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Paranoide Persönlichkeitsstörung

Störungen sind reversibel und behandelbar..auf dem Ruhekissen dass einem was passiert ist und einen was aus der Bahn geworfen hat kann man sich also net lange ausruhen...Mag sein dass man zeitweilig aus der Bahn geworfen war, aber das kann man ja ändern.

Ich habe auch Dinge in meinem Leben erlebt die mich hätten aus der Bahn werfen können, und einige Dinge haben auch ihre Spuren in mir hinterlassen..aber inwieweit liegt oft an einem selbst und wieweit man das zuläßt.
Wenn man merkt dass mit einem was nicht stimmt sollte man halt gucken was genau und gucken daran zu arbeiten...Man wird im Leben aus der Bahn geschmissen damit man diese Herausforderung annimmt und versucht wieder einigermaßen in die Spur zu kommen..so sehe ich diese Sache mit den Störungen.
Egal was passiert ist: heute ist heute und das Hier und Jetzt ist immer wieder ein Neuanfang. Jeder Tag steht unter einem neuen Stern und neuen Vorzeichen und zwar denen die man selbst setzt. Die Vergangenheit mag mächtig sein, aber mächtiger kann der eigene Wille sein diese zu überwinden und sich die Chance für einen Neuanfang zu geben.

Ungünstig ist allerdings wenn Mädels (oder auch Jungs) mit Krankenschwestersyndrom sich an gestörte Jungs (oder umgekehrt gestörte Mädels) klemmen und die Partnerschaft die Störung eher pflegt (ggf sogar verstärkt bis zum Eskalationspunkt) statt behebt..und beide Partner in ihrem Rollenspiel (sie/er die Krankenschwester, er/sie der/die zu bemutternde und zu betuddelnde Dauerpatient) festhängen. So was vermeidet man indem man den Patienten rechtzeitig an richtige Fachleute/ Ärzte abgibt.

Tyra
 
Ich habe auch Dinge in meinem Leben erlebt die mich hätten aus der Bahn werfen können, und einige Dinge haben auch ihre Spuren in mir hinterlassen..aber inwieweit liegt oft an einem selbst und wieweit man das zuläßt.

Völlig richtig.
Wenn dem nicht so wäre, müsste ja fast jeder unter einer Störung leiden.
Damit das aber nicht passiert, bedarf es einer starken Persönlichkeit, die sich aufgrund vorheriger Erfahrungen schon bildete, oder durch eben die Ereignisse, an denen andere zerbrechen, man für sich selber aber den anderen Weg "wählt".
Wobei das aber NICHT heißen soll, dass man sich bewusst für eine Störung entscheidet, vielmehr FEHLT einfach die Eigenschaft, dass man nicht daran zerbricht und jede Erfahrung positiv für sich nutzt, mag sie noch so schlimm gewesen sein.



Ungünstig ist allerdings wenn Mädels (oder auch Jungs) mit Krankenschwestersyndrom sich an gestörte Jungs (oder umgekehrt gestörte Mädels) klemmen und die Partnerschaft die Störung eher pflegt (ggf sogar verstärkt bis zum Eskalationspunkt) statt behebt..und beide Partner in ihrem Rollenspiel (sie/er die Krankenschwester, er/sie der/die zu bemutternde und zu betuddelnde Dauerpatient) festhängen. So was vermeidet man indem man den Patienten rechtzeitig an richtige Fachleute/ Ärzte abgibt.

Tyra

Mir war nur klar, dass etwas mit ihm "nicht stimmt".
Zwar hatte ich schnell raus, dass man nicht kritisieren "darf" etc., was aber genau dahintersteckte, da kam ich erst nach der Trennung drauf.
Habe ihm zuvor aber schon gesagt, dass er mal professionelle Hilfe benötigt, um sein Leben bzw. seine Denkweise, die ihm und anderen das Leben schwer macht, wieder in den Griff zu bekommen.
Was macht man aber mit jemandem, der darauf nur erwidert:
"Geh du doch zum Psychologen!"...
Richtig, verlassen, soviel weiß ich jetzt auch🙂
 
@IlkaCorinna
Genau das ist es, es ist eben völlig anders, als das was man bisher erlebte. Das eiskalte Verhalten an diesen Menschen kann man einfach nicht verstehen, und man kann eben auch absolut nicht mit ihnen darüber normal reden, weil alles abgeblockt wird und man sofort die Schuld an allem zugeschoben bekommt.
Gut, dass es diesen Thread hier gibt und deine Beiträge, liebe Ilka, sonst hätte ich diesen „Durchblick“ bis heute noch nicht.

Und genau das macht es wahrscheinlich so "interessant"..
Danke! Ich distanziere mich aber davon, meine Meinung womöglich als "absolut" anzusehen. Es sind lediglich die Gedanken, die ich mir über meinen Ex und diese Personen gemacht habe und die Schlüsse, die ich daraus zog. Wie das jemand für sich auseinandernimmt, das bleibt ihm selbst überlassen.
Wollte nur nochmal darauf aufmerksam machen🙂
Vielleicht hilft es aber jemandem, der ähnliche Gedankengänge dazu hat und bei dem die Trennung noch nicht so lange zurückliegt.
Schade allerdings, dass man im Internet neben der Definition nur sehr wenig dazu findet..
 
stimmt IlkaCorinna,

was mich interessiert und immer wieder fasziniert ist warum einige Menschen an einem erlebten Unglück wachsen und andere darunter so lange leiden und oft auch daran kaputt gehen können...woran mag das liegen?
Ich kann nicht so recht glauben dass einigen Menschen diese Fähigkeit jede Erfahrung (und sei sie noch so negativ) auch positiv nutzen zu können vollkommen fehlt..ich denke eher diese Fähigkeiten/Eigenschaften stecken in jedem Menschen, nur bei einigen sind sie verschüttet/gestört oder blockiert oder sowas.

Klar entscheidet man sich nicht für eine Störung..ich selbst hatte auch eine zeitlang eine Störung (das zum Thema durchgehend starke Persönlichkeit, das ich für Illusion halte..jeder hat seine Macken und schwachen Momente, kleineren und größeren Krisen im Leben vermute ich) eine Zahnarztphobie...bei mir hat sich das in diese Richtung gebündelt sozusagen und entschieden habe ich mich dafür natürlich nicht...Aus der Sache bin ich jedoch wie ich finde gestärkt (und mit nun sehr schönem Gebiß) raus gegangen, aber auch nur weil ich die Sache aktiv angegangen bin.

Das wird dir ja auf anderem Gebiet ähnlich gegangen sein....man lernt aus seinen Fehlern und fertig.
Du kannst froh und auch stolz auf dich sein dass deine Intuition stark genug war zu merken dass etwas nicht mit deinem Partner stimmte und du dich letztlich ausreichend abgrenzen konntest..insbesondere von dieser "geh du doch zum Psychologen-Sache".

Tyra
 
@IlkaCorinna
Ist schon klar. Deine Nachdenkensweise und Erkenntnisse darüber sind aber eben haargenau auch meine, deshalb kann ich mich auch damit so gut identifizieren. Andere Leute hier vielleicht nicht so, das mag sein und ist ja auch i.O. so.
Übrigens, als ich es mal wagte, meinen Freund darauf anzusprechen, dass er sich evt. professionelle Hilfe suchen sollte, gab er mir eine ähnliche Antwort wie dein Ex dir. Er hat es wieder auf mich geschoben, die doch krank sei.
Ja, es ist wirklich sehr schade, dass es so wenig im Internet darüber zu erfahren gibt, außer überall nur die Beschreibungen über diese Störung. Deshalb bin ich froh, diese Seite hier entdeckt zu haben.
 
oh hier wurde ja einiges geschrieben. doch bevor ich das lese, möchte ich erstmal schreiben, was ich im kopf habe. ich möchte mein letztes post revidieren.

vielleicht mag jemand etwas schlimmes zugefügt worden sein, als er ein kind war, damals war er wehrlos, es war unfair und ist zu bemitleiden. doch heute ist er nicht mehr das kind! seine vergangenheit berechtigt ihn nicht, anderen leuten leid zuzufügen. es steht in der verantwortung dieser menschen, sich um sich und andere zu kümmern. sie haben nicht die verantwortung, für das was ihnen zugestoßen ist. aber sie müssen eben damit klarkommen, heute.

mein ex-freund sieht ja nicht mal ein, dass er irgendetwas zu unseren auseinandersetzungen beitrug, geschweigedenn dass er daran etwas ändern wollte. das mag ihm vielleicht gerade nicht möglich sein. aber wenn er mit anderen menschen leben will, muss ers ich irgendwann damit konfrontieren, dass nicht immer irgendwer anderes schuld ist. jemand, der andere nicht respektiert, egal aus welchem grund heraus, sollte nicht entschuldigt werden.

was ich schrieb, war aus meinem gefühl heraus. ich liebe ihn, immer noch, und das ist nicht mit meinem verstand zu vereinen, jetzt wo ich doch sehe, wie er ist...deswegen versuche ich es irgendwie zu rationalisieren. aber das geht wohl nicht... ich habe mich tatsächlich in den falschen verliebt, ich verstehe es nicht und möchte das nicht gerne wahrhaben, doch so ist es. ich muss die hoffnung aufgeben, dass er sich ändert und einsieht, dass er gegen eine nicht vorhandene bedrohung in mir kämpfte und es immer noch tut.
 
seine vergangenheit berechtigt ihn nicht, anderen leuten leid zuzufügen. es steht in der verantwortung dieser menschen, sich um sich und andere zu kümmern. sie haben nicht die verantwortung, für das was ihnen zugestoßen ist. aber sie müssen eben damit klarkommen, heute.

...wenn er mit anderen menschen leben will, muss ers ich irgendwann damit konfrontieren, dass nicht immer irgendwer anderes schuld ist. jemand, der andere nicht respektiert, egal aus welchem grund heraus, sollte nicht entschuldigt werden.

...ich habe mich tatsächlich in den falschen verliebt, ich verstehe es nicht und möchte das nicht gerne wahrhaben, doch so ist es. ich muss die hoffnung aufgeben, dass er sich ändert ...


Willkommen in der Realität!
Genau DAS solltest du in deinen zukünftigen Gedankengängen berücksichtigen, dann solltest du bald über ihn hinweg sein..
 
Die sind viel zu beschäftigt damit, auseinanderzunehmen, an welch schlechten Menschen sie armen Opfer doch geraten sind, was der schlechte Mensch alles im Verborgenen gegen sie geplant hat und dass diese Erfahrung Beweis dafür war, dass alle Menschen einfach von grundauf böse sein müssen und ihnen Schlechtes wollen..
Ist doch klar, dass man dann mit dieser Person nichts mehr zu tun haben möchte.
mein ex meinte mal, dass er keine kinder will. denn wenn das kind wird wie er, könnte er es nicht mit der schuld umgehen, es in diese welt gesetzt zu haben.... so viel zu seiner sichtweise.

ich wollte mal fragen, ob euch auch auf genau das unterstellt wurde, was sie eigentlich selbst tun (ihr aber eigentlich nicht)? z.b. wurde mir ja permanent unterstellt, ich könne nicht mit kritik umgehen. ich mag sensibel sein, aber umgehen kann ich damit eigentlich schon....er aber nicht! ich denke deswegen ein wichtiger punkt ist, dass bei diesen menschen die selbstgrenzen nicht so funktionieren...

also innerer konflikt ----> verlagert in die gegenwart, bedrohung wird im aktuellen gegenüber gesehen, anstatt dass sie gewahr sind, dass dies schlechte erfahrungen in der erinnerung sind, die sie misstrauisch machen

eigene eigenschaften, die negativ sind ---> werden auf den anderen projeziert


also innen und außen existiert nicht so richtig...

ich kann es mir nicht ganz vorstellen, also manchmal habe ich das vielleicht im ansatz, dass ich jemand falsch einschätze aufgrund ängste etc. - nur ich kann das erkennen und zurechtrücken...aber das fehlt wohl bei denen und es ist irgendwie mehr fortgeschritten.



ich muss mal allgemein loswerden: ich habe mich schon viel in foren bewegt und das nie so ganz ernstgenommen. doch dieser thread hat mir schon sehr viel geholfen! 🙂
 
ja mein ex hat auch gemeint, ich müsse behandelt werden. und er lässt sich von mir 'keine störung einreden'.während er ja genau das bei mir tat.

@tyra

vielleicht kommt es darauf an, wieviel ausgleich man hat....besonders als kind. vielleicht hat man eine hysterische mutter, findet aber bei opa und oma verständnis, geborgenheit, liebe..... also dass man so was wie 'balsam für die seele' braucht, damit die wunden verheilen können und nicht dauerhaft schaden anrichten. kann vielleicht auch ein haustier sein, oder ein instrument, das man spielt oder liebevolle freunde.
 
was mich interessiert und immer wieder fasziniert ist warum einige Menschen an einem erlebten Unglück wachsen und andere darunter so lange leiden und oft auch daran kaputt gehen können...woran mag das liegen?
Ich kann nicht so recht glauben dass einigen Menschen diese Fähigkeit jede Erfahrung (und sei sie noch so negativ) auch positiv nutzen zu können vollkommen fehlt..ich denke eher diese Fähigkeiten/Eigenschaften stecken in jedem Menschen, nur bei einigen sind sie verschüttet/gestört oder blockiert oder sowas.

...

Das wird dir ja auf anderem Gebiet ähnlich gegangen sein....man lernt aus seinen Fehlern und fertig.
Du kannst froh und auch stolz auf dich sein dass deine Intuition stark genug war zu merken dass etwas nicht mit deinem Partner stimmte und du dich letztlich ausreichend abgrenzen konntest..insbesondere von dieser "geh du doch zum Psychologen-Sache".

Tyra

Hi Tyra!

Vielleicht wird diese Eigenschaft durch frühere Verhaltensweisen geblockt. Ähnlich dem ständig aufgedrückten Satz "Sei doch nicht so laut, was sollen denn die Nachbarn denken?!", wobei zu beobachten ist, dass diese Menschen später unter einem geringen Selbstwertgefühl leiden und Probleme völlig anders anpacken, manchmal auch einfach gar nicht, als andere.

Mir fehlte schon früh der Bezug zu meinen Eltern, ich habe nichts Schlimmes dort erlebt wie Mißbrauch etc., allerdings entschied sich meine Mutter dafür, mich lieber in Internate, Heime etc. abuzgeben, als sich mit mir zu beschäftigen. Dementsprechend war ich schon früh auf mich allein gestellt und musste viele Dinge alleine und gegen Widerstand meistern, bei denen andere Rückenstärkung durch das Elternhaus u.Ä. haben.
Vielleicht konnte ich es mir gar nicht "leisten", anders zu agieren und an der Situation zu zerbrechen, da es dann um's nackte Überleben ginge.

Allerdings habe ich mich von dem Verhalten meines Ex nicht abgegrenzt, ich habe einfach alles auf mich genommen, da ich ja zu Beginn der Beziehung gemerkt habe, was Kritik an seinem Verhalten anrichtet.
Das war völlig falsch und das wird mir auch nie wieder passieren.
Ich habe eine Menge gelernt, was die eigenen Grenzen angeht und werde für die Zukunft auch wissen, wann genug wirklich genug ist.
Das ist u.a. das Positive, was ich aus dieser Beziehung mitnehme.

Super, dass du dich deinen Ängsten gestellt hast und damit erlebt hast, welche Vorteile das für dich einbrachte, als dass du einfach so weitergelebt und weiterhin unter den Folgen (die sich ja mit der Zeit nicht verbessert hätten) gelitten hättest!
Wenn doch bloß jeder dazu in der Lage wäre...
 

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