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Paranoide Persönlichkeitsstörung

@IlkaCorinna

schöne Zusammenfassung!🙂

@Naiven

das klingt wie ein schöner Traum: mein Ex kommt an: 'sorry ich war ein Idiot...jetzt sehe ich, dass ich in meinen Filmen lebte, du nichts für meine Aggressionen konntest...ich überreagierte, weil meinte wieder in einer Situation früher zu sein, in der ich völlig übergangen wurde.,...aber das habe ich bei dir falsch interpretiert.' usw.

du hast eine Fähigkeit, die meinem Ex völlig abgeht: Selbstreflektion. Auch wenn deine 'Einsicht spät kommt, du hast sie!🙂 Mein Ex ist in einer Therapie seit paar Wochen, keine Ahnung wo das hinführt, ob der Psychologe überhaupt erkennt was los ist - mein Ex kann ziemlich gut Menschen täuschen...

Ich denke, was du beschreibst, ist die leichte Form von Paranoidität - aber das hier befindet sich weiter im Spektrum schon an der Grenze zu einer Psychose.
 
Hallo,

ich wollte lediglich meine Erfahrung dazu sagen, welche auch solche Anzeichen hatte! Aber ihr müsst auch weiter denken....was wäre wenn diese Einsicht nie gekommen wäre? Dann wäre das expotenziell gesteigert, meine eigenen Lügen würden immer glaubwürdiger werden. Ich würde immer mehr und mehr meine eigene Welt zusammen reden und da nicht mehr rauskommen. Ich würde dann sogar Sachen sehen die nicht da sind. Würde mir selbst Sachen einreden die nie existent gewesen sind. Mein handeln/verhalten, wäre für mich ganz normal, weil ich es mir selbst so reinrede, aber für alle anderen, wäre das abnormal.

Du hast recht diese "leichte Form von Paranoidität", hatte ich und konnte sie frühzeitig stoppen, aber was wäre passiert wenn nicht.....

Gruß Naiven
 
@IlkaCorinna

schöne Zusammenfassung!🙂

... ob der Psychologe überhaupt erkennt was los ist - mein Ex kann ziemlich gut Menschen täuschen...

1. Danke 😉
2. Bitte nicht vergessen, dass es sich bei diesen Leuten nicht um's Täuschen handelt..
Sie teilen anderen Menschen ihre Erfahrungen mit, IHRE Wahrheit.
Das Täuschen würde voraussetzen, dass den Menschen bewusst ist, dass sie keine Wahrheiten erzählen.
Dass ihre Wahrheit völlig abgedreht ist.. das wird jemand nur merken, wenn er genauer nachfragt und Beispiele hören möchte (die es dann entweder nicht gibt, oder aus denen ein Mensch mit einem gesunden Menschenverstand völlig andere Schlüsse ziehen würde, als eben der Mensch mit der Störung), oder wenn er seine eigenen bitteren Erfahrungen mit solch einem Menschen macht.
Sprich: da sie nur ihre schlimmen Erfahrungen mit den ach so bösen Menschen, die sie ja soo hintergangen und sich gegen sie verschworen haben (sorry für den sarkastischen Ton), mitteilen, täuschen sie nicht..
Ist vielleicht ganz sinnvoll, wenn man sich das klar macht.
Denn dann merkt man, dass derjenige das alles nicht aus Böswilligkeit getan hat.. und dann.. ja, dann kommen noch mehr Fragen auf 🙂
 
Hm ja es stimmt, sie sind sich dessen nicht bewusst....ich kannte mal einen, der hatte eigentlich ein kleines Selbstbewusstsein, gab sich aber großartig..doch in Gesprächen mit ihm wurde mir klar, dass ihm sein 'aufplustern' irgendwie bewusst war.

Ich kann nicht sagen, was meinem Ex bewusst war und was nicht.

Mit 'täuschen' mein ich - vor Menschen, die ihn vielleicht nicht jeden Tag in aller Intensität erleben ein Bild abgeben, das nicht dem abgedrehten Paranoiden entspricht. Als ich mit meinen Vermutungen kam und Freunde von ihm ansprach, sah das einer als Angriff auf meinen Ex und er wollte keinen Kontakt mehr mit mir. Er meinte, er sehe das anders, er habe halt paar Probleme, aber die könne er schon lösen - spielte es also runter. Und ich verstehe es - denn mein Ex kann gut den Coolen spielen.... der gut klar kommt.

Das wurde ihm sogar zum Verhängnis, als er während einer größeren Auseinandersetzung mit seinen Eltern Mitgefühl wollte von anderen. Doch da er so emotionslos erzählte, was vorgefallen war - sah es so aus, als benötigte er das nicht (tat er aber, sagte er mir danach so). Er lässt eben 'niemand so leicht an sich ran'. Und somit bleiben seine irren Vorstellungen im Verborgenen - vielleicht weil er auch irgendwie weiß, dass man ihm nicht glaubt?

Ein anderer Freund von ihm meinte nur über ihn, dass er manchmal überreagiere und sich reinsteigern könnte in Sachen und sehr auf Meinungen beharren würde. Das volle Ausmaß - wie ich - bekam er nicht mit. Ich weiß nicht, wen der Psychologe zu Gesicht bekommt bzw. ob er hinter die Fassade schauen kann. Bisher konnte er einige -vielleicht eher unterbewusst- mit seiner Opferrolle und gleichzeitigen 'ich bekomm alles hin', gleich einem Märtyrer täuschen/überzeugen...was auch zu Folge hatte, dass die ihn in Ruhe ließen und weiter machen ließen wie bisher.


Aber Moment, mir fällt gerade ein Beispiel ein für bewusste Täuschung bei ihm: er hat sein ganzes Studium über den Eltern immer wieder von Prüfungen erzählt, die er bestanden hat oder geschrieben - und meist hat er keines von beidem, so bringt er es im 8. Semester auf 4 Scheine! Seine Eltern meinen aber nach wie vor, es läuft- da er vor ihnen so einen Eindruck macht.

Aber es gibt auch andere Beispiele, wo er tatsächlich selbst daran glaubt, was er sagt. Beispielsweise behauptet er, er hätte Schluß gemacht. Ich wunderte mich darüber und fragte einen gemeinsamen Freund... und der meinte, ich hätte ihn in einer Mail vor die Wahl gestellt: entweder er sieht ein, dass er ein Problem hat, dass ihn übertrieben beleidigt und vorwurfsvoll werden lässt mir gegenüber oder es ist Schluß. Da er sich für zweiteres entschieden hatte, meinte er, er hätte Schluß gemacht. Aber diese Mail war eigentlich schon eine Resignation meinerseits und dieser Satz eher rhetorisch, so: ich glaube eh nicht, dass du es einsiehst, von daher...wir redeten dann nochmal und er 'stimmte mir zu', dass es besser ist, wenn wir uns trennen..... Alles sehr merkwürdig....jedenfalls spielte er nicht den aktiven Part - aber er in seinem Kopf meint das.🙄
 
nun habe ich es tatsächlich geschafft, mich nicht mehr zu melden..beinahe drei wochen. ich habe begriffen, dass es nichts bringt. aber 'über ihn wegkommen' - davon kann keine rede sein. habe mir eben überlegt, es ist so, als ob er in so einem kartoffelsack mit ner monstermaske draufstecken würde - irgendwie gefangen, aber auch nicht auf die idee kommen, dass er das wegtun kann.....naja so ausgefeilt ist die analogie nicht, was ich meine: es ist so als ob ich einen menschen liebe, der aber nicht frei der mensch sein kann, der er ist, sondern immer wieder fremdgesteuert wird....vielleicht ist das unsinn, vielleicht ist es seine persönlichkeit, und ich erträume mir nur was....ich vermisse einfach die 'zeit dazwischen', wenn gerade keine paranoiden reinsteigerungen passierten.....weil da kam ich ihm so nahe, wie sonst niemand vorher...ich kann das nicht vergessen. vielleicht dauert es nur einfach länger als bisher- ich weiß nur, in diesem falle ist nichts klar.

sonst, also zwei trennungen hatte ich vorher, lief das so: ich wusste, es ist richtig, aber dennoch war es nicht ganz einfach, ich dachte immer wieder an die person, doch es nahm ab - und ich konnte es hinter mir lassen. dieses mal ist das nicht so...bisher.
 
@Elisa

Ich verstehe das ja auch nicht, warum man an einem Menschen so hängen kann, der einen so mies behandelt und verletzt hat.
Auch meine Trennungen vorher verliefen auf normalerem Wege, man trauert zwar auch, aber auf einer gesunden Weise, man akzeptiert dann auch bald, dass es vorbei und richtig so war.
Aber hier? Warum kommt man hier bei diesen Menschen so schwer darüber hinweg?
In schwachen Stunden ist man immer in Versuchung, anrufen zu wollen, schreiben zu wollen. Ob es denen genauso geht mit uns? Das würde ich so gern mal erfahren wollen. Ich glaube es aber eigentlich nicht.
Es ist gut so, dass du schon 3 Wochen lang stark geblieben bist. Und aus 3 Wochen werden dann auch immer mehr. Und so wird er immer weiter in den Hintergrund deiner Gedanken geraten und dir immer unwichtiger werden.
Es hat einfach keinen Sinn, zu hoffen. Solche Menschen sind einfach unfähig, für längere Zeit harmonische Beziehungen zu führen, weder im Arbeits-, noch im Familienleben und erst recht nicht in einer Zweierbeziehung.
Bleib stark!
 
@Elisa


In schwachen Stunden ist man immer in Versuchung, anrufen zu wollen, schreiben zu wollen. Ob es denen genauso geht mit uns? Das würde ich so gern mal erfahren wollen. Ich glaube es aber eigentlich nicht.

Und warum?
Weil man nicht begreifen kann, wie jemand so schnell (und oft grundlos) so hasserfüllt und eiskalt zu jemandem sein kann, den er doch angeblich noch vor 48 Stunden geliebt hat..
Ich bin mir ziemlich sicher, dass NUR das Grund dafür ist, dass man es nicht begreift und sich melden möchte, um darüber zu reden.
Eben weil es völlig anders ist als das, was man bisher erlebte.
Ich glaube ebenso wenig, dass die Leute sich manchmal Gedanken darüber machen, sich zu melden.
Das hat mir das Verhalten meines Ex bewiesen.
Die sind viel zu beschäftigt damit, auseinanderzunehmen, an welch schlechten Menschen sie armen Opfer doch geraten sind, was der schlechte Mensch alles im Verborgenen gegen sie geplant hat und dass diese Erfahrung Beweis dafür war, dass alle Menschen einfach von grundauf böse sein müssen und ihnen Schlechtes wollen..
Ist doch klar, dass man dann mit dieser Person nichts mehr zu tun haben möchte.
Offene Fragen haben sie nicht, die beantworten sie sich in ihrer verschrobenen Welt ohnehin auf ihre Art und Weise selber.
Also, welchen Grund sollte es aus deren Perspektive geben, sich noch mit dem Expartner "abgeben" zu wollen?!
Wie gesagt, ich stelle mir manchmal vor, wie mein Ex in ein paar Jahren auf mich zukommen wird, geläutert natürlich, und was ich ihm alles an den Kopf knallen würde!
Natürlich wird das nie passieren.
Aber manchmal tut es gut, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn man mit diesen Personen normal reden könnte, sie endlich kapieren, wie falsch und verachtend sie sich verhalten haben und man nicht befürchten muss, für die eigenen Worte gelyncht zu werden..
Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Wut und Durchblick bekommt man und desto weniger möchte man mit so einem Menschen zu tun haben.
 
Liebe Ilka,
ich weiss was Du meinst da ich selber unter einer Persönlichkeitsstörung leide. Deshalb glaube net das es leicht ist damit umzugehen oder sich selber es einzustehen!
Sowas ensteht aber net von heute auf morgen. Man hat was erlebt was einem total aus der Bahn geschmiessen hat.
 
@IlkaCorinna
Genau das ist es, es ist eben völlig anders, als das was man bisher erlebte. Das eiskalte Verhalten an diesen Menschen kann man einfach nicht verstehen, und man kann eben auch absolut nicht mit ihnen darüber normal reden, weil alles abgeblockt wird und man sofort die Schuld an allem zugeschoben bekommt.
Gut, dass es diesen Thread hier gibt und deine Beiträge, liebe Ilka, sonst hätte ich diesen „Durchblick“ bis heute noch nicht.

@Zwergnase
Empfindest du denn dann dein Verhalten anderen Menschen gegenüber auch falsch und ungerecht? Oder leidest du an einer ganz anderen Persönlichkeitsstörung, unter der andere Menschen nicht so leiden müssen?
 
Liebe Zwergnase,

ist die Frage, unter welcher Art von Persönlichkeitsstörung du leidest.
Ich habe nie behauptet, dass es für die Betroffenen einfach ist.
Ganz im Gegenteil.
So durch die Welt zu gehen und alles als bösartig und gegen seine Persönlichkeit gerichtet zu sehen, wird mit Sicherheit nicht einfach sein, da man sich Probleme macht, wo keine sind.
Die Merkmale der paranoiden Störung schließen es aus, dass man diese selbst bei sich erkennt und behandelt.
Das muss wohl eher durch Zufall geschehen, etwa in einer Therapie wegen Vergangenheitsbewältigung etc.
Ich habe keine Ahnung, woher diese Störung kommt.
Tatsache ist nur, dass sie schon da war, als wir uns kennenlernten und aufgrund von Erzählungen aus der Vergangenheit, die er völlig schräg und übertrieben interpretierte, schon lange da gewesen sein muss.
Mich interessiert für die Zukunft nur, v.a. für zukünftige Partnerinnen, dass er irgendwann diese Störung erkennt und therapiert, damit nicht alle Menschen von ihm vor den Kopf gestoßen werden.
Ich finde es toll, dass du dich als evtl. Betroffener dazu äußerst.
Mich würde interessieren, wenn du denn unter der paranoiden Störung leidest, wie du damit umgehst.
Bzw. ob man es schafft, die Realität von dem ersten "Eindruck bzw. Überzeugung" zu trennen?
Ich nehme an, die Störung wurde während einer Therapie erkannt?

Gruß
 

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