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Neun Fragen zur Bundestagswahl 2013

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Aus einem hier im Thread geäußerten Satz könnte man auch schließen, man geht auch wählen, um nicht negativ aufzufallen. 🙄

Klingt jetzt nicht unbedingt nach einem reinen demokratischen Verständnis, zumindest so wie das in meiner leicht verklärten Sicht der Dinge vorkommt. Vielleicht mehr ein Wahlgang im gebückten Schritt.

Die Aufsplittung in 2 Gruppierungen von Wählern und Nichtwählern - denen man allgemein negative oder positive Gründe unterstellt - finde ich falsch.

Wähler und Nichtwähler sind keine homogenen Gruppen, sondern existieren in verschiedenen Qualitäten.

Wie soll ich einen Wähler beurteilen, der nur eine Partei wählt, weil er die immer gewählt hat? Gewissermaßen ein Reflex, eine Gewohnheit? Wie dankbar sollte man sein, wenn solche Wähler - in Bayern letzte Woche gab es davon sicherlich einige 🙂 - zu Hause bleiben würden.
Die Entscheidung eine Partei zu wählen ist dann keine politische Entscheidung, sondern eben die Rolle des Stimmviehs. Ein paar Grunzlaute über die Maut für Ausländer erledigt dann den Rest.

Nicht das Wählen und Nichtwählen ist zu kritisieren, sondern höchstens der Kenntnisstand, der einem zu seiner persönlichen Entscheidung bringt, die auf einen Stichtag = Wahltag bezogen ist.

Demokraten treffen ja eine Wahlentscheidung nicht für die Ewigkeit.

Vor jemanden, der äußert, er kann diese Wahlentscheidung bei einer bestimmten Wahl nicht fällen oder will sie nicht fällen habe ich Respekt.

Jemand, der lang genug genervt wurde und sein Kreuzchen dann macht, um ein Freibier oder andere Vergünstigung zu erhalten ......................................😀 hat in seinem Sinne wirtschaftlich und sozial richtig gehandelt. Da komme ich doch ins Grübeln und stelle fest, Wählen kann sich wirklich an dem Tag lohnen. Nichtwählen übrigens auch, da das Freibier meist so einen schalen Beigeschmack hat.

Du verstehst das, wie ich, falsch! 🙂
Man geht nicht so einfach wählen, um eine demokratische Entscheidung herbeizuführen, die auf mehr Information begründet ist, als das, was der Durchschnittswähler bereit ist, sich zu informieren.
Ich behaupte mal, dass 90 % kein Wahlprogramm gelesen, geschweige verstanden haben.
Dabei mache ich den Wählern keine Vorwürfe, weil die Wahlprogramme auch so geschrieben sind, als wenn man einen Knebelvertrag verfasst.
Das ist die Hintertür, die sich Parteien offen lassen.

Doch tun viele Wähler so, als wüssten sie sogar, was sie wählen 🙂, als können sie nicht schnell genug ihre Stimme loswerden, geradezu wie eine Bürde.
Es ist ihnen wie eine Last... Man hat gewählt... und alles ist gut. :daumen:

Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, die Altersarmut wächst, die Ausbeutung des Menschen nimmt zu, egal wir haben gewählt!
Was und wen, egal! Augen zu und durch, schließlich sind wir Demokraten...
Und wer will bezweifeln, dass demokratisch legitimiert, Verträge geschlossen und gebrochen werden.
Egal, wir haben gewählt!


Weißt du Elefant,

Wer wählt, ändert vielleicht etwas, wer nicht wählt, ändert mit Sicherheit nichts.

"Vielleicht" ist beliebig wie eine Kröte, die man schlucken oder wieder rauswürgen kann.
Mit "Vielleicht" trösten sich zudem die Hoffnungslosen!

Mit "Sicherheit" hingegen, hat man zumindest eine feste Position. Denn die Vielleichtwähler sind auch vielleicht an allem schuld!
Schon einmal über Verantwortlichkeit nachgedacht?

Die Missstände in Deutschland sind ja nicht so einfach über uns, wie ein Heuschreckenschwarm gekommen...
Es gab Leute, Vielleichtwähler, die vielleicht dachten, dass vielleicht, aus der SPD wieder eine soziale Partei wird... Die aber zum Trotz und alle Verfehlungen und Verrat an ihren Wählern zum Trotz, diese Parteien wieder gewählt haben.
Und diese Vielleichtwähler, sollen dafür gefälligst auch Mitverantwortung übernehmen, wenn sie sich über andere erheben, die Charakter zeigen und sich diesen Leuten verweigern.
 

Ja, es gibt dazu Deutungen, jedoch nicht eine definitive direkte Zuordnung und präzise Darstellung, wer tatsächlich Protestwähler wäre.
Man kann das nur indirekt meinen zu deuten, was aber auch dubios fehlerhaft ist.
Natürlich bei weitem nicht so dubios wie dein gelebter Protest, gar nicht wählen zu gehen. Und an der Haltung der anderen user hier solltest du auch unschwer erkennen können, wie alleine du mit dieser Meinung stehst. 🙂
 
Weißt du Elefant,



"Vielleicht" ist beliebig wie eine Kröte, die man schlucken oder wieder rauswürgen kann.
Mit "Vielleicht" trösten sich zudem die Hoffnungslosen!

Mit "Sicherheit" hingegen, hat man zumindest eine feste Position. Denn die Vielleichtwähler sind auch vielleicht an allem schuld!
Schon einmal über Verantwortlichkeit nachgedacht?

Polemisch motivierter (?) Unfug!

Wenn mich vielleicht ein Arzt von meiner Krebserkrankung heilen kann, gehe ich hin. Und das hat übrigens sehr wohl etwas mit Verantworlichkeit zu tun.

Was ein Nichtwähler dagegen mit Verantwortlichkeit zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

Die Möglichkeit des Guten (etwas positiv beeinflussen) ziehe ich der Sicherheit des Schlechten (weiterhin unbefriedigt mit der politischen Situation sein) vor.

Auf mehr unlogischen Unfug - der bestimmt in Reaktion auf meinen Beitrag kommen wird 🙂 - möchte ich in Folge eigentlich nicht mehr eingehen.
 
Jedenfalls sieht selbst Forsa seit gestern Abend wohl ein "Patt". Das heißt, daß es für Schwarz/Gelb nicht reicht. Die große Koalition wird also noch wahrscheinlicher.
 
Steinbrück hat im Hinblick auf eine große Koalition gesagt, dass er nicht mehr wie 2005 Steigbügelhalter von Merkel sein will. Insofern hat er sich eigentlich von einer großen Koalition distanziert. Aber man weiß ja, wie irrelevant einmal gemachte Worte von Politikern sind.
 
Steinbrück ist morgen Abend Geschichte - und geht weiter auf Vortragsreisen. ( würd ich auch machen, bei den Preisen ) Gabriel wird den Juniorpartner geben und Merkel wird bluten - das scheint sicher. Und wahrscheinlich läßt er das Dingens nach zwei Jahren platzen.
Wobei ich denke, daß die machtgeile Merkel sicherlich zuerst noch mit den Grünen reden wird. Erfolglos hoffentlich.
Die SPD hat - udn das müßte sie mal erkennen - nur eine Machtchance ( auf den Kanzler ) wenn sie sich mit den Linken und den Grünen verbindet. Also erst 2017.
 
Natürlich bei weitem nicht so dubios wie dein gelebter Protest, gar nicht wählen zu gehen. Und an der Haltung der anderen user hier solltest du auch unschwer erkennen können, wie alleine du mit dieser Meinung stehst. 🙂
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Ja, wirklich, du bist schon etwas "Schmerzfrei"! 🙄 🙂

Ja wenn man unter Realitätsverlust leidet, und diesen Strang als die Große Welt betrachtet, ja dann vielleicht.

Erstens ist mir egal, was andere machen, wenn es um Gewissensentscheidungen geht, und beim letzten Mal waren es 17,2 Millionen, die meiner Meinung waren...🙂
Ich habe in Deutschland noch nie eine solche Angst vor Nichtwählern erlebt, die mit Millionen € gesponsert wird.
Warum mag das so sein, wenn sie so ohne Einfluss sind?

Heute sogar die kostenlose Blöd-Zeitung an alle Haushalte verteilt.
Die auf ganzen 24 Seiten aufruft zu wählen... 🙂
Das Geld sollte mal lieber in Form von Steuern an Arme und Bedürftige fließen.

Sogar Willy Brandt wurde bemüht, der längst aus der SPD ausgetreten wäre...

Wo sind da deine Protestwähler?🙂
Ach, die üben gerade für die Maikundgebung?

Weil ich das Thema so toll finde, einen Witz, ein Fundstück:

Vor dem Kanzleramt ist ein Rentner gestürzt. 🙁
Die Bundeskanzlerin hilft ihm auf und sagt: "Dafür müssen Sie mich das nächste Mal wählen."
Antwortet des Rentners: "Ich bin auf den Rücken gefallen - nicht auf den Kopf!" :daumen:
 
Du hast das schon richtig analysiert Rhenus. Ich stelle viel zu hohe Anforderungen an die Wahlentscheidung, die mit der heutigen Realität nicht mehr in Einklang zu bringen ist.🙂

Der Wähler ist heute mehr ein Kunde, den man abzocken will. Der Vergleich eines Wahlprogramms mit einem Knebelvertrag war ein schöner Vergleich. 😀
Und genauso wie ein privates Unternehmen mit unlauterer Umsatzerhöhungsabsicht wollen natürlich auch die Parteien verdienen.

Ketzerisch könnte man fast vermuten, dass deshalb auch so wenig in die Bildung gesteckt wird. Wer will schon einen rebellischen Kunden? Offiziell nennen wir es mal Demokratie, inoffiziell zeigt sich in manchen Facetten ein Obrigkeitsstaat mit dessen Merkmalen. Aber eben nett verpackt - so zwischen den Werbeblöcken. Da fällt die Rechtsbeugung in vielen Bereichen gar nicht mehr auf.

Und die Mentalität vieler Kunden hat eben auch viel von einem Fluchttier an sich. Er will ja alles richtig machen, auch wenn er gar nichts versteht und es auch gar nicht verstehen will. 🙂

Denn dann könnte ihm vielleicht schlecht werden.

Ja, das mit dem Wählen kann bei Vielen schon Ausmaße annehmen, wie eine anstehende Notdurft. 😀

Wobei die ganzen Aufrufe diesen "Drang" natürlich noch verstärken und dann immer die gleichen Sch...häuser in günstiger Lage gewählt werden, die sich dann aber am Schluss immer als die gleiche große Senkgrube herausstellen.
Der Modder kommt schon irgendwann hoch - spätestens nach den Wahlen.
 
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