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Partner lässt Chancen verstreichen

  • Starter*in Starter*in Lynettexoxo
  • Datum Start Datum Start
ich hätte gerne ein wenig mehr Sicherheit im Leben, als Wohlwollen und Abhängigkeit von einem kleinen Angestelltenjob. Zumal er genug unbezahlte Überstunden macht, keine Wochenendzulagen kriegt, in seiner Freizeit regelmäßig gestört wird ("Kannst du mal schnell ins Geschäft fahren und..."), aber lediglich Mindesturlaub bekommt und keine 30.000€ im Jahr verdient.
Um mit meiner Fernsehbildung anzugeben, in den Worten von Peter Griffin aus Family Guy: "Du musst die Arbeit von zweien machen und dich für einen bezahlen!"
Damit will ich sagen: Weißt du überhaupt was Selbstständigkeit (oft) bedeutet? Und würdest du überhaupt damit klar kommen, dass du bei ihm nur die zweite Geige spielen würdest? Man muss manchmal froh sein, wenn Feierabend dann ist, wenn man im Bett liegt und schläft.

Es wäre so leicht für ihn, ein eigenes Unternehmen zu haben, es wird ihm regelrecht vor die Füße geworfen, aber er hat keine Lust sich zu bücken. Andere Leute würden sich die Finger danach lecken.
Denn ein Unternehmen ist nichts, dass man vom Boden aufhebt und man dann "hat" wie ein Haustier, dass es hin und wieder zu füttern gilt.
Man braucht eine ganze Reihe von Eigentschaften und wenn du ihn also zu einem würdigen Nachfolger erziehen willst wäre das ein oder andere Gespräch sicher nicht verkehrt.
Versuch ihn dabei den Rücken zu stärken und zu ermutigen! Frag ihn was er gerne ändern würde und dann überlegt euch doch wie man das ganz konkret umsetzten kann. Auch mit welchen Methoden sich welche Person überzeugen lässt.
Denn ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: es ist unheimlich nervtötend (und langfristig niederschlagend, sodass man irgendwann einfach keinen Bock und Antrieb mehr hat) dass einem ständig jemand aufdrückt was man denn zu tun hätte (So wie auch du deine Vorstellungen hast). Aber keiner tut sich die Arbeit an einen Schritt weiter zu denken und einem Lösungen zu präsentieren.
Es ist super leicht daher gesagt "mach mehr Gewinn!", und selbst steht man da, die Erwartungen an einen auf der einen Seite und ein riesiges Fragezeichen auf der anderen. Und wehe dir du triffst eine falsche Entscheidung und kannst die Erwartung nicht nur nicht erfüllen, sondern verschlimmerst das Problem.
Wirst du in dem Fall auch da sein?

Denn Finanziell sollte eine neue Waschmaschine so gar kein Problem sein, weil die Kosten dafür gegenüber den Lohnkosten der eigenen Angestellten peanuts sind. Die Geld"sorgen" werden niemals enden, sondern sich nur verlagern.
Deswegen noch die Frage, wie viel Ahnung hat er von Wirtschaft? Mit Geld umgehen zu können ist eher eine Grundvorraussetzung... Aber auch hierfür gibt es Kurse und Co.
Man muss nur wollen.

Die Situation scheint aber eher zu sein, dass du es willst... von ihm. Aber will er selbst auch? Oder ist er nicht schon an einem Punkt, an dem er dich bloß nicht enttäuschen will?
Dann muss dir nämlich sagen: das Gras ist wo anders immer grüner. Du denkst dir Unternehmer haben es gut, während ich dir genau das Gegenteil erzählen würde.
Ist ein geregeltes Einkommen als Lohn wirklich so viel schlechter als das Risiko mit dem Erfolg und Misserfolg deiner Firma plötzlich auf- und absteigen zu müssen?
 
Mich nervt an deinem Beitrag deine eigene Passivität. Was machst du um ein gutes Leben zu führen auf längerer Sicht. Ich selber bin noch nicht so weit für eine Familie, weil ich ebenfalls nicht jeden Cent umdrehen will unabhängig vom Mann. Ich finde es nicht schlimm, wenn Frauen oder Männer sagen sie wollen vollzeiteltern sein. Aber ich kann nicht von meinem Partner erwarten das er/sie es übernehmen. Wenn es einer so kann toll. Wenn nicht sollte man als Team es schaffen. Und du kannst ebenso die Karrierestufe hochklettern. Natürlich kein Spaß und anstrengend. Aber deine Haltung finde ich sehr unsympathisch. Er war schon immer so und wenn sein Bruder sich besser dazu eignet, dann ist es so. Er kann ja nach einen fairen Bezahlung fragen oder muss sich wo anders bewerben. Aber auch du kannst was machen. Und du solltest überlegen ob der Mann wirklich der richtige für dich ist. Da du schon so klingst, als bräuchtest du eine Sicherheit, was jeder für sich entscheiden sollte. Aber dann zeuge bitte keine Kinder, der wird sich nicht plötzlich ändern. Oder du schaust wieso du diese Beziehung eingegangen bist, ganz nüchtern. Wenn es diese Erzählungen waren, kann in der Zeit auch unbewussten gewesen sein
 
Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Mann sich ändert ist gering. Er mag der liebste Mann der Welt sein aber er scheint mir sehr bequem und eher der Träumer, der keine Verantwortung übernehmen möchte. Luftschlösser bauen ist eine Sache, diese in die Wirklichkeit umsetzen eine ganz andere. Das Leben was du gerne führen möchtest wirst du mit ihm nicht haben können. Ich habe mich auch schon mal von einem Mann getrennt weil mir irgendwann klar wurde, dass ich IMMER diejenige sein würde, die alles managen muss. Das ist anstrengend und wie du sagst man kann in einer Partnerschaft nicht alles anstrengende übernehmen. Es muss ein Ausgleich herrschen. Dabei ist egal wer was macht, solange die Sachen halbwegs vernünftig aufgeteilt sind. (Mein damaliger Partner ist nach 15 Jahren übrigens immer noch genauso bequem wie früher, ich hab also alles richtig gemacht auch wenn die Trennung schmerzhaft war.)

Setz dich nochmal mit ihm hin. Sag ihm wie du dich fühlst, wie du dir die Zukunft vorstellst und frag ihn wie er sich eure Zukunft vorstellt. Rede ihm nicht rein. Wenn er wieder Luftschlösser baut, sag ihm das Taten folgen müssen. Können ja auch Bewerbungen sein in Unternehmen, die besser bezahlen. Er muss ja kein Unternehmen leiten. Oder er wird Hausmann oder oder oder. Wenn er aber entweder sagt, er ist so zufrieden wie es ist, oder es folgen in der nächsten Zeit dann keine Taten musst dir wohl oder überlegen ob du mit diesem Mann wirklich in Zukunft glücklich bleiben kannst oder ob es nicht besser wäre trotz vorhandener Gefühle ein Ende der Beziehung, bzw. ein Neuanfang für dich einzuleiten.
 
Liebe Fragestellerin,

deinen Frust kann ich vollkommen nachvollziehen. Du bist eine Frau mit ganz klaren Zielen in ihrem Leben und wünschst dir einen Mann an deiner Seite, die diese mit dir auch verwirklicht. Persönlich könnte ich nicht mit einem Mann leben, der lediglich über den Ist-Zustand meckert aber keinen Ehrgeiz entwickelt dies zu ändern. Als Frau können Kinder durchaus ein Armutsrisiko bedeuten. Wenn der Partner weder das Geld für die Familie schaffen will noch dir den Rücken freihalten kann, wird es schwierig. Hast du in Ruhe mit ihm darüber gesprochen? Was hindert ihn konkret daran dies umzusetzen, was er sich eins mit dir vorgestellt hat? Falls das Gespräch nichts bringt, würde ich ernsthaft eine Trennung in Betrachtung ziehen. So hast du die Möglichkeit jemanden zu finden, die ähnlich wie du denkst und er eine Partnerin, die besser zu ihm passt.
 
Andererseits frage ich mich, warum du mit diesem Mann Kinder in die Welt gesetzt hast.
Kinder? Da gibt es keine Kinder.
Liebe TE, wenn dein Mann knapp 30.000 im Jahr verdient und du irgendwann auch, dann habt ihr monatlich 5.000 und davon kann man doch ganz nett leben.
So arm seid ihr doch gar nicht. Auch ohne eigenen Betrieb.
 
Die Sache ist: solange du ihn im Haushalt gewähren lässt, ändert er das sowieso nicht. Ich bin mittlerweile soweit dass ich dir rate: doch! Such dir einen guten Job, teile den Haushalt auf anstatt das einfach zu übernehmen und sobald Kinder da sind drückst du sie ihm in die Hand und gehst arbeiten!
Ich finde, dass du im Grunde Recht hast. Ich habe den Haushalt bereits hälftig aufgeteilt und das Ergebnis ist, dass er seiner Hälfte nur zum Teil nachkommt. Es ist ihm relativ egal, wenn Chaos in der Wohnung herrscht. Das wird sich nicht mehr ändern.

Allein diese Formulierung lässt mich schütteln.

Du redest über deinen Mann wie über ein Verkaufsgegenstand über den du unzufrieden bist, weil dessen Produktbeschreibung nicht stimmte...
Wenn mir mein Mann vorgegaukelt hätte, meine Interessen zu teilen, aber eigentlich alles total doof findet, was ich mag, dann würde ich mir genauso verschaukelt vorkommen.

Aber Schüttel dich ruhig, du hast ja anscheinend sonst nichts zu tun.

Er hat diese Behauptung vor 5 Jahren aufgestellt. Vielleicht hat er inzwischen erkannt, dass er kein Chef sein will und kann. Vielleicht hat er Angst davor, Dir das zu sagen. Ist Dein Mann jetzt zufrieden? Warum setzt Du ihn so unter Druck?
Ich habe ihn nie unter Druck gesetzt. Das läuft so ab: Er kommt mit schlechter Laune nach Hause, sagt, er hat keinen Bock mehr (!!!). Ich frage ihn, was los ist, er beschwert sich, ich zeige ihm Lösungswege auf, er wird still. Ein oder zwei Wochen später wiederholt sich das Spiel. Früher sagte er noch, dass das alles ganz anders laufen wird, wenn er den Laden übernimmt. Seit sein Bruder da ist, sagt er das nicht mehr.

Ich möchte bitte nicht den Schuh angezogen bekommen, dass das alles meine Schuld ist. Ich dränge ihn zu gar nichts. Nur komme ich inzwischen an einen Punkt, an dem meine Toleranz seine Grenzen erfährt.

Bei mir kommt es so an, als ob dein Mann nicht die notwendige Reife für ein Leben als Familienvater besitzt. Wenn man Kinder in die Welt setzt, ist die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung ein Muss. Und die sehe ich bei deinem Mann nicht.

Dass er keine 30.000 Euro im Jahr verdient, finde ich ehrlich gesagt sehr bedenklich. Wohnt ihr in den östlichen Bundesländern?
Ich habe noch keine Kinder. Ich habe ihn mal mit Kindern (von Verwandten) erlebt und er kann ganz toll mit ihnen umgehen. Er hat da etwas an sich, das im Umgang mit Mitmenschen unglaublich bezaubernd und süß ist. Ich mache mir keine Sorgen, dass er ein schlechter Vater oder Ehemann sein könnte. Ich mache mir aber Sorgen, dass das Geld nicht reicht und das Heim im Chaos versinkt. Dass ich mit den vielen Aufgaben überfordert bin.

Wir wohnen im Süden Deutschlands...

Vielleicht ist es auch Gift für Deinen Mann, als unterbezahlter Sohn in dem Betrieb seines Vaters zu arbeiten. Wäre es nicht besser, wenn er in einem Betrieb arbeiten würde, wo er gerechter bezahlt wird? Ein Chef wird er wahrscheinlich trotzdem nicht werden.
Ja, das denke ich auch. Ich habe ihn gefragt, ob er nicht woanders arbeiten möchte, aber er sagt, dass er eigentlich zufrieden ist. Das finde ich aufgrund seiner Beschwerden widersprüchlich, er hat dann angefangen, es zu verharmlosen. Ich weiß nicht so Recht, was ich dazu noch sagen soll.

Mich nervt an deinem Beitrag deine eigene Passivität.
Ich spreche hier nicht von mir, weil es nicht um mich geht. Ich habe eine Karriere, aber die wird durch die Familiengründung zwangsläufig einen Dämpfer bekommen. Ich habe ehrlich Angst, dass ich wegen sowas später an Altersarmut leiden könnte (oder Armut als Alleinerziehende, falls der Fall eintreten sollte). Mir geht es auch darum, dass die Kinder gut versorgt werden und alle Möglichkeiten haben. Da kommt alleine schon was zusammen, wenn ich zwei Kinder in den Musikunterricht und zum Sport schicke, zur Nachhilfe, auf Ausflüge, Camps oder später mal eventuell auf eine Universität oder eine schulische Ausbildung usw.

Ich bin in einer Situation aufgewachsen, in der ich als Kind an ganz vielen Dingen nicht teilnehmen konnte. Das war nicht schön.

Setz dich nochmal mit ihm hin. Sag ihm wie du dich fühlst, wie du dir die Zukunft vorstellst und frag ihn wie er sich eure Zukunft vorstellt. Rede ihm nicht rein. Wenn er wieder Luftschlösser baut, sag ihm das Taten folgen müssen. Können ja auch Bewerbungen sein in Unternehmen, die besser bezahlen. Er muss ja kein Unternehmen leiten. Oder er wird Hausmann oder oder oder. Wenn er aber entweder sagt, er ist so zufrieden wie es ist, oder es folgen in der nächsten Zeit dann keine Taten musst dir wohl oder überlegen ob du mit diesem Mann wirklich in Zukunft glücklich bleiben kannst oder ob es nicht besser wäre trotz vorhandener Gefühle ein Ende der Beziehung, bzw. ein Neuanfang für dich einzuleiten.
Hmm ja... du hast schon Recht. Ich hatte kürzlich nochmal ein Gespräch mit ihm, wegen seiner Unzufriedenheit und habe ihn motiviert etwas zu ändern – irgendwas. Mir ging es hauptsächlich darum, dass er eine beliebige Sache ändert, dazu habe ich ihm verschiedene Beispiele gemacht (z.B. nicht einfach unbezahlte Überstunden machen, sondern sie dokumentieren und abbauen und ähnliche Sachen). Er mauert bei dem Thema extrem, dass nur noch ich rede und von ihm höchstens mal ein zustimmendes Nicken kommt. Antworten bestehen meistens aus zwei Worten: "Weiß nicht..."

Und ja, ich lasse ihm genug Zeit zum Reden. Er kann 10 min Stille problemlos wegschweigen. Wenn wir das Thema wechseln, purzeln die Worte aber wieder aus ihm raus. 🙄

Ich hoffe im Moment, dass er sich einen der Ratschläge endlich zu Herzen nimmt und etwas ändert. Irgendwas.

Liebe Fragestellerin,

deinen Frust kann ich vollkommen nachvollziehen. Du bist eine Frau mit ganz klaren Zielen in ihrem Leben und wünschst dir einen Mann an deiner Seite, die diese mit dir auch verwirklicht. Persönlich könnte ich nicht mit einem Mann leben, der lediglich über den Ist-Zustand meckert aber keinen Ehrgeiz entwickelt dies zu ändern. Als Frau können Kinder durchaus ein Armutsrisiko bedeuten. Wenn der Partner weder das Geld für die Familie schaffen will noch dir den Rücken freihalten kann, wird es schwierig. Hast du in Ruhe mit ihm darüber gesprochen? Was hindert ihn konkret daran dies umzusetzen, was er sich eins mit dir vorgestellt hat? Falls das Gespräch nichts bringt, würde ich ernsthaft eine Trennung in Betrachtung ziehen. So hast du die Möglichkeit jemanden zu finden, die ähnlich wie du denkst und er eine Partnerin, die besser zu ihm passt.
Danke, genau das sind auch meine Gedanken. Er sagt mir nicht, was das Problem ist, keine Ahnung, weiß nicht, habe ich nicht drüber nachgedacht. Also...
 
Hallo @lynettexoxo,

in Deinem Eröffnungsthread fand ich Dich noch recht oberflächlich und unsympathisch. Inzwischen kann ich Deine Beweggründe recht gut verstehen. Danke, dass Du alle Kommentare fleißig beantwortest. Schade ist höchstens, dass Dein Mann hier nicht zu Worte kommt. Wenn Deine Antworten stimmen, dann verstehe ich Deinen Mann nicht wirklich. Warum sucht er sich nicht endlich einen neuen Arbeitgeber?
 
Du scheinst der dominierendere Part in Eurer Beziehung zu sein.

Ich küchenpsychologisiere jetzt mal. Meine VERMUTUNG, ich kann ja nur raten, kenne Deinen Mann nicht:

Dein Mann scheint das Dominierende von Elternseite, vermutlich dem Vater, zu kennen. Und scheinbar schüchterte ihn das sehr ein und er lernte ein gewisses Vermeidungsverhalten: Konfliktvermeidung durch Schweigen, Anpassung, Ja-Sagen.
Das zeigt er im Betrieb. Und das zeigt er bei Dir. Weil er gelernt hat, dass es unangenehm wird, wenn er zu sich und seiner Denkweise, seinen Ideen, Bedürfnissen, Wünschen, steht, diese äußert und dafür eintritt.

Mir erscheint daher sein Verhalten in Gesprächen völlig nachvollziehbar.

Ich habe den Haushalt bereits hälftig aufgeteilt und das Ergebnis ist, dass er seiner Hälfte nur zum Teil nachkommt. Es ist ihm relativ egal, wenn Chaos in der Wohnung herrscht.

DU hast den Haushalt aufgeteilt?
Nicht IHR gemeinsam?
Merkst Du, wie sehr Deine Sprache Eure Konstellation widerspiegelt?

Was verstehst Du unter Chaos?
Was versteht er unter Chaos?
Du willst seine andere Herangehensweise nicht akzeptieren, willst kontrollieren, bestimmen, auch in seinem Aufgabenbereich.
Das kann nicht funktionieren und hat mit Augenhöhe nichts zu tun.
Eher mit Chefin und Angestelltem...

Menschen haben imner verschiedene Sichten, Prioritäten, Messlatten...
Du könntest versuchen zu lernen, andere Herangehensweisen als Deine eigene akzeptieren und schätzen zu lernen.

Hättet Ihr Kinder, könnte er da vermutlich trotz seiner lieben Art auch damit rechnen, von Dir kritisiert zu werden.

Kann es sein, dass er sowohl bei seinem Vater als auch Dir das Gefühl hat, nie zu genügen, nichts richtig machen zu können, und er sich davon wie gelähmt fühlt?

Er kommt mit schlechter Laune nach Hause, sagt, er hat keinen Bock mehr (!!!). Ich frage ihn, was los ist, er beschwert sich, ich zeige ihm Lösungswege auf, er wird still. Ein oder zwei Wochen später wiederholt sich das Spiel.

Warum läuft das immer auf die gleiche Weise ab, wenn das zu nichts führt?
Fragst Du nach, ob er nur einen Zuhörer möchte? Ob er Deine Lösungswege hören will? Oder drängst Du ihm die einfach auf?
Fragst Du, ob er etwas ändern möchte? Wenn ja, welche Ideen er dazu hat und wie er das angehen könnte, möchte?

Er wird still in Eurer Art der Kommunikation.
Merkst Du was?
Bei seinem Vater ist er auch still...

er sagt, dass er eigentlich zufrieden ist.

Vielleicht ist das so.

Das finde ich aufgrund seiner Beschwerden widersprüchlich, er hat dann angefangen, es zu verharmlosen.

Jeder hat mal Frust und will den rauslassen können.
Das muss kein Widerspruch sein.
Du kannst Dich dann aber abgrenzen und klarstellen, dass Du nicht so häufig als Frustabladeplatz zur Verfügung stehst, weil Dir das nicht gut tut.

Ich habe ehrlich Angst, dass ich wegen sowas später an Altersarmut leiden könnte

Mit Deinen Ängsten könntest Du Dich auseinandersetzen, einen Realitätsableich machen.

Ich hatte kürzlich nochmal ein Gespräch mit ihm, wegen seiner Unzufriedenheit und habe ihn motiviert etwas zu ändern – irgendwas. Mir ging es hauptsächlich darum, dass er eine beliebige Sache ändert, dazu habe ich ihm verschiedene Beispiele gemacht (z.B. nicht einfach unbezahlte Überstunden machen, sondern sie dokumentieren und abbauen und ähnliche Sachen). Er mauert bei dem Thema extrem, dass nur noch ich rede und von ihm höchstens mal ein zustimmendes Nicken kommt. Antworten bestehen meistens aus zwei Worten: "Weiß nicht..."

Du hattest ein Gespräch mit ihm, nicht ihr ein Gespräch. Dir ging es um etwas, er soll etwas ändern.

Du servierst wieder Möglichkeiten/Lösungen, was er tun sollte.

Sprich: Du stellst Forderungen.
Er fühlt sich unter Druck und reagiert logischerweise mit mauern!

Sieh Dir mal diese wiederkehrende Gesprächsführung an, die natürlich die immer gleiche/ähnliche Reaktion hervorruft.

Abnicken, Mauern, Schweigen.
Keine eigene Meinung äußern.
Konfliktvermeidung.

Deine Art der Kommunikation ist zu dominant und fordernd für diesen Menschen.
Und deshalb hältst Du Vorträge und er verstummt. Und die Spirale in die Verschlimmerung schraubt sich weiter hoch...

Und ja, ich lasse ihm genug Zeit zum Reden. Er kann 10 min Stille problemlos wegschweigen. Wenn wir das Thema wechseln, purzeln die Worte aber wieder aus ihm raus.

Natürlich! Dann ist der lähmende Druck ja weg!
Versuch es doch mal mit etwas Einfühlungsvermögen und arbeite an Deiner Kommunikation.

Er sagt mir nicht, was das Problem ist, keine Ahnung, weiß nicht, habe ich nicht drüber nachgedacht.

Darüber hast Du nicht nachgedacht. Mangels Interesse? Er wird Dir das nicht sagen können.
Entweder ist es ihm nicht so bewusst, dass er es klar formulieren könnte oder wegen Deiner dominanten Gesprächsführung oder einer Kombi aus beidem.

Aus der Ferne betrachtet: es passt nicht mit Euch. Ihr braucht beide etwas anderes.
Oder eine Paartherapie und BEIDE die Bereitschaft, an sich zu arbeiten.

So meine Glaskugel, ich kenne Euch ja nicht, nur Deine Zeilen hier. Die für mich sehr klar sprechen.
 
Du scheinst der dominierendere Part in Eurer Beziehung zu sein.

Ich küchenpsychologisiere jetzt mal. Meine VERMUTUNG, ich kann ja nur raten, kenne Deinen Mann nicht:

Dein Mann scheint das Dominierende von Elternseite, vermutlich dem Vater, zu kennen. Und scheinbar schüchterte ihn das sehr ein und er lernte ein gewisses Vermeidungsverhalten: Konfliktvermeidung durch Schweigen, Anpassung, Ja-Sagen.
Das zeigt er im Betrieb. Und das zeigt er bei Dir. Weil er gelernt hat, dass es unangenehm wird, wenn er zu sich und seiner Denkweise, seinen Ideen, Bedürfnissen, Wünschen, steht, diese äußert und dafür eintritt.

Mir erscheint daher sein Verhalten in Gesprächen völlig nachvollziehbar.



DU hast den Haushalt aufgeteilt?
Nicht IHR gemeinsam?
Merkst Du, wie sehr Deine Sprache Eure Konstellation widerspiegelt?

Was verstehst Du unter Chaos?
Was versteht er unter Chaos?
Du willst seine andere Herangehensweise nicht akzeptieren, willst kontrollieren, bestimmen, auch in seinem Aufgabenbereich.
Das kann nicht funktionieren und hat mit Augenhöhe nichts zu tun.
Eher mit Chefin und Angestelltem...

Menschen haben imner verschiedene Sichten, Prioritäten, Messlatten...
Du könntest versuchen zu lernen, andere Herangehensweisen als Deine eigene akzeptieren und schätzen zu lernen.

Hättet Ihr Kinder, könnte er da vermutlich trotz seiner lieben Art auch damit rechnen, von Dir kritisiert zu werden.

Kann es sein, dass er sowohl bei seinem Vater als auch Dir das Gefühl hat, nie zu genügen, nichts richtig machen zu können, und er sich davon wie gelähmt fühlt?



Warum läuft das immer auf die gleiche Weise ab, wenn das zu nichts führt?
Fragst Du nach, ob er nur einen Zuhörer möchte? Ob er Deine Lösungswege hören will? Oder drängst Du ihm die einfach auf?
Fragst Du, ob er etwas ändern möchte? Wenn ja, welche Ideen er dazu hat und wie er das angehen könnte, möchte?

Er wird still in Eurer Art der Kommunikation.
Merkst Du was?
Bei seinem Vater ist er auch still...



Vielleicht ist das so.



Jeder hat mal Frust und will den rauslassen können.
Das muss kein Widerspruch sein.
Du kannst Dich dann aber abgrenzen und klarstellen, dass Du nicht so häufig als Frustabladeplatz zur Verfügung stehst, weil Dir das nicht gut tut.



Mit Deinen Ängsten könntest Du Dich auseinandersetzen, einen Realitätsableich machen.



Du hattest ein Gespräch mit ihm, nicht ihr ein Gespräch. Dir ging es um etwas, er soll etwas ändern.

Du servierst wieder Möglichkeiten/Lösungen, was er tun sollte.

Sprich: Du stellst Forderungen.
Er fühlt sich unter Druck und reagiert logischerweise mit mauern!

Sieh Dir mal diese wiederkehrende Gesprächsführung an, die natürlich die immer gleiche/ähnliche Reaktion hervorruft.

Abnicken, Mauern, Schweigen.
Keine eigene Meinung äußern.
Konfliktvermeidung.

Deine Art der Kommunikation ist zu dominant und fordernd für diesen Menschen.
Und deshalb hältst Du Vorträge und er verstummt. Und die Spirale in die Verschlimmerung schraubt sich weiter hoch...



Natürlich! Dann ist der lähmende Druck ja weg!
Versuch es doch mal mit etwas Einfühlungsvermögen und arbeite an Deiner Kommunikation.



Darüber hast Du nicht nachgedacht. Mangels Interesse? Er wird Dir das nicht sagen können.
Entweder ist es ihm nicht so bewusst, dass er es klar formulieren könnte oder wegen Deiner dominanten Gesprächsführung oder einer Kombi aus beidem.

Aus der Ferne betrachtet: es passt nicht mit Euch. Ihr braucht beide etwas anderes.
Oder eine Paartherapie und BEIDE die Bereitschaft, an sich zu arbeiten.

So meine Glaskugel, ich kenne Euch ja nicht, nur Deine Zeilen hier. Die für mich sehr klar sprechen.
Hab wohl wieder einen falschen Eindruck vermittelt.

Ich geh bestimmt NICHT zu ihm hin und sage: "Mach das und das."

Ich frage ihn, warum er unzufrieden ist oder wie er es sieht und er sagt: Nichts. Oder keine Ahnung. Dann fange ich natürlich an, herauszufinden was denn das Problem ist und was man dagegen machen kann.

Und dann schweigt er. Dann flehe ich ihn regelrecht an, doch bitte mal etwas zu sagen, IRGENDWAS. Er wird jawohl irgendwas denken und soll es aussprechen. Macht er nicht. Woher soll ich wissen was er denkt? Warum ist es meine Schuld, wenn er das Sprechen verweigert?

Außerdem ... nein, ich geh nicht hin und kritisiere ihn? Er beschwert sich doch über seine Arbeit? Wie soll ich denn reagieren? Nicken und sagen "ja dein Job ist Scheisse, leb damit?"

Du kannst mir gerne erklären, was ich sonst machen soll, wenn er sich nicht äußert. Dazu wären konkrete Tipps prima.
 

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