diabolo
Aktives Mitglied
Solltest du verheiratet sein oder heiraten wollen, sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Dann MÜSSTEST du deinem Partner vorher deine Vorstellungen sagen, die von dem abweichen, was normalerweise bei einer Eheschließung von beiden erwartet wird
Du sagst -> normalerweise...
Wer legt das fest? Du?
Ich kenne diese "Pflicht" nicht. Sie wurde mir nicht erläutert. Somit sah ich auch keine Notwendigkeit meinen Mann darauf vorzubereiten, dass es sein könne, dass ich nach fast 30 Jahren Ehe eventuell irgendwann nicht mehr gewillt sein könnte die "ehelichen Pflichten im Bett" zu erfüllen.
Hast du deine Frau vor der Ehe darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich mit dem Ja-Wort dahingehend verpflichtet? Oder herrschte diese "Regel" nur in deiner Vorstellung?
Du machst es dir schon einfach.
Der Wunsch danach sexuelle Erfüllung mit dem Partner zu finden wird doch nicht aus der Tatsache heraus geboren, dass man geheiratet hat. Dieser Wunsch gründet im Miteinander, im gegenseitigen Umgang, in der Zuneigung, die einen verbindet.
Was will ich da mit einem Ja-Wort? Was will ich mit einem Partner, der sich mir sexuell zuwendet, weil er sich mit der Heirat dazu verpflichtet hätte? Was gibt mir denn DAS?
Gibt es mir ehrliche Zuwendung, so ganz von innen heraus? Gibt es mir Liebe? Gibt es mir seine Zugewandtheit? Die gründet auf ganz anderen Fundamenten.
Ich habe damals meinen Mann geheiratet, weil ich mit ihm viele, viele Jahre gemeinsam verbringen wollte.
Als Fundament habe ich unseren gemeinsamen Willen gesehen diesen Zustand aufrecht zu erhalten und uns gegenseitig gut zu tun - im Rahmen unserer persönlichen Möglichkeiten.
"Eine Pflicht zum sexuellen Bemühen" - da haben wir gänzlich unterschiedliche Vorstellungen.
Rein grundsätzlich sind für mich die Begriffe "Pflicht" und "Sexuelle Erfüllung" in keinster Weise kompatibel.