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Nachwuchs-Frage an die kinderlosen hier

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Ich würde sagen, dass passiert woll eher den ungewollten Kinden, die man aus irgendwelchen Gründen nicht beizeiten abtreiben konnte.
So geht es mir jedenfalls.

Schön wärs, wenns immer nur so wäre. Meine Eltern hatten zwei Wunschkinder - sie waren dennoch ungeeignet als Eltern und zumindest ein Kind hat jahrelang Therapie hinter sich. Naja und das andere hätte die eigentlich auch nötig.
Ich denke, es geht eher darum, wie reflektiert man als Elternteil ist und seine eigenen Probleme erkennen kann, bevor man sie am Kind auslebt. Und ich glaub, ungewollt und/oder ungeliebt auchwachsen hinterlässt immer spuren ... von daher gut, dass man sich entscheiden kann, ob man Kinder will oder nicht.

Aber jetzt hör ich lieber auf, sonst wird das wieder als OT gelöscht. 😉
 
Ich sehe, was derzeit auf diesem Planeten alles so abgeht. Es läuft meiner Meinung nach sehr vieles falsch und rückblickend wird es nicht gerade besser, sondern immer schlimmer. Ich muss ja jetzt nicht alles aufzählen, was hier in dieser Welt im Argen liegt.
Zudem kommen noch meine persönlichen Erlebnisse/Erfahrungen dazu, die ich mit anderen Menschen, der Gesellschaft, dem System gemacht habe. Ich kann sagen, dass ungefähr 15 Jahre meines bisherigen Lebens nicht gerade toll verlaufen sind. Angefangen während meiner Schulzeit, wo ich größtenteils schweres Mobbing ausgesetzt war. Eine Angst und Panikstörung war die Folge und ich konnte dadurch leider erst etwas später ins Berufsleben einsteigen. Das besagte Berufsleben war bis vor einigen Jahren auch nicht gerade toll für mich verlaufen. Grenzenloses hinterfotziges Konkurrenzdenken, ebenfalls Mobbing, gezwungen werden andere rauszuekeln etc.

Ich habe leider sehr viele schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht.

All dies und noch mehr haben mich über Jahre zu einem Einzelgänger werden lassen. Hinzu kommt, dass es schwierig ist überhaupt eine passende Partnerin zu finden. Die Hürden bezüglich Ansprüche und Kompromisse sind so unfassbar hoch, dass ich dieses Thema für dieses Leben abgehackt habe.

Wo ich Glück habe war bei meinen Eltern. Sie haben mich immer stets unterstützt und geholfen, waren für mich da und ich jetzt ebenso für sie. Sie sind für mich die einzigen Menschen auf dieser Welt, denen ich wirklich vertraue.

Natürlich hat sich mein Leben in den letzten Jahren total verändern. Ich habe seit 2017 erst richtig angefangen zu Leben, mein Leben zu genießen und ich mache mir nicht mehr über alles und jeden ein Kopf. Ich investiere meine Energie, Geld und Zeit größtenteils nur noch in mich und fahre sehr gut damit. Denn die Probleme dieser Welt kann ich nicht lösen, der Mensch wird sich nicht ändern (siehe Menschheitsgeschichte, der Mensch wird sich vielleicht auch noch in 1.000 Jahren gegenseitig töten). Ich mache für mich das beste und gehe den meisten Ärger dieser Welt aus dem Weg.

Daher mein kurzes Fazit: Meiner Meinung nach lohnt es sich derzeit leider nicht, Kinder in einer immer feindseligeren Welt zu setzten. Natürlich weiß man nicht, was in 50 oder 150 Jahren ist, vielleicht wird sich doch noch alles zum guten ändern und die kommende Generation blickt einer Utopie entgegen. Ich jedoch ein Pessimist, der ein gut informierter Optimist ist bezweifel dies.
Letzten Endes bleibt es jedem selber überlassen, ob dieser Kinder bekommen will oder nicht, derjenige der das will, soll es auch tun.
 
So allgemein würde mich nun interessieren wie das bei anderen "Kinderlosen" ist.
Wollt ihr Kinder oder eher nicht?
Ich wollte noch nie welche. Mein Mann hingegen hätte schon gern welche, zumindest war das am Anfang unserer Beziehung so. Mittlerweile sieht er es aber auch anders, auch, weil er bei Freunden gesehen hat, was Kinder für Stress bedeuten. Mein Mann ist nämlich nicht gerade besonders stressresistent.

Wenn ja, woran hängt es und wenn nein würde mich auch der Grund interessieren.
Einen besonderen Grund gibt es bei mir nicht. Ich hatte einfach noch nie einen Kinderwunsch. Ich habe auch absolut keinen Draht zu Kindern. Warum das so ist, weiß ich nicht 🤷‍♀️
 
Wir haben keine Kinder, weil wir nie welche wollten. Und wollten nie welche, weil wir unser Leben als Paar sehr lieben, mit jeweils einer Arbeit, die Spaß macht, mit vielen Hobbies, mit vielen Freund:innen.

Ein Leben, das sich jahrelang fast nur um ein Kind dreht, wollten wir nie führen.

Im Umfeld hatten eh wenige Kinder, und die wenigen, die welche hatten, haben eher als Abschreckung funktioniert.
also wir sind auch ein sehr enges Paar, schon viele Jahrzehnte, jedoch vergißt du, dass ein Kind ein Teil des Paares wird.
Man will (!) Zeit mit dem Kind verbringen und für mich war es auch ein wichtiger Aspekt, dass das Kind eben ein Teil des geliebten Partners ist.
partner 2.0 , sozusagen.
 
Wo ich Glück habe war bei meinen Eltern. Sie haben mich immer stets unterstützt und geholfen, waren für mich da und ich jetzt ebenso für sie. Sie sind für mich die einzigen Menschen auf dieser Welt, denen ich wirklich vertraue.
auch das ist ja dann ein Grund dafür, eine eigene Familie zu gründen;
natürlich kann auch das nicht gut gehen,
jedoch ist es doch eine größerer Chance?

hier im Faden sehen viele Kinderlose die Kinder als Eindringlinge in privates Leben oder in ihre Partnerschaft.
Aber als Elternteil kann ich Euch sagen,
das ist eigentlich nicht so. Kinder werden ein natürlicher Teil der Partnerschaft. Und als Erwachsene erst recht.

edit:

Einen expliziten Kinderwunsch hatte ich auch nie;
mein Partner wollte und ich dachte mir:
warum nicht? Da ich ja vorher keine Kinder hatte bzw. keinen Kontakt mit ihnen, konnte ich mir keine Meinung darüber bilden, es also auch nicht ablehnen.
 
hier im Faden sehen viele Kinderlose die Kinder als Eindringlinge in privates Leben oder in ihre Partnerschaft.
Aber als Elternteil kann ich Euch sagen,
das ist eigentlich nicht so. Kinder werden ein natürlicher Teil der Partnerschaft. Und als Erwachsene erst recht.

Viele Elternteile erzählen mir was gänzlich anderes. Das ist wohl sehr subjektiv.
Mein Leben, wie ICH es führe und v.a. führen MÖCHTE wäre mit einem Kind vorbei. Das ist so.

Und nein, dafür muss ich nicht erst ein Kind haben, um mir diese Meinung zu bilden, denn im Zweifelsfalle kann ich es nun mal nicht zurückschicken und ein bisschen Glücksspiel mit der Existenz eines Menschen ("es einfach mal ausprobieren" sozusagen) fände ich verantwortungslos. Wenn ich nicht sicher bin, ob ich mit Kind glücklich und einem Kind gerecht werden könnte, würde ich persönlich mich immer dagegen entscheiden, ein Kind zu bekommen. Sollte ich diese Entscheidung bereuen, bin dann immerhin ich die einzige, die darunter leidet. Im anderen Fall wäre ein unschuldiges Kind involviert.
 
Wenn ich nicht sicher bin, ob ich mit Kind glücklich und einem Kind gerecht werden könnte, würde ich persönlich mich immer dagegen entscheiden, ein Kind zu bekommen. Sollte ich diese Entscheidung bereuen, bin dann immerhin ich die einzige, die darunter leidet. Im anderen Fall wäre ein unschuldiges Kind involviert.
Woher soll man das im Vorfeld wissen?
Egal, wieviel man darüber liest oder andere beobachtet, es ist vor der elternschaft nicht zu beurteilen.
Man kann nur beurteilen, ob man sich darauf einlässt.

Aber wenn das Kind da ist, hat man verpflichtung sein bestes zu geben, auch unter persönlichen Einschränkungen wie Schlaf, neuen Klamotten...
Es geht nicht um können, sondern um persönliche Grenzen.
Wenn man von vorne herein weiss, dass man diese nicht verändern will, dann ist es natürlich besser, diese auch nicht heraus zu fordern.
Auch für die Möglichkeit, dass das leben mit Kindern noch besser wird, als zu zweit.
 
mein Beitrag ging an diejenigen, z.B. eben W_123, fü rdie Kinderlosigkeit eine bewusste Entscheidung ist,
wie ja im Fadentitel gefragt.
 
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