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Nennt man sowas schon Midlife-Crisis?

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Ich wünschte ich hätte nur diesen eingen Kumpel oder die eine Freundin mit der sowas mal möglich wäre. Ich weiß, ich weiß, es kommen auch immer die gleichen Anmerkungen, wozu ich denn eine Frau habe, wenn ich sie nicht dazu einbeziehe, sie daran teilhaben lasse. Aber... ich weiß nicht ob das jeder verstehen kann, manchmal brauchst du einfach jemanden externes, der die Dinge auch mal objektiv betrachten kann, ohne direkt mit Erwartungen und Gewohnheiten die Situation betrachtet.
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Geh doch los auf die Suche. Aber du musst deine Nase halt rausstrecken. Ich bin gerade freizeittechnisch in einer neuen Gruppe, da wurde man ab dem zweiten Mal schon zur Begrüßung und zum Abschied umarmt und es wurden schnell auch persönliche Themen besprochen. Es gibt doch mehr Menschen, die da auf der Suche sind, als man denkt. Vielleicht mal online gucken auf Bumble, Meetup oder Nebenan.

Vielleicht kannst du auch eine Gruppentherapie machen. Dort sitzen dann Menschen mit ähnlichen Problemen. Da ergibt es sich schnell, dass ihr euch auch privat mal trefft.

Oder du aktivierst alte Kontakte. Einfach mal alle anschreiben, durchtelefonieren. Bei wem es am Ende passt, das merkst du ja dann. Das müssen gar nicht unbedingt die besten Freunde von damals sein. Vielleicht ist es ein lockerer Kumpel von früher, der dir aber jetzt mit seinen Themen näher ist und dadurch ergibt sich eine (neue) Verbundenheit.
 
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Geh doch los auf die Suche. Aber du musst deine Nase halt rausstrecken. Ich bin gerade freizeittechnisch in einer neuen Gruppe, da wurde man ab dem zweiten Mal schon zur Begrüßung und zum Abschied umarmt und es wurden schnell auch persönliche Themen besprochen. Es gibt doch mehr Menschen, die da auf der Suche sind, als man denkt. Vielleicht mal online gucken auf Bumble, Meetup oder Nebenan.

Vielleicht kannst du auch eine Gruppentherapie machen. Dort sitzen dann Menschen mit ähnlichen Problemen. Da ergibt es sich schnell, dass ihr euch auch privat mal trefft.

Danke Dir, ich weiß was du meinst. Ich habe bereits gesucht, ich war nur zu dumm das in meinem Arbeitsumfeld zu machen. Ich habe mir damit teilweise böse die Finger verbrannt, weil ich gemerkt habe, dass gerade in meinem Beruf jeder die Schwäche des anderen ausnutzt, um sich selber besser darzustellen. Ich wusste daher auch schnell, mich privat davon fern zu halten. Vielleicht schaue ich mal nach den genannten Gruppen. Danke für deine Worte.

Generell nochmal an alle, ich danke Euch allen SO SEHR für eure Worte und das Eingehen auf meinen Kummer, Ihr helft mir inzwischen schon mehr als Ihr auch vorstellen könnt! Ich bin sehr schlecht darin, mich wirklich zu öffnen, daher bin ich umso dankbarer mit so viel Antworten beschenkt zu werden!
 
Danke Dir, ich weiß was du meinst. Ich habe bereits gesucht, ich war nur zu dumm das in meinem Arbeitsumfeld zu machen. Ich habe mir damit teilweise böse die Finger verbrannt, weil ich gemerkt habe, dass gerade in meinem Beruf jeder die Schwäche des anderen ausnutzt, um sich selber besser darzustellen. Ich wusste daher auch schnell, mich privat davon fern zu halten. Vielleicht schaue ich mal nach den genannten Gruppen. Danke für deine Worte.
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Ja, das verstehe ich. Menschen finden doch oft Freundschaften im Arbeitsumfeld, da denkt man, warum ich nicht auch.

Aber wenn man psychisch ein wenig angeschlagen ist, ist das leider nicht immer die beste Wahl. Man ist doch verletzlicher als andere und das will man nicht unbedingt den Kollegen in die Hände spielen.
 
Hey @Phlics
ach, das wollte ich noch ergänzen. Ich denke, du hast eine kleine Midlife-Crisis (oder eine leichte Depression). Denn das, was du beschreibst, hört sich für mich ganz normal an. So geht es sicher der Mehrheit der Menschen in der Mitte ihres Lebens.

Eigentlich läuft doch alles gut, du hast eine gute Beziehung zu deiner Frau, die sich auch nicht wenig liebevoll anhört, ihr habt viel geschafft zusammen, im Prinzip alles, was ihr wolltet, ihr habt ein problemloses Kind, Familie, die euch unterstützt, du hast einen Job, den du gut und gerne machst. Ab und zu schafft ihr es sogar, ein bisschen Aufregung, Abwechslung reinzubringen in den Alltag (Reisen).

Eventuell ist die Arbeitslast für euch teilweise ein bisschen zu viel gerade. Da müsst ihr doch mal gucken, wie da mehr Entlastung reinkommt, ihr euch mehr (gemeinsame) Inseln zur Entspannung einbauen könnt, du insbesondere dir wieder Menschen in dein Leben reinholst, die dir guttun. Solche Kontakte brauchen ja auch Pflege und (Frei-)Zeit, damit sie aufgebaut werden können. Ich glaube übrigens, deine Kollegen tun dir nicht gut, du scheinst nicht wirklich begeistert zu sein, das mitzumachen, was sie leben, nur Oberflächlichkeit, Party, Affären...

Bleibt noch das Thema mit dem unterschiedlichen Bedürfnis nach Sexualität. Das ist wohl am Ende immer am schwierigsten zu lösen. Deine Frau sehnt sich aber doch augenscheinlich schon nach körperlicher Nähe, nur anders als du. Ich weiß nicht, ich denke, ihr müsst weiter darüber reden. Vielleicht wollt ihr am Ende sogar Ähnliches, nur sie braucht ein anderes Setting, möchte eine entspannte Atmosphäre, kriegt den Kopf nicht frei, um sich einlassen zu können. Eventuell könntet ihr das gemeinsam so gestalten, dass ihr beide euch (wieder) wohlfühlt.

Du liest dich sympathisch. Ich drücke die Daumen, dass du (ihr) das in den Griff bekommt. 🍀 Und scheu dich nicht, auch professionelle Hilfe anzunehmen. Ein Therapeut ist doch jemand, der da mal von außen, objektiv auf die Situation draufschaut. Also genau das, was du dir wünscht.
 
Ich finde es unsinnig wie unkonkret Du mit Deinem Problem umgehst und wie viele Baustellen Du in nur einem Thread aufmachst:

- Das Problem mit den Freunden (was eigentlich egal ist, weil so nun mal das Leben ist)
- Das Problem mit Deiner Ehe (bei der Ihr Euch zu abhängig voneinander gemacht habt)
- Dein Wunsch fremdzugehen, weil Dir irgendein jugendlich wirkender Kollege Unsinn einredet
- Die Probleme auf der Arbeit

Konzentrier Dich mal auf das was wichtig ist und sortiere es nach Schwierigkeitsgrad:

- Man kann seinen Job wechseln, wenn man nicht 100% zufrieden ist und es Nervfaktoren im Job gibt (wie die omniösen Afterworkparties und der Fakt, dass alle im Prinzip zu jung für Dich sind, um Freundschaften zu schließen; man kann sich schon aussuchen in welches Umfeld man sich selbst setzt)

- Deine Eheprobleme, wo Du mal eine Kommunikationsebene mit Deiner Frau finden solltest. Familie mit Kindern ist nun mal anstrengend. Setzt Euch zusammen und guckt, was Ihr tun könnt.

- Streich Deine alten Freunde raus. Die spielen keine Rolle mehr.

Ich sag es noch mal: Umfeld ist echt alles. Wenn das Arbeitsumfeld toxisch und destruktiv ist... such Dir was anderes. Fang dort an zu verändern, wo es zuerst greift.
 
Warum fährst Du nicht die Leute aus der Vergangenheit besuchen? Du machst die 500km Reise, wenn Du Urlaub hast und mietest Dich in eine Pension ein, wenn Du merkst, Du bist herzlich willkommen.

Auf der Arbeit würde ich nichts mit anderen anfangen, Weder Liebschaften noch Freundschaften. Das kann zur Kündigung und zu einem schlechten Betriebsklima führen.

Wenn es nur um X geht, fahr zu einer Professionellen.
 
Ich finde es unsinnig wie unkonkret Du mit Deinem Problem umgehst und wie viele Baustellen Du in nur einem Thread aufmachst:

- Das Problem mit den Freunden (was eigentlich egal ist, weil so nun mal das Leben ist)
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Ich kenne das, er hat sich vergrübelt 😉 ... Und wahrscheinlich zu wenig über alles mal mit Menschen gesprochen.

Ich glaube schon, dass das Problem mit den alten Freunden hier auch relevant ist. Es steht stellvertretend dafür, was Phlics fehlt. Es ist nicht insofern wichtig, als dass er die Freundschaften wiederbeleben könnte oder sollte, aber es kann Hinweise darauf geben, wo seine Leerstelle ist, die er füllen sollte.
 
Ich bringe es mal auf den Punkt, super Job, tolle Frau, aber kein X, eigenes Haus, Frau ist auch glücklich im Beruf, wunderbares, gesundes Kind.

Finde Dich damit ab, dass man nicht alles im Leben haben kann. Wenn das X Problem so groß ist, dann mußt Du Dir das woanders holen. Entweder guckst Du Dir Filme an und wedelst Dir einen von der Palme. Affäre oder in der Firma, absolutes NOGO. Du würdest überall dastehen wie der letzte Heuler. Deswegen, fahr zu Profis, am besten mindestens 50km weit weg. Du mußt mit niemanden darüber reden, das ist Dein Geheimnis. Ansonsten hilft nur chemische Kastration.

Alternative, Haus verkaufen, Frau ausbezahlen, jeder kauft sich ne Wohnung und fängt ein neues Leben an. Das Kind bleibt bei der Frau und Du konzentrierst Dich auf das was kommt.

Freund von mir, dessen Frau ist Topmanager. Seit die mit der Firma verheiratet ist, liegt das X Leben auf Eis. Die kippt sich jeden Tag eine Flasche Rotwein runter, raucht wie ein Schlot, isst fast nichts, obwohl er jeden Tag Menüs zaubert wie im Fernsehen. Was macht er? Er kompensiert das durch Luxuskarossen, 2x im Jahr den neusten Sportwagen, 1x im jahr Luxusreise, Einkauf nur im Feinkostladen, das Beste vom Besten, Essen nur im 5 Sterne Tempel, wo Himalayawasser für 150 die Flasche serviert wird. Der hat sich damit abgefunden. Wäre die Ehe im A., würde er im Dönertempel essen und Leitungswasser runterkippen.

Alles im Leben hat seinen Preis. Du kannst Dir auch ein paar Kumpels im Ort suchen, machst das wie so viele, nach Thailand 2 Wochen fliegen und es dort krachen lassen. Deiner Frau erzählst Du was von einer Geschäftsreise, Kulturreise, was weiß ich.

Ich kenne einen Bauern, der keine, wirklich keine Frau im Leben abbekommen hat. Der ist nach Thailand, hat eine Frau importiert, hat zwei Kinder, die Frau kann nun gut Deutsch und ist glückliche Bäuerin. Mit den Kids war ich auch schon im Kino, die sind groß geworden, voll integriert. Alle total happy. Sowas wie Liebe oder X, das kannte der 50 Jahre nur aus dem Fernsehen.

Ich war mal total glücklich in meinem Beruf, so glücklich, daß es mir an nichts fehlte. Man kann auch mit einer Sache ein glücklicher, zufriedener Mensch sein.

Was ist Glück? Ich glaube, Du weißt nicht, wie gut Du es im Leben getroffen hast.

Mein ganzes Berufsleben nach dieser schönen Zeit war ein Haufen Scheisse. So schlimm, daß ich kurz davor war, gegen einen Brückenpfeiler zu donnern. Meine heutige Frau lernte ich bei einem Job kennen, wo man auf die Uhr geschaut hat und dachte, dass das Leben zu Ende sei. Ich war schon in Firmen, dagegen ist ein Stahlwerk in Indien kalter Kaffee, denn auch in D. gibt es Firmen aus der Hölle. Leiharbeiter verlor einen Finger, den setzte man einfach in den nächsten Zug auf nimmer wieder sehen. Man kann sich nicht wirklich vorstellen, was in deutschen Betrieben abgeht, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Du hingegen lebst auf der Überholspur, hattest nie wirklich Sorgen, außer Dein X Leben. Ich denke, daß es Schlimmeres im Leben gibt, auch, wenn es für Dich das größte Problem aktuell ist.
 
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Ich finde es unsinnig wie unkonkret Du mit Deinem Problem umgehst und wie viele Baustellen Du in nur einem Thread aufmachst:

- Das Problem mit den Freunden (was eigentlich egal ist, weil so nun mal das Leben ist)
- Das Problem mit Deiner Ehe (bei der Ihr Euch zu abhängig voneinander gemacht habt)
- Dein Wunsch fremdzugehen, weil Dir irgendein jugendlich wirkender Kollege Unsinn einredet
- Die Probleme auf der Arbeit

Konzentrier Dich mal auf das was wichtig ist und sortiere es nach Schwierigkeitsgrad:

- Man kann seinen Job wechseln, wenn man nicht 100% zufrieden ist und es Nervfaktoren im Job gibt (wie die omniösen Afterworkparties und der Fakt, dass alle im Prinzip zu jung für Dich sind, um Freundschaften zu schließen; man kann sich schon aussuchen in welches Umfeld man sich selbst setzt)

- Deine Eheprobleme, wo Du mal eine Kommunikationsebene mit Deiner Frau finden solltest. Familie mit Kindern ist nun mal anstrengend. Setzt Euch zusammen und guckt, was Ihr tun könnt.

- Streich Deine alten Freunde raus. Die spielen keine Rolle mehr.

Ich sag es noch mal: Umfeld ist echt alles. Wenn das Arbeitsumfeld toxisch und destruktiv ist... such Dir was anderes. Fang dort an zu verändern, wo es zuerst greift.

Ich bin ehrlich wenn ich sage, dass die "Probleme" wenn man sie angesichts mancher Kommentare so überhaupt noch nennen sollte, sich über die Jahre diffusiert haben. Alles verschwimmt im Brei aus was mal war und was es sein sollte oder was ich erwarte. Ich sage nicht, dass es berechtigt ist, mag sein dass ich vieles zu sehr verstreue aber ich versuche grundsätzlich auch all das zu nennen, was dem ultimativen Thema, weshalb ich mich überhaupt äußere, beisteuert: Traurigkeit.

Sie kommt ja irgendwoher und ich versuche nur all das zu beschreiben oder zu erläutern, was in mir diese Traurigkeit auslösen könnte.

Ich will meinen Job nicht wechseln! Klar habe ich gewisse Punkte genannt, aber ich sage nicht dass dies mein komplettes Arbeitsumfeld auch so einnimmt. Ich habe wahnsinnige Freiheiten bei diesem Unternehmen, eine Teamleiterin die sich unglaublich für ihre Mitarbeiter einsetzt. Ich liebe die Arbeit und das, was ich da tue und es erfüllt mich beruflich zum ersten Mal in meinem Leben! Die Aspekte, die ich genannt habe, sind halt so Triggermomente, aber nicht das alltägliche.

Ich kenne das, er hat sich vergrübelt 😉 ... Und wahrscheinlich zu wenig über alles mal mit Menschen gesprochen.

Ich glaube schon, dass das Problem mit den alten Freunden hier auch relevant ist. Es steht stellvertretend dafür, was Phlics fehlt. Es ist nicht insofern wichtig, als dass er die Freundschaften wiederbeleben könnte oder sollte, aber es kann Hinweise darauf geben, wo seine Leerstelle ist, die er füllen sollte.

Ich denke es ist einfach dieses Austauschen. Ich will niemanden zum X oder sowas, auch wenn man das vielleicht so rauslesen konnte. Aber jemanden, mit dem ich über X einfach reden kann, ohne verurteilt zu werden, ohne Gefühle zu verletzen, ohne Haken. Aber auch nicht NUR, das sollte garnicht so klingen. Meine ehemaligen Freunde waren für solche Themen immer offen, und wenn ich Bedenken hatte, Kummer, Frust, Sehnsüchte, oder neue Fantasien besprechen wollte, dann konnte ich meinen geistigen Müll da abladen, auch wenn es jetzt merkwürdig klingt. Aber ich konnte es loswerden und neue Perspektiven und Idee aufnehmen. So wie sie sich bei mir entladen konnten. Das hat nichts mit X zutun, das geht darüber hinaus... so empfand ich es zumindest.

Kann schon sehr gut sein, dass mir das genau fehlt, nur eben noch die Lebensistuation ontop dazukommt. Dass ich mit meiner Frau das Gespräch suchen werde, ist mir mehr als klar und ich werde es auch nicht länger aufschieben können. Morgen ist ja mal Feiertag, da dürfen wir auch mal garnichts am Haus machen.

Ich bringe es mal auf den Punkt, super Job, tolle Frau, aber kein X, eigenes Haus, Frau ist auch glücklich im Beruf, wunderbares, gesundes Kind.

Finde Dich damit ab, dass man nicht alles im Leben haben kann. Wenn das X Problem so groß ist, dann mußt Du Dir das woanders holen. Entweder guckst Du Dir Filme an und wedelst Dir einen von der Palme. Affäre oder in der Firma, absolutes NOGO. Du würdest überall dastehen wie der letzte Heuler. Deswegen, fahr zu Profis, am besten mindestens 50km weit weg. Du mußt mit niemanden darüber reden, das ist Dein Geheimnis. Ansonsten hilft nur chemische Kastration.

Alternative, Haus verkaufen, Frau ausbezahlen, jeder kauft sich ne Wohnung und fängt ein neues Leben an. Das Kind bleibt bei der Frau und Du konzentrierst Dich auf das was kommt.

Freund von mir, dessen Frau ist Topmanager. Seit die mit der Firma verheiratet ist, liegt das X Leben auf Eis. Die kippt sich jeden Tag eine Flasche Rotwein runter, raucht wie ein Schlot, isst fast nichts, obwohl er jeden Tag Menüs zaubert wie im Fernsehen. Was macht er? Er kompensiert das durch Luxuskarossen, 2x im Jahr den neusten Sportwagen, 1x im jahr Luxusreise, Einkauf nur im Feinkostladen, das Beste vom Besten, Essen nur im 5 Sterne Tempel, wo Himalayawasser für 150 die Flasche serviert wird. Der hat sich damit abgefunden. Wäre die Ehe im A., würde er im Dönertempel essen und Leitungswasser runterkippen.

Alles im Leben hat seinen Preis. Du kannst Dir auch ein paar Kumpels im Ort suchen, machst das wie so viele, nach Thailand 2 Wochen fliegen und es dort krachen lassen. Deiner Frau erzählst Du was von einer Geschäftsreise, Kulturreise, was weiß ich.

Ich kenne einen Bauern, der keine, wirklich keine Frau im Leben abbekommen hat. Der ist nach Thailand, hat eine Frau importiert, hat zwei Kinder, die Frau kann nun gut Deutsch und ist glückliche Bäuerin. Mit den Kids war ich auch schon im Kino, die sind groß geworden, voll integriert. Alle total happy. Sowas wie Liebe oder X, das kannte der 50 Jahre nur aus dem Fernsehen.

Zu sagen, "Es ist halt so, komm damit klar" klingt wie agehakt, erledigt, next... und ich finde es zwar ok, die knallharte Ehrlichkeit, aber ich denke dass da mehr sein muss. Vielleicht hast du es auch nicht ganz so verstanden oder ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich will meine Kollegen nicht fiX, ich will keine ProstX, ich will keinen Thailandurlaub. Wenn ich diesen Druck ablassen will, mache ich es eben manuell. Aber es geht hier nicht nur darum. Es fehlt mir, ganz klar, aber ich bin nicht bereit so weit zu gehen, sry. Das hilft mir auch nicht... ich will meine Frau aber die emotionale Ebene muss ich erstmal richten. Und dafür wollte ich meinen Kram aufschreiben und von euch eine außenstehende Perspektive auf die Sache zu erhalten, vielleicht öffnet mir das die Augen...
 
Ich weiß nicht, ob du das verstehen kannst, aber wir haben all unsere Energie, Konzentration und Emotionen in dieses Haus, in das Kind und in unsere Karrieren gestopft.

Ich kann nicht genau sagen, wieso alles auf der Strecke geblieben ist, wir funktionieren momentan einfach, um dem Kleinen das beste Leben zu ermöglichen, dass er alles hat, ihm an nichts mangelt, er Gesund ist, ein Haus und eine prickelnde Zukunft hat, wir ihm die Welt zeigen können und werden. Wir sind zwei Leute die für einen kleinen Menschen funktionieren.
Ich kenne so einige Fälle wie deinen. Teilweise aus dem Reallife und auch regelmäßig hier im Forum: Die Partnerschaft startet auf Wolke 7, alles ist perfekt. Dann kommt das Haus und das erste Kind. Die Priorität verlagert sich Richtung Pflichterfüllung. Das Interesse an Sex schwindet seitens der Frau, der Mann wird zunehmend frustrierter. Beide leben sich sukzessive auseinander, werkeln aber trotzdem noch weiter am Haus herum. Ist es dann endlich komplett eingerichtet und der Garten schön, ist die Beziehung praktisch abgestorben und man kann nahtlos in den Verkauf der schicken Hütte übergehen.

Niemand fordert von euch Höchstleistungen. Das Haus muss nicht bis zu einem Datum X perfekt sein. Der Kleine muss keine 800k erben, um eine prickelnde Zukunft zu haben. Das schönste Geschenk für ein Kind ist es unbeschwert sein zu können und Teil einer liebevollen, harmonischen Familie zu sein. Sich selbst aufzugeben führt nur dazu, dass die Familie auseinanderbricht und das Kind später ggf. Schuldgefühle entwickelt.
 

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