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Patientenverfügung

Umbra°

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

was haltet ihr von einer Patientenverfügung? Ich habe vor Kurzem eine solche gemacht mit einem Vordruck von den Maltesern und entsprechend hinterlegt. Früher fand ich so was unnötig. Heute denke ich anders.

Wie ist eure Meinung dazu?

LG Umbra
 
Ich habe eine gemacht, um meinen Kindern mögliche schwere Entscheidungen abzunehmen. Vermutlich gibt es immer noch genug, das sie entscheiden müssen, so wie ich für meine Eltern.

Außerdem kann man in die Patientenverfügung schreiben, wer von den Ärzten informiert werden darf. Da ich mit meinem Partner nicht verheiratet bin, habe ich ihn da reingeschrieben.
 
Hallo zusammen,

was haltet ihr von einer Patientenverfügung? Ich habe vor Kurzem eine solche gemacht mit einem Vordruck von den Maltesern und entsprechend hinterlegt. Früher fand ich so was unnötig. Heute denke ich anders.

Wie ist eure Meinung dazu?

LG Umbra
Mein Mann hat sie gemacht, nach dem die Diagnose gestellt worden ist und klar war, dass er diese wahrscheinlich nicht überleben wird.
Das die dann so schnell in Anspruch genommen werden musste, konnte keiner absehen.

Er hatte Krebs in der Leber und Metastasen.
Lag schon dann schon auf Palliativ und es war eine Verlegung ins Hospiz geplant. Ich hatte ihn am Vortag noch besucht und da war er noch völlig klar.
Und am nächsten Tag kam es dann zu einer Blutung - ob Magen, .... - keine Ahnung. Im Normalfall hätten sie ihn versuchen müssen wiederzubeleben und notzuoperieren.
Aufgrund der Patientenverfügung haben sie das dann nicht gemacht und er ist quasi gestorben, ohne viel zu leiden. Was sonst aufgrund der ganzen Krebsgeschichte vermutlich nicht hätte ganz vermieden werden können.
 
Ich habe eine Generalvollmacht, eine Betreuungsverfügung und eine Bankvollmacht für meine Mutter gemacht...es war kurz vor knapp: zu dem Zeitpunkt war sie schon leicht "durcheinander" aber es hat gerade noch gereicht.
Kurze Zeit später hat die Demenz mit voller Wucht zugeschlagen und ich war mehr als froh...

Ich selber habe eine Patientenverfügung...denke, dass ist eine gute und wichtige Sache.
 
Ich habe eine Generalvollmacht, eine Betreuungsverfügung und eine Bankvollmacht für meine Mutter gemacht...es war kurz vor knapp: zu dem Zeitpunkt war sie schon leicht "durcheinander" aber es hat gerade noch gereicht.
Das habe ich mit meiner Mutter auch so gemacht, da sie zunehmend dement wird.

Sowas ist tatsächlich wichtig, wenn der Angehörige z.B. irgendwann nicht ansprechbar oder nicht "geschäftsfähig" sein sollte, denn auch dann gehen gewisse Verpflichtungen weiter, aber man kann diese nicht erledigen, wenn keine entsprechende Verfügung und Vollmacht vorliegt.

Ich habe es schon allein daran gesehen, als ich mal vor der Existenz der Vollmacht in der Arztpraxis meiner Mutter angerufen hatte. Die Dame am Telefon hat mich barsch angefaucht "Wir geben keine Auskünfte". Ich hatte damals noch versucht zu fragen, welche Voraussetzungen man denn erfüllten müsste, um in Zukunft Auskünfte zu bekommen, und selbst das wollte sie mir nicht sagen. Sie hat sich sogar noch über mich aufgeregt und den Hörer hingeknallt, statt mir weiterzuhelfen.
 
Einer meiner Tanten, die nach einem Hirnschlag wochenlang im Krankenhaus lag und keine Regung mehr zeigen konnte, außer gelegentliches Weinen, hat man auch noch zu allem Überfluss einen Herzschrittmacher eingesetzt, der ihr Leiden dann um weitere Monate verlängert hat.
Sie hatte keine Patientenverfügung.
 

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