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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Nur noch Angst und Depressionen

Wenn es keinen freien Willen gibt, warum ist es dann deiner Meinung nach schlimmer, wenn Unschuldige leiden bzw. wie kann es dann einen Unterschied geben zwischen Schuld und Unschuld?

Ich glaube nicht an Determinismus,

Ich bin auch noch niemals jemandem begegnet, der wirklich daran geglaubt hätte.
Alles was passiert hat eine Ursache. Kein Lebewesen auf dieser Erde hat Schuld an irgendwas. Wenn du einen Roboter programmieren würdest, der Menschen umbringt, ist der Roboter Schuld oder Du? Der Programmierer hat immer die Schuld, nicht die Maschine. Wir sind biologische Maschinen. Die Natur ist der Programmierer, ob es nun das Universum war oder Gott. Das wissen wir nicht. Für mich ist auf jeden Fall klar, kein Leben ist Schuld am Leben zu sein, und seiner Programmierung zu folgen, über die er keine Macht hat. Das ist meine Sicht auf die Dinge. Du kannst gerne an etwas anderes glauben.
 
Nebenbei: diese Form von Himmel ist mir zu einsam. Für mich klingt das schrecklich, immer allein, nur mit Wünschen und Schatten als Gesellschaft.

Da ziehe ich unsere unvollkommene Erde und die Gesellschaft von Menschen die ich liebe, diesem 'Himmel" allemal vor.
Einzig die Familie und geliebte Wesen sind wichtig im Himmel. Es brauchen keine unendlich viele Seelen im Himmel individuell zu existieren um sich nicht einsam zu fühlen. Vielen Menschen reicht schon ihr geliebtes Haustier. Am Ende ist es sowieso nicht möglich zu wissen ob dein Bewusstsein das einzige im Universum ist oder nicht. Das einzige was man weiss ist das man selbst existiert. Vielleicht existierst nur du und alle anderen sind nur Traumkonstrukte. Trotz dieser Möglichkeit ist die Illusion so realistisch das es ausreicht. Wenn es hier ausreicht, dann auch im Himmel.
 
Jeder Mensch ist jeden Augenblick sein eigener Programmierer. 😎
Jeder Moment ist eine Entscheidung, denke ich das was mir guttut oder das oder was mir schadet.
Wenn dich dieser Gedanke beruhigt dann ist doch alles gut. Ich aber denke der freie Wille ist eine Illusion. Man kann frei tun was man will. Aber man kann nicht frei wollen was man will. Das bestimmt die Natur.
 
Ja, die gerissene Antilope gibt die ersehnte Lebensenergie für das Raubtier. Aber genauso kann man argumentieren: das schreckliche Schicksal der Maus ist die spassige Unterhaltung der Katze. Und die Suizidgefährdeten Sklaven ermöglichen den Sklaventreibern ein Leben in Luxus. Mir ist klar dass das Leid der einen die Freude des anderen ist in dieser Welt. Aber das macht nichts besser, sondern unterstreicht nur den kranken Wahnsinn dieses Universums. Diese Realität ist es, die mich zerstört, und ich verstehe nicht wie Menschen in so einer Welt normal leben können.

Also da muss man jetzt einiges differenzieren. Der Schritt zur "heterotrophen Ernährung" den Du meinst ist eine schreckliche Sache und schwere Hypothek. Doch passt auf unsere Heterotrophie weder "kranker Wahnsinn" noch ist es ein Wiedergeburtsthema sondern eine evolutionäre Entwicklung ohne die wir Algen geblieben wären. Die Entdeckung, dass man durch den Verzehr eines anderen Lebewesens auf einen Schlag alle benötigten organischen Verbindungen in sich aufnimmt ist schrecklich aber schön schrecklich. Nur so konnten die Antilope und der Gepard entstehen. Auch die Antilope verzehrt komplette plfanzliche Organismen und Veganer ebenso. Das sind doch wunderbare Geschöpfe und kein "kranker Wahnsinn".

Wie komplex dieses scheinbar nur grausame Gefüge tatsächlich ist, hat Konrad Lorenz am Beispiel eines alten Elches veranschaulicht. Ohne den Wolf würde ein alter Elch elends an seinem abgekauten Gebiss voller Zahnfisteln zugrunde gehen. Unter größten Schmerzen kauend bis es überhaupt nicht mehr geht. Der Wolf ist sein Erlöser, nicht sein Feind. Man tut ihm also keinen Gefallen indem man den Wolf ausrottet. Den der Jäger mag ein ehrbarer Vertreter seiner Zunft sein also ein Heger, aber er hat dieses Gespür des Wolfes nicht und kann seine Dienste nicht ersetzen.

Nun zu Deinem Gedankensprung zur Sklaverei: irgendwo aufgeschnappt, dass nach neuesten Erkenntnissen jene Sklaven die die ägyptischen Pyramiden errichteten Gewerkschaften und Altersvorsorge hatten.

Von den Osmanen versklavt konnte man zum Großwesir aufsteigen und die prächtigen Sultane von (Alt-)Delhi bezeichnet man sogar als "Sklavendynastie".

Das sollte hier kein "alles ist anders" Beitrag sein. Alles was Dich grämt ist wahr. Wenn der römische Pater familias ein Kind nicht anerkannte wurde es lebend auf den Mist geworfen. All das ist auf entsetzliche Weise wahr. Da sind sie dann furchtbar gestorben und doch gab es immer Menschen, die nach ihnen Ausschau hielten und "Mistgeborene" die den Cursus honorum absolvierten.

Im Universum überwiegt kein Lovecraft'scher kranker Wahnsinn aber das Chaos und wir sind es, die in dieses Chaos hinein Sinn stiften können. Wir sind sehr wohl von unseren Umständen abhängig. Mit dem richtigen Motivationsvideo vom gspritzten Leistungsquatscher könnten wir alles werden is a Bledsinn. Aber egal wie unsere Umstände beschaffen sind, wir können sie gestalten. Uns selbst gestalten ist zu wenig. Auch wenn es an allen Ecken und Enden im Sinne des Konsumfaschismus gepredigt wird, wäre das ein sehr kleines Leben. In unserer letzten Stunde wären wir gewiss sehr traurig, wenn unser ganzes Leben sich nur um unsere Selbstoptimierung gedreht hätte. Wir können und sollen das da draußen gestalten. Ich wünsche Dir, dass Du diese Möglichkeit an Dir erkennst und in kleinen Schritten versuchst, Deine wahre Macht umzusetzen, nämlich Dinge da draußen zu ändern und Sinn zu stiften. Der ja nie uns selber liegt. In uns gibt es keinen Sinn zu finden. Nur außerhalb unseres Selbst. Bestimmt hast Du ältere Angehörige die seit Jahren die Fotoschachtel nicht vom Kasten nehmen und abstauben können. Soviele Menschen und Tiere warten auf Deine Hilfe. So naiv das immer klingt, auch mit einem Lächeln an der Kasse stiftest Du schon Sinn in den grauen Alltag hinein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also da muss man jetzt einiges differenzieren. Der Schritt zur "heterotrophen Ernährung" den Du meinst ist eine schreckliche Sache und schwere Hypothek. Doch passt auf unsere Heterotrophie weder "kranker Wahnsinn" noch ist es ein Wiedergeburtsthema sondern eine evolutionäre Entwicklung ohne die wir Algen geblieben wären. Die Entdeckung, dass man durch den Verzehr eines anderen Lebewesens auf einen Schlag alle benötigten organischen Verbindungen in sich aufnimmt ist schrecklich aber schön schrecklich. Nur so konnten die Antilope und der Gepard entstehen. Auch die Antilope verzehrt komplette plfanzliche Organismen und Veganer ebenso. Das sind doch wunderbare Geschöpfe und kein "kranker Wahnsinn".

Wie komplex dieses scheinbar nur grausame Gefüge tatsächlich ist, hat Konrad Lorenz am Beispiel eines alten Elches veranschaulicht. Ohne den Wolf würde ein alter Elch elends an seinem abgekauten Gebiss voller Zahnfisteln zugrunde gehen. Unter größten Schmerzen kauend bis es überhaupt nicht mehr geht. Der Wolf ist sein Erlöser, nicht sein Feind. Man tut ihm also keinen Gefallen indem man den Wolf ausrottet. Den der Jäger mag ein ehrbarer Vertreter seiner Zunft sein also ein Heger, aber er hat dieses Gespür des Wolfes nicht und kann seine Dienste nicht ersetzen.

Nun zu Deinem Gedankensprung zur Sklaverei: irgendwo aufgeschnappt, dass nach neuesten Erkenntnissen jene Sklaven die die ägyptischen Pyramiden errichteten Gewerkschaften und Altersvorsorge hatten.

Von den Osmanen versklavt konnte man zum Großwesir aufsteigen und die prächtigen Sultane von (Alt-)Delhi bezeichnet man sogar als "Sklavendynastie".

Das sollte hier kein "alles ist anders" Beitrag sein. Alles was Dich grämt ist wahr. Wenn der römische Pater familias ein Kind nicht anerkannte wurde es lebend auf den Mist geworfen. All das ist auf entsetzliche Weise wahr. Da sind sie dann furchtbar gestorben und doch gab es immer Menschen, die nach ihnen Ausschau hielten und "Mistgeborene" die den Cursus honorum absolvierten.

Im Universum überwiegt kein Lovecraft'scher kranker Wahnsinn aber das Chaos und wir sind es, die in dieses Chaos hinein Sinn stiften können. Wir sind sehr wohl von unseren Umständen abhängig. Mit dem richtigen Motivationsvideo vom gspritzten Leistungsquatscher könnten wir alles werden is a Bledsinn. Aber egal wie unsere Umstände beschaffen sind, wir können sie gestalten. Uns selbst gestalten ist zu wenig. Auch wenn es an allen Ecken und Enden im Sinne des Konsumfaschismus gepredigt wird, wäre das ein sehr kleines Leben. In unserer letzten Stunde wären wir gewiss sehr traurig, wenn unser ganzes Leben sich nur um unsere Selbstoptimierung gedreht hätte. Wir können und sollen das da draußen gestalten. Ich wünsche Dir, dass Du diese Möglichkeit an Dir erkennst und in kleinen Schritten versuchst, Deine wahre Macht umzusetzen, nämlich Dinge da draußen zu ändern und Sinn zu stiften. Der ja nie uns selber liegt. In uns gibt es keinen Sinn zu finden. Nur außerhalb unseres Selbst. Bestimmt hast Du ältere Angehörige die seit Jahren die Fotoschachtel nicht vom Kasten nehmen und abstauben können. Soviele Menschen und Tiere warten auf Deine Hilfe. So naiv das immer klingt, auch mit einem Lächeln an der Kasse stiftest Du schon Sinn in den grauen Alltag hinein.
Danke für deine Worte. Die einzige Lösung ist das jeder seinen Himmel bekommt. Und das man seine Erinnerungen an seine geliebten Wesen niemals vergisst. Und das man sie wiedersieht. Alles andere wäre so schrecklich, man kann es sich nicht vorstellen.
 
Was mich ausserdem immer wieder in tiefste Trauer versetzt, ist dass ich all die schönsten Momente und Augenblicke meines Lebens nie wieder erleben kann. Es gibt so viele Momente die ich wieder erleben möchte. Ob nun mit meinen jetzigen Erinnerungen als Geist, oder wie zum ersten Mal. Dafür müsste man Zeit und Raum kontrollieren können. Wir sind so begrenzt als menschliche Wesen, wir können nur zusehen wie die Zeit und alles was wir lieben an uns vorbeizieht. Nichts von dem was uns wichtig ist können wir festhalten. Schon deshalb braucht es einen Himmel, in der man all diese Sachen machen kann. Ich habe mir diese Hoffnungslosigkeit die ich fast jede Sekunde spüre nicht ausgesucht. Sie ist einfach da, weil die Situation so traurig ist. Wie gesagt, das Leben ist das schönste, aber gleichzeitig das traurigste was es gibt.
 
Es sieht nicht so aus als ob mein Therapeut mir wirklich helfen kann. Aber das war mir schon von vorne klar. Er ist auch nur ein Mensch. Ich versuche mich jeden Tag so weit es geht abzulenken, aber da man sich nicht jede Sekunde ablenken kann, bin ich den Rest des Tages nur tief traurig. Diese Hoffnungslosigkeit ist so stark, es gibt nichts was dagegen hilft. Der Therapeut sagt das es Hoffnung für mich gibt. Aber dann frage ich ihn, wo es die geben soll in einer Welt in der wir alle sterben müssen, und alles was wir lieben auch. In der es so viel unendliches Leid gibt. Er sagt ich soll auch an das positive denken, aber das versuche ich ja. Jedoch ist das negative in der Welt so enorm, dass das positive auch in tiefster Hoffnungslosigkeit existiert, denn auch das wird vergehen und sterben. Er sagt ich brauche Ziele. Aber die habe ich schon seit jahren nicht mehr. Sie sind alle unbedeutend für mich geworden, seit dem mir der Zustand der Welt wirklich bewusst ist. Als ich klein war, da wusste ich von all dem noch nichts oder konnte es nicht begreifen. Da lebte ich noch im hier und jetzt, da ich noch naiv war und all das schreckliche und traurige unendlich weit weg erschien. Ich warte nur noch in tiefster Traurigkeit auf das Paradies, obwohl ich weiss das es naives Wunschdenken ist. Nur noch ein Gott könnte mir Hoffnung geben. Aber da ich nicht religiös bin und an diese Art von Götter glauben kann, fühlt sich auch dies hoffnungslos an.
 

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