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neuer Kollege

Sporty321

Mitglied
Hallo zusammen,

In unserer Abteilung wurde vor einem halben Jahr ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der völlig berufsfremd ist und wiedermal wurde von uns anderen erwartet, dass wir ihn einarbeiten, was wir auch geduldig getan haben. Auch er tut sich wirklich schwer daran, sich an die Vorgaben zu halten. Und es fehlt ihm halt jedes Hintergrundwissen, so dass man ihm wirklich alles erklären muss. . Er selbst überschätzt seine eigene Leistung maßlos. Er weiss einfach nicht einzuschätzen, was er alles nicht weiss und das ist die Gefahr dabei. Ständig muss man mit einem halben Ohr/Auge schauen was er macht, um Schadensbegrenzung zu betreiben.
Das ist schlimm genug, dazu verhält er sich sehr unkollegial. Dies betrifft weniger mich als die anderen Kollegen in seinem Aufgabenbereich. Er pickt sich die Arbeiten heraus, auf die er Bock hat, macht den ganzen Tag völlig unnötige Außentermine, um mit dem Dienstwagen durch die Gegend zu kurven und sich der Schreibtischarbeit zu entziehen, obwohl ihm schon oft gesagt wurde, dass er es unterlassen soll und lässt dadurch seine Kollegen hängen, die selbst nicht wissen, wie sie die wichtigen Termine koordinieren sollen. Kurzum er macht es sich auf Kosten der anderen bequem. Der Abteilungsleiter ließ einen Kollegen der sich darüber beschwerte abtropfen, dass sie das untereinander klären sollen. Der will letztlich nur, dass es läuft, wie wir das hinbekommen interessiert ihn nicht wirklich.
Der neue schleimt sich beim GF und beim Abteilungsleiter ein und beide merken offenbar nicht, was wirklich läuft. Er sagt nicht Nein zu Zusatzaufgaben für die eigentlich überhaupt keine Kapazitäten geschweige denn seine Kompetenzen bestehen und der Abteilungsleiter unterbindet es nicht, auch wenn er nicht von den Fähigkeiten des neuen überzeugt ist. Die Zusatzaufgaben macht der neue mehr schlecht als recht und bekommt sie eigentlich nur mit Hilfe der anderen hin, die eben dann wiederum zusätzlich die Last der normalen Aufgaben tragen, die er nicht übernehmen kann, weil er die Zusatzaufgaben angenommen hat. Und wie es so ist, produziert sich der Neue sehr vor dem GF und der hat ihn nun völlig unangemessen groß dafür belohnt. Fakt ist, er hat die Arbeit nicht alleine gemacht und es war eigentlich nur möglich, weil die anderen Kollegen es kompensiert haben. Für die Durchführung der normalen Arbeiten die er eigentlich tun soll, ist er ziemlich inkompetent und macht ständig immer wieder die gleichen Fehler.
Kurzum er ist unkollegial, fachlich inkompetent und pickt sich die Rosinen raus und wird dafür belohnt.

Der Abteilungsleiter ist eigentlich empathisch, aber ziemlich konfliktscheu. Insbesondere geht er dem Geschäftsführer aus dem Weg.
Dieser ist eigentlich auch ein netter Typ, aber da der Abteilungsleiter nicht Klartext redet, fehlt ihm natürlich jegliche realistische Einschätzung des neuen Kollegen.

Nun sieht es so aus, dass von den schlauen und fleißigen Kollegen erwartet wird, dass sie ihren Job gut machen, worüber man auch ziemlich froh ist.
Jedoch werden die Inkompetenten hochgelobt und unangemessen belohnt, wenn sie einmal was richtig machen.

Als es mal wieder richtig schlecht im Arbeitsbereich der anderen Kollegen lief hat der Abteilungsleiter diese zum Feierabend-Umtrunk eingetragen. Die anderen Kollegen, die ihren Job gut machen, wurden ausgeladen mit " wir wollen doch bloß das dienstliche Thema besprechen und das interessiert euch doch nicht und da habt ihr doch bestimmt besseres zu tun"... nun ist es so dass wir uns auch durchaus über einen netten Abend gefreut hätten...

Wir sind nun einige Kollegen, also die, die ihren Job gut machen, wir sind gerade mächtig enttäuscht, wie mit uns umgegangen wird.

Der Abteilungsleiter merkt, dass die Stimmung gekippt ist. Er hatte insbesondere zu mir und einem anderen Kollegen ein vertrauensvolles Verhältnis. Aber auch ich bin sehr bedient über die Bevorzugung des neuen Kollegen.
Ich habe etwas Bedenken dass er zu mir kommt und mich darauf anspricht, was los ist. Ich möchte nicht mit ihm darüber sprechen, es kommt glaube ich sehr komisch rüber.

ich möchte nicht immer die sein, die die unangenehmen Dinge anspricht. Ich habe ja nun gerade gesehen, wie sehr das "gewertschätzt" wird.

Um nun endlich zu meiner Frage zu kommen: wie könnte ich die Gesamtsituation verbessern, ohne die Dinge direkt ansprechen zu müssen, was ja letztlich nur neidisch und eifersüchtig rüberkommen wird?
 
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Re: neuer Kollege
Hallo Sporty321,

schau mal hier:
neuer Kollege. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo zusammen,

In unserer Abteilung wurde vor einem halben Jahr ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der völlig berufsfremd ist und wiedermal wurde von uns anderen erwartet, dass wir ihn einarbeiten, was wir auch geduldig getan haben. Auch er tut sich wirklich schwer daran, sich an die Vorgaben zu halten. Und es fehlt ihm halt jedes Hintergrundwissen, so dass man ihm wirklich alles erklären muss. . Er selbst überschätzt seine eigene Leistung maßlos. Er weiss einfach nicht einzuschätzen, was er alles nicht weiss und das ist die Gefahr dabei. Ständig muss man mit einem halben Ohr/Auge schauen was er macht, um Schadensbegrenzung zu betreiben.
Das ist schlimm genug, dazu verhält er sich sehr unkollegial. Dies betrifft weniger mich als die anderen Kollegen in seinem Aufgabenbereich. Er pickt sich die Arbeiten heraus, auf die er Bock hat, macht den ganzen Tag völlig unnötige Termine, obwohl ihm schon oft gesagt wurde, dass er es unterlassen soll und lässt seine Kollegen hängen. Kurzum er macht es sich schön und die anderen müssen dies kompensieren. Der Abteilungsleiter ließ einen Kollegen der sich beschwerte abtropfen, dass wir das untereinander klären sollen. Der will letztlich nur, dass es läuft, wie wir das hinbekommen interessiert ihn nicht wirklich.
Der neue schleimt sich bei dem Geschäftsleitung und beim Abteilungsleiter ein und beide merken offenbar nicht was läuft. Er sagt nicht Nein zu Zusatzaufgaben für die eigentlich überhaupt keine Kapazitäten bestehen und der Abteilungsleiter unterbindet es nicht. Die Zusatzaufgaben macht der neue mehr schlecht als recht und bekommt sie eigentlich nur mit Hilfe der anderen hin, die eben dann wiederum zusätzlich die Last der normalen Aufgaben tragen, die er nicht übernehmen kann, weil er die Zusatzaufgaben angenommen hat. Und wie es so ist, produziert sich der Neue sehr vor der Geschäftsleitung und die hat ihn nun völlig unangemessen groß dafür belohnt. Fakt ist, er hat die Arbeit nicht alleine gemacht und es war eigentlich nur möglich, weil die anderen Kollegen es kompensiert haben. Für die Durchführung der normalen Arbeiten die er eigentlich tun soll, ist er ziemlich inkompetent und macht ständig immer wieder die gleichen Fehler.
Kurzum er ist unkollegial, fachlich inkompetent und pickt sich die Rosinen raus und wird dafür belohnt.

Der Abteilungsleiter ist eigentlich empathisch, aber ziemlich konfliktscheu. Insbesondere geht er dem Geschäftsführer aus dem Weg.
Dieser ist eigentlich auch ein netter Typ, aber da der Abteilungsleiter nicht Klartext redet, fehlt ihm natürlich jegliche realistische Einschätzung des neuen Kollegen.

Nun sieht es so aus, dass von den schlauen und fleißigen Kollegen erwartet wird, dass sie ihren Job gut machen, worüber man auch ziemlich froh ist.
Jedoch werden die Inkompetenten hochgelobt und unangemessen belohnt, wenn sie einmal was richtig machen.

Als es mal wieder richtig schlecht im Arbeitsbereich der anderen Kollegen lief hat der Abteilungsleiter diese zum Feierabend-Umtrunk eingetragen. Die anderen Kollegen, die ihren Job gut machen, wurden ausgeladen mit " wir wollen doch bloß das dienstliche Thema besprechen und das interessiert euch doch nicht und da habt ihr doch bestimmt besseres zu tun"... nun ist es so dass wir uns auch durchaus über einen netten Abend gefreut hätten...

Wir sind nun einige Kollegen, also die, die ihren Job gut machen, wir sind gerade mächtig enttäuscht, wie mit uns umgegangen wird.

Der Abteilungsleiter merkt, dass die Stimmung gekippt ist. Er hatte insbesondere zu mir und einem anderen Kollegen ein vertrauensvolles Verhältnis. Aber auch ich bin sehr bedient über die Bevorzugung des neuen Kollegen.
Ich habe etwas Bedenken dass er zu mir kommt und mich darauf anspricht, was los ist. Ich möchte nicht mit ihm darüber sprechen, es kommt glaube ich sehr komisch rüber.

ich möchte nicht immer die sein, die die unangenehmen Dinge anspricht. Ich habe ja nun gerade gesehen, wie sehr das "gewertschätzt" wird.

Um nun endlich zu meiner Frage zu kommen: wie könnte ich die Gesamtsituation verbessern, ohne die Dinge direkt ansprechen zu müssen, was ja letztlich nur neidisch und eifersüchtig rüberkommen wird?
Ganz einfach. Macht seine Arbeit nicht mit. Dann fällt es irgendwann auf, dass er nicht am richtigen Platz sitzt.
 
Ganz einfach. Macht seine Arbeit nicht mit. Dann fällt es irgendwann auf, dass er nicht am richtigen Platz sitzt.

Das ist schwierig. Letztens stellte sich der Neue wieder besonders doof an und nervte den Abteilungsleiter mit 1000 Fragen zu einer Sache. Wie gesagt, er hat auch so eine penetrant nervende Art manchmal an sich, die dem Abteilungsleiter auf den Keks geht
Und was war die Konsequenz?
Als nun heute wieder eine gleichartige Aufgabe zu bearbeiten war, gab der Abteilungsleiter sie gleich mir, obwohl es eigentlich nicht mein Bereich ist, weil er einfach nur wollte, dass die Aufgabe schnell und unkompliziert gelöst wird. Na danke.

Das Ding ist halt, dass der Abteilungsleiter die neuen Aufgaben so verteilt, wie er die Auslastung der einzelnen Mitarbeiter einschätzt. Normalerweise funktioniert das ganz gut. Normalerweise drückt sich aber auch keiner vor seinen Arbeiten und belastet nicht andere unnötig mit seinem Kram.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habt Ihr nur einen Dienstwagen?

Mach Deine Arbeit und schiele nicht auf den Kollegen.
Wenn er wirklich so inkompetent ist, wird es dann auffallen.

Wer hätte ihn sonst einarbeiten sollen, außer ihr?
Ist doch völlig normal.

Seid ihr sauer, dass jemand Eure Gruppe sprengt?
Das habe ich mal erlebt, dass dann der Neue nicht der Doofmann, sondern der andere Teil vom Team.

Bist Du Teamleiterin?
Wie groß ist das Unternehmen?
 
Habt Ihr nur einen Dienstwagen?
Nein, darum geht es nicht. Er macht Ortstermine die unnötig sind, zB. mit Handwerkern, die sein Beisein nicht erfordern. Er vertrödelt somit seine Arbeitszeitkapazitäten durch das Rumfahren. Wenn er andere notwendige aber unangenehme Ortstermine übernehmen soll, weißt er den Kollegen, der diese einteilt, immer ab da er "keine Zeit" hat wegen seiner unnötigen Termine. Er will einfach bestimmte Aufgaben nicht übernehmen und hält sie sich auf diese Art und Weise vom Hals.
Das wirkt sich dann so aus, dass alle anderen Kollegen überlastet sind und seitens des Abteilungsleiters die Mehrarbeit mit aufgedrückt bekommen.
 
Dann bittet doch gemeinsam um ein Gespräch mit eurem Chef und teilt ihm eure Enttäuschung mit und legt die Gründe dafür sachlich dar.

Aber wie kann man das sachlich ansprechen, ohne den Kollegen direkt beim Chef anzuschwärzen ?

Sollte ich meinen Vorgesetzten fragen ob mit meiner Arbeitsweise was nicht stimmt, wenn die Leistung anderer Kollegen offenbar wesentlich mehr gewertschätzt wird? Was ich ändern kann? Damit würde ich meinen Abteilungsleiter in die Enge treiben.

Oder es eher so formulieren, dass ich enttäuscht und erstaunt bin, das offenbar andere Leistungen als fachliche Kompetenz seitens der Firma präferiert werden?

Ich bin eigentlich immer recht direkt und dachte, dass konstruktive Kritik hilfreich ist ... aber offenbar ja nicht.
Ich weiß einfach nicht wie ich das kurz und knapp auf den Punkt bringen könnte, ohne dass ich dann als diejenige da steht, die Stress macht.
 
Das ist schwierig. Letztens stellte sich der Neue wieder besonders doof an und nervte den Abteilungsleiter mit 1000 Fragen zu einer Sache. Wie gesagt, er hat auch so eine penetrant nervende Art manchmal an sich, die dem Abteilungsleiter auf den Keks geht
Und was war die Konsequenz?
Als nun heute wieder eine gleichartige Aufgabe zu bearbeiten war, gab der Abteilungsleiter sie gleich mir, obwohl es eigentlich nicht mein Bereich ist, weil er einfach nur wollte, dass die Aufgabe schnell und unkompliziert gelöst wird. Na danke.

Das Ding ist halt, dass der Abteilungsleiter die neuen Aufgaben so verteilt, wie er die Auslastung der einzelnen Mitarbeiter einschätzt. Normalerweise funktioniert das ganz gut. Normalerweise drückt sich aber auch keiner vor seinen Arbeiten und belastet nicht andere unnötig mit seinem Kram.
Dann sag ihm , dass Du das nicht bearbeitest, weil Du dazu keine Zeit hast und es auch nicht Dein Bereich ist.
 
Aber wie kann man das sachlich ansprechen, ohne den Kollegen direkt beim Chef anzuschwärzen ?
In dem man den Kollegen gar nicht krass anschwärzt, sondern bei sich bleibt.
Vielleicht in folgender Richtung: Es ist mehr Arbeitslast für euch vorhanden, weil der "neue" Kollege als Branchenfremder/Quereinsteiger noch nicht alleine laufen kann, also noch nicht selbstständig alles übernehmen kann. Oft ist noch eure Unterstützung und Hilfestellung nötig, damit nichts anbrennt. Es ist frustrierend und enttäuschend, dass eure Mehrbelastung wohl gar nicht gesehen wird und schade, dass die Stimmung womöglich kippt. Das wollt ihr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wie kann man das sachlich ansprechen, ohne den Kollegen direkt beim Chef anzuschwärzen ?
Die Erwähnung des Kollegen ist ja zunächst überhaupt nicht nötig. Wenn es dann im Laufe der Unterhaltung dazu kommt, dass die ineffiziente Arbeitsweise des Neuen ein Teil des Problems ist, dann ist das kein Anschwärzen, sondern simple Ursachenbenennung.

Sollte ich meinen Vorgesetzten fragen ob mit meiner Arbeitsweise was nicht stimmt, wenn die Leistung anderer Kollegen offenbar wesentlich mehr gewertschätzt wird? Was ich ändern kann? Damit würde ich meinen Abteilungsleiter in die Enge treiben.
Zunächst ist es lediglich deine Interpretation, dass die Leistung der anderen stärker gewertschätzt wird.. und indirekt ein Vorwurf schlechter Führung wie du ja selber schon richtig erkannt hast. So solltest du im Gespräch daher tatsächlich nicht argumentieren, denn das hört kein Vorgesetzter gern und bringt ihn womöglich direkt gegen dich auf.

Oder es eher so formulieren, dass ich enttäuscht und erstaunt bin, das offenbar andere Leistungen als fachliche Kompetenz seitens der Firma präferiert werden?
Lass deine Interpretationen weg, du weißt doch gar nicht sicher, warum du nicht berücksichtigt wurdest. Beschreibe stattdessen sachlich deine Wahrnehmung: Es wurden monetäre Anerkennungen vergeben. Du warst nicht dabei, obwohl du auch sehr gute Arbeit verrichtest. Warum ist das so? Stell dir als Back-up eine Liste deiner "Erfolge" zusammen, damit du deine gute Arbeit faktisch untermauern kannst. Frag, was fehlt, damit auch deine Leistung zukünftig honoriert wird. Dabei kannst du schon sagen, dass du ein bisschen enttäuscht bist, dass deine Leistungen nicht so wahrgenommen zu werden scheinen wie von dir selber.

Schlag für die Zukunft regelmäßige Feedbackgespräche vor; die können ja ruhig in größeren Abständen stattfinden. Wenn du das möchtest, könntest du auch fragen, welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung er für dich sieht. Signalisiere Leistungswillen und die Bereitschaft/den Wunsch, mehr Verantwortung zu übernehmen. Positioniere dich, mach dich sichtbar. Im Arbeitsleben gilt: Tue Gutes und rede darüber. Sonst läufst du Gefahr, dass du nicht gesehen wirst. Der Neue kann das offenbar gut (Männern liegt das grundsätzlich mehr) und das, obwohl seine Leistung nicht stimmt. Das macht ihn zwar nicht so sympathisch und sicherlich ist er auch nicht so der Teamplayer. Aber es ist nicht eure, erst recht nicht deine Aufgabe, ihn umzuerziehen oder den Chefs die Augen zu öffnen. Sollte er sich mit Federn geschmückt haben, die eigentlich dir zustehen, kannst du das allerdings durchaus sagen und solltest das im Rahmen dieses Gespräches sogar tun. "Ich würde gerne die Gelegenheit nutzen herauszustellen, dass der Erfolg am Projekt des Herrn X ganz wesentlich auch auf meinen Beitrag Y zurückzuführen ist. Mir ist wichtig, dass Sie das wissen." Damit schwärzt du ihn nicht an, holst dir aber die Lorbeeren zurück, die dir zustehen.

Ich bin eigentlich immer recht direkt und dachte, dass konstruktive Kritik hilfreich ist ... aber offenbar ja nicht.
Ich weiß einfach nicht wie ich das kurz und knapp auf den Punkt bringen könnte, ohne dass ich dann als diejenige da steht, die Stress macht.
Sprich vor allem für dich, nicht für die anderen. In der Ich-Form zu formulieren hilft da sehr. Bereite dich gut auf das Gespräch vor und führe es nicht zwischen Tür und Angel. Liste auf, wo die Probleme für dich sind, wo du dir Änderungen wünschst. Nachtrag: Mach idealerweise gleich Lösungs-/Verbesserungsvorschläge. Damit zeigst du, dass du die Situation analysiert und überlegt hast, wie sie verbessert werden kann. Hier kannst du durchaus auch Lösungen aufzeigen, die das ganze Team betreffen. Bleib dabei immer positiv und konstruktiv. Dass du Mehraufgaben bekommst, weil andere die nicht so gut/schnell erfüllen können, sollte ohnehin keine Dauerlösung sein und du würdest dich dann freuen, wenn das dann zumindest auch mal honoriert wird.
Ein Spickzettel hilft dabei, dass das Gespräch strukturiert verläuft und du nichts vergisst. Den kannst du auch offen hinlegen und dich im Gespräch daran orientieren: Das ist eine große Hilfe und Gedankenstütze, wenn du in solchen Gesprächen nicht so geübt oder auch aufgeregt bist.

Sollte der Neue tatsächlich Termine machen, die unnötig sind und ihm dann Zeit für anderes fehlen, was du dann übernehmen musst, kannst du das ruhig ansprechen. Du bist gegenüber diesem Kollegen nicht weisungsbefugt, sollst aber die Konsequenzen tragen. Das sollte so auch nicht sein. Dann hast du jedes Recht der Welt, das auch zu thematisieren und darum zu bitten, dass der Vorgesetzte dieses Problem löst. Betrifft dich das nicht persönlich, halte dich da heraus. Mach nicht die Probleme der anderen zu deinen und bleib souverän. Bleib stattdessen bei den Dingen, die dich direkt betreffen. Dann klappt das auch mit der Kürze.
 
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