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Philosophie - die Liebe zur Weisheit

Vielleicht ist es aber auch genau das.

Stimmt schon, vieles kann auch gar nicht anders sein. Morgen wird nicht wie durch ein Wunder alles anders sein - die meisten Dinge nicht. Die Welt wir morgen nicht signifikant anders sein, auch der einzelne Mensch nicht - zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dafür relativ gering.

Bei den meisten Veränderungen bzw. Prozessen müssen wir von fließenden Übergängen ausgehen, eher nicht von Quantensprüngen oder so.

Wichtig ist vielleicht nur, dass die Richtung stimmt.
 
Jain - die Gier der Machtinhaber ist größer, als die Ablenkungsbereitschaft.

War die Ablenkungswelt nicht aktiv vor erdacht und dann dem Volke vorgeworfen, sondern hat sich entwickelt ? Also in dem Buch weil freiwillig selbst erschaffen....???

Oder dem Volke halt als Selbstverwirklichung verkaufen, was wirklich schädigend ist ?
die andere Variante - ja da leben wir drin.
 
Da es aus meiner Sicht auch etwas Philosophisches hat, die Betrachtung auch hier:

"Wenn du wahrlich du selbst wirst, über die Vorbilder hinaus, die du imitieren willst, dann erlangst du Glück. Der Zweck von Psychoanalyse ist der Prozess der Individualisierung, welcher übersetzt werden kann mit Nietzsches sinnbildlichem Satz: "Werde, wer du bist". In dem Sinne, dass wir in unserem Leben immer noch notwendigen Mustern des Wachstums durch Imitation folgen. Kinder wachsen dadurch, dass sie beobachten und imitieren, aber dann müssen sie sich von der Imitation loslösen, um ihr authentisches Selbst zu werden.

Und die Hauptbedingung dafür, man selbst zu werden, ist Wissen über sich selbst zu haben - sich seinem Potential und Exzellenz bewusst zu sein - wie ein Grieche einst sagte: eines Fähigkeiten und Tugenden -, und wenn du wirst, wofür du geboren wurdest, aufblühen.

Wenn du wahrlich du selbst wirst, über die Vorbilder hinauswächst, die du imitieren willst, über die schönen Dinge hinaus, die dir gezeigt werden, wenn du du selbst werden kannst, erlangst du Glück.

Das Ziel der Analyse ist, man selbst zu werden. Um dies aber zu werden, müssen wir uns loslösen vom kollektiven Verhalten anderer, sagt Jung, wir dürfen uns nicht an die Normen anderer anpassen.

Du musst auch nicht übermäßig exzentrisch sein, denn du solltest Individualisierung nicht mit Exzentrik verwechseln. Doch man selbst zu werden, ist nicht nur die Bedingung für Gesundheit, sondern auch die Voraussetzung für den Zustand des Glücks."

~~~

Ich sage nicht, dass ich dem einfach so zustimme, aber verstehe schon, was er meint.

Aus meiner Sicht stellen sich offensichtliche Fragen: Man ist ja immer irgendwas - ist man dann nicht man selbst? Und wenn man nicht man selbst ist, wer ist man dann?
 
das Wissen darüber, dass Du stark genug bist, die anderen zu erschlagen kann doch nur von der Demut gebremst werden, es nicht zu tun

das Wissen darüber das Du schlauer bist, kann doch nur von der Demut gebremst werden, Du selbst zu bleiben ....

was wenn es an Demut fehlt und Du stellst fest, Du bist besser ?
Steht Dir dann aus dieser Tatsache mehr Luft zur Verfügung als Du zum Atmen brauchst ?

Oft ist es doch die Selbsterhebung, die andere bewundern, der Selbsterheber käme aber ja aus der Imagination nicht raus, so lange er sich das nur einbildet...

was aber wenn er weiß das es stimmt, er wirklich besser ist , wäre es dann gut mit dieser Wahrheit aufzutreten oder würde man wieder auf dem Scheiterhaufen landen oder an den Pfahl geschlagen werden .....in der Tat eine gute Frage ....
 
Ich denke, der Mensch ist in vielerlei Hinsicht auch dadurch motiviert, "gut dazustehen", also nicht alleine, nicht arm, nicht krank, nicht betrübt, nicht in einer schlechten bzw. angreifbaren Position. Zunächst keine schlechte Strategie oder Taktik, je nachdem.

Was führt nun überhaupt zu einem Problem?
 
Zuletzt bearbeitet:
Apropos "Fliehen":

Der Ritt nach Isfahan

Im alten Bagdad lebte einmal ein reicher Kaufmann, der hatte eines Morgens große Lust auf frische Feigen. Er rief seinen Diener und sagte: "Geh' auf den Markt und kaufe frische Feigen für mich." Der Diener tat, wie ihm befohlen.

Eine halbe Stunde später kam der Diener völlig aufgelöst vom Markt zurück und rief: "Herr, ihr müsst mir sofort ein Pferd geben, es geht um mein Leben!" Der Kaufmann frug, warum in aller Welt der Diener denn so dringend ein Pferd bräuchte.

"Herr, ich ging zum Markt, um eure Feigen zu kaufen. Mitten unter den Marktleuten sah ich auf einmal den Tod. Er sah mich finster an und drohte mir. Nun muss ich schnell nach Isfahan fliehen. Denn dort lebt mein Bruder, der kann mich verstecken, damit ich dem Tod entgehe."

Der Kaufmann, der den Diener mochte, gab ihm sein schnellstes Pferd. Der Diener schwang sich in den Sattel und ritt davon in Richtung Isfahan, bald war nur noch eine Staubwolke von ihm zu sehen. Die Geschichte ließ den Kaufmann aber nicht ruhen. Er ging nun selber zum Markt und hielt Ausschau nach dem Tod. Tatsächlich fand er ihn, ging zu ihm hin und frug: "Gevatter Tod, warum hast du meinen Diener heute Morgen so erschreckt und ihm gedroht?"

Der Tod: "Aber werter Herr, ich habe deinem Diener nicht gedroht. Ich war nur sehr erstaunt, ihn hier in Bagdad auf dem Markt zu sehen. Dabei soll ich ihn noch heute am Abend in Isfahan treffen..."
 

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