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Natürlicher vs. beigemessener Wert

Für mich geht diese Selbst-Wert Betrachtung zu sehr in eine materielle Richtung und führt zudem auch zu einer Bewertung, gleichzusetzen mit Benotung.
Und so will ich weder mich noch andere betrachten.

Anstatt nur auf sich zu schauen, könnte man sich ja fragen warum man andere Menschen gut behandelt. Müssen sie sich das auch erst verdienen?
Oder handelt man eher nach dem Grundsatz, liebe deinen nächsten wie dich selbst?
Dann merkt man auch erst wie es um die Selbstliebe bzw Selbstakzeptanz bestellt ist.

Liebe an Bedingungen zu knüpfen ist wie als wenn man mit einem seltenen Gut zu tun hat oder geizig ist.
Es tut mir nicht weh andere zu lieben, noch verliere ich dabei etwas.
Nur Bedingungen daran zu knüpfen macht das ganze kompliziert und evtl schmerzhaft.
Man erhebt sich dadurch auch in eine Machtposition, denn tust oder bist du nicht so wie ich das will dann entziehen ich dir meine Liebe. Arme Menschen eigentlich, die gar nicht wissen was Liebe ist.

Gebe das was du dir am meisten wünschst, dann erfährst du es auch selbst. Denn Liebe als Gefühl entsteht ja in uns selbst und geht nicht weg wenn wir sie schenken.
 
Das ist richtig.

Die Quadratur des Kreises beginnt oft schon damit, dass man sich selbst lieben muss, um einen anderen Menschen lieben zu können. So heißt es jedenfalls.
Nach ausreichend schlechten Erfahrungen wird der Selbstwert oder die Selbstliebe aber eher gering ausfallen - wie also soll Liebe möglich sein? Ist man dann unliebbar? Eben nichts wert?

Du verstehst schon, was ich meine...

So fühle ich mich schon mein Leben lang.
 
Selbstwbewusstsein hat nichts mit meinem Wert als Mensch zu tun, wie ich ihn verstehe. Nurbweil jemand ein geringeres Selbstbewusstsein hat, ist er nicht weniger Wert. Genauso wenig, wie jemand, der ein unausgefülltes Sozial- oder Liebesleben hat.
Klar, das heißt nicht, dass man halt immer so weiter machen soll, wenn man z.B. schmierig, oder aufdringlich, unangenehm ist, dann hat es einen Grund, warum man vll keine Freunde oder Partner hat.

Aber deshalb istbder Mensch nicht weniger wert.
Meiner Meinung nach wird der Mensch mit einem ihm innewohnenden Wert geboren. Vielleicht das, was man sonst als Würde bezeichnen würde.
Jedes Kind, das geboren wird, verdient Liebe und Schutz - ist dessen wert. Genaubwie jeder Mensch verdient gesunde, nicht toxische zwischenmenschliche Beziehungen im Leben zu haben (was nicht heißt, dass man nicht mitunterban sich selbst arbeiten muss, weil man selbst dem im Weg steht. Aber aufgrund meines mir innewohnenden Wertes, verdiene auch ich das, trotz meiner Fehler. Und nur deshalb hat es überhaupt Sinn, an diesen Fehlern zu arbeiten).

Meine Deutung.

PS Sorry für die Tippfehler. Kann am Handy einfach nicht schreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele Frauen würden den Satz umdrehen und ebenfalls unterschreiben. Vielleicht geht es einem besser bis solchen Sätzen, die einen triggern, wenn man einfach akzeptiert, dass man selbst als Person das Gefühl hat, dass man sich seinen Wert erarbeiten muss. Egal, ob es nun andere angeblich einfacher haben und ob die Ursache das Geschlecht ist. Dir geht es eben so. Ich glaube, es gibt keinen "Wert".
 
Selbstwbewusstsein hat nichts mit meinem Wert als Mensch zu tun, wie ich ihn verstehe. Nurbweil jemand ein geringeres Selbstbewusstsein hat, ist er nicht weniger Wert. Genauso wenig, wie jemand, der ein unausgefülltes Sozial- oder Liebesleben hat.

Meiner Meinung nach wird der Mensch mit einem ihm innewohnenden Wert geboren. Und nur deshalb hat es überhaupt Sinn, an diesen Fehlern zu arbeiten).
Das ist genau das, was ich meine. Diese Erkenntnis reift möglicherweise erst im Laufe des Lebens und schützt nicht vor Verletzungen.
 
Damit etwas einen Wert zugesprochen bekommen kann, braucht es doch dafür Kriterien die erfüllt gehören.

Wie wertvoll ist also zb ein bestimmter Gegenstand für mich, nutz er mir in seiner Funktion? Erleichtert er mir mein Leben oder ist er gar überlebensnotwendig? Ist er selten oder wurde von einer bedeutenden Person erschaffen?

Das bestimmt doch den Wert eines Gegenstandes.
Welche Kriterien hat dann ein Menschen zu erfüllen um für mich wertvoll zu sein? Möchte ich ihn etwa auch wie einen Gegenstand benutzen? 🤔

Ich möchte keinen andere Menschen für meine Zwecke benutzen, noch möchte ich von anderen benutzt werden.
Das Bedürfnis, wertvoll für andere sein zu wollen ist doch irgendwo krank.

Das Bedürfnis für andere da zu sein schaut nicht nach dem eigenen "Wert", sondern danach was andere erfreut oder das Leben angenehmer gestaltet.

Oder wollen wir wirklich wie Produkte miteinander in den Wettstreit gehen um herauszufinden wer wertvoller ist, weil er mehr Kriterien dafür erfüllt? Erst dadurch werden ja Menschen mit Minderwertigkeitsgefühlen erschaffen. Weil wir eben alle unterschiedlich sind.

Ich für mich versuche dieses Wort Selbstwert einfach mal zu streichen. Ich muss mich nicht verkaufen oder für jemanden nützlich sein. Wenn ich es für jemanden bin, schön, aber das ist nicht meine Absicht. Es soll nicht meine Absicht sein zu gefallen wie ein Produkt oder Kunstgegenstand.

Früher war es verstärkt die Hautfarbe die einem Menschen einen bestimmten Wert gab. Wie kann man Menschen nur anhand irgendwelcher Kriterien betrachten. Das ist ziemlich unmenschlich finde ich.
Das gleiche bei Mann oder Frau, Reich oder arm, gebildet oder ungebildet.

Mir hilft es am besten mich gedanklich in die andere Person zu versetzen. Wie wollte ich behandelt werden als Schwarzer, als Mann, als Ungebildeter, als Armer oder Reicher.
Alle wollen da eigentlich das gleiche, wenn sie sich nicht als "wertvoller" betrachten. Denn dann erwarten sie natürlich eine Sonderbehandlung, weil sie ja so wertvoll sind...
 
Es sind Grundlagen des Lebens. Wenn ich mir Liebe und Zugehörigkeit erst verdienen soll, lebe ich im Grunde überhaupt nicht. Dann überlebe ich stattdessen.
Das trifft mein Gefühl ziemlich direkt.
Welchen Wert habe ich für eine bestimmte soziale Gruppe um mich ihr anschließen zu dürfen?

Es ist ja so, daß unser steinzeitliches Programm die Evolution verpennt hat und immer noch mehr oder weniger unbewusst fleißig am Machen ist.
Es ist also nach wie vor auf Bindung an eine Gruppe fixiert, dauerhaftes Alleinsein kann Einsamkeitsgefühle und Depressionen zur Folge haben.
Jetzt hat in der Steinzeit vermutlich keine Sippe "nutzlose" Mitglieder aufgenommen, jeder hat irgendeine Funktion erfüllt um sich einen Anteil an den knappen Ressourcen der Gruppe zu verdienen.
Heutzutage wie gesagt kein Thema mehr aber andere Überbleibsel aus dieser Zeit finden sich immer noch z B. in unserem Datingverhalten. Manches davon wird bequemerweise von einigen Leuten immer noch als Entschuldigung für gewisse Anspruchshaltungen verwendet.

Wenn ich heute aber z.B. Teil einer Ehe bin, weil ich auf dem Standesamt irgendeinen Zettel unterschrieben habe, wo ist dann mein Part in dieser Familie, den nicht auch irgendjemand anderes erfüllen könnte?
 

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