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Suche
Gast
Hey, ihr seid Klasse - danke für eure vielen wertvollen Beiträge! 👍
Ich fürchte aber, ich habe eines falsch ausgedrückt, sorry: Diese Nachbarin fühlt sich einsam - sie ist es aber nicht wirklich.
Zum einen wohnt ihr Sohn am Ort (den sie aber nur selten sieht, weil er selbst krank ist), zum anderen hat sie hier - sie ist Muslima (gebürtige Türkin), und diese sind hier sehr eng miteinander verbunden -
auch ihre guten Freundinnen, eine wohnt im selben Haus - nur stellt sich da das gleiche Problem wie in Bezug auf mich:
Diese Freundinnen haben alle eine große Familie (die ja bei Moslems/Türken eine sehr wichtige Rolle spielt) und sind nicht so greifbar und präsent, wie die Nachbarin sich das wünscht (ich entnehme es ihren Klagen darüber).
Doch sie kann einfach nicht allein sein - und irgendwie tut mir das wirklich weh, weil sie dadurch gar nicht merkt, welch kostbares soziales Netz sie eigentlich hat. Es reicht ihr einfach nicht....
Und so sitzt sie halt meistens auf ihrem Rollator vor dem Haus - wir haben hier auch Bänke, aber weiter am Rand, also etwas abseits und weniger frequentiert - , weil dort immer jemand mal vorbei kommt und es zu Gesprächen kommen kann.
Und @Suche: Es ist völlig klar, dass mein Hund an erster Stelle steht - was auch den Unmut der Nachbarin erzeugt (obwohl sie selbst früher einen Hund hatte) und sie nun anfängt, "Spitzen" auszuteilen, was ich doch so alles falsch mache in ihren Augen.....
Und das immer, sobald ich gehen will....
Sie sieht nicht das hechelnde Tier, sie sieht und spürt nur ihre seelische Not....
Doch da bin ich dann konsequent: Wenn mein alter Herr nicht mehr kann, dann gehe ich nach Hause. .
Mit entsprechenden Kommentaren" seitens der Nachbarin im "Gepäck".....😕
Tja, es wird schwierig.... Ich bin - wem sage ich das hier.... - nicht so der Diplomat. Und sie hat hier eindeutig die bessere Lobby.
Ich lasse mir eure Tipps mal in Ruhe jetzt durch den Kopf gehen - un versuche, einen Weg zu finden, der die Nachbarin nicht noch mehr verletzt, mir aber nicht jede Freiheit nimmt....
Ja, dass dein Hund an erster Stelle steht, habe ich auch so verstanden. Sonst hättest du dieses Thema ja gar nicht eröffnet. Ich habe nur gemeint, dass das doch eigentlich auch Menschen verstehen können müssten, die keine Hundebesitzer sind.
Würdest du sie und ihre Clique bzw Freundin aus dem Haus gelegentlich (zum Beispiel so einmal im Monat oder einmal alle zwei Monate) zum Kaffee - oder Tee trinken ertragen?
Kaffeeklatsch ist eine gute, alte deutsche Tradition und bei türkischen Frauen gibt es was ähnliches, glaube ich.
Auf die Art signalisierst du, dass du nicht die Gespräche mit ihr ablehnst, sondern halt einfach was anderes zu tun hast, wenn du mit deinem Hund Gassi gehen möchtest.
Unter Umständen kann ein guter Kontakt mit ein oder zwei Nachbarinnen ganz wertvoll sein. Ab und zu kann man sich vielleicht gegenseitig helfen.
Glaube, dann wäre es nur wichtig, so vorsichtig zu agieren, dass die keinen Grund haben, beleidigt zu werden.
Jedenfalls kann es nicht deine Aufgabe sein, sie jetzt Vollzeit zu bespassen.
Gibt es in eurer Nähe sowas wie eine Schule oder Stadtbücherei? In so Büchereien gibt es meist regelmäßig Aktionen wie Lesepaten oder Geschichten erzählen für Kinder und in manchen Schulen auch
Vielleicht kannst du sie dazu überreden, sich das gemeinsam mit dir anzuschauen und hoffst dabei , dass sich da was entwickelt? Falls sie dann wirklich regelmäßig Geschichten für Kinder in der Bibliothek erzählt oder etwas in der Art, dann ist sie ausgelastet und du hast deine Ruhe. Und übel wird sie dir das ganz sicher auch nicht nehmen.
Win-win.