte in einem Gespräch. Dann muss ich mir anhören, ich hätte keine Manieren.
Er hat nun in Kürze Geburtstag.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich nun verhalten soll. Gratulieren? Soll ich ihn fragen, wie er zu uns steht? Oder sollte ich es als Trennung deuten, dass er sich nicht mehr meldet?
Könnte er Ruhe brauchen?
Ich hatte mal die Vermutung, dass er Depressionen hat. Und ich verstehe auch zum Teil, dass er sich von mir distanziert hat, wenn die immer selben Sachen hoch kommen meinerseits. Allerdings nicht, so wie er behauptet, kontextlos. Es haben immer alle anderen Schuld aus seinem Umfeld. Fast psychotisch redet er vor sich hin und meint, alle würden es schlecht mit ihm meinen - einschließlich mir -, alle wären strategisch und er würde über nichts mehr einfach so hinwegsehen.

Jetzt habe ich soviel geschrieben.. Ich bin völlig überfordert.
 
Das ist bestimmt kein Schöner Zustand für dich 😒
ich glaube , ihr steckt da schon ziemlich tief in einem Muster fest, aus dem ihr allein so schnell nicht mehr rauskommt. Dieses „du willst klären – er macht dicht“ ist auf Dauer einfach zermürbend.
Es gibt kaum noch echten Kontakt, er blockt Gespräche ab und sagt selbst, dass Klärung für ihn keinen Sinn macht. Das ist schon ziemlich deutlich – auch wenn noch Gefühle da sind.
Schweigen und Abstand können manchmal helfen, aber nur, wenn beide auch wirklich noch grundsätzlich wollen. Das klingt bei ihm gerade nicht so. 🤔🤔
Lieben Dank für Deine Gedanken.
Ja, Du magst recht haben. Ich sehe es auch so wie Du mit dem Muster.
Er selbst nennt es System. Mein System.
Das ist insofern schade, da ich eigentlich wahrgenommen hätte, wir seien insgesamt auf einem besseren Weg.
Da er aber der Meinung ist, dass ich immer Streit suche, liegt die komplette Verantwortung auch nur bei mir für das Gelingen. In der Vergangenheit fühlte es sich oft an wie friss oder stirb.
 
Willkommen im Forum 🌻

Zu welchem Schluss kommst du?
Das ist ja das wichtigste.

Ich sehe gar keine Beziehung.
Liebst du deinen Freund?

Wie alt seid ihr denn?

Wenn du dich fragst, welchen Beziehungsstatus ihr habt, stellst du dir die falsche Frage.
Ja, ich liebe ihn schon noch. Allerdings habe ich mich - genauso wie er - auch eher zurückgezogen. Nur anders. Ich kann seit zwei Monaten nicht mehr mit ihm intim sein.
Es ist wie eine Wand, die sich hochgezogen hat in mir. Darunter litt er bestimmt. Das verstehe ich auch. Naja, und die letzten vier Wochen haben wir uns ohnehin nicht gesehen.

Aktuell sehe ich da auch keine Beziehung. Vorher ja, allerdings keine Augenhöhe.
 
Wenn ich es richtig verstehe, wohnt Ihr ja nicht zusammen oder so?

Dann würde ich die Chance nun ergreifen, ein endgültige Trennung auszusprechen und mich zu neuen Ufern aufmachen. Denn der Wurm ist ja schon ständig drin.
Ein Teil von mir wünscht sich immer noch uns.
Es ist aber auch häufig einfach nur beschwerlich - für uns beide.

Wie mache ich das? Er hat ja nicht mitgeteilt, dass wir getrennt sind.
Wenn er es aber doch so meint, käme ich mir nur noch blöd vor (ist wahrscheinlich egal, aber..🤦‍♀️).
 
Er will sich von dir klar trennen, so wie ich deinen Text verstehe.

Das musst du akzeptieren.. auch wenn es dir schwer fällt.
Treffe dich mit anderen Männern.

Diese Beziehung ist vorbei.
Eine Trennung kann ich schon akzeptieren. Ich möchte das auch selbst irgendwie, da wir ja nicht zueinander finden mit unseren Themen.
Mit anderen Männern treffen, ist jetzt aber so gar nichts, das mich beschäftigt.
 
Ich möchte der Vollständigkeit halber um eine andere Sichtweise ergänzen.
Für mich ist es eine Frage der Einordnung. Du weißt mittlerweile, wie Eure Beziehung aussieht.
Es gibt keine Aussicht auf eine Veränderung.
Die Frage ist also nur, ob die Liebe so groß ist, dass du bereit bist, dafür diese Beziehung, wie sie sich gerade darstellt, weiterzuführen.
Wenn ja, und es ist Dein gutes Recht eine nicht ideale Beziehung aus Liebe weiterzuführen, dann sollte zumindest das Streitpotential verringert werden. Ihr müsstet beide akzeptieren, dass ihr Euch bei bestimmten Dingen nie grün sein werdet und diese bewusst anders angehen (mehr Spielraum für den jeweils anderen nach seiner Fasson zu handeln/klare Grenzen für den jeweils anderen Einfluss auf die eigenen Handlungen zu nehmen). Ihr seid in manchen Punkten einfach keine Einheit, und wenn das klar ist, gibt es auch weniger Grund für Streit. Zumindest kann man sich halbwegs sicher sein, dass die Liebe da ist, wenn zwei Leute bereit sind eine schwierige Beziehung (schwierige Phase?) zu führen.

Aber wenn nein, wenn die Liebe einfach verloren geht/gegangen ist und die Gefühle den ganzen Stress und Streit nicht wert sind, dann ist Klarheit zu schaffen sehr einfach. Du brauchst ihn dafür nicht - du kannst jederzeit anrufen oder schreiben (weil er sich nicht treffen will), dass die Beziehung zu Ende ist.

Und wenn du dir nicht sicher bist, wie es um seine Gefühle bestellt ist, dann kannst du ihn einfach fragen ob er dich noch liebt. Keine Antwort ist hier auch eine Antwort.

In jedem Fall müsst ihr aus dem Streitsystem heraus. So etwas wird zu einer Gewohnheit. Entweder durch Akzeptanz der Unterschiede oder durch ein Beziehungsende. Sonst eskaliert es irgendwann noch schlimmer als eine Woche Funkstille und keiner wird glücklich, weil der Fokus nie auf der Zuneigung sondern nur auf dem Ärger liegt.
 
Ich blase mal nicht ins selbe Horn wie fast alle hier und rate etwas anderes:
Ich schlage vor, dass du mal bloß deine Bereitschaft zum Zuhören signalisiert, ohne dass du deine Sicht der Dinge gleich mitteilen musst. Das heißt, du könntest erstmal schweigen und redest erst viel später und nicht etwa sofort nachdem er etwas sagte. Gib ihm die Gelegenheit, wenn du es wünschst, dass er sich erstmal aussprechen kann und du da bleibst und gerne zuhörst, denn er scheint scheinbar ein Bedürfnis zu haben, viel durch sein Umfeld erstmal zu bekommen. Viel heißt hierbei, dass das nicht unbedingt auch für immer und auf Dauer beschränkt sein muss, vielleicht muss er ja, um spekulativ zu sein, etwas nachholen? Sicherlich sollst du keine Therapeutin ersetzen, aber in sein Leben reindenken könntest du schon etwas versuchen, sodass du vielleicht etwas besser mit ihm umgehen könntest. Den Beziehungsstatus würde ich auf "zeitweilige Pausen" oder "eine jetzige Pause" oder als "schwierig" einschätzen. Und was deinen Wünschen in der Beziehung angeht, könntest du dich ja fragen, ob das auch angemessen ist im Vergleich zu ihm, was er sich wünscht. Auch würde ich gucken, ob die angenommenen Bevormundungen wirklich immer schlimm waren oder es tatsächlich welche waren. Mal zum Beispiel, wo ich keine Bevormundung sehe: Mal zu raten, etwa einen Saustall aufzuräumen, damit es allen besser geht dadurch, ist keine Bevormundung, sondern einfach purer Verstand und halt ein Rat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben