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Prügel/Ritzen

Kathamaus;1044698 wirklich besser gehts mir immer noch nicht ... :( Ich habe tierische schmerzen und irgendwie will nichts helfen :([/quote meinte:
Hallo Katha,

wenn es nicht besser wird, warum gehst du nicht ins Krankenhaus? Dort könntest du an den Tropf mit einem Schmerzmittel.

Alles Liebe, ich denke an dich,
Pol
 
A

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Re: Prügel/Ritzen
Hallo Kathamaus,

schau mal hier:
Prügel/Ritzen. Hier findest du vielleicht was du suchst.
@ Werner

Ja über seine Kindheit weiß ich viel ... allein schon durch meine Oma .

Er hatte eine schöne Kindheit , hatte alle Freiheiten , hat in seinen ganzen Jahren nie Prügel bekommen , er wurde von seinen Eltern geliebt etc ... Er hatte also alles ...

Normalerweiße hat immer eine Wärmflasche geholfen , ist jetzt aber auch nicht der fall. Die Schmerzen sind aber auch mit keinen "normalen schmerzen " vergleichbar ....

🙁

Das ich nicht dran denke , habe ich auch schon versucht aber das tut so weh .... das kann sich niemand vorstellen🙁
 
@ Polgara

ich habe hier ja schon was gegen meine Schmerzen bekommen , aber das will irgendwie nicht helfen ...

Habe es auch nochmal gesagt , dass es nicht besser wird. Der Arzt hier meinte , das dauert ein wenig bis das wirkt. 🙁
 
Guten Morgen, liebe Kathamaus, wie geht es dir heute morgen? Ist die Ursache der Schmerzen geklärt? Und hat das Mittel geholfen?

Du hast einem der vorigen threads eine interessante Frage gestellt - warum Täter den Opfern die Schuld zuweisen.
Ich denk, weil viele tief im Inneren ahnen, dass das, was sie taten, etwas ganz Entsetzliches war und sie damit und überhaupt nicht mehr weiterleben könnten, würden sie sich auch nur ein Fünkchen von dieser Schuld eingestehen.
Und so schlagen sie die, denen sie weh taten, lieber noch ein zweites Mal und verhöhnen sie dadurch, indem sie diese Schuld ihnen anzulasten versuchen......
In dem verzweifelt - sinnlosen Versuch, so diese Schuld von sich abzuwälzen.....

Gib auf dich und deinen Bauch Acht bitte - und solle es nicht besser werden, folg bitte dem Rat, das genauer abklären und dich ggf. an einen Tropf legen zu lassen. Du musst dich nicht noch mehr quälen, Liebes.

LG Christa
 
Er hatte eine schöne Kindheit , hatte alle Freiheiten , hat in seinen ganzen Jahren nie Prügel bekommen , er wurde von seinen Eltern geliebt etc ... Er hatte also alles ...
Es gibt auch "schöne" Kindheiten, in denen das Kind alles hat, aber die Eltern dem Kind die "Schuld" geben, weil sie seber leiden/rackern "müssen", damit das Kind alles oder es zumindest "besser" hat. Auch so kann ein an die nächste Generation weitergebbares "Du bist schuld" entstehen.
 
@ darkside

1 . Meine Oma die Tod ist war die Mutter von meinem Vater und ich habe damals viel mit ihr über solche Sachen geredet und sie hats nie verstanden , warum er so ist weil er eine schöne Kindheit hatte.
2. Stimmt das , weil sie mich nicht anlügt bzw nie angelogen hat
3. Bei ihr gabs NIE Prügel !!!!
4. Hör auf Sachen in den Raum zu schmeißen , die nicht der Wahrheit entsprechen , ich kenn meine Oma besser als du und weiß was stimmt.

@ quasimodo

mir gehts den Umständen entsprechend soweit ....
Die Nacht war kurz ...
Habe schlecht geträumt und wurde wach und dann war die nacht vorbei und hatte dann auch wieder schmerzen ...
 
@ Werner,

du hast Recht dass man alle Täter nicht über einen Kamm scheren kann. Was ich geschrieben hatte war eher ein allgemeines Täterprofil oder sagen wir Entwurf zu dem Persönlichkeitsprofil von Gewalt-Missbrauchstätern . Natürlich gibt es individuelle Besonderheiten aber in den Grundansätzen funktionieren Gewalttäter so ungefähr wie ich schrieb. Warum sie so (geworden) sind wie sie sind ist individuell unterschiedlich.

Was die Einsicht Mist gebaut zu haben lange nicht da ist ist meiner Ansicht nach einem Selbstschutzmechanismus zu verdanken, so eine Art Verdrängung. Bei Soldaten ist es überlebensnotwendig diese Schuldgefühle zu verdrängen, sonst könnten sie ihren Job nicht machen. Sie werden in ihrer Ausbildung darauf gedrillt, maipuliert und so einer Art Gehirnwäsche unterzogen moralische Bedenken beiseite zu schieben und erlernen so eine Art Kriegsmoral die sich von der Moral in Friedenszeiten unterscheidet. Bei den meisten Soldaten (außer den Psychopathen und ausgefuchsten Sadisten unter ihnen) geraten diese Moralen nicht selten nach Kriegsende, also Jahre später in Konflikt und es kommt zu traumatischen Effekten, psychischen Belastungen. Bei denen das nicht so ist würde ich argwöhnisch gucken.

Das mit dem Hirndefekt ist mir bekannt, die Vermutungen von Neurobiologie, Psychologie dass traumatische Erlebnisse die Emphatieempfinden blockieren oder aber Störungen, Läsionen od.ä. im präfontalen Mittelteil des Kortex, da wo das Sozialverhalten gesteuert wird.
Funktioniert dieser Hirnbereich aus was für Gründen auch immer nicht "normal" zeigen solche Menschen weder Mitgefühl noch Reue, das Sozialverhalten ist stark verändert und eingeschränkt.

hier ein Link zu Beispielen die ein Neurobiologe anführt:
António Damásio ? Wikipedia

Ich weiss einiges aus der Kindheit meines Vaters, das hatte ich über seine Schwestern (= meine Tanten) und auch durch ihn erfahren. Sein Vater war ein tyrannischer und gewalttätiger Mann, den er selbst jedoch nicht erlebt hatte, da er als Nachzüglerkind als seine Geschwister bereits so gut wie erwachsen waren auf die Welt kam und die größeren Brüder von ihm den Vater rausgeschmissen hatten. Die Mutter war ein devotes graues Mäuschen, eine sehr liebe Frau, die so wie ihre Kinder (außer mein Vater) von ihrem Mann schwerst misshandelt wurde.
Lt. Erzählung meines Vaters hat sein Vater als er so um die 10 Jahre alt war entführt und auf Rundreise nach England mitgenommen...er war damit sein Held...ein Vorbild..offenbar auch in Hinsicht auf ungezügeltes Dominanzverhalten. Die gesamte Familie meines Vaters zerfiel, einige der Geschwister hatten nie wieder Kontakt...da scheint vieles gelaufen zu sein was nicht mehr gekittet werden konnte über das man nur mutmaßen kann. Mein Vater war verwöhntes Nesthäkchen (das seiner Aussage nach Gewalt nie erlebt hat) gewesen der es gewohnt war das sein Wille ausschlaggebend war.

Meine Mutter war Haussklavin in ihrem Elternhaus gewesen (Mutter = meine Oma) kokssüchtige Bohemieme die einen unter ihrem Stand stehenden Stahlarbeiter geheiratet hatte und frust-aggressiv war)hatte ein unterentwickeltes Selbstwertgefühl und fühlte sich geschmeichelt über die Aufmerksamkeiten meines Vaters. Sie lernte ihn mit 14 Jahren kennen und sie heirateten recht früh...Mein Vater war niemals der Typ brutaler Schläger oder so...eher ungerechter Despot dem es normal vorkam zu herrschen und das auch mit Gewalt. Allerdings hat bei ihm schon das schlechte Gewissen irgendwo funktioniert und ich vermute es war so eine Art Erlösung für ihn dass ihn da irgendwann jemand räsoniert hat bevor er immer mehr eskaliert wäre. Irgendwie hat er immer nach einer Grenze gesucht, aber meine devote Mutter konnte oder wollte aus Angst sich dadurch bei ihm unbeliebt zu machen (was sie jedoch auch so bereits war....)die ihm offenbar nicht geben. Für meine Mutter war er ihr viertes verwöhntes Kind dem sie alles durchließ..er konnte einfach machen was er wollte und war ihr Gott, wusste alles, konnte alles....sone Art Idolatrie dich ich nicht so recht nachvollziehen konnte...Hörigkeit halt. Das gab meinem Vater viel zu viele Freiheiten insbesonder in Hinsicht auf die "Erziehungsmittel". Auch meine Mutter hatte in ihrer Kindheit Gewalt durch ihre Mutter erfahren, sie fand sowas normal...sie selbst schlug ebenfalls, oder meldete "Straftaten" der Kinder an den Oberherrscher der dann die Bestrafung vollzog..irgendwie pervers das System und oft auch grausam.

Nun ich denke das eine Läsion im Hirn meines Vaters unwahrscheinlich ist, er eher an eine Art Narziß und Misanthrop, der über den Tellerrand seines Selbst hinaus wenig für andere Menschen empfindet und der da er nie Grenzen erfuhr, seine Erziehung darin bestand sich selbst zu erziehen, mit Jugendfreunden halbkriminelle Tätigkeiten in den Nachkriegszeiten durch zu führen und er sowas wie ein vernünftiges Sozialverhalten nie gelernt hat. Die Beziehung zu meiner Mutter, einer passiven, devoten Frau hat dann noch ihren Teil dazu getan.

Naja...also einige Erklärungen habe ich da halt schon gefunden aber ich denke letztlich entschuldigen diese die Taten meines Vaters nicht. Insbesondere bei meiner mittleren Schwester die alles in sich verschlossen hatte, auch ihre Ängste damals hat das einigen Schaden angerichtet.

Da du den Fritzl Fall erwähntest...wurde nicht kürzlich gegen seine Frau Anklage erhoben? Das erinnert mich indirekt an meine Mutter, die Rolle einer duldenden Frau die alles was der Herr so macht hinnimmt. Dabei denke ich dann oft: bekloppte patriarchale christliche Tradition und Erziehung die immer noch bis in die heutige Zeit ihre Spuren in der Psyche und dem Verhalten der Menschen hinterlassen hat. Ist meine Privatwertung..höchst unwissenschaftlich...😉
Auch diese Tradition hat natürlich ihren Anteil daran warum mein Vater so war/ist, wie er ist oder meine Mutter so war/ist wie sie war/ist.
Die Frage die sich mir öfters stellt ist: ist der Anspruch kritisches Hinterfragen, Selbstreflexion von seinen Mitmenschen ein zu fordern zu hoch? An sich würde ich die Schulung in solchen Dingen gleich ab Kindergartenalter einführen
Damit eine Gesellschaft funktioniert braucht es natürlich Menschen die funktionieren und an sich ist es ja so dass eine Gesellschaft Menschen die sich aufopfern, viel leisten, wenig Ansprüche stellen...also mit gewissem Sklavenhabitus gut gebrauchen kann.

Gewalt ist sowas wie ein Anthroplogikum denke ich...gehört zur menschlichen Natur und an sich profitiert eine Gesellschaft auf gewisse Art und Weise von der gewaltinduzierten Unterdrückung von Menschen mit.
Die Frage die sich dabei stellt ist ob man immer alles was Traditionen oder Gesellschaft vorgibt und von einem abverlangt immer mitmachen sollte...und ob es Möglichkeiten gibt alternative Wege ein zu schlagen.

Tyra
 
Hi Kathamaus

entschuldige den Werner-Exkurs. Aber in dem Post steht ja an sich einige Faktoren drin wie ggf jemand zum Täter wird und daher passt das Ganze recht gut zum Thema und deiner Frage.

Auch wenn Menschen eine schöne Kindheit hatten, wie auch mein Vater (der von seiner Kindheit in der er viele Freiheiten genossen und Abenteuer erlebt hat bis heute noch schwärmt, heißt das noch lange nicht dass daraus ein guter Mensch wird...ich denke eher im Gegenteil.
Ich vermute bei meinem Vater, dass er das was er in der Kindheit hatte, diese Freiheiten, Ungebundenheit später im Erwachsenenleben verlor und dadurch Frust entstand und durch Frust entsteht Aggression die auf vielerlei Art und Weise ihr Ventil sucht. Sex ist ein Ventil oder auch Gewalt.
Menschen mit überhöhtem Selbstbild krachen in der Realität oft an Grenzen und das macht sie wütend. Dein Vater wollte ggf. mehr sein als er war und unzufrieden mit seiner Rolle (als Vater, Arbeitnehmer, Ehemann etc.) und sowas macht dann manchmal sehr wütend und ungerecht.
Triebtäter sind oft auch hormonell gestört, es gibt immer sehr viele Faktoren die dazu führen dass Menschen so werden oder sind wie sie sind.
Zum einen gibt es endogene Ursachen (also innere Ursachen, Gene, Hormone etc.) und exogene Ursachen (äußere Ursachen wie Kindheitserfahrungen, Umwelterfahrungen, also Erfahrungen bei der Arbeit, im sozialen Umfeld etc.)

Hat dein Vater eigentlich Arbeit und einen Freundeskreis? Nimmt er Drogen? Also ist er z.B Alkoholiker? Ist er zufrieden in seinem Leben? Ich denke eher nicht und vermute dass er ein Frust-Aggressiver ist der seinen Frust an die Menschen seiner Umgebung, und an die denen ggü er sich überlegen fühlt und die es zulassen abläßt. Eventuell überträgt er Antipathien die er ggü seinem Arbeitgeber oder dem Arbeitsamt oder wer weiss wem gegenüber hat auf seine Familie?
Vielleicht fühlt er sich von der Welt ungerecht behandelt, denkt er sei benachteiligt, tut sich leid und will seinen Schmerz durch Sex und Gewalteskalationen dämpfen?

Was auch immer es sein mag, vergiss nie dass das seine Taten nicht rechtfertigt. Es erklärt zwar einiges, aber rechtfertigt nicht was er dir angetan hat.

Er hat Schuld auf sich geladen und ich hoffe sehr er zeigt Einsicht und trägt das mit Fassung. Allerdings befürchte ich dass er eher versucht der ganzen Welt, anderen Menschen, dir die Schuld zu zu schieben...sowas ist oft typisch für Menschen die die eine überhöhte Anspruchshaltung haben und denken die Welt schulde einem was und wenn sie einem nicht das gibt/geben was man will (also Ansehen, Geld, Anerkennung, Status) sie das Recht haben sich S**** zu benehmen.

In Hinsicht auf deine Schmerzen: wäre es nicht ggf sinnvoll erst mal nen Gang zurück zu schalten mit Verarbeitung? Schalte den PC ruhig mal aus und geh spazieren und rede mit den Ärzten/Betreuern über die Schmerzen. Lenk dich ab, versuche dich zu entspannen...Atemübungen machen oder so.
Das Forum hier läuft dir ja nicht weg und keiner nimmt es dir übel wenn du erst in einigen Tagen oder Wochen, oder wenn es dir halt besser geht antwortest...Achte auf dich!

Tyra
 
@ Tyra

Ja mein Vater hat Arbeit und einen Freundeskreis.

Nein , er trinkt keinen Alkohol , da war er schon immer dagegen.
Wer weiß , wie er sonst gewesen wäre ...

Zufrieden war er aber mitsicherheit auch nicht.

Durch sein Hobby und Arbeit , hatte er eigentlich für nichts anderes mehr Zeit. Familienleben gabs da lange nicht.
Wenn er mal zu Hause war saß er entweder am Pc oder es gab ständig Streit der immer eskalierte.
 
Familienleben scheint ihn ggf nie sonderlich interessiert zu haben sondern eher belastet. Er scheint sich selbst nur für das was ihn selbst interessiert hat interessiert zu haben...ein Misanthrop, also ein an sich ggf,.beziehungsuntauglicher Mann der in das Korsett einer Familie geschnürt frust-aggressiv wurde. So wie mein Vater, wobei mein Vater da ja im Vergleich eher gemäßigt war....allerdings sollte man natürlich nicht vergleichen...jeder Fall ist krass genug finde ich.

Allerdings hatte dein Vater (wie auch mein Vater) ja die Wahl sich gegen eine Partnerschaft und Familie zu entscheiden. Aber er wollte ggf. alles..eine Familie + das Ichpaket...und das Ergebnis war dass er moralisch und strafrechtlich-grundgesetz-gesetzlich total aus der Rolle fiel.

Welche Rolle hat deine Mutter dabei gespielt? Sie hat dich ja ebenfalls geschlagen und gedemütigt...auch sie war wohl unzufrieden in ihrer Rolle....wusste sie eigentlich von dem Missbrauch?

Immer weiter dran denken: egal welche Gründe es für beide Elternteile gab, Gewalt bleibt stets ein illegitimes Mittel um Frust oder Aggressionen ab zu bauen. Sie sind beide zu weit gegangen und sollten dafür zur Verantwortung gezogen werden..sonst lernen sie nie was draus und fühlen sich weiter im Recht mit ihrer Unrechtshaltung.

Nein , er trinkt keinen Alkohol , da war er schon immer dagegen.
Wer weiß , wie er sonst gewesen wäre ...

ich würde hier nicht bagatellisieren...dein Vater war bereits mies genug....zu schlagen und seine eigene Tochter zu missbrauchen und ihr ein Kind zu machen ist schon eine echt heftige Sache, die kaum zu überbieten ist!
 
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