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Orientierungslos mit 30 (ohne Ausbildung und Arbeit)

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Du wirkst hier auf mich ein wenig "lustlos". Du möchtest gerne die Rosinen aus dem Kuchen haben, kannst das aber auch nicht so klar benennen, und dann stehst Du in dem ganzen Gedankenchaos und weißt nicht, wo vorne oder hinten ist. Und dann fängst Du gar nicht erst an. Auf der anderen Seite bist Du aber leider auch kein Traum-Azubi mit Deinem Lebenslauf.

Ich habe in einigen Firmen gearbeitet, und letztendlich ist KEINE wirklich ideal. Sie haben alle ihre Vor- und Nachteile. Wenn Dir jemand eine Lehrstelle bietet, solltest Du zugreifen, denn auch wenn Dir das Unternehmen vielleicht auf den ersten Blick keine Bonuspunkte hinsichtlich Deiner Karriere bietet, so ist es möglich, dass Du da etwas anderes wichtiges für Dich mitnimmst. Wenn es nicht so das ist, was Du auf Dauer willst, so kannst Du natürlich die Ausbildung trotzdem beenden, damit in Deinem Lebenslauf mal was abgeschlossen ist. Das sähe für potenzielle Arbeitgeber besser aus.

Versuch mal, mehr Elan und Lust auf die Ausbildung auszustrahlen, vielleicht hast Du dann bessere Chancen. Ich wünsche Dir viel Erfolg!
 
Ich kann deine Situation gut verstehen. Meine ist etwas ähnlich, mit dem Unterschied, dass ich nie arbeitslos war/bin und durch mein Wunschstudium unfreiwillig durchgefallen bin. Da es wirklich die letzte Prüfung war, hab ich bis dahin auch lange studiert.

Was ich dir raten kann ist: Berufserfahrung ist das A und O. Ganz egal was. Ich hab immer irgendwas gearbeitet, auch wenn es ein schlechter Job war und ich hatte viele Tage, Monate, Jahre, an denen ich nach der Arbeit geweint hab. Das ist noch heute so.

Ich merke aber, dass Berufserfahrung in welcher Form auch immer gut ankommt und wenn sie sehen, dass du dich reinhängst, fleißig bist und deine Arbeit gut machst, dann können sich immer andere Wege ergeben. In meinem aktuellen Job gibt es viele Studienabbrecher, die dann betriebsintern studiert haben und sich hochgearbeitet haben. Auch sowas kann sich ergeben.

Du scheinst nicht offen genug zu sein für neue Sachen. Ich versuche mein gescheitertes Studium nicht so in den Mittelpunkt zu rücken und wenn möglich, auch gar nicht anzusprechen, solange es völlig irrelevant ist für die Stelle, ich dafür kein Abschluss brauche und ich nicht explizit gefragt werde. Gut, für solche Jobs bewerbe ich mich auch erst gar nicht, was ja total unlogisch ist. Ich versuche immer klarzumachen, dass ich offen bin für Neues bin und versuche damit die Aufmerksamkeit auf was Positives zu lenken, statt auf das vergangene Negative herumzustochern.

Sei offen für Neues und schränke dich nicht so ein.
 
Das wird wirklich schwierig in den Bereichen was zu ergattern. Bewirbst du dich auch bundesweit? Das könnte deine Chancen erhöhen. Von Vorteil wäre natürlich auch ein Betrieb, der dich nach der Ausbildung übernehmen würde. Denn wenn du als Kaufmann ohne Berufserfahrung einen Job suchst, wird es noch schwieriger was zu finden. Ich spreche da auch aus Erfahrung. Ich würde dir empfehlen, grundsätzlich die Berufswahl noch einmal zu überdenken.
Hast du schon mal an eine rein schulische Ausbildung gedacht? Zum Beispiel eine Ausbildung zum Physiotherapeut, Medizinisch technischen Assistent, Medizinischer Dokumentationsassistent o.ä.?
Oder wäre eine Ausbildung bei der Polizei oder dem Zoll etwas für dich?

Die schulischen Ausbildungsberufe interessieren mich nicht oder sind schlichtweg nicht finanzierbar. Hier haste nur Pflegeberufe schulisch mit denen ich NIX gar nichts zu tun haben möchte, ich möchte menschen auch nicht helfen!
Beim Zoll wollten sie mich nicht.
Polizei will ich nicht aus pers. Gründen (Leben von den Vorstellungen junger Männer noch teilweise im Mittelalter)

Was ich dir raten kann ist: Berufserfahrung ist das A und O. Ganz egal was. Ich hab immer irgendwas gearbeitet, auch wenn es ein schlechter Job war und ich hatte viele Tage, Monate, Jahre, an denen ich nach der Arbeit geweint hab. Das ist noch heute so.

Du scheinst nicht offen genug zu sein für neue Sachen. Ich versuche mein gescheitertes Studium nicht so in den Mittelpunkt zu rücken und wenn möglich, auch gar nicht anzusprechen, solange es völlig irrelevant ist für die Stelle, ich dafür kein Abschluss brauche und ich nicht explizit gefragt werde. Gut, für solche Jobs bewerbe ich mich auch erst gar nicht, was ja total unlogisch ist. Ich versuche immer klarzumachen, dass ich offen bin für Neues bin und versuche damit die Aufmerksamkeit auf was Positives zu lenken, statt auf das vergangene Negative herumzustochern.

Sei offen für Neues und schränke dich nicht so ein.
Ohne auto brauchste es hier halt nirgendswo zu versuchen.... echt nirgendswo, in der Stadt wird nicht gesucht, außer Callcenter und das halte ich nicht aus, keine Minute! War da schon mal um zu schauen obs doch nichts ist, abgelehnt weil man gemerkt hatte das ich das nicht ab kann.
Ich schließe bestimmte Bereiche wie Handwerk und Pflege aus weil ich da genau weis ich halt es nicht durch, mit glück vielleicht 1-2 wochen.
 
Die schulischen Ausbildungsberufe interessieren mich nicht oder sind schlichtweg nicht finanzierbar. Hier haste nur Pflegeberufe schulisch mit denen ich NIX gar nichts zu tun haben möchte, ich möchte menschen auch nicht helfen!
Beim Zoll wollten sie mich nicht.
Polizei will ich nicht aus pers. Gründen (Leben von den Vorstellungen junger Männer noch teilweise im Mittelalter)


Ohne auto brauchste es hier halt nirgendswo zu versuchen.... echt nirgendswo, in der Stadt wird nicht gesucht, außer Callcenter und das halte ich nicht aus, keine Minute! War da schon mal um zu schauen obs doch nichts ist, abgelehnt weil man gemerkt hatte das ich das nicht ab kann.
Ich schließe bestimmte Bereiche wie Handwerk und Pflege aus weil ich da genau weis ich halt es nicht durch, mit glück vielleicht 1-2 wochen.


Ich hab wirklich harte Jobs gemacht um mir irgendein altes Auto kaufen zu können. Dagegen ist die Callcenter Tätigkeit wirklich ein Wellnessjob und gegen mein Studium, was wirklich hart war, auch. Ich komme hier ohne Auto auch nicht weg. Aber ein altes Auto für ein paar hundert Euro sind möglich. Das habe ich während dem Studium irgendwie hinkriegen müssen.

Die schulischen Ausbildungsberufe musst du doch gar nicht finanzieren. Das ist ja kein Studium. Die bekommst du doch bezahlt und kannst noch zusätzliche Hilfen beantragen, wenn es so eng ist, dass man keine Miete zahlen kann. Aber mindestens ein paar hundert Euro bekommt man da monatlich und mit einem 450 Euro Job im Monat hat man wieder das doppelte drin. Das ist doch machbar?

Wieso interessiert dich nichts? Ich finde DAS ist das Problem und nicht die anderen Sachen.

Ich hab auch im Callcenter gearbeitet und in noch viel härteren Jobs als Frau. Deine Einstellung finde ich wirklich sehr merkwürdig, angesichts der Situation in der du bist. So viel Ansprüche hab nicht mal ich und könnte es auch nie haben.

Ohne Durchhaltevermögen, woran es dir ganz offensichtlich fehlt, wirst du nirgendwo wirklich unterkommen. Nur mal so nebenbei gesagt.

Nimm mein Beitrag jetzt auch nicht böse auf oder jetzt bekomm ich bestimmt wieder ne Verwarnung. Aber gut, das nehme ich hin. Denn an deiner Einstellung MUSST du arbeiten und diese ändern, so kommst du nicht weit.
 
@TE

Ich lese immer

geht nicht
kann nicht
will nicht

Was willst Du denn?

Den Rest des Lebens von Hartz4 und Dumpinglöhnen leben und dann direkt in die Alterabsicherung und Altersarmut?

Niemals was leisten können. Niemals in den Urlaub fahren. Immer jeden Cent zweimal umdrehen.

Dann nur zu.

Du bist auf dem besten Weg dahin.
 
@TE

Ich lese immer

geht nicht
kann nicht
will nicht

Was willst Du denn?

Den Rest des Lebens von Hartz4 und Dumpinglöhnen leben und dann direkt in die Alterabsicherung und Altersarmut?

Niemals was leisten können. Niemals in den Urlaub fahren. Immer jeden Cent zweimal umdrehen.

Dann nur zu.

Du bist auf dem besten Weg dahin.

Am liebsten hätte ich einen Sachbearbeiterposten oder etwas ähnliches mit Büro oder Home Office ohne jegliche Körperliche Arbeit mit geregelten Arbeitszeiten, wenig Kundenkontakt und ähnliches.
Alles andere lockt mich irgendwie nicht hevor und bringt auch nichts. Mir reicht ein normales Gehalt dabei auch, Karrieregeil bin ich nicht wirklich.

@Naribia
Klar, weil du auch bei den wirklich interessanten Sachen soviel Zeit für nen zusatzjob hast wo dich auch niemand haben will. Wenn es so einfach wäre nen Minijob zu bekommen für mich hätte ich längst einen. Und wie soll man Wohnung finanzieren bei den hohen Mieten? Wohngeld? Gibts nicht für sowas! Fahrkarte? Essen? Usw... da reichen 450€ nicht, die schulischen Berufe die interessant wären werden nicht in den gerade günstigen Ecken Deutschlands gelehrt... Physiotherapie oder Ergo für jemanden der Menschen NICHT helfen will? MTRA/MTLA/MTAF genauso sinnvoll.... ich hätte ohne Probleme jederzeit in die Gesundheitsbranche gekonnt.... es ist nix für mich..
was bleibt? PTA/CTA/BTA? Kenne ich genügend die Arbeitslos sind, weil sie in einer "kostenlosen Schule waren".

Nein wenn richtung ausbildung dann betriebliche. Und ja natürlich auch gerne mit Übernahme, wenn der Betrieb passt, dann auch nach der Ausbildung.

Das Problem ist nicht die ereichbarkeit meines Wohnortes sondern wirklich das ich etwas finden muss wo ich auch Spaß dran habe sonnst besteht keinerlei Motivation und das kann auch nicht irgendein Sklavenhalter(ZAF/Jobcenter/usw..) erzwingen, Geld motiviert mich schon lange nicht mehr!
 
@TE

Ich lese immer

geht nicht
kann nicht
will nicht

Was willst Du denn?

Den Rest des Lebens von Hartz4 und Dumpinglöhnen leben und dann direkt in die Alterabsicherung und Altersarmut?

Niemals was leisten können. Niemals in den Urlaub fahren. Immer jeden Cent zweimal umdrehen.

Dann nur zu.

Du bist auf dem besten Weg dahin.

Eine Rente über der Grundsicherung wird er eh nicht mehr bekommen. Genau wie wohl mehr als die Hälfte seiner Generation. Und die meisten davon trotz Arbeit. Deswegen braucht er sich also echt nicht kaputtmachen.
Ich finde ihn nicht so wählerisch. Die meisten Menschen machen im Prinzip das was sie wollten. Vielleicht war ihr Beruf oft nicht die erste oder zweite Wahl. Meist aber wenigstens die dritte oder vierte Wahl. Der TE hatte eben nicht so viel Glück. Deswegen muss er aber nicht alles machen.
Außerdem bringen die Berufe, die er nicht machen will, eh kaum Geld. Als Altenpfleger oder Handwerker reichts vielleicht für ne Woche Malle im Jahr. Dafür ist dann mit 50 sein körper verschlissen. Das hat sich dann gelohnt.
 
Eine Rente über der Grundsicherung wird er eh nicht mehr bekommen. Genau wie wohl mehr als die Hälfte seiner Generation. Und die meisten davon trotz Arbeit. Deswegen braucht er sich also echt nicht kaputtmachen.
Ich finde ihn nicht so wählerisch. Die meisten Menschen machen im Prinzip das was sie wollten. Vielleicht war ihr Beruf oft nicht die erste oder zweite Wahl. Meist aber wenigstens die dritte oder vierte Wahl. Der TE hatte eben nicht so viel Glück. Deswegen muss er aber nicht alles machen.
Außerdem bringen die Berufe, die er nicht machen will, eh kaum Geld. Als Altenpfleger oder Handwerker reichts vielleicht für ne Woche Malle im Jahr. Dafür ist dann mit 50 sein körper verschlissen. Das hat sich dann gelohnt.

Malle ist eh scheiße 🙂, aber ich entscheide mich nicht wegen Geld gegen die Berufe, das will ich noch mal klarmachen. Ich gehöre zu den Leuten die sich auch als Vorstandvorsitzender eines DAX Konzern sich nicht wohl fühlen würden, ist auch nicht mein Ding.

Was rente angeht: Ich glaub nicht mehr an die Rente, das System ist kaputt, der Zug ist abgefahren.
Was mich aber nicht davon abhält das ich nen weg aus der orientierungslosigkeit will... es ist echt der Fall das ich keine brauchbaren alternativen zu den Berufen finde die mich interessieren. Und wie gesagt das was mich interessiert endet immer in einer Absage.
Das nächste Problem ist eben das mir Tätigkeiten spaß machen die im höchsten Maße technologisierbar sind.
 
Die meisten Menschen machen im Prinzip das was sie wollten

Gebe Dir vollkommen Recht. Kann ich nur unterschreiben. Ich mache auch, was ich will. Der Clou an der Geschichte ist, ich wußte es als ich mein Studium angefangen habe, was ich mal machen will. Ich habe dafür gelernt, ich habe es selbst finanziert, ich habe es trotz psychischer Probleme durchgehalten.

Wählerisch bin ich auch, kann ich auch, denn ich habe ja auch was zu bieten, so daß der Gegenüber auch wählerisch sein darf. Gleiches Recht für alle, oder? Wenn der TE wählerisch ist, warum sollte ein potentielle AG, der Verantwortung noch für andere Mitarbeiter hat und das Risiko trägt, nicht auch wählerisch sein? Wenn ich die Wahl zwischen "Irgendeinem Nick" und jmd, der motiviert, lösungsorientiert, wachsam und lernbereit ist, warum sollte ich den zweiten Bewerber mit den Eigenschaften nicht nehmen?

Es sagt sich so leicht: mir reicht ein Sacharbeiterjob mit wenig Geld. Was ist das für eine entwürdigende Einstellung Sacharbeiter gegenüber, die eine Ausbildung durchgestanden haben, im Berufsleben ihre Frau und ihren Mann stehen, sich mit Kunden oder AG herumschlagen müssen...da mußt DU erstmal hinkommen. Nicht mal das bekommst Du geschenkt.

"Bringt nix"...nee, Irgendein Nick, stimmt....hast Du richtig erkannt: im Leben wird Dir nix gebracht...Du selbst mußt Dich schon aufraffen und holen, was Du brauchst. CAVE: Denke daran, daß die AG auch sich nur -genauso wie Du- die Rosinen rauspicken wollen. Wie Du siehst, Du stehst mit Deiner Einstellung nicht alleine da. Die Frage ist nur: Was hast Du getan, um auch was zu bieten? Oder: zu was bist Du bereit zu tun, um aus Deiner Lage herauszukommen.

Rente:

Ich glaub nicht mehr an die Rente, das System ist kaputt, der Zug ist abgefahren.

Stimmt, Adele. Deswegen ist es auch wichtig, daß man sich zusätzlich irgendwie absichert. Der AG ist verpflichtet irgendetwas anzubieten. Ich selbst habe noch privat zusätzlich laufen. Viel kommt da nicht rum, aber immerhin etwas.

Aber deswegen sagen, ich tue nix mehr, bringt nix...na ja...Irgendeinnick, darf ich Dich daran erinnern, daß Dein zukünftiges Harzt 4 eben von der arbeitenden Bevölkerung kommt?

Ich will nicht Harzt4 schmälern. Jeder kann in diese Situation kommen und wir alle können froh sein, daß wir darauf zugreifen können - IM NOTFALL. Eigentlich bist Du kein Notfall: Du hast ein gutes Abitur und hättest schon längst den Führerschein machen können. By the way: ich habe nie meinen Führerschein für einen Job benötigt und ich während des gesamten Studium gejobbt. Ich kann mich auch nicht einmal erinnern, daß man mich jemals gefragt hat.

Das nächste Problem ist eben das mir Tätigkeiten spaß machen die im höchsten Maße technologisierbar sind.


Wenn Dir das wirklich Spaß macht, denn ist das kein Problem sondern eine willkommene Herausforderung im Leben, die man knacken will.

Spaß? Hat Dir niemand den Zahn gezogen? Arbeit macht nicht nur Spaß, Arbeit ist zeitweise anstrengend, egal, ob Sacharbeiterposition, egal ob Homeoffice, egal mit welchem Gehalt...Arbeit ist manchmal sehr unangenehm. Arbeit macht nicht immer Spaß, Arbeit macht allerdings durchaus Sinn, wenn man zum Bäcker geht und seine Brötchen kaufen will oder sein CD im Musikgeschäft oder zum Arzt geht. Deswegen geht man arbeiten, damit das gesellschaftliche Leben funktioniert. Egal, ob man als Reinigskraft arbeitet oder als Manager

Leg Dich hin, geh schlafen...bringt alles nix bei Dir.😉

Kolya
 
Meinst du wirklich, dass du jetzt noch so wählerisch sein kannst?
Mache Praktika in den Berufen, die für dich in Frage kommen und zeige den Unternehmen in dieser Zeit, dass du als Azubi geeignet wärst. Andere Chancen hast du vermutlich nicht. Junge Leute sind halt eher gefragt, allein, weil sie aktuelle Kenntnisse mitbringen, besonders was PCs angeht und deren Lebenslauf bedeutend besser aussieht und da nicht auf gut Deutsch drin steht, dass sie keinen Bock haben, bisher nicht wirklich was auf die Reihe gebracht haben und dazu noch wählerisch sind. Den Lebenslauf aufbessern wäre da dringend nötig, aber das willst du ja nicht.
Wenn du keine Praktika machen willst, dann wirst du wohl doch mal in Berufen arbeiten müssen in denen du eigentlich nicht arbeiten willst, damit dein Lebenslauf wenigstens nicht mehr ganz so schlimm aussieht, von der quasi nicht vorhandenen Rente mal ganz zu schweigen. Die Altersarmut winkt ja jetzt schon viel zu vielen Menschen, selbst wenn sie ihr Leben lang gearbeitet haben.
Pflege ist sicherlich nicht für jeden etwas, das Handwerk auch nicht. Aber du kannst dich nicht darauf ausruhen, dass dir alles zu langweilig ist, erst recht nicht wenn dir die Zeit davon rennt. Stell dir vor, es gibt auch andere Menschen die sich langweilen. Ich weiß wie anstrengend das ist, wenn die Jobs und die Schule einen einfach nur unterfordern und man dran sitzt und hofft, dass endlich mal was schwierigeres, anspruchsvolleres kommt. Lediglich das Zeitmanagement ist kompliziert. Ich bin derzeit auch in der Pflege. Toll ist das sicherlich nicht. Aber da heißt es dann auch mal Zähne zusammen beißen.
Tu was, probiere aus. Praktika schauen zumindest besser aus als gar nichts und zeigen, dass man sich bemüht hat. Arbeitszeugnisse bzw. Praktikumsbewertungen nicht vergessen.
Zum Thema Minijobs: Die sind ja wohl wirklich nicht schwer zu finden. Vielleicht nicht in deinem Traumberuf, aber da wären wir wieder beim Anfang. Wer nicht will, der hat schon. Aber dann viel Spaß in der Altersarmut.
Dein Hauptproblem ist nicht die Langeweile, sondern, dass du viel zu hohe Ansprüche für deine bisherige Leistung hast.
 
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