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Pünktlich Feierabend machen im neuen Job = schlechter Eindruck?

Guten Morgen,

ich habe jetzt seit Kurzem einen neuen Job, meine reguläre Arbeitszeit ist bis 17 Uhr. Da ich kein Auto besitze und mein Bus Richtung heimwärts um 17🤐5 Uhr fährt, bin ich bisher auch immer pünktlich um 5 gegangen. Andernfalls müsste ich halt bis 18 Uhr warten, dass ich den nächsten Bus nehmen kann und wenn meine Arbeit erledigt ist, warum sollte ich dann nicht pünktlich gehen? So war zumindest mein Gedanke.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich da offenbar die Einzige bin. Alle anderen Kolleginnen, die dieselben Arbeitszeiten haben, bleiben jedesmal völlig ungerührt an ihren PCs sitzen und arbeiten weiter, machen also jeden Tag Überstunden. Auch eine Teilzeitkraft, die eigentlich nur bis 15 Uhr arbeitet laut Vertrag, bleibt meistens ein bis zwei Stunden länger, als sie eigentlich müsste.

Wenn ich mich dann verabschiede, schauen immer alle ganz pikiert, so nach dem Motto "Warum haut die denn jetzt schon ab?"

Ich sehe aber eben nicht ein, sinnlos Überstunden zu scheffeln, wenn gar nix mehr zu tun ist - zumindest für mich (ich bin ja noch neu und habe noch nicht viele Aufgabengebiete). Wie seht ihr das? Macht es einen schlechten Eindruck, wenn ich pünktlich gehe, oder sollte es mir einfach egal sein, dass die anderen immer länger bleiben?


Ich würde in deiner Situation einfach mal einen Tag ne Stunde länger bleiben.
(ohne es groß anzusagen)
Auf die Uhr schauen : oh "heute Bus schon weg"... naja... macht nix.

Dann sieht man ja ob Kommentare kommen, wie lang die "Anderen" überhaupt bleiben. ( Kann ja sein 17🤐0 Uhr packen die auch immer ein 😉)

Du zeigst durchaus Bereitschaft und brauchst vielleicht kein großes Thema draus machen... als Grundsatzdiskussion.
 
Ich würde ganz einfach fragen.

Vielleicht macht die TE das ja heute, dann weiss sie, warum die anderen 1. länger bleiben und 2. komisch schauen, wenn sie pünktlich geht.
 
Ich verstehe Dich aber, wenn man als neue schon um 17 geht und die anderen , bleiben wie eingewurzelt sitzen, fühlt man sich unwohl.
Ich fand das auch immer unangenehm, gerade wenn man noch neu ist und die Situation und die Kollegen noch nicht gut einschätzen kann. Wie gesagt, bei dem einen Arbeitgeber sind die meisten Leute abends bis mindestens 20 Uhr im Büro geblieben. Ich habe damals nicht verstanden, wie sie eigentlich ihren Alltag außerhalb der Arbeit geregelt hatten, wenn man quasi immer in der Arbeit war, außer zum Schlafen. Trotzdem hatte ich mich ebenfalls dazu genötigt gefühlt, ähnlich lang zu bleiben.

Ich erinnere mich noch an die ersten Wochen: ich hatte tagsüber eine EDV-Schulung, die bis 17 Uhr dauerte. Anfangs dachte ich noch: Prima, 17 Uhr passt, danach kann ich heim gehen. War aber nicht so.... die übrigen Kursteilnehmer sind um 17 Uhr ins Büro gedackelt (die Schulung fand im selben Gebäude statt) und haben dann noch gearbeitet. Ich dachte damals: "Was soll das denn? Warum gehen die nicht nach Hause?".... Ich fand es total furchtbar und ich habe mich sehr unwohl gefühlt.
 
Die Frage ist, ob du mit deiner Arbeit am Ende des Tages fertig bist. Grade am Anfang ist es unangemessen zu gehen, wenn noch Restarbeit übrig ist.
Solltest du aber fertig sein, gehst du püntklich. Alles andere wäre Unsinn.
 
Hallo Thusnelda,

es würde mich mal interessieren, wie du inzwischen mit dieser Arbeitssituation umgehst.
 
Guten Morgen,

ich habe jetzt seit Kurzem einen neuen Job, meine reguläre Arbeitszeit ist bis 17 Uhr. Da ich kein Auto besitze und mein Bus Richtung heimwärts um 17🤐5 Uhr fährt, bin ich bisher auch immer pünktlich um 5 gegangen. Andernfalls müsste ich halt bis 18 Uhr warten, dass ich den nächsten Bus nehmen kann und wenn meine Arbeit erledigt ist, warum sollte ich dann nicht pünktlich gehen? So war zumindest mein Gedanke.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich da offenbar die Einzige bin. Alle anderen Kolleginnen, die dieselben Arbeitszeiten haben, bleiben jedesmal völlig ungerührt an ihren PCs sitzen und arbeiten weiter, machen also jeden Tag Überstunden. Auch eine Teilzeitkraft, die eigentlich nur bis 15 Uhr arbeitet laut Vertrag, bleibt meistens ein bis zwei Stunden länger, als sie eigentlich müsste.

Wenn ich mich dann verabschiede, schauen immer alle ganz pikiert, so nach dem Motto "Warum haut die denn jetzt schon ab?"

Ich sehe aber eben nicht ein, sinnlos Überstunden zu scheffeln, wenn gar nix mehr zu tun ist - zumindest für mich (ich bin ja noch neu und habe noch nicht viele Aufgabengebiete). Wie seht ihr das? Macht es einen schlechten Eindruck, wenn ich pünktlich gehe, oder sollte es mir einfach egal sein, dass die anderen immer länger bleiben?

Stellt sich erstmal die Frage, hast du ein Arbeitszeitkonto, wo die Überstunden gutgeschrieben werden. Gibt es bei euch gleitende Arbeitszeit, wo zumindestens eine eingeschränkte Bandbreite hat, wann man kommen bzw. gehen kann? Es gibt ja Firmenkulturen, wo Überstunden machen sag ich mal gerne gesehen werden. Bei solchen Firmen denke ich, gibt es genug Arbeit, wo es auch machbar ist.

Ich finde es allerdings doch etwas seltsam, wenn ich einen Arbeitsvertrag habe, wo festgelegt wird bis 17 Uhr zu arbeiten und ich nichts mehr zu tun habe, noch sinnlos auf dem Bürostuhl zu sitzen und so tun als ob ich noch viel zu tun habe, um noch länger zu bleiben.

Ich selber arbeite im Personalbereich, wo ich Krank- und Gesundmeldungen, betriebliches Eingliederungsmanagement und Unfälle bearbeite. Das ist ein Bereich, der von der Arbeitsmenge unberechenbar ist.
Man kann sagen von 12 Monaten steppt bei mir 6 Monate der Bär, mit teilweise vielen Überstunden. Das besonders von Oktober bis Ende April. Da kann ich schon mal bis 15:30 Uhr arbeiten. Das ist lange, weil ich ansonsten um 13:30 Uhr Feierabend mache. Ich arbeite Teilzeit. Komm dann schon mal locker auf über 30 Überstunden, die ich in den Sommermonaten abbaue. Ich habe allerdings auch ein Gleitzeitmodell, also ohne festgeschriebene Arbeitszeiten,
sondern nur mit einer Bandbreite von 6 bis 20 Uhr.

Was steht denn in deinem Arbeitsvertrag, Tusnelda1984?

LG Jedimeisterin
 
Hallo nochmal (ich bin die TE). Also heute habe ich mal beiläufig eine Mitarbeiterin gefragt, warum hier keiner um 5 geht und alle schon da sind, wenn ich kurz vor 8 Uhr zu Arbeitsbeginn komme. Die Antwort war, dass Überstunden hier "verboten" wären und man diese von der Chefin genehmigen lassen müsse, darum würde jeder im Zeiterfassungsprogramm angeben (gestempelt wird hier nicht), dass er / sie pünktlich um 8 kommt und pünktlich um 5 geht - auch wenn alle in Wahrheit immer länger bleiben oder gar ihre Pause nichtmal nehmen, oder statt der erlaubten 60 Minuten nach 20 Minuten spätestens wieder da sind und weiterarbeiten. Ganz ehrlich, was soll sowas? Ich schenke doch der Firma keine Überstunden. 🙄

Edit: In meinem Arbeitsvertrag steht, dass Überstunden geleistet werden müssen, wenn sie von der Chefin angeordnet werden und diese dann durch Freizeitausgleich wieder abgebaut werden.

Im Augenblick handhabe ich es so, ich komme nach wie vor pünktlich zur Arbeit und gehe auch pünktlich. Meine Tagesaufgaben sind erledigt und wenn ich dann nachmittags gegen 16 Uhr noch was anderes anfange, könnte ich locker bis 20 Uhr dableiben, um es an diesem Tag noch fertigzustellen.. daher gehe ich ganz normal um 5 nachhause - es ist ja nix, was sofort fertig werden muss, im Gegensatz zum Rest, den ich aber schon davor erledigt habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anscheinend schaffen die Kollegen die Tagesaufgaben in der regulären Arbeitszeit nicht, sonst macht so ein Verhalten absolut keinen Sinn.

TE, ich würde das so weiter machen, wie du es machst und bei Fragen kannst du das mit dem Bus sagen.
 

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