Als Kind hast du die Schuhe anzuziehen, die dir hingestellt werden und in die du buchstäblich hineingeprügelt wirst. Die musst du dir erstmal von den Füßen reissen, eine Weile barfuß gehen, bis du die passenden gefunden hast. Kein Grund für Überheblichkeit. Freu dich, wenn du woanders hineingeboren wurdest...
Trotzdem ist es der Wert, der dir *beigemessen* wurde und nicht der, den du *hast* aufgrund deiner Existenz als menschliches Wesen.
Und darum geht's mir im Kern dieses ganzen Gedankenganges:
Ich möchte als Mensch nicht erst "performen" oder "liefern" müssen, nicht gefragt werden, ob ich jemanden ernähren oder unterhalten oder sonstwie nützlich sein kann bevor sich jemand mit mir abgibt.
Ich bin vielleicht nicht Mr. Universum oder Mr. Gosling oder, Gott bewahre, Musk oder Tate. Aber ich bin nicht der häßlichste, dümmste, habe verschiedene Meinungen und Interessen und kann mit Messer und Gabel essen. Und ich kann Humor und Selbstironie. Und aufgrunddessen hätte ich bitteschön schon gern das Anliegen, wahrgenommen zu werden.
Leider sieht's mit meinem Selbstwertgefühl nicht so gut aus und deswegen gehen mir manchmal etwas krumme Gedanken durchs Hirn.
So, Rant over. Ich danke allen, die sich bisher beteiligt haben. Ich nehme für mich viele gute Gedanken mit, auch wenn ich nicht immer gleich reagieren kann.
Einen würde ich gerne noch aufgreifen wollen, leide find ich den Post nicht mehr. Und zwar sinngemäß, daß sich Frauen in Führungspositionen ihren Wert doppelt hart erkämpfen müssen. Ja, da bin ich dabei. Ich bin jetzt zwar zu bequem um Zahlen zu suchen aber in anderen Ländern mag's besser sein mit dem Frauenanteil in Führungspositionen aber ausgeglichen ist es wohl nirgendwo. Da liegt noch viel Potential begraben, was man wohl erst beginnt zu bergen, wenn die wirtschaftliche Situation noch schlechter wird. Aber das wäre einen eigenen Faden wert.