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Patientenverfügung

Der Text in der Patientenverfügung lautet ja (unter anderem) "wenn ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde". Das finde ich schon recht eindeutig.
Und wer will das menschlich beurteilen, wie lange dieser dauert und was während dieses Prozesses im Menschen und zwischen Gott und Mensch noch alles passiert?
 
@Geißblatt67:
Warum sollte irgendwer im Krankenhaus sich die Mühe machen auf einem Patienten Smartphone nach einer Patientenverfügung zu schauen? Vermutlich dürfen die das nicht mal aus Datenschutzgründen. Und selbst wenn sie es tun und dann den Hinweis lesen, dass sich eine Patientenverfügung in meiner Schreibtischschublade befindet dann müsste das Krankenhaus erstmal einen richterlichen Beschluss erwirken, dass jemand in meine Wohnung darf. Machen sie auch nicht.

Notfallsanitäter kennen diese Apps. Da geht es ja um Situationen, in denen man selbst nicht ansprechbar ist.
Bei mir ist es so, dass meine Kinder meine Patientenverfügung haben, und das steht eben auch in der Notfallapp, zusammen mit wichtigen medizinischen Infos und den Kontaktdaten meiner Ärzte.

Es wurden ja schon andere Möglichkeiten genannt.
 
Ich habe einen Zettel in meinem Geldbeutel, den ich ja normalerweise bei mir habe, zumindest außer Haus, auf dem notiert ist, dass es eine Patientenverfügung gibt und wo sie hinterlegt ist.

Als Vordruck habe ich diesen verwendet:
Denn hatten wir auch, und der wurde im KH anstandslos anerkannt.

Denke mal, es ist auch ein "Problem" - ob man als Notfall (ggf. nicht ansprechbar) oder als geplanter Aufenthalt in die Klinik kommt.

Bei zweiterem wird ja heutzutage routinemäßig nach Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gefragt und sollte auch immer die Kopie mitbringen.
Beim Notfall geht das ja nicht - aber da gibt es ja zunehmend immer mehr Dinge, die da entwickelt werden. Wo man all seine wichtigen Daten hinterlegen kann und die ähnlich wie die KK-Karte teilweise schon vom Rettungswagen ausgelesen werden können.
 
Die behandelnden Ärzte wissen es dann jedoch auch nicht.
Deine Angehörigen wissen es nicht.
Du kannst deinen Willen dann nicht äußern.
Also treffen ohne Patientenverfügung die Ärzte die Entscheidung nach ihrem Ermessen. Wie auch immer. Ob du willst oder nicht.
Nein, die Entscheidung trifft dann Gott, wie es sein soll.
 
Nein, die Entscheidung trifft dann Gott, wie es sein soll.
Meine Eltern waren sehr gläubig, Ihnen hat Gott gesagt, daß sie entsprechende Verfügungen etc. erstellen sollen.

@all,
wie ist euer Familien/Beziehungsstatus ?

Habt ihr keine Eltern/Kinder, lebt in Partnerschaften oder habt sehr nahe Freunde/ Bekannte ?

Als Zwischeninfo...
als mich der Oberarzt ins Krankenhaus zu meinem Vater rief, auch wegen der Verfügung, meinte er, daß auch sie medizinisch abwägen, ob noch Maßnahmen wirklich sinnvoll sind.

Und...
eine Verfügung ist auch sinnvoll, wenn es mehrere Angehörige gibt, im Ernstfall zwei sagen, alles tun und eine sagt, bitte aufhören.
oder die Angehörigen 50:50 "stehen".
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn deine Eltern das so verstanden haben, okay. Aber ich verstehe Gott anders. Er ist der Herr über Leben und Tod und Er entscheiden, wann und wie wir gehen sollen.
 
Er ist der Herr über Leben und Tod und Er entscheiden, wann und wie wir gehen sollen.
Schon allein deswegen wäre doch eine Patientenverfügung oft sinnvoll, denn ohne sie sind meines Wissens Ärzte mehr oder weniger zu lebenserhaltenden Maßnahmen verpflichtet, die ja ebenfalls die "Kompetenz Gottes" in Frage stellen würden, oder?
 

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