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Nur noch Angst und Depressionen

Ja, das sind alles wichtige Punkte. Vielleicht hätte es keinen Sinn darüber zu trauern, aber ich bin so wie ich bin, kann es sowieso nicht abschalten, und selbst wenn, ein "normales" Leben zu führen hätte genauso wenig Sinn. Hauptsache es wird nach dem Tod besser. Ja, das ist Sinnloses leiden. Aber das gibt es überall auf der Welt bis ins schier unendliche.

Ist diese Welt ein Ort zum lernen dann ist der Gott der diese Gesetze erst erschaffen hat jemand, der kein Problem damit hat unendliches Leid zu verursachen. Mit Güte und Liebe hat das nichts zutun. Und wie schon erwähnt, was lernt ein krankes Neugeborenes aus purem Leid und kurzzeitigen Tod?

Was die "bösen" Seelen angeht, muss man erstmal verstehen dass sie nur so handeln wie sie es tun weil die Natur es ihnen so vorgibt. Es gibt keinen freien Willen in kranken Gehirnen die durch naturgegebenen genetischen Anlagen schlimme Dinge tun. Und nicht jeder soll sich den Himmel teilen, sondern jeder sollte seinen eigenen, persönlichen Himmel bekommen.

Nebenbei: diese Form von Himmel ist mir zu einsam. Für mich klingt das schrecklich, immer allein, nur mit Wünschen und Schatten als Gesellschaft.

Da ziehe ich unsere unvollkommene Erde und die Gesellschaft von Menschen die ich liebe, diesem 'Himmel" allemal vor.
 
Wenn es keinen freien Willen gibt, warum ist es dann deiner Meinung nach schlimmer, wenn Unschuldige leiden bzw. wie kann es dann einen Unterschied geben zwischen Schuld und Unschuld?

Ich glaube nicht an Determinismus,

Ich bin auch noch niemals jemandem begegnet, der wirklich daran geglaubt hätte.
Alles was passiert hat eine Ursache. Kein Lebewesen auf dieser Erde hat Schuld an irgendwas. Wenn du einen Roboter programmieren würdest, der Menschen umbringt, ist der Roboter Schuld oder Du? Der Programmierer hat immer die Schuld, nicht die Maschine. Wir sind biologische Maschinen. Die Natur ist der Programmierer, ob es nun das Universum war oder Gott. Das wissen wir nicht. Für mich ist auf jeden Fall klar, kein Leben ist Schuld am Leben zu sein, und seiner Programmierung zu folgen, über die er keine Macht hat. Das ist meine Sicht auf die Dinge. Du kannst gerne an etwas anderes glauben.
 
Nebenbei: diese Form von Himmel ist mir zu einsam. Für mich klingt das schrecklich, immer allein, nur mit Wünschen und Schatten als Gesellschaft.

Da ziehe ich unsere unvollkommene Erde und die Gesellschaft von Menschen die ich liebe, diesem 'Himmel" allemal vor.
Einzig die Familie und geliebte Wesen sind wichtig im Himmel. Es brauchen keine unendlich viele Seelen im Himmel individuell zu existieren um sich nicht einsam zu fühlen. Vielen Menschen reicht schon ihr geliebtes Haustier. Am Ende ist es sowieso nicht möglich zu wissen ob dein Bewusstsein das einzige im Universum ist oder nicht. Das einzige was man weiss ist das man selbst existiert. Vielleicht existierst nur du und alle anderen sind nur Traumkonstrukte. Trotz dieser Möglichkeit ist die Illusion so realistisch das es ausreicht. Wenn es hier ausreicht, dann auch im Himmel.
 
Jeder Mensch ist jeden Augenblick sein eigener Programmierer. 😎
Jeder Moment ist eine Entscheidung, denke ich das was mir guttut oder das oder was mir schadet.
Wenn dich dieser Gedanke beruhigt dann ist doch alles gut. Ich aber denke der freie Wille ist eine Illusion. Man kann frei tun was man will. Aber man kann nicht frei wollen was man will. Das bestimmt die Natur.
 
Ja, die gerissene Antilope gibt die ersehnte Lebensenergie für das Raubtier. Aber genauso kann man argumentieren: das schreckliche Schicksal der Maus ist die spassige Unterhaltung der Katze. Und die Suizidgefährdeten Sklaven ermöglichen den Sklaventreibern ein Leben in Luxus. Mir ist klar dass das Leid der einen die Freude des anderen ist in dieser Welt. Aber das macht nichts besser, sondern unterstreicht nur den kranken Wahnsinn dieses Universums. Diese Realität ist es, die mich zerstört, und ich verstehe nicht wie Menschen in so einer Welt normal leben können.

Also da muss man jetzt einiges differenzieren. Der Schritt zur "heterotrophen Ernährung" den Du meinst ist eine schreckliche Sache und schwere Hypothek. Doch passt auf unsere Heterotrophie weder "kranker Wahnsinn" noch ist es ein Wiedergeburtsthema sondern eine evolutionäre Entwicklung ohne die wir Algen geblieben wären. Die Entdeckung, dass man durch den Verzehr eines anderen Lebewesens auf einen Schlag alle benötigten organischen Verbindungen in sich aufnimmt ist schrecklich aber schön schrecklich. Nur so konnten die Antilope und der Gepard entstehen. Auch die Antilope verzehrt komplette plfanzliche Organismen und Veganer ebenso. Das sind doch wunderbare Geschöpfe und kein "kranker Wahnsinn".

Wie komplex dieses scheinbar nur grausame Gefüge tatsächlich ist, hat Konrad Lorenz am Beispiel eines alten Elches veranschaulicht. Ohne den Wolf würde ein alter Elch elends an seinem abgekauten Gebiss voller Zahnfisteln zugrunde gehen. Unter größten Schmerzen kauend bis es überhaupt nicht mehr geht. Der Wolf ist sein Erlöser, nicht sein Feind. Man tut ihm also keinen Gefallen indem man den Wolf ausrottet. Den der Jäger mag ein ehrbarer Vertreter seiner Zunft sein also ein Heger, aber er hat dieses Gespür des Wolfes nicht und kann seine Dienste nicht ersetzen.

Nun zu Deinem Gedankensprung zur Sklaverei: irgendwo aufgeschnappt, dass nach neuesten Erkenntnissen jene Sklaven die die ägyptischen Pyramiden errichteten Gewerkschaften und Altersvorsorge hatten.

Von den Osmanen versklavt konnte man zum Großwesir aufsteigen und die prächtigen Sultane von (Alt-)Delhi bezeichnet man sogar als "Sklavendynastie".

Das sollte hier kein "alles ist anders" Beitrag sein. Alles was Dich grämt ist wahr. Wenn der römische Pater familias ein Kind nicht anerkannte wurde es lebend auf den Mist geworfen. All das ist auf entsetzliche Weise wahr. Da sind sie dann furchtbar gestorben und doch gab es immer Menschen, die nach ihnen Ausschau hielten und "Mistgeborene" die den Cursus honorum absolvierten.

Im Universum überwiegt kein Lovecraft'scher kranker Wahnsinn aber das Chaos und wir sind es, die in dieses Chaos hinein Sinn stiften können. Wir sind sehr wohl von unseren Umständen abhängig. Mit dem richtigen Motivationsvideo vom gspritzten Leistungsquatscher könnten wir alles werden is a Bledsinn. Aber egal wie unsere Umstände beschaffen sind, wir können sie gestalten. Uns selbst gestalten ist zu wenig. Auch wenn es an allen Ecken und Enden im Sinne des Konsumfaschismus gepredigt wird, wäre das ein sehr kleines Leben. In unserer letzten Stunde wären wir gewiss sehr traurig, wenn unser ganzes Leben sich nur um unsere Selbstoptimierung gedreht hätte. Wir können und sollen das da draußen gestalten. Ich wünsche Dir, dass Du diese Möglichkeit an Dir erkennst und in kleinen Schritten versuchst, Deine wahre Macht umzusetzen, nämlich Dinge da draußen zu ändern und Sinn zu stiften. Der ja nie uns selber liegt. In uns gibt es keinen Sinn zu finden. Nur außerhalb unseres Selbst. Bestimmt hast Du ältere Angehörige die seit Jahren die Fotoschachtel nicht vom Kasten nehmen und abstauben können. Soviele Menschen und Tiere warten auf Deine Hilfe. So naiv das immer klingt, auch mit einem Lächeln an der Kasse stiftest Du schon Sinn in den grauen Alltag hinein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also da muss man jetzt einiges differenzieren. Der Schritt zur "heterotrophen Ernährung" den Du meinst ist eine schreckliche Sache und schwere Hypothek. Doch passt auf unsere Heterotrophie weder "kranker Wahnsinn" noch ist es ein Wiedergeburtsthema sondern eine evolutionäre Entwicklung ohne die wir Algen geblieben wären. Die Entdeckung, dass man durch den Verzehr eines anderen Lebewesens auf einen Schlag alle benötigten organischen Verbindungen in sich aufnimmt ist schrecklich aber schön schrecklich. Nur so konnten die Antilope und der Gepard entstehen. Auch die Antilope verzehrt komplette plfanzliche Organismen und Veganer ebenso. Das sind doch wunderbare Geschöpfe und kein "kranker Wahnsinn".

Wie komplex dieses scheinbar nur grausame Gefüge tatsächlich ist, hat Konrad Lorenz am Beispiel eines alten Elches veranschaulicht. Ohne den Wolf würde ein alter Elch elends an seinem abgekauten Gebiss voller Zahnfisteln zugrunde gehen. Unter größten Schmerzen kauend bis es überhaupt nicht mehr geht. Der Wolf ist sein Erlöser, nicht sein Feind. Man tut ihm also keinen Gefallen indem man den Wolf ausrottet. Den der Jäger mag ein ehrbarer Vertreter seiner Zunft sein also ein Heger, aber er hat dieses Gespür des Wolfes nicht und kann seine Dienste nicht ersetzen.

Nun zu Deinem Gedankensprung zur Sklaverei: irgendwo aufgeschnappt, dass nach neuesten Erkenntnissen jene Sklaven die die ägyptischen Pyramiden errichteten Gewerkschaften und Altersvorsorge hatten.

Von den Osmanen versklavt konnte man zum Großwesir aufsteigen und die prächtigen Sultane von (Alt-)Delhi bezeichnet man sogar als "Sklavendynastie".

Das sollte hier kein "alles ist anders" Beitrag sein. Alles was Dich grämt ist wahr. Wenn der römische Pater familias ein Kind nicht anerkannte wurde es lebend auf den Mist geworfen. All das ist auf entsetzliche Weise wahr. Da sind sie dann furchtbar gestorben und doch gab es immer Menschen, die nach ihnen Ausschau hielten und "Mistgeborene" die den Cursus honorum absolvierten.

Im Universum überwiegt kein Lovecraft'scher kranker Wahnsinn aber das Chaos und wir sind es, die in dieses Chaos hinein Sinn stiften können. Wir sind sehr wohl von unseren Umständen abhängig. Mit dem richtigen Motivationsvideo vom gspritzten Leistungsquatscher könnten wir alles werden is a Bledsinn. Aber egal wie unsere Umstände beschaffen sind, wir können sie gestalten. Uns selbst gestalten ist zu wenig. Auch wenn es an allen Ecken und Enden im Sinne des Konsumfaschismus gepredigt wird, wäre das ein sehr kleines Leben. In unserer letzten Stunde wären wir gewiss sehr traurig, wenn unser ganzes Leben sich nur um unsere Selbstoptimierung gedreht hätte. Wir können und sollen das da draußen gestalten. Ich wünsche Dir, dass Du diese Möglichkeit an Dir erkennst und in kleinen Schritten versuchst, Deine wahre Macht umzusetzen, nämlich Dinge da draußen zu ändern und Sinn zu stiften. Der ja nie uns selber liegt. In uns gibt es keinen Sinn zu finden. Nur außerhalb unseres Selbst. Bestimmt hast Du ältere Angehörige die seit Jahren die Fotoschachtel nicht vom Kasten nehmen und abstauben können. Soviele Menschen und Tiere warten auf Deine Hilfe. So naiv das immer klingt, auch mit einem Lächeln an der Kasse stiftest Du schon Sinn in den grauen Alltag hinein.
Danke für deine Worte. Die einzige Lösung ist das jeder seinen Himmel bekommt. Und das man seine Erinnerungen an seine geliebten Wesen niemals vergisst. Und das man sie wiedersieht. Alles andere wäre so schrecklich, man kann es sich nicht vorstellen.
 
Was mich ausserdem immer wieder in tiefste Trauer versetzt, ist dass ich all die schönsten Momente und Augenblicke meines Lebens nie wieder erleben kann. Es gibt so viele Momente die ich wieder erleben möchte. Ob nun mit meinen jetzigen Erinnerungen als Geist, oder wie zum ersten Mal. Dafür müsste man Zeit und Raum kontrollieren können. Wir sind so begrenzt als menschliche Wesen, wir können nur zusehen wie die Zeit und alles was wir lieben an uns vorbeizieht. Nichts von dem was uns wichtig ist können wir festhalten. Schon deshalb braucht es einen Himmel, in der man all diese Sachen machen kann. Ich habe mir diese Hoffnungslosigkeit die ich fast jede Sekunde spüre nicht ausgesucht. Sie ist einfach da, weil die Situation so traurig ist. Wie gesagt, das Leben ist das schönste, aber gleichzeitig das traurigste was es gibt.
 

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