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Prokrastination

Es ist aber wichtig, dass du das was du als Kind denkst, wahrnimmst. Das ist schon die halbe Miete. Höre deinem inneren Kind zu und beruhige es. Sprich mit ihm wie eine Mutter zu ihrem Kind. Mir fällt da immer wieder das Arbeitsbuch von Stefanie Stahl "Das Kind in dir muss Heimat finden. Das Arbeitsuch in echt der Hammer. Das hat mein Leben total verändert.
Dazu fiel mir grade schon etwas ein.
Da gibt es diesen Druck alles richtig machen zu müssen und was ist naheliegender diesem Druck dadurch zu entgehen, das ich mir sage, ich muss gar nicht alles richtig machen und eigentlich muss ich gar nichts tun. Eine Art Totalverweigerung.
Auch bei Kauf-Entscheidungen. Ich kauf dann einfach nichts. Wird aber auch irgendwann unangenehm.
Fehler zu machen gehört dazu. Nur manchmal denke, ich habe schon zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Oft ist es doch eher nur Glück wenn etwas gutes bei raus kommt.

Die letzen zwei Zahnärzte waren zb nicht so toll. Der eine hat die Hälfte der Füllung vergessen, der andere es so uneben gemacht, das jetzt ein Stück abgebrochen ist. Ich hatte noch nie Schwierigkeiten mit Zahnärzten, aber die beiden haben jetzt mein Vertrauen gefressen.
Gehe trotzdem wieder hin, heute Termin gemacht, die soll das korrigieren.
Ja und dann, für weiteres zu einem anderen Za. Da kann ich mich wieder zu nichts entscheiden und schieb es evtl wieder vor mir her.
 
Und mir war es zu dem Zeitpunkt ehrlich gesagt scheixxegal, welche Konsequenzen es nach sich zog.
Genau, das ist das Fatale.
Irgendwann, viel zu spät wird einem klar das man es selbst verursacht hat das es noch schwieriger geworden ist.
Ich nehme mir immer vor, es beim nächsten mal doch anders anzugehen.
Aber beim nächsten mal fühle ich mich wieder zu stark, will selbst entscheiden, nicht etwas tun, weil man es halt so macht. Es kommt dieser Druck und Zwang.
Ich muss lernen das wieder anders zu sehen. Könnte sein, dass ich durch die Schule meiner Tochter getriggert werde. Man hat als Kind ja gar nichts zu melden. Erst als Erwachsener hat man eine Wahl, mehr oder weniger.

Nein.
Aber nicht jede Verhaltensweise verdankt sich einer Krankheit.
Manches lässt sich wunderbar abgewöhnen.
Ernsthafte Störungen damit zu vergleichen ist nicht meine Form des Zynismus.
Im Zweifelsfalle hilft der gang zum Fachmenschen.
Da kann dann abgeklärt werden, ob die Trägheit sich einer schweren Kindheit oder schlichter Unlust verdankt.
Wenn ich mir den Schuh faul und feige anziehe, hat das den Effekt das ich mich als letzten Dreck wahrnehme. Dann möchte ich mich in ein dunkles Loch verkriechen und nie mehr raus kommen. Das sind dann starke Tendenzen zur Sozialphobie.
Nur wie realistisch ist dieses faul und feige. Ja es kann zur Gewohnheit werden Dinge immer aufzuschieben.
Wenn es nicht diese phasenweisen Schübe an bekannter Aktivität gäbe würde ich dir zustimmen.
Irgendwo mache ich mir immer einen Knoten ins Hirn und es folgt Stillstand.
Ich halte noch nicht mal viel davon etwas nur irgendwie, zur Hälfte oder zu 80% zu erledigen. Richtig oder gar nicht. Entweder der Wasserhahn tropft oder er tropft nicht. Nur noch ein bisschen tropfen ist immer noch tropfen.
Wahrscheinlich stress ich mich nur selbst bis zur Erschöpfung und verweigere mich dann mir selbst gegenüber. 🥴
Das hatte mir mal jemand gesagt, ich mache mir über alles zu viele Gedanken, so werde ich nicht alt.
 
Wenn ich mir den Schuh faul und feige anziehe, hat das den Effekt das ich mich als letzten Dreck wahrnehme. Dann möchte ich mich in ein dunkles Loch verkriechen und nie mehr raus kommen. Das sind dann starke Tendenzen zur Sozialphobie.

Man sollte mit sich selbst freundlich umgehen und sich nicht herabwürdigen und schlecht über sich denken. Wenn man etwas nicht kann, sollte man sich sagen, dass man es NOCH nicht kann, aber es lernen kann. Negativ zu denken, besonders über einen selbst, lähmt einen und bringt überhaupt nichts Gutes.
 
@Savay
Ich denke, wir müssen beide daran arbeiten, dass nicht alles perfekt sein muss. 😘 Ich stell mir damit oft selbst ein Bein, weil ich weiss, dass ich meinen Ansprüchen nicht genügen, kann, weil der Berg riesig erscheint. Dann neige ich auch dazu, es ganz sein zu lassen. Gar nicht gut!
Besser 50% erledigt als nichts. Und wenn ich erst einmal in die Puschen komme, mache ich dann auch oft mehr, als ich mir vorgenommen habe. Und es erleichtert mich ungemein, wenn ich dann sehe, was ich alles geschafft habe.
Und wenn dir jemand Hilfe anbietet, greif zu! Es sind ja Menschen, die es gut mit Dir meinen. Man muss nicht Alles alleine schaffen. Das habe ich ansatzweise im letzten Jahr gelernt.
 
Finde ich nicht dramatisch, ich muss nicht mehr perfekt sein, ich darf Macken haben.
Ja so habe ich das angefangen zu sehen, als ich von allem drum und dran Magenschmerzen bekam. Mit ca 20 habe ich mir gewünscht doch einfach zu sterben und das nur weil ich vergessen hatte die Kfz Versicherung zu bezahlen und schon ein orangener Aufkleber auf meinem Auto klebte 🙈
Nachts bekam ich wie ein Hieb in den Magen, wenn ich plötzlich meinte im Job doch irgendwas vergessen zu haben.
Mich verfolgte dieses Gefühl ständig, irgendwas vergessen oder falsch gemacht zu haben.
Ich wollte oder musste anfangen alles lockerer zu sehen. Tja bis zur Gleichgültigkeit, ist wohl etwas übers Ziel hinaus geschossen. 🙈😄

Ein Mix aus beidem braucht es. Gewissenhaftigkeit plus Entspannung oder Sicherheit. 🤔 Mich lässt es momentan immerhin schon cool dass ein Gerichtsvollzieher vor der Tür hätte stehen können. Und das nur aufgrund der Verweigerung mich dieser Sache anzunehmen. Früher wäre ich bei sowas durch gedreht^^
naja das ist einfach zu extrem es soweit kommen zu lassen.
Und dennoch ein bisschen ist es, als wenn das Kind in mir sich mal endlich weigert und trotzig Nein, sagt. Ich mach nicht immer alles was ihr mir sagt!
Das ging ja früher und auch bis ins Erwachsenenalter nicht. Ich war immer die Brave, nie hat man Ärger mit mir gehabt. Meistens habe ich gar nichts gesagt, nichts gefordert, nichts beansprucht. Der Teil ist auch noch da. Nichts wollen und nichts wünschen. Nur auf Außen fixiert sein um nichts falsch zu machen.
Und das hat sich wohl dazu gewandelt dass es mir egal sein soll was das Außen von mir will oder über mich denkt.
Mir sagte mal ein Ex-Punk, ich sei wie ein Punk. Mir fehlt nur das schräge Aussehen. Protest gegen sozialen Normen. Hm.

Ich finde oft das sind Extreme die ich unter einen Hut bringen soll.
Gewissenhaftigkeit, alles richtig und perfekt machen ist mir schnell zu langweilig, zu untergeordnet. Es fehlt das Lebendige, die Selbstbestimmung, der Widerstand, das Chaos oder auch das Drama.

Mir ist klar, dass ich die Kraft anstatt für den Widerstand für das Erreichen meiner Ziele und Wünsche verwenden sollte.
Doch welche Wünsche und Ziele sollen das sein? Ich sehe nur Pflichten, Vorschriften und Vorraussetzungen die ich nicht erfülle.

Jo da steckt ein bisschen Arbeit drin das zu entwirren.
 
Man muss nicht Alles alleine schaffen.
Schwer das anzunehmen. Wenn ich etwas alleine schaffe, fühlt sich das besser an. Niemanden zur Last fallen und so ein Kram, kommt da noch zu oft. Andere sind doch wichtiger, ich hab das nicht verdient blablabla 🙈

Durch etwas besseres ersetzen, nur löschen alleine hilft nicht, die Lücke füllt sich mit dem nächsten Quark.
Aber womit habe ich die Hilfe anderer verdient? Da hat man doch besseres zu tun als mir zu helfen. Gibt andere die haben es echt nötiger.
Und wenn ich nichts zurück geben kann, ist das auch doof.
Ich gebe lieber, als das ich nehme. Wenn ich nehme, haben mich andere in der Hand. Ich habe mich dann wieder unterwürfig zu verhalten. 🤔
 
@Savay
Ich kann deine Denke diesbezüglich komplett nachvollziehen. Geht mir genauso. Ich bin doch die Starke, die eigentlich alles im Griff hat. Hatte ich aber nicht. Meine jüngere Schwester hat mir da den Kopf in den letzten 2 Jahren mehrfach ordentlich zurecht gerückt. Man darf Hilfe annehmen, wenn sie einem angeboten wird. Und man darf auch nach Hilfe rufen. Man muss nur über den eigenen Schatten springen und den Stolz zur Seite legen. Ist schwer, ich weiss. Ich lerne und übe da auch noch.
 

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