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Neuer Job eine Fehlentscheidung? Wechseln?

Aurea76

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich brauche Rat von Personen die mich nicht kennen und einen ungetrübten Blick haben, ohne das sie wollen das ich beruflich zurückkomme.
Zur Situation
Vor einem Jahr habe ich meine Stelle gewechselt, für eine bessere Bezahlung.
Die Stelle ist 1 1/2 Std vom Wohnort entfernt und die Zeit im Zug wird als Arbeitszeit gezählt, sobald ich per WLAN eingeloggt bin. Was ich nicht wusste als ich die Stelle angetreten habe ,die Räumlichkeiten (Büro) befindet sich in einem Gebäude mit zentraler Belüftung, die nicht funktioniert. Fenster kann man nicht öffnen. War bis jetzt relativ unproblematisch da wir uns unten im Gebäude befinden, hier war die Luft etwas angenehmer. Nun müssen wir ab Ende des Jahre in den 3ten Stock ziehen, was schlechtere Luftqualität bedeutet. Zudem wird ende des Jahres die Kantine geschlossen und wir bekommen Essensautomaten. Das alles stört mich. Eigentlich hatte ich geplant von 1mal die Woche vor Ort auf 2mal zu erhöhen aber die Bahn und alles andere vermiesen es mir.
Mein Team ist super, habe Querschnittsfunktion in einem Projekt und einen super Chef. Leider ist meine Arbeit nicht sehr anspruchsvoll und mit sehr viel Leerlauf verbunden, da wir in der Anfangsphase stecken. So vertreibe ich mir die Zeit indem ich neuen Mitarbeitern aus anderen Projekten helfe und anderen Dinge tue(Private Ding). Die Motivation zum Selbstlernen ist mittlerweile auch auf der Strecke geblieben, da ich nicht weiss wann ich das brauche und ich es eh bis dorthin wahrscheinlich vergessen haben oder sich was ändert. Zudem würde die Suche nach Aufgaben frustrierend.
Nun ist Intern eine Stelle ausgeschrieben die von meinem Wohnort 15 Minuten entfernt ist und dasselbe Gehalt hat. ( Qualität und Prozessmanagement)
Hier wäre ein kompletter Neuanfang erforderlich- kenne mich in der Materie nicht aus.
Auch ist Konfliktfähigkeit gefragt und Durchhaltevermögen. Ich sage immer das fehlt mir. Freunde sehen das anders bzw. meinen das kann man lernen.
Wie würdet ihr euch entscheiden? Lieber Augen zu und Neustart mit wahrscheinlich Stress und neuen Mitarbeitern oder an einem Tag in der Woche die Fahrerei, das Büro und den Leerlauf ertragen?
Hat jemand Erfahrung wie ein Neustart mit Anfang 50 ist, fällt das schwerer da lernen nicht mehr so einfach ist?
Über Feedback und Ansichten freue ich mich , vielleicht hat auch jemand eine Standpunkt den ich noch gar nicht berücksichtigt habe.
Danke Euch !
 
Hey, was bedeutet intern und wie würde das ankommen, wenn du dich jetzt (schon) wegbewirbst? Keine Ahnung wie das bei euch so ist mit Buschfunk etc.
Ich bin selbst 50, viele meiner Freunde/Bekannten die auch so um den Dreh sind, lechzen nach Neuem, gerade in dem Alter, da Vieles eingefahren ist und man, da die Kinder oft schon raus sind, wieder mehr Kapazität hat.
Langeweile auf Arbeit ist ätzend, wie siehst du denn da die Perspektive bei deiner jetzigen Stelle? Kannst du vielleicht reden mit dem Chef?
Mit der nicht-funktionierenden Lüftungsanlage das hört sich ja schräg an. Ab und zu braucht man doch mal frische Luft, wie stellen die sich das vor? Scheint ja schon länger so zu sein. Vielleicht mal ansprechen, ob Abhilfe in Sicht ist?
Die erforderliche Konfliktfähigkeit wäre für mich persönlich der größte Pferdefuß. Ich scheue Konflikte wie der Teufel das Weihwasser. Ich gebe mir seit 30 Jahren Mühe, das zu lernen, aber es gelingt nur bedingt, wenn man das von zu Hause nicht mitbekommen hat.
Prüfe die neue Stelle genau, bevor du dich auf etwas einlässt, wo du womöglich in 6 Monaten hier mit einem anderen Thema schreibst ;-)
Also ich würde erstmal eruieren, ob sich bei dem jetzigen Job noch was tut oder mit ein wenig Anstrengung verbessern lässt.
Sollte das nicht der Fall sein, kann man es ja mal mit einer Bewerbung probieren. Ob du genommen wirst ist ja Zweitens bzw. hast du auch nach einer Einladung und näherer Betrachtung der Stelle die Möglichkeit, noch abzusagen.
 
Auch ist Konfliktfähigkeit gefragt und Durchhaltevermögen. Ich sage immer das fehlt mir. Freunde sehen das anders bzw. meinen das kann man lernen.
Du wirst selber besser wissen, welche Fähigkeiten du (nicht) hast. Ich wüsste nicht wie man Durchhaltevermögen lernen sollte. Und Konfliktfähigkeit sollte man schon mitbringen, wenn sie in einem Job gefragt ist.
 
Mir persönlich wäre es relativ egal, wenn ich an einem einzigen Tag in der Woche kein Kantinen-Essen mehr hätte. Ich finde, es sind insgesamt sehr gute Bedingungen.

Jobwechsel, wenn man bereits etwas älter ist: Ich war Ende vierzig, als ich meinen jetzigen Job angefangen hatte. Mir ist die Einarbeitung nicht schwieriger gefallen, als in jüngeren Jahren, obwohl die Aufgaben recht vielfältig und anspruchsvoll sind. Ich würde sogar behaupten, dass es mir teilweise sogar leichter gefallen ist, da ich ...hm....Erfahrung mit Neuanfängen hatte.
 
Fragen, die bei mir spontan aufkommen:
Gibt es eine Aussage der Geschäftsleitung, wann die zentrale Belüftung repariert wird?
Kannst Du Dir nicht was zu Essen mitnehmen und ihr schafft ggf. gemeinsam eine Mikrowelle an?
Wie geht es der Firma? Befindet sich die Firma selbst oder nur "Dein" Projekt in der Anfangsphase? Hast Du Deinen Chef mal darauf angesprochen, dass Du bereit bist für anspruchsvollere Aufgaben?

Alles in allem erscheinen mir persönlich die Kritikpunkte (Belüftung, Kantine) etwas - bitte nicht böse sein - an den Haaren herbeigezogen, als ob Du etwas Objektives suchst, warum Du kündigen "darfst". Die drei Stunden Bahnfahrt würden mich in der Tat stören, aber das wusstest Du ja vorher.

Zur neuen Stelle:
Wenn ich es richtig verstehe, hast Du keine Erfahrung mit QM und Prozessmanagement. Interessiert Dich das denn wenigstens, hättest Du Lust, Dich einzuarbeiten?
Ehrlich gesagt, wenn Konfliktfähigkeit und Durchhaltevermögen schon in der Stellenausschreibung stehen, würde ich das sehr ernst nehmen und wenn ich denke, dass das nicht meine Stärken sind, würde ich mich nicht bewerben. Bei QM und Prozessmanagement schaust Du Leuten auf die Finger, korrigierst sie ggf. auch mal bzw. forderst das Einhalten von Vorgaben ein - das ist ohne die genannten Fähigkeiten schwierig. Ich glaube auch, dass man das nur begrenzt lernen kann.

Mein Fazit: Versuche, die Situation in der aktuellen Stelle zu verbessern (z. B. durch ein Gespräch mit dem Chef), wenn das nichts bringt, bewirb Dich auf eine andere interne Stelle als die jetzt ausgeschriebene oder extern. Das Alter ist für mich recht sekundär. Es gibt 30jährige, die unbeweglich sind im Kopf und seit 10 Jahren den selben Job machen und es gibt fitte 50jährige. Voraussetzung für Letzteres ist m. E., dass Dich die neue Stelle interessiert und es nicht nur um den kürzeren Fahrtweg geht.
 
Danke für Eure antworten.
Ob man Konfliktfähigkeit lernen kann, das weiss ich nicht. Bin da wie Zitronentorte- ich meide Konflikte wie der Teufel das Weihwasser.
In meinem jetzigen Job übernimmt die Eskalationstufe mein Chef.
Am Durchhaltevermögen scheitert es nicht aber ob ich Leuten ihre Fehler vorhalten und dann noch Forderungen durchsetzen kann das weiss ich nicht. Der ausgeschrieben Job hat viele Tätigkeiten die mich interessieren aber das andere.... Muss dazu sagen er war schonmal ausgeschrieben da habe ich überlegt, es dann aber gelassen. Sie scheinen wohl niemanden dafür gefunden zu haben deshalb steht er wieder zur Verfügung und verursacht schlaflose Nächte.
Denke die Option bewerben und sich das anzuhören ist nicht schlecht.

Die Problematik mit der Lüftung ist bekannt, wir sind dort nur Mieter und es scheint wohl schon seit einigen Jahren immer Gespräche zu geben mit mäßigen Erfolg. Ich habe meinem jetzigen Chef gesagt, das wenn ich es gewusst hätte mit der Lüftung und dem Grossraumbüro, ich die Stelle nie angetreten hätte. War mein Fehler, kannte bis dato Grossraum nicht und habe auch beim Bewerbungsgespräch nicht nachgefragt. Wieder was fürs Leben gelernt. Klassische Eigentor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich würde am aktuellen Job definitiv die lange Fahrzeit stören, dazu die fehlende inhaltliche Perspektive bzw. die angemessenen Anforderungen, bei denen ich mein Know-how einbringen kann. Lüftung und schlechtes Essen wären nicht die wichtigsten Kriterien; das käme halt obendrauf. 15 Minuten bis zum Büro sind schon sexy.

Ich würde mich vermutlich bewerben und mir mal anhören, wo genau ich meine Konfliktfähigkeit unter Beweis stellen soll. Geht es um eine Stelle im Beschwerdemanagement würde ich wohl dankend ablehnen; da kommt einfach zu viel negative Stimmung zusammen mit der Zeit, das würde ich nicht wollen. Ginge es darum, ein Team mit unterschiedlichen Charakteren führen zu sollen würde mich das weniger abschrecken, das könnte sogar im positiven Sinn herausfordernd sein..
 
Ich würde mich vermutlich bewerben und mir mal anhören, wo genau ich meine Konfliktfähigkeit unter Beweis stellen soll.

Prozess- und Qualitätsmanagement heißt, dass man bestehende Abläufe hinterfragt, ggf. neue einführt, die Einhaltung von festgelegten (teils absurden Qualitäts-) Standards prüft und notfalls durchsetzt. Da sehe ich sehr viel Notwendigkeit für Konfliktfähigkeit: Langjährige Mitarbeiter haben "das halt schon immer so und so gemacht" bzw. hinterfragen den Sinn von Qualitätsvorgaben etc.
 
Wenn ich das so lese, scheint dieser Job nichts zu sein.
Damit bestätigt sich mein Bauchgefühl. Vielleicht soll es nicht sein. Irgendwann wird sich wieder eine Chance an meinem Wohnort ergeben. Bis dorthin sehe ich auch klarer was auf meiner jetzigen Stelle Möglich ist oder auch nicht. Danke Euch.
 
Mach doch ne Liste .....

Vorteile Nachteile und schau was für Dich überwiegt, der eine Job ist wie der andere und wie ein Neuanfang für Dich ist - wenn Du 50 bist , bedeutet nicht, dass es für andere auch so ist.
Wenn Du Themenfremd bist lies Dich ein ....

aber mir scheinen die Zukunftsaussichten im jetzigen Job nicht so rosig zu sein, na und deshalb ist wohl mal wieder ein "Tapetenwechsel" angesagt, komm das juckt Dich doch 15 Minuten ....
 

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