Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Pünktlich Feierabend machen im neuen Job = schlechter Eindruck?

Guten Morgen,

ich habe jetzt seit Kurzem einen neuen Job, meine reguläre Arbeitszeit ist bis 17 Uhr. Da ich kein Auto besitze und mein Bus Richtung heimwärts um 17🤐5 Uhr fährt, bin ich bisher auch immer pünktlich um 5 gegangen. Andernfalls müsste ich halt bis 18 Uhr warten, dass ich den nächsten Bus nehmen kann und wenn meine Arbeit erledigt ist, warum sollte ich dann nicht pünktlich gehen? So war zumindest mein Gedanke.

Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich da offenbar die Einzige bin. Alle anderen Kolleginnen, die dieselben Arbeitszeiten haben, bleiben jedesmal völlig ungerührt an ihren PCs sitzen und arbeiten weiter, machen also jeden Tag Überstunden. Auch eine Teilzeitkraft, die eigentlich nur bis 15 Uhr arbeitet laut Vertrag, bleibt meistens ein bis zwei Stunden länger, als sie eigentlich müsste.

Wenn ich mich dann verabschiede, schauen immer alle ganz pikiert, so nach dem Motto "Warum haut die denn jetzt schon ab?"

Ich sehe aber eben nicht ein, sinnlos Überstunden zu scheffeln, wenn gar nix mehr zu tun ist - zumindest für mich (ich bin ja noch neu und habe noch nicht viele Aufgabengebiete). Wie seht ihr das? Macht es einen schlechten Eindruck, wenn ich pünktlich gehe, oder sollte es mir einfach egal sein, dass die anderen immer länger bleiben?
 
Ich würde das einmal ansprechen, dass du eben auf den Bus angewiesen bist. Das müssten ja auch alle verstehen. Wenn wirklich mal mehr ansteht, solltest du aber auch flexibel sein und mal bereit sein, Überstunden zu machen, wenn das ausgeglichen wird durch Freizeit oder Geld.
 
Die Frage ist, verlangt der Chef das oder machen das die Kollegen einfach so. Es soll ja so übereifrige Leute geben.
 
In so einem Laden war ich auch mal. Blöd nur, dass die personalisierten Werbeanzeigen im Browser viel über den Menschen verraten, der sich während der Arbeitszeit Dessous anguckt, statt "fleißig Überstunden zu machen".

Vielleicht arbeiten deine Kollegen einfach nur total ineffizient und kommen deswegen mit der Zeit nicht hin.
 
In so einem Laden war ich auch mal. Blöd nur, dass die personalisierten Werbeanzeigen im Browser viel über den Menschen verraten, der sich während der Arbeitszeit Dessous anguckt, statt "fleißig Überstunden zu machen".

Vielleicht arbeiten deine Kollegen einfach nur total ineffizient und kommen deswegen mit der Zeit nicht hin.

Das kann ich so ehrlich gesagt gar nicht beantworten, dafür bin ich noch nicht lange genug da. Es ist ein ganz kleines Unternehmen mit 8 Mitarbeitern und die Chefin ist der reinste Workaholic, hat zwei kleine Kinder und ist gefühlt Tag und Nacht in der Firma. Ob sie das umgekehrt auch von ihren Mitarbeiterin erwartet, kann ich natürlich nicht sagen, aber wenn, dann ist das ohnehin der falsche Job für mich. 🙄
 
Aus eigener Erfahrung sage ich: Bleib gerade am Anfang lieber länger....

Du kannst die beste Arbeit machen, immer nett und freundlich sein, aber wenn es auffällt, dass du immer die erste bist, die den "Stift fallen" lässt, fällt das negativ auf dich zurück. Fair ist das gewiss nicht, aber es ist oft so.

Ich habe Jahrelang einer eine von nur 2 Vollzeitkräften hier gearbeitet und mein Chef nannte mich "den Bürovorsteher", weil ich als erster das war und als letzter ging. Ich wurde sehr gewertschätzt.

Meine darauf folgende Chefin kam morgens sehr spät und blieb dafür abends lang. Sie hat mir immer wieder Sprüche reingedrückt, dass ich ihrer Meinung nach zu früh gehen würde.

Das Problem ist nicht wie gut du arbeitest, sondern was andere davon SEHEN. Hast du sie davon überzeugt jahrelang gute Arbeit zu machen, schaut keiner mehr komisch wenn du gehst. Bist du neu und gehst als erstes, sorgt das oft für Getuschel hinter deinem Rücken.
 
Hm, du hältst dich an die Arbeitszeiten, deine Aufgaben für den Tag sind auch erledigt, da wäre es ja völlig unlogisch noch länger zu bleiben.

Du kannst die Kollegen ja mal fragen, warum sie länger bleiben. Denn, wenn Überstunden in der Firma erwartet werden, wäre es ja sowieso nicht der richtige Job für dich, wie du sagst.

Vielleicht langweilen sich deine Kollegen ja zuhause, wer weiß.
 
LiebeTE,


sprich deine Kollegen doch einfach mal freundlich an und sage ihnen, dass dir aufgefallen ist, dass alle immer länger bleiben und frage sie, ob du ihnen helfen und Arbeit abnehmen kannst. Du kannst in freundlichem Ton darauf hinweisen, dass du ja neu in der Firma bist und die Abläufe noch nicht so kennst. Hilfsbereitschaft kommt in der Regel immer gut an. Trau dich.
 
Besonders in einen kleinen Betrieb ist es ein schlechtes Zeichen, wenn man für pünktliches Feierabend machen schief angeschaut wird. Da liegt zu großen Teilen daran, dass wenn viel Arbeit auf wenig Leute antrifft, sowas schnell als Faulheit missinterpretiert werden kann. Bei größeren Betrieben hingegen hat man mehr Spielraum, da es genügend Leute gibt.
 
Was sagt denn Dein Arbeitsvertrag dazu?
Es gibt Verträge (eher in der Führungsebene) , in denen eine "gewisse Anzahl Überstunden" als "möglich" beschrieben werden - und die dann auch prompt eingefordert werden.
Allerdings muss man bei dieser Vereinbarung vorab schon in Betracht ziehen, sodass sich der Stundenlohn ( auch: der Mindestlohn!) aus dem Durchschnitt der geleisteten regelmäßigen Zeit ergibt und vorab um den Mehrarbeitsfaktor erhöht wurde.
Die(vermutlich) sechs-Stunden-Kraft wäre ein Fall für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, wenn sie 1. am Mindestlohn kratzt und 2. dazu noch regelmäßig 1 oder zwei Stunden und damit ein sechstel oder gar ein Drittel länger arbeitet.
Sie schießt sich ausserdem ein Eigentor, da nach sechs Stunden eine Zwangspause von einer halben Stunde eintritt, die eh nicht bezahlt wird/werden kann und sich dadurch die Mehrarbeit nur noch danach erhöht. Desweiteren erhält sie kein Entgelt, und da sie keine Entgelt erhält bekommt sie keine Entgeltpunkte für ihre Alterssicherung. Wirklich schlau ist das also eher nicht.

Überstunden müssen -wie gesagt - vertraglich geregelt sein , der Ausgleich selbstverständlich ebenso.
Nun sieht es so aus, dass die Kollegen anscheinend freiwillig da bleiben.
(Alternativ würde ja angeordnet werden müssen.)
Das freiwillige Dasein wird also angeboten, darauf muss eine Annahme der Chefin erfolgen.
Entweder stimmt sie durch tägliche Absprache zu oder durch konkludentes Handeln, also Dulden.
In beiden Fällen kommt aber ein Vertrag zustande.
Wäre das nicht so, so wären die Arbeitnehmer plötzlich nicht mehr versicherungstechnisch geschützt. Und ja: ich habe mir an einem Blechregal beim Ordner einlagern an einer scharfen Kante einmal den Finger gut halb aufgeschnitten. Sowas gibt es.

Nun solltest Du mit Wissen (das die anderen so vielleicht nicht haben) sparsam umgehen und dies Dir für den Fall der Konfrontation aufbewahren.
Nicht immer kommt es gut an, wenn man in einem Betrieb anfängt und den Laden gleich zu Beginn aufmischt.

Deine Ansprechpartnerin ist allerdings in so einem kleinen Betrieb vermutlich deine Chefin, und ungeklärte Abläufe bedingen ungeklärte Zustände. Wäre es klipp und klar abgesprochen, was man von Dir verlangt, so brauchtest Du Dich lediglich nach der Absprache zu richten, nicht aber nach Traditionen der Firma o.ä., die mangels Absprache halt nicht bindend sind.
Bevor Du den Betrieb tatsächlich aus eigenem Antrieb wegen "Ansichten und Vermutungen " verlässt, kannst Du, da Du dann eh schon verloren hast, gleich gut eine Klärung herbei führen, die zum Bleiben führen kann.
Noch davor übrigens kannst Du versuchen, regelmäßig ein feedback von der Chefin zu bekommen! Frag einfach ganz unschuldig, ob Deine Arbeit zur vollsten Zufriedenheit ausfällt, ob alles in Ordnung ist und wenn nein, was Du verbessern sollst. Kommt dann die Bemerkung, dass die anderen ja länger bleiben, so hat die Chefin selbst den wunden Punkt angesprochen - und Dir bleibt nur noch zu kontern, dass Du gerne bereit bist ( musst Du ja wohl eh) und von ihr erfahren möchtest, wieviele Überstunden sie anordnet und wann diese geleistet werden sollen. alleine diese Aussage dürfte zu Alarm führen da sie die unausgesprochene Aufforderung enthält, eine Vergütung oder Ausgleich zu vereinbaren.

Sollten dereinst angefallene Überstunden eine Frage der Vergütung werden, so musst Du darauf achten, dass Du dokumentiert hast, wann warum wieviele angefallen sind. Mach das sinnigerweise nicht sichtbar für die anderen.
Die Vergütungsfrage kann übrigens nicht unendlich lange rückwärts gestellt werden, wird nichts angesprochen, so gilt es irgendwann als vereinbart oder verfällt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben