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Nennt man sowas schon Midlife-Crisis?

Vorweg:
Hör auf rückwärts zu denken, das bringt dich nicht vorwärts.

während die Torben und Paule mich haben (ohne Einwände) gehen lassen.

Das ist gegessen und jetzt gilt es nach vorne zu schauen.

Ich wünschte ich hätte nur diesen eingen Kumpel oder die eine Freundin mit der sowas mal möglich wäre.
das außenstehende fehlt mir.

Dann kümmere dich darum.

Ich habe versucht, neue Kontakte zu finden.

Und gecheckt, dass du es am falschen Ort versucht hast. Also versuche es anders.
Verein, Hobbystammtisch,...



Deine Geschichte ist die sich immer wiederholende Standardgeschichte von Unmengen an Paaren. Auch hier findest du reichlich Threads dazu mit guten Tipps; vielleicht nutzt du mal die Suchfunktion und findest so noch mehr Input.

Ihr geht es im Moment eigentlich sogar wieder ganz gut.

Oberflächlich. Doch ich meinte damit, stell ihr Fragen und höre gut zu. Was vermisst sie, was würde sie sich wünschen, wie sollte Beziehung für sie sein, usw.

Sie vermisst die Zuneigung meinerseits, das weiß ich. Aber ich bin mometan emotional unerreichbar oder überladen, dass ich mich kaum darauf einlassen möchte.
Meine sexuellen Bedürfnisse werden ihrerseits ohnehin abgetan, Sex ist für meine Frau tatsächlich sehr nebensächlich, da sind wir schon unterschiedlich.

Kann sie sich denn auf Zärtlichkeiten überhaupt einlassen, ober befürchtet sie, dass dies mit der Erwartung nach Sex verbunden ist?

Kannst du ihr körperlich nahe sein, ohne dass es für dich auf Sex hinauslaufen sollte?

Aber ist ja meist so dass der Mann da mehr möchte, oder?

Scheinbar schon.
Doch mehr oder weniger ist nicht nichts.
Und bei euch läuft es ja auf nichts hinaus, oder verstehe ich das falsch?


Es ist viel und doch fehlt etwas.
Gemeinsame neue Ziele?

Aber... wir haben die Zeit nicht füreinander genutzt. Irgendwie ist das Bedürfniss nicht da, weil man die Zeit "besser" nutzen muss

Ob ihr da wirklich die richtigen Prioritäten setzt?
Das Ergebnis scheint mir nicht überzeugend.

desto schneller wir runter ziehen, desto eher kann die Schwiegermutter oben rein

Und was bringt das, wenn dabei eure Beziehung vor die Hunde geht?

Und genau vor diesem Schritt habe ich so eine scheiß Angst

Möchtest du die Angst über dein Leben entscheiden lassen?
Wäre es nicht besser, du entscheidest?

Ich wollte mein Leben lang dazugehören, mit integrieren und vielleicht auf Respekt und Anerkennung erhalten für das, was ich mache, und ich bin an diesem Punkt angekommen, dass Leute mich aufsuchen für meine Meinung, mich brauchen, die Firma mich braucht, ich "wichtig" bin.

Vielleicht wäre es an der Zeit, zu überdenken, ob es Zeit wird für Weiterentwicklung und neue Denkansätze, andere Prioritäten.

ich weiß nicht, wie und wo man damit anfangen soll. Das nimmt mir alle Motivation im Moment, dass ich es auch garnicht mehr anpacken will.

Bei deiner Frau die Karten auf den Tisch legen, ehrlich sein, dich zeigen, in all deiner Verletzlichkeit.
Wenn du ihr nicht vertraust, mit ihr nicht reden kannst, was ist eure Beziehung dann wert?

Und beim Arzt die Karten auf den Tisch, damit dir geholfen werden kann.

Du hast hier doch schon alles aufgeschrieben. Drucke es aus, ergänze vielleicht, und gib es deiner Frau und dem Arzt.

Ich finde das selber absolut lachhaft, dass es eigentlich (vermutlich) ein Thema ist, was man mit Gesprächen lösen könnte, und gleichermaßen absolut keine motivation da ist, das Maul aufzumachen

Tja, wenn du willst, dass sich etwas verändert, wirst du dafür etwas tun müssen.
Änderst du kichts, beginnst nicht dich offen zu zeigen und zu reden, ändert sich gar nichts.

Entweder willst du es genug oder du leidest nicht so, dass du es genug wollen würdest.

Ich kann nicht genau sagen, wieso alles auf der Strecke geblieben ist, wir funktionieren momentan einfach, um dem Kleinen das beste Leben zu ermöglichen, dass er alles hat, ihm an nichts mangelt, er Gesund ist, ein Haus und eine prickelnde Zukunft hat, wir ihm die Welt zeigen können und werden. Wir sind zwei Leute die für einen kleinen Menschen funktionieren.

Ihm mangelt es an zufriedenen Eltern, denen es als Paar gut geht.
Und an Vorbildern dafür, wie man eine gute Beziehung führen kann.
Denkst du wirklich, das macht nichts mit ihm?

Meine sexuellen Bedürfnisse sind fast ein Taboo Thema. Meine Frau zeigt auch keinerlei Interesse an Sex, hat keine Bedürfnisse nach Befriedigung.

Hatte sie das nie? War das schon immer so?
Wenn das mal anders war, liegt es an euren Problemen, der Art, wie ihr Beziehung (nicht) lebt. Wer nur funktioniert stirbt innerlich.
Euer Sohn hätte lebendige Eltern verdient.

Wenn ich darübe reden will, wird aber abetan oder nicht wirklich ernst genommen habe ich das Gefühl.
Meine Frau verbindet Sex immer mit Liebe und Zuneigung. Es muss wirklich absolut alles stimmen und passen, damit sie diese Lust überhaupt spürt. Und das tut es eben nicht mehr seit der Schwangerschaft.
Und ich kann es nur ansprechen, und ein bedrücktes Schweigen zwischen uns erzeugen, weil sie auch weiß dass ich da was brauche, was sie nicht erfüllen kann/will.

Eure Art der Kommunikation könnte ein großes Problem sein.
Du willst "darüber" reden - worüber genau? Dass du Sex vermisst?
Für mich der falsche Ansatz. Vermutlich fühlt sie sich direkt unter Druck und macht sofort zu.
Und dann fühlst du dich unverstanden.

Euer Problem beginnt woanders. Ihr müsst euch als Paar wiederfinden, den anderen sehen, neu kennenlernen. Wenn da wieder etwas Leichtigkeit, Kribbeln und Romantik aufkommen kann, ihr euch wieder gerne kurz berühren und küssen mögt im Alltag, dann kann deine Frau das Gefühl bekommen, dass es wieder stimmt.

Wir sind müde... es ist einfach keine Kraft mehr da, das auch noch zu bewältigen.

Und wenn ihr so weitermacht und das Ruder nicht herumreißt, werdet ihr bald nicht nur müde, sondern innerlich tot sein.

Ich weiß nicht, ob du das verstehen kannst, aber wir haben all unsere Energie, Konzentration und Emotionen in dieses Haus, in das Kind und in unsere Karrieren gestopft.

Wie Tausende vor euch, neben euch, nach euch.
Wohin das führt, siehst du ja.

Unsere Prio's liegen einfach woander gerade.

Und, ist das Ergebnis gut so?
Oder wären eure Prios überdenkenswert?

Mehr vom Gleichen gibt weiter das gleiche Ergebnis, es wird nur schlimmer.
Soll sich etwas ändern, müsst IHR euch ändern, müsst ihr eure Herangehensweise ändern, eure Prios.

Wir hätten die Grundlage für ein unbeschwertes Leben unseres Kindes damit nicht. Das ist doch, worauf es ankommt, dass es dem Kleinen an nichts mangelt!

Wie unbeschwert kann ein Kind aufwachsen mit unglücklichen Eltern?
Euer Kind wird kaum besonders dumm sein, um das evtl. nicht mitbekommen zu können, oder?

Meine Frau kommt aus einer Scheidungsehe

Wie kommt es zu Scheidungen?
Ziemlich häufig durch Auseinanderleben.
Durch falsche Prios...

Kann ich aber nicht. Jede Freiheit, die ich mir nehme, ist gebunden am schlechten Gewissen.

Das kann man lernen, man muss es halt wollen.
Jeder 1 freien Abend pro Woche für sich, dann ist da doch ein Gleichgewicht und niemand muss ein schlechtes Gewissen haben.

Aber meine Frau alleine mit dem Kind zu lassen, wo ich weiß, dass es manchmal nicht einfach ist, finde ich selber sehr schwer mit Freude zu genießen.

Üben.
Umgekehrt übernimmst du ebenfalls regelmäßig, und sie geht zum Sport, Freundin treffen oder was auch immer.

Für gewöhnlich ist die Schwiegermutter auch immer mal da und nimmt ihn, sodass wir (natürlich am Haus, wie blöd) was machen können. Aber diese ist momentag für min. 4 Wochen auf Reham wohl verdient.

Ein zusätzlicher Babysitter wäre hilfreich und entlastend. Regelmäßig buchen, um ungestörte Paarzeit zu verbringen.
Paarzeit gehört ebenso als fester Termin in den Kalender wie berufliche und sonstige Termine.
 
...
Ich denke es ist einfach dieses Austauschen.
...
Na klar, so und nicht anders hatte ich das auch verstanden. Du vermisst jemanden, mit dem du einfach mal über alles reden kannst. Nur lass dich hier nicht provozieren, #tonytomate ist da vielleicht nicht der beste Ratgeber...

Andere trennen das ja auch. Mit dem Partner bespricht man andere Dinge als mit guten Freunden, eventuell bespricht man sogar Probleme, die man mit dem Partner hat, erst mit Freunden und nicht immer (sofort) direkt mit dem Partner. Das finde ich gar nicht schlimm. Manchmal ist es doch ratsam, extern seine Gedanken loszuwerden, zu ordnen.

Ich denke, da brauchst du mal wieder jemanden auch außerhalb deiner Ehe, bei dem du mit deinen Sorgen gut aufgehoben bist, bei dem du dich nicht verstellen musst. Alles, was man ausspricht, schrumpft doch tendenziell in der Bedeutung, insbesondere die Probleme. 😉 Und das kann auch erstmal ein Therapeut sein, bei dem sollte das sogar besonders gut klappen, da der von Berufs wegen Gedanken ordnet...

Also ich sehe hier drei Problemfelder:
- Du fühlst dich generell ein bisschen einsam, solltest auf die Suche nach (neuen) Freunden gehen und dir eventuell eine Therapie suchen
- Du vermisst körperliche (aber auch emotionale) Nähe mit deiner Frau, da solltest du dich ihr gegenüber öffnen
- Du bist vermutlich ein bisschen überarbeitet, bräuchtest mehr Auszeiten, mehr Aktivitäten, bei denen du auftanken, abschalten kannst, mit deiner Frau gemeinsam auch, vielleicht lässt sich das doch im Alltag mehr einbauen

Ich finde, das klingt gut zu bewältigen. Ich denke, wenn das bei dir auch im Kopf ankommt und du gezielt anfängst, an diesen Punkten zu arbeiten, dann lichtet sich das Dunkel. 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Rede zuerst mit deiner Frau. vielleicht hat sie auch Bock, sich einfach mal ins Auto zu setzen, die Musik aufzudrehen und loszufahren. Im Zweifelsfall geht das auch mit Kind. Falls ihr die Möglichkeit hat, das Kibd mal tageweise oder am Wochenende von jemandem betreuen zu lassen, dann tut das.

Kennst du "Paris, einfach so nur zum Spaß" von Udo Jürgens? Oder den Piñacolada-Song?

Vielleicht braucht ihr auch ein moderiertes Gespräch, damit es nicht nur bedrückendes Schweigen gibt.
 
Du hingegen lebst auf der Überholspur, hattest nie wirklich Sorgen, außer Dein X Leben.
Nö klar, er hatte nie wirklich Sorgen, nur Krebs. 🤦🏻‍♀️

Lieber TE, ich kann alles, was Du beschreibst, sehr gut nachvollziehen. Und ich glaube sehr wohl, dass es noch mit der Diagnose zusammenhängt.
Mit einer Krebs Diagnose bekommt man die brutale Gewissheit, dass das Leben tatsächlich endlich ist. Dass es sogar schon viel früher zu Ende gehen kann, als man je gedacht hätte.

Ich hatte die Diagnose genau vor drei Jahren. Und seitdem ist alles anders. Man hat Hunger auf Leben, aber für die anderen hat sich nichts verändert, geht der normale Trott weiter oder schleicht sich wieder ein. Ich weiß nicht, ob es das bei dir auch ist, diese Frage: War das jetzt wirklich alles? Hab ich alles erlebt, was ich noch erleben wollte?

Deine Frau lehnt Nähe ab, obwohl es dich eigentlich auch schon nicht mehr geben könnte. Du hast Kind, Haus, Job und solltest eigentlich glücklich sein. Du sehnst dich aber eher nach der Vergangenheit zurück oder nach einer anderen Zukunft….ins Auto setzen und losfahren…..

Vielleicht ist dein jetziges Leben, ja doch nicht das, was du dir wünschen würdest, wenn du meinetwegen nur noch kurz zu leben hättest? Wenn nein, dann musst du was ändern.
Wenn doch, dann musst du daran arbeiten, dass du es als solches wieder wahrnimmst.
 
Ich kann leider nicht auf alle Kommentare samt Quotes eingehen, ich versuche jetzt mal in den Raum zu antworten.

Ich habe gestern in einem ruhigen Moment, als der Kleine im Bett war, sie darauf angesprochen, dass wir mal das ernsthafte Gespräch führen sollten. Ich merkte natürlich sofort, dass sie sich Sorgen machte, um uns, unsere Beziehung, ob ich mich trennen will, weil auch sie weiß dass es in letzter Zeit S**** lief. Ich habe sie dann beruhigt, gesagt dass ich mein Leben mit ihr verbringen will und sich daran nichts geändert hat, wir aber an uns und ich vermutlich mehr an mir arbeiten müssten.

Weil ich abends ausnahmsweise mal verabredet war, beliesen wir es dabei, dass wir heute dieses Gespräch angehen wollten. Wir sind in den Stadtpark, der Kleine lag im Kinderwagen oder rannte ab uns zu ein bisschen herum, da haben wir die Zeit mal nutzen können. Mir fiel es unglaublich schwer, offen zu sprechen. Aber wir haben beide direkt festgestellt, dass es notwendig ist bzw. längst überfällig. Meine Frau weiß dass ich ein Typ bin, der bei Problemen viel zu selten das Maul aufmacht, es lieber insich hinein frisst, bloß dem Konflitk ausweichen.

Ich habe gesagt, dass ich Angst davor habe, diese Gespräche zu führen, weil ich immer befürchte, sie sagt mir die Wahrheit und die gefällt mir nicht. Klingt blöd, aber es ist nunmal so... wer will schon Bestätigung haben von etwas, wo vor er Angst hat. Wir haben sehr lange gesprochen, den kompletten Tag über eigentlich. Ich habe über meine Sehnsucht nach einem besten Freund/Freundin gesprochen, wie sehr mir so jemand fehlt und wie sehr ihr so jemand fehlt.

Meine Frau ist umgeben von Leuten, die Mamas sind, Mamas sein wollen und nichts anderes als Mama-sein im Kopf haben. Es geht immer nur über die Kinder und wie sie alle noch zwei oder drei haben wollen, während sie dafür absolut kein Verständnis hat. Ihre damaligen "Freundinnen" sind abhanden gekommen. Das Kind war für ihre beste Freundin zu viel, da sie selbst Ü30 war, kurz vor dem Kinderwunsch eine Beziehung beendete und jetzt irgendwie ein riesen Problem damit hat, das meine Frau all das hat was sie sich so sehr wünschte, also wurde meine Frau geblockt. Ihr fehlt also auch jemand externes...

Wir haben über unsere Wünsche und Ziele gesprochen... und wie wir eigentlich alles erreicht hatten, was wir all die Jahre wollten. Erst die Beziehung, dann zusammenziehen, dann Reisen, dann ein Kind, dann ein Haus, Karriere eh schon da... wir haben eigentlich all das erreicht und könnten alles abhaken. Wir haben uns die Frage gestellt, ob das auch ein Grund sein kann, dass wir keine weiteren, größeren Ziele mehr am Horizont sehen, weil wir so vom Haus eingebunden sind/waren.

Wir haben heute beschlossen, nächsten Sommer eine lange Kreuzfahrt um Norwegen zu machen... das Land und die Natur was schon immer ganz oben auf unserer Liste, aber wegen dem Haus hatten wir keine solche Reisen mehr geplant oder auf nur darüber nachgedacht. Das haben wir heute geändert. Wir müssen definitv raus aus dem Haus, mal abschalten!

Wir haben über unsere Liebe gesprochen, und wie die Zuneigung zueinander so abenommen hat. Die Schwangerschaft hatte auch ihren Teil dazu beigetragen, vor allem zum Thema Sex. Meine Frau hatte die Schwangerschaft über immer Angst vor Infektionen oder das was mit dem Kind wäre, sollten wir Sex haben. Und als die Geburt vorüber war, und sie genäht wurde und eben lange auch nicht konnte, hatte sie nie wieder das Gefühl oder die Lust entwickelt. Anfangs war es noch Angst vor dem Sex, vor eventuellen Schmerzen oder dass es sich anders anfühlt. Aber inzwischen ist es einfach nur noch dieser Trott. Den Tag über ist es einfach anstrengend, morgens den Kleinen fertig machen (wir teilen uns jede Aufgabe, also sie muss hier nichts alleine machen), Tagsüber ihr neuer Job, der ihr leider garnicht mehr gefällt, nachmittags das Kind aus der Kita ab 15 Uhr dann. Abend versuche ich noch was schönes zu kochen (ich koche bei uns) und dann geht der kleine so gegen 19 bis 20 Uhr ins Bett. Und dann ist sie einfach... fertig. Und ich meist auch.

Sie sagte dann, dass sie die Zeit dann gerne für sich hätte, sich nicht noch um meine Belange kümmern möchte, sie das Gefühl hat, dass sie sich selbst zu kurz kommt im Moment. Und dann lieber die Zeit alleine verbringt. Sie hätte auch gerne wieder diese Zuneigung und diese Gefühle, kann das aber einfach im Moment nicht mehr.

Beim Thema Sex habe ich klargestellt, dass ich da nichts verlange oder einfordern möchte, aber dass ich so langsam verhungere... sie kann sich einfach nicht vorstellen, mir etwas gutes zu tun, ohne selber dabei Lust dazu zu haben. Also zum Beispiel mal ein Blowjob oder sowas, das geht nur wenn sie auch darauf Bock hat. Und wer hat das schon, mal ehrlich? Also macht sie lieber nichts...

Und selber hat sie aber auch keine Lust mehr entwickelt, also auch keine Selbstbefriedigung oder dass ich sie einfach mal verwöhne, ohne Gegenleistung oder sowas, aber auch da ist keinerlei Lust danach vorhanden. Sie weiß es selber, dass das nicht richtig ist, und sie will es auch anders, aber sie kann es nicht erzwingen.

Sei nimmt Antidepressivum, die sie von der Frauenärztin bekommen hatte, weil sie manchmal das Gefühl hat, das Kind sei nicht ihres. Also... da ist eine Baustelle offen, die ich nicht erklären oder schließen kann. Ich versuche ihr gut zuzureden, dass das Zeit braucht, dass sich das Kind erst noch entwickeln muss, und wenn er erstmal anfängt Mama und Papa zu sagen, oder wirklich Kuscheln will, glaube ich, dass diese Muttergefühle schon herauskommen.

Aber auch hier, das ist alles einfach zu viel gewesen die letzen Jahre. Wir haben uns so übel mit dem Haus verrannt, dass wir unser eigenes Kind scheinbar nicht... genießen konnten.

Wir haben nach einer Weile dann gemerkt, dass wir so die meisten Themen angesprochen und die meisten Probleme und Punkte erkannt haben. Ich sagte zudem, dass wir das öfters machen müssen, ich diese Gespräche öfters einfordern werde, auch von mir selst fordern muss. Weil ich gesehen habe, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zumindest ansatzweise. Wir haben zumindest schonmal unsere Probleme klar erkannt und auch aus der Perspektive des jeweils anderen immer den gleichen Punkt getroffen.

Schlussendlich sind wir beide auf dem gleichen Nenner. Wir wollen diese Beziehung beibehalten und daran arbeiten. Ich habe ihr von diesem Forum erzählt und dass ich mir hier Hilfe gesucht habe... sie hat nur gelacht als sie meinte dass es immer erst Fremde braucht die mir Idiot sagen, dass ich mit ihr reden sollte, hehe. Ja, ich weiß... aber ich versuche es... wirklich.

Noch was gutes, ich habe einen ehemaligen Kollegen von mir angeschrieben, nach ein wenig hin und her habe ich ihm etwas von der Situation und meinen Umständen erzählt und wir haben uns mal direkt für Freitag verabredet. Meine Frau hat gesagt ich solle das machen, rausgehen, mal was anderes machen und das schlechte Gewissen ingonieren, ist sie selsbt doch oft genug abends weg zum Sport oder Tanzen.

Also.. ich möchte nochmal ganz klar betonen, ich danke jedem Einzelnen von Euch für jedes einzelne Wort. Das hat mir doch viel Mut gegeben, dass ich endlich mal den Weg auf meine Frau zugehe und von mir heraus das Gespräch suche. Es sind heute auf Tränen geflossen, die mich haben sehen lassen, was meiner Frau wirklich gefehlt hat die letzen Wochen und Monate und ich werde hart an mir arbeiten dafür. Aber ich musste das erstmal so los werden und mir klarmachen, dass ich es sein muss, der mal den A**** hochbekommt.
 
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