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Organspende

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Kinder bräuchten Kinderorgane.

(Ich finde es ziemlich merkwürdig, Menschen, die kein Ersatzteillager werden möchten, als egoistisch und kaltherzig abzuurteilen. Das sagt etwas über deinen emotionalen Status zum Thema, jedoch hilft es in der Diskussion nicht weiter. Warum muss man immer gleich die Moralkeule rausholen? 😕)
 

Hallo Gelöscht 79650,

schau mal hier: Organspende. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ein hirntoter Mensch kann nicht mehr ins Leben zurueckgeholt werden. Deswegen ist er aber noch nicht tot. Biologisch tot ist ein Mensch erst mehrere Stunden nach dem Hirntod. Ein Mensch, der hirntot ist, befindet sich noch im Sterbeprozess. Der Abschluss des Sterbeprozesses wird durch kuenstliche Beatmung und Behandlung wie ein Lebender unterbrochen.

... oder verlängert? Das sollte jeder nach seinen persönlichen Vorstellungen bewerten.

Man sollte nicht nur Respekt vor dem Lebensanfang und dem Leben haben, sondern auch vor dem gesamten Sterbeprozess. Deswegen sollte eigentlich keine andere Person ueber die Organe eines Sterbenden entscheiden duerfen, nur er selbst.

Danke.

Und deswegen ist es wichtig, dass man seine Einstellung dazu dokumentiert.
 
Was ältere Leute machen ist mir nicht so wichtig, aber Kinder einfach sterben lassen, wäre mein Ding nun absolut nicht.
Ich mag Kinder sehr gern. Gleichwohl ist das Leben eines Kindes nicht mehr wert als das Leben eines erwachsenen oder alten Menschen. Da macht die Rechtsordnung keinen Unterschied. Und das ist auch richtig so. Wenn jemand wirklich hirntot ist, egal, wie alt er ist, dann ist er tot und wird nie wieder zum Leben erweckt werden können.
 
Ich frage mal: Nach wieviel Jahren zaehlt eine Transplantation als Erfolg? Wie sieht die Erfolgs- / Misserfolgsstatistik aus?
Bekommt jemand ein neues Organ, ueberlebt man eine gewisse Zeit. Die Gefahr, dass das Organ abgestossen wird, verfolgt einen den Rest seines Lebens, evtl. muss mehrmals ein neues Organ gefunden und ausgewechselt werden. Damit es nicht abgestossen wird, muss medikamentoes die Immunabwehr so stark herabgesetzt werden, dass es eine signifikant erhoehte Krebsgefahr gibt. Man steht lebenslang unter aerztlicher Kontrolle mit allen moeglichen Folgeschaeden bei schaedigenden radiologischen Untersuchungen und lebenslanger Gabe starker Medikamente, so dass es zu anderen / weiteren schwerwiegenden Erkrankungen kommen kann.

Mikenull, das Problem ist, dass die meisten Spender zu alt sind, um gesunde, ungeschaedigte Organe abzugeben. Die meisten gut verwendbaren Spenderorgane kommen von jungen Unfallopfer. Wie zynisch, da nur die Empfaenger im Blick zu haben.

Ein Kind, das gerade ueberfahren wurde, ist der ideale Organspender, nicht der alte oder kranke, gesundheitlich vorgesschaedigte Mensch. Von Interesse sind nicht nur Herz, Leber, Niere, Augen sondern auch Knorpel und Knochenteile. Kannst du dir auch nur annaehernd vorstellen, in was fuer einen Konflikt eine betroffene Familie in dieser Ausnahmesituation geraet? Was fuer ein psychischer Druck auf ihnen lastet? Da wird ihr in einem Moment, in dem sich das eigene Kind im Sterbeprozess befindet, gesagt, dass viele Menschen / ja, Kinder (!) weiterleben duerfen, wenn man dies und das und jenes ihrem eigenen Kind entnehmen darf.

Es ist nicht nur die Sache des Empfangens eines Organs, es ist auch das Geben und der Umgang mit dem gebenden Sterbenden und seiner Familie, das Familienangehoerige nicht zur Ruhe kommen laesst. Hast du schon mal gehoert, in welchem unmenschlichen Zustand diese ausgeweideten Koerper den Angehoerigen zurueckgegeben werden? Wie Restmuell. Da kann gut und gern noch OP-Material am Koerper stecken. Eine Schande.
 
Zitat:

Ich mag Kinder sehr gern. Gleichwohl ist das Leben eines Kindes nicht mehr wert als das Leben eines erwachsenen oder alten Menschen. Da macht die Rechtsordnung keinen Unterschied. Und das ist auch richtig so. Wenn jemand wirklich hirntot ist, egal, wie alt er ist, dann ist er tot und wird nie wieder zum Leben erweckt werden können.
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Nicht die Rechtsordnung - aber die Moral.
Aber wie gesagt, mir wird so vieles klar und ich friere...

Und Finnie: Zu den Fragen die Du stellst, gibt es das Internet, in dem man sich schlaumachen kann.
 
....wir sind medizintechnisch so weit, dass schwere Behinderungen und auch genetische Fehler bereits vor der Geburt festgestellt werden können, wo bleibt die Frage der Ethik bewußt ein schwerkrankes Kind zu bekommen?

Leben um jeden Preis?

Vielen Kindern kann heute durch Stammzellen-spenden, Lebend-spenden durch Teile einer Leber oder durch moderne Operationstechniken das Leben gerettet werden. Das ist auch gut so.

Kranke Kinder aber als Werbeobjekte zu missbrauchen um die Organspende zur Pflicht zu erklären ist pervers.

Der sogenannte Hirntot ist nur eine festgelegte Regel. Ob das wirklich so ist, wissen wir nicht. Berichte über aufgegebene Menschen die wieder erwachten gibt es häufig. Ebenso häufig gibt es die Skandale das "potientiellen "
Spendern unerlaubte Medikamente vor der Feststellung des Hirntodes gegeben wurden.

Nicht alles was möglich ist, müssen Ärzte umsetzten .... 350 gr. Frühchen müssen nicht mit x-fach Behinderungen mit allen medizinischen Möglichkeiten am Leben erhalten werden.

Gerade jetzt mit dem Fortschreiten der Genetik müssen die Grenzen der Ethik neu überdacht werden. Farnmausi
 
Ich habe mich nicht für eine oder andere Lösung ausgesprochen. Auch ob ich spenden will oder nicht geht völlig am Thema vorbei.
 
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