Also, um etwas klarzustellen: ich würde nie meine Erfahrung zum Hauptthema der Beziehung machen bzw. erwarten, dass sich mir der Mann in allen Belangen anpasst. Er soll auch nicht mein Therapeut sein. Dafür gehe ich in Therapie und ich arbeite an mir.
Mit mir kann man auch Spaß haben, man kann mit mir ausgehen, ich bin spontan und lerne gerne neue Leute kennen und ich habe immer etwas interessantes zu erzählen. Ich bin nicht NUR diese Erfahrung und habe seit ich in Therapie bin, wirklich Fortschritte gemacht. Ich habe mittlerweile auch wirklich gute männliche Freunde, diese Freundschaften habe ich mir sehr hart erkämpft und ich denke bei ihnen selten daran, dass die mir etwas tun könnten, aber dafür ist auch ein gewisser, wichtiger Abstand von Bedeutung und das respektieren sie. Klar, das sind jetzt "nur" Freundschaften, was das angeht, aber ich denke manchmal, dass wenn ich einen Mann länger kenne und ihm vertraue, ich auch ganz anders mit ihm zusammenwachse und meine Ängste nicht gleich bleiben könnten. Man spielt sich ja vielleicht mit der Zeit auch in dieser Hinsicht aufeinander ein und lernt sich besser kennen.
Es ist einfach nur so, dass am Anfang vieles nicht so einfach geht und ich mehr Zeit brauche, um Vertrauen zu fassen und dass mir meine Grenzen noch wichtiger sind, als wahrscheinlich anderen Frauen. Das bedeutet aber nicht, dass ich auch langfristig den Sex verweigern werde. Ganz im Gegenteil, aber ich kann einfach nicht nach der ersten Zeit sofort mit jemanden ins Bett gehen. Ich weiß auch nicht, ob das so mega ungewöhnlich ist, denn ich kenne mehrere Frauen ohne traumatische Erfahrungen, die am Anfang einer Beziehung nicht gleich auf 100% gehen und denen es wichtig ist, sich körperlich schrittweise anzunähern.
Ich weiß nicht, ob meine Geschichte wirklich so ein riesen Problem für einen Mann darstellen könnte und ob es sinnlos ist, sich das alles zu fragen, weil es nie zu einer vertrauensvolleren und längeren Beziehung kommt. Wir sind ja leider schon zum Teil eine "Plastik-Gesellschaft" in der vieles oberflächlich abläuft oder man keinen Nerv für Probleme oder Schwierigkeiten hat. Und phasenweise, eigentlich meistens, komme ich mir selbst ziemlich unbrauchbar vor, weil ich einfach Angst habe, dass mich das alles zerstört hat.
Nein Findefuchs mach das bitte nicht, es würde Dir nicht guttun. Glaub mir das einfach, ich hatte und habe immernoch Sex mit wildfremden Männern. Es ist als ob die Vergewaltigung immer und immer wieder geschieht, mit allen drum und dran. Vielleicht melde ich mich bei Dir mal per PN, wenn Du das möchtest und ich den Mut aufbringe.
Lieber Gast, es wäre schön, wenn du dich bei mir per PN melden könntest. Aber auch nur, wenn dir das nicht zu viele Probleme bereitet.
@ BAM
Danke für deine lieben und ehrlichen Worte. Es hat mich gefreut, wieder von dir zu lesen. Und ja, deine Geschichte baut mich auch ein wenig auf.
@ Mittendurch
Ich werde später auf deinen Beitrag antworten. Du hast dir so viel Mühe damit gegeben, da möchte ich auch etwas ausführlicher darauf eingehen, besonders auf deine Fragen.