dr.superman
Sehr aktives Mitglied
Ich sage offen, dass ich sehr empfindlich bin, und der Chef ist ein Mensch, der sehr direkt ist und häufig Sachen sagt, die nicht dem guten Ton entsprechen oder auch unter die Gürtellinie gehen.
Ich hab einen dummen Fehler gemacht, das gebe ich offen zu. Ich hab einer Mitarbeiterin in einer anderen Abteilung gesagt, dass es mit einer Zahlung an sie (bin Buchhalter) eine Unklarheit gab, und dass ich gerne die Daten abgleichen möchte, was sie überwiesen bekommen hat. Ich war wirklich total naiv und unbedarft. Mein Chef hat mir im Personalgespräch gesagt, dass er solche Formulierungen nicth haben will, denn damit teile ich nach außen mit, dass wir ein Chaos in unserer Abteilung haben und nicht über unsere eigenen Prozesse Bescheid wissen. Wie gesagt, ich habe ja auch gesagt, dass ich mich da absolut naiv und unbedarft verhalten habe und mich auch dafür entschuldige. ich habe in dem Programm nachgesehen, mit diesem habe ich vorher schon in anderen Firmen gearbeitet. Dass da inzwischen neue Funktionen dazugekommen waren, das wusste ich nicht. Daher konnte ich nicht feststellen, ob der Text in der Zahlung wirklich zu der passte, die sie erhalten hat. Ich bin davon ausgegangen, dass die Sache nach dem Gespräch erledigt ist. Aber dann schreibt er am nächsten Tag eine Mail an die andere Abteilung, dass es keine Ungereimtheiten gibt, die verbittet er sich, und dass ich lernen müsse, die Kollegen zu fragen. Statt dass er sich vor mich stellt, stellt er mich vor der anderen Abteilung als jemand dar, der seine Arbeit unzuverlässig macht. Und ruiniert damit auch meine Glaubwürdigkeit, denn jetzt werden die anderen Abteilungen meine Antworten anzweifeln. Ich verlange ja gar nicht, dass er sagt, dass ich keinen Fehler gemacht habe, ich habe definitiv einen dummen Fehler gemacht. Aber er hätte auch schreiben könne, dass ich mit dem Programm nicht/noch nicht so vertraut bin, und dass mir alles gezeigt wird, so dass ich eine genauere Antwort geben kann. Und diese Mail hat er im BCC auch noch an die Personalabteilung gesendet. Und das war nur der Anfang der Geschichte, es geht noch weiter. Ich habe nur meine Arbeit gemacht, weil ich momentan nicht viel auf dem Tisch hatte, habe ich Kontendurchsicht gemacht und alte Fälle aufgearbeitet, Rechnungen nachgefordert, ausgeglichen usw. Da kam die Meldung von ihm per E-Mail, dass ich wohl zu wenig Arbeit habe, und mir meine Kollegin, die mit mir den Bereich bearbeitet, noch mehr von ihrer Arbeit abgeben sollte. Ich habe direkt gefragt, ob er überhaupt einen Überblick hat, wie viel Arbeit auf unseren Tischen liegt. Da hat er gesagt, dass er nur Durchschnittswerte kennt, aber konkret die Sache noch nicht gesehen hat. Da habe ich gesagt, dass ich momentan wenig habe und mich daher um die Kontenklärung gekümmert habe. Da sagte er, dass ich die Kollegen hätte fragen sollen, ob ich in deren Bereich was helfen kann. Zum Hintergrund: zum einen ist es so, dass es sich da um spezielle Prozesse handelt, die man sich erstmal aneigenen muss. Zum anderen hatte er gesagt, dass diese Prozesse von den Kollegen gemacht werden sollen. Zu Anfang hatte ich einen kleinen Teilbereich davon auch gemacht, aber er wollte, dass das alles in einer Hand liegt und daher nur von den Kollegen gemacht werden soll. Nun weise ich darauf hin, dass er ausdrücklich gesagt hat, dass ich den anderen Bereich nicht bearbeiten soll, sondern nur die Kollegen. Da meinte er: Sie sind doch keine 3 jahre alt.
Damit meint er: :jetzt sollst du das halt machen und ihn vorher fragen, ob du die Kollegin fragen kannst /sollst.
Jetzt hast du weniger Arbeit als damals, neue Situation.