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Patientenverfügung

Nichts.
Wenn ich heute als gesunder Mensch eine solche verfügen würde, kann ich niemals wissen, wie meine Situation ist, liege ich dann wirklich mal da im Koma.
Vielleicht denke/fühle ich dann ja ganz anders - denn ja: Auch Komapatienten bekommen mehr mit, als viele meinen!
Ich kann schlichtweg nicht über eine Situation verfügen, die ich aus der heutigen Sicht nicht einmal annähernd beurteilen kann!
Daher gibt es bei mir keine Patientenverfügung.
 
Nichts.
Wenn ich heute als gesunder Mensch eine solche verfügen würde, kann ich niemals wissen, wie meine Situation ist, liege ich dann wirklich mal da im Koma.
Vielleicht denke/fühle ich dann ja ganz anders - denn ja: Auch Komapatienten bekommen mehr mit, als viele meinen!
Ich kann schlichtweg nicht über eine Situation verfügen, die ich aus der heutigen Sicht nicht einmal annähernd beurteilen kann!
Daher gibt es bei mir keine Patientenverfügung.

Hast du dir die Texte in den Mustervorlagen mal angeschaut?
 
Nichts.
Wenn ich heute als gesunder Mensch eine solche verfügen würde, kann ich niemals wissen, wie meine Situation ist, liege ich dann wirklich mal da im Koma.
Die behandelnden Ärzte wissen es dann jedoch auch nicht.
Deine Angehörigen wissen es nicht.
Du kannst deinen Willen dann nicht äußern.
Also treffen ohne Patientenverfügung die Ärzte die Entscheidung nach ihrem Ermessen. Wie auch immer. Ob du willst oder nicht.

Ohne Vorsorgevollmacht müssen die Ärzte das Betreungsgericht informieren, wenn du nicht mehr selbst entscheidungsfähig bist. Das Gericht wird dann einen Betreuer festlegen. Der trifft alle rechtlich relevanten Entscheidungen.

Tust du nichts, treffen andere die Entscheidungen für dich.
Hast du entspr. Verfügungen, kannst du aus jetziger Gedankenwelt deine Wünsche äußern. Kannst genauso gut schreiben, dass du so lang, wie medizinisch u. technisch möglich, am Leben erhalten werden sollst. Welche lebenserhaltenden Maßnahmen / Behandlungen unbedingt durchgeführt werden sollen od. welche nicht.

Koma / Entscheidungsunfähigkeit / Demenz treffen nicht nur alte Menschen am Ende deren Lebens.
Kann genauso durch Unfall od. Krankheit jmd. Junges treffen. Kann ggf. auch nur vorübergehend sein.

Möchtest du für dich keine Verfügungen / Vollmachten machen, ist das deine Entscheidung jetzt bei vollem Bewusstsein u. insofern genauso völlig Okay. Dann lege einen Zettel in deine Geldbörse od. zur Krankenversicherungskarte, dass keine Verfügungen / Vollmachten bestehen und Ärzte frei entscheiden dürfen. Das gibt dem Arzt Rechtssicherheit u. er kann schnell handeln u. entscheiden, ohne erst nach Vollmachten u. Verfügungen recherchieren od. Abngehörige befragen zu müssen.
 
Ich kenne sie. Aber es ändert nichts an meiner Einstellung.

Rückfrage an alle: Wisst IHR, was und wie ihr eines Tages ggf. im Koma denken und entscheiden würdet??
Sicherlich nicht.

Der Text in der Patientenverfügung lautet ja (unter anderem) "wenn ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde". Das finde ich schon recht eindeutig.
 
Ich habe zwar eine Patientenverfügung, die Frage ist nur wie lange es dauert bis die im Ernstfall jemand findet.

Ich empfehle allen mit gesundheitlichen Problemen, die Notfallkontakte auf dem Handy zu aktivieren bzw. eine entsprechende App, die auch auf dem Sperrbildschirm abrufbar ist. Da kann man reinschreiben, dass es eine Patientenverfügung gibt und wo sie ist bzw. wer sie hat.
 
Rückfrage an alle: Wisst IHR, was und wie ihr eines Tages ggf. im Koma denken und entscheiden würdet??
Sicherlich nicht.

Ich weiß das schon. Ich weiß, dass ich lieber sterbe, als mit mehr Trauma aufzuwachen, als ich vorher schon hatte. Wenn man schon vortraumatisiert ist, können Behandlungen, wenn auch gut gemeint, auch negative Auswirkungen in Form von mehr Trauma haben. Das weiß ich, dass ich nicht noch mehr davon "brauche" und akzeptiere. Ich habe in meiner Patientenverfügung auch darum gebeten, mich beim Sterben durch Medikamente und z. B. leise Lieblingsmusik, durchs Hand Halten usw. zu unterstützen. Das sind übrigens auch Fragen in (m)einer Patientenverfügung: "Was tut Ihnen gut?" , "Was ist Ihre Lieblingsmusik?" , "Wem sollen Besuche verwehrt werden?"! Sehr wichtig, finde ich!

Jeder kann es natürlich machen, wie er möchte. Ich wollte nur deine Frage beantworten, denn es gibt Menschen, die haben sich schon so intensiv mit Leben und Tod und allem dazwischen auseinander gesetzt, dass sie eben auch entsprechende Entscheidungen für sich treffen können. Und sollte sich die Meinung doch einmal ändern, weil man plötzlich ein Kind hat, für das man doch lieber kämpfen will, oder warum auch immer, dann könnte man die Patientenverfügung jederzeit ändern.

die Frage ist nur wie lange es dauert bis die im Ernstfall jemand findet.

Ich habe einen Vertrag mit einer Firma. Da wird die Patientenverfügung online auf deren Servern gespeichert. Man bekommt einen Aufkleber mit den Einlogdaten, den klebt man auf seine Gesundheitskarte, dann wissen es die Ärzte gleich. Und ich habe zusätzlich eine knallrote "Notfall-Kapsel" an meiner Tasche hängen, außen, die sieht man eigentlich auch sofort. Darin ist ein Zettel, auf dem ich außer auf Allergien und Erkrankungen usw. auch noch hinweise auf die Patientenverfügung und die Gesundheitskarte. Und eine Notfallkarte von der Patientenverfügungsfirma gab es auch, die steckt noch zusätzlich in meinem Geldbeutel.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Geißblatt67:
Warum sollte irgendwer im Krankenhaus sich die Mühe machen auf einem Patienten Smartphone nach einer Patientenverfügung zu schauen? Vermutlich dürfen die das nicht mal aus Datenschutzgründen. Und selbst wenn sie es tun und dann den Hinweis lesen, dass sich eine Patientenverfügung in meiner Schreibtischschublade befindet dann müsste das Krankenhaus erstmal einen richterlichen Beschluss erwirken, dass jemand in meine Wohnung darf. Machen sie auch nicht.
 
Es sollen wohl die Vordrucke nicht so optimal sein....

Sprich zum Schluss bekommst du trotzdem das volle Programm,....

Obwohl du nie vielleicht künstliche ernährt werden wolltest und oben kein Licht mehr brennt.

Es kommt dann schnell auf die Angehörigen an und auf die Prognose.
Machen kann man es, aber ob sich dran gehalten wird
 

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