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Nur Frust im Job, wie weitermachen?

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich wende mich an euch, weil ich seit längeren schon Probleme, auch gesundheitsbedingt, im Job habe.

Vorgeschichte:

2011 habe ich eine Ausbildung zum Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik angefangen, es zeigte sich schon während der Ausbildung, dass ich körperlich nicht für Bautätigkeiten geeignet bin, gerade da keine Höhentauglichkeit vorliegt. Die Lehre habe ich allerdings dann noch mit sehr gutem Abschluss 2014 bestanden.
Diesen Beruf werde ich nie ausführen können, da ich schlichtweg körperlich zu schwach bin und eine Stauballergie aufweise.

Im Anschluss wollte ich die BOS besuchen, dies scheiterte jedoch, da mir Unterhaltszahlungen verweigert wurden.

Im April 2015 habe ich schließlich eine neue Arbeit aufgenommen. Ursprünglich sollte es eine Festanstellung werden, der Chef überredete mich jedoch zu einer Ausbildung. Elektroniker in der Fachrichtung Informationstechnik - früher der Radio- und Fernsehtechniker.
Soweit so gut. Mir wurde zugesichert, ich kann meinen Führerschein machen und würde neben der Ausbildung noch etwas so dazuverdienen. Nichts wurde eingehalten, stattdessen war der Chef so gut wie nie anwesend und ich durfte den Laden alleine führen. Auch wird nicht geheizt und es kommen ähnliche Späße vor.
Nun hatte der letzte andere Mitarbeiter gekündigt und ich soll nun alles übernehmen. Auch die Montage von Antennen auf Hausdächern, was ja nicht geht, wegen der Höhenuntauglichkeit.
Eine Aussprache diesbezüglich war bis jetzt erfolglos, ich soll es machen, egal was passiert.
Fakt ist, ich kann von der Ausbildungsvergütung nicht leben, ich kann keine Arbeiten auf Dächern ausführen und ich kann so gut wie keine Bautätigkeiten im Außendienst vornehmen.

Nun bin ich ratlos, wie ich weitermachen soll. Mein neuer Beruf sollte auf jeden Fall mit Elektronik oder Informatik zu tun haben und weitestgehend im Innendienst stattfinden. Oder soll ich gleich etwas anderes machen (Bürotätigkeit?).
Fakt ist, meine gesundheitlichen Einschränkungen sind: Höhenuntauglichkeit, Starke Erschöpfung nach kurzer anstrengender körperlicher Tätigkeit hinzu kommt, dass es lange dauert, bis mein Kreislauf in Schwung kommt, ich stehe meistens bereits 3 Stunden vor Arbeitsbeginn auf und dusche, dass ich zu Arbeitsbeginn fit bin.

Was auch noch erschwerend hinzukommt ist, dass ich Introvertiert bin, zumindest wenn es um spontanes reagieren geht. Ich plane gerne vor.

Meine Fragen:

- Wie versichere ich dem Arbeitsamt glaubhaft, dass ich für meinen erlernten Beruf zu körperlich zu schwach bin? Kann man sich das irgendwie attestieren oder feststellen lassen?
- Sind Höhenuntauglichkeit und Stauballergie ein Grund, nicht auf der Baustelle arbeiten zu können?
- Ich möchte den Beruf des Fachinformatikers erlernen, ist es einfach, eine Umschulung zu erwirken?
- Welcher alternative Beruf in oben genannten Branchen wäre für mich geeignet?
- Wie läuft es beim Arbeitsamt ab, wenn ich eine Umschulung machen möchte?

Zu dem ganzen kommt noch hinzu, dass Gefühl zu haben, nicht genug Freizeit zu haben. Ich finde 40 Stunden arbeiten in der Woche eigentlich viel zu viel. Ich habe ein tägliches Schlafbedürfnis von 8 - 10 Stunden, mein Hobby ist die Restauration von antiken Geräten.
An Arbeitstagen gehe ich eigentlich nur auf die Arbeit, bei Rückkehr esse ich etwas, sitze 30 Minuten und gehe anschließend schlafen, da ich körperlich zu kaputt ging.

Ideal für mich wäre ein Halbtagsjob. Doch gibt es sowas überhaupt in diesen Branchen? Und die noch wichtigere Frage, gibt es einen Halbtagsjob bzw. einen Job mit weniger als 40 Wochenstunden, bei dem man genug verdient, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können?

Ich habe hier im Forum schon von einer Frau gelesen, die nur 3 Tage die Woche arbeitet und perfekt "durchkommt".
Was gibt es hier für Möglichkeiten?

Heimarbeit wäre auch ein interessantes Thema, welche Möglichkeiten gibt es hier?

Wie soll ich mit meinem jetzigen Job verfahren? Ich bin schon etliche Wochen krankgeschrieben, da es mir Kreislaufmässig schlecht geht. Der Chef wird langsam ungeduldig und es ist keine Besserung in Sicht, da die ganze Geschichte Stressbedingt ist.

Hoffe, ihr habt ein paar gute Tipps für mich!
Ich bedanke mich für eure Hilfe, herzlichst im voraus.

Grüße Michael
 

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mariechenkäfer

Aktives Mitglied
warum versuchst du es nicht mit der selbständigkeit?
Mach einen eigenen Laden auf, und repariere alte (und neue) Elektrogeräte!
würde dir das spass machen?

man kann sich beim arbeitsamt darüber beraten lassen.


alles gute!!!!
 
Hm, Selbstständigkeit! Ich weiß ja nicht!
Bin ja erst 21 und mir fehlt der Betriebswirtschaftliche Teil total.
Die andere Frage ist, ob ich das als normaler Geselle überhaupt machen darf, beim Elektroinstallateur herrscht z. B. die Meisterpflicht. Wie das hier ausschaut, dass weiß ich nicht. Es ist ja auch Strom im Spiel, nicht gerade ungefährlich,

Gefallen würde mir sowas schon, nur bis es erstmal läuft wird es hart werden!

Evtl. hat ja jemand noch einen anderen Tipp für mich, würde mich sehr freuen, wenn mir einer Antworten auf meine Fragen geben könnte.

Grüße Michael
 
P

Püppi83

Gast
Soweit ich weiß: Wenn du deine aktuelle Arbeitsstelle kündigst, kann es passieren, sofern kein plausibler Grund vorliegt, dass du kein Geld vom Amt erhältst. Kündigt dich dein Chef erhältst du Geld vom Amt. Ich weiß nicht, wie lange du schon in deinem jetzigen Betrieb arbeitest, aber je nach dem bekommst du entweder ALGI oder gleich ALGII. Wenn du gesundheitliche Einschränkungen hast, dann wird die zu mindestens die Arge irgendwann ein Ärztliches Gutachten erstellen, um einzuschätzen, wie viele Stunden du arbeiten kannst. So kenne ich es.

Ich bin aber mir sicher, dass du mit 21 keine Umschulung bekommst, da du in diesem Alter noch eine Ausbildung anfangen kannst. Ich glaube auch nicht, dass man mit einem Halbtagsjob wirklich über die Runden kommt.
Heimarbeit ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Ich würde die Finger von der Heimarbeit lassen.
 
Danke für deine Antwort :)

Also selbst kündigen wollte ich sowieso nicht. Eher den Chef zwingen zum Kündigen, z. B. durch Krank sein oder ähnliches (bin ja auch krank).

Das letzte mal, beim selbst kündigen, habe ich eine schlechte Erfahrung schon gemacht!

Der Gutachter vom Amt ist ein A*. Mein Vater musste mit seinen fast 60 Jahren zu dem. Er schrieb ihm ein Gutachten, als ob er fast voll Arbeitsfähig wäre. Dies musste er erst mit Fachärzten und Gutachtern langwierig wiederlegen. Heute ist er im Hartz4. Ergo muss ich mich vorher schon bei Fachärzten gut absichern....

Hm, keine Umschulung aber Ausbildung. Ich habe eine Wohnung und Lebensunterhaltungskosten. Nur vom Ausbildungsgehalt kann ich nicht leben! Oder würde es hier einen Zuschuss vom Amt, für die Dauer der Ausbildung oder ähnliches geben?

Hm, dass mit dem Halbtagsjob wäre zwar schön, aber eher was für Lebenskünstler oder Studierte, die entsprechenden Stundenlohn haben!

Was könnte man den konkret an Heimarbeit anbieten bzw. machen?

Grüße Michael
 
Moin,

so nun gibt es Neuigkeiten!
Habe nun mit meinem Chef einen Aufhebungsvertrag geschlossen, da wir uns nicht einig wurden. Vorher folgten einige heftige verbale Auseinandersetzungen... Zum Glück pendelte es sich wieder ein!

Nun habe ich den ganzen Januar Zeit, mir etwas neues zu suchen. Bin am überlegen, was es werden soll...
Finanziell habe ich nun erst einmal durch eBay Verkäufe sowie durch Auszahlung von Resturlaub keine Probleme.

Nun mal sehen, wie es weitergeht!

Viele Grüße und euch frohe Weihnachten,

Michael
 

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