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Nachwuchs-Frage an die kinderlosen hier

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Woher soll man das im Vorfeld wissen?
Egal, wieviel man darüber liest oder andere beobachtet, es ist vor der elternschaft nicht zu beurteilen.
Man kann nur beurteilen, ob man sich darauf einlässt.

Aber wenn das Kind da ist, hat man verpflichtung sein bestes zu geben, auch unter persönlichen Einschränkungen wie Schlaf, neuen Klamotten...
Es geht nicht um können, sondern um persönliche Grenzen.
Wenn man von vorne herein weiss, dass man diese nicht verändern will, dann ist es natürlich besser, diese auch nicht heraus zu fordern.
Auch für die Möglichkeit, dass das leben mit Kindern noch besser wird, als zu zweit.

Hmm, ich kenne kein einziges Paar mit Kindern, das sagt, ihre Paarbeziehung hätte sich durch die Kinder verbessert - und auch keines, bei dem ich das beobachtet hätte. Auch hier im Forum liest man das oft genug, dass Kinder für die Paarbeziehung der Eltern durchaus eine gewaltige Belastungsprobe sind. Klar, das heißt nicht, dass man als Mutter oder Vater unglücklich ist, aber es ist halt doch was anderes, ob man Mama und Papa oder Liebhaber ist.
Und wenn man gerade so, wie es ist, rundum zufrieden ist: Wieso sollte man es ändern? Wieso sollte man etwas so einschneidendes tun, was das Leben vollkommen durcheinander bringen wird, wenn man das Leben gerade genau richtig so findet.
Ich kündige ja auch meinen Job, den ich absolut liebe und der mich total glücklich macht, nicht, nur weil vielleicht der nächste noch besser könnte. Wenn, dann muss ein gewisses Grundverlangen nach dem nächsten Job da sein.

Ich kann nur für mich sprechen: Aber ich kann mit Kindern nix anfangen, ich bin nicht gerne von ihnen umgeben, mich nervt der Geräuschpegel und hab keinerlei Freude daran, mich mit ihnen zu beschäftigen. Eltern zu beobachten stresst mich schon. Warum genau sollte ich jetzt unbedingt ausprobieren, ob es "mit dem eigenen Kind doch was anderes ist"?
Nö, kein Interesse... ich versteh dieses "man muss es erst mal probiert haben, vorher kann man es nicht wissen" nicht. Nö, ich muss nicht alles erst gemacht haben. Bei manchen Sachen weiß ich einfach, dass ich kein Interesse dran hab, sie überhaupt zu versuchen.
Wie du sagst, es geht nicht um "können" oder "nicht können". Ich wär wahrlich keine schlechtere Mutter als meine eigene, vielleicht sogar eine bessere. Wer weiß? Ich hab aber einfach keinen Bock.
 
keien lust zu haben, ist ja okay.
Aber es ging um das argument:
"wenn ich eine schlechte mutter bin, muss das kind darunter leiden".
und ich bin der meinung, dass man die option "schlechte mutter" einfach nicht hat; wenn ein Kind da ist, muss man sich verpflichten,
egal, ob man will oder nicht. man muss im dunklen laternenumzug im strömenden regen machen, anstatt zu haus auf dem sofa mit decke zu kuscheln.
wenn man im vorfeld weiß, dass man das nicht will, passt es ja.
Aber ob einem das bemühen um eine gutter Mutter/Vater schwer fällt, weiss man nicht, bevor man das kind nicht hat.
weil man das als nicht-elter nicht einschätzen kann, sorry. man sieht als außenstehnder nur zu, man ist nicht in emotionaler/kognitiver verknüpfung.
konnte ich auch nicht. kann keiner. selbsterleben ist doch was anderes als beobachten.
 
wie gesagt:
ich glabue, keiner weiß im Vorfeld, ob er es gut hinbekommt
was man aber weiß: ob man bereit ist, seine Grenzen neu zu definieren.

edit
. in den meisten Fällen, vor allem in der Baby- und kleinkindzeit, genügt ein gesund ausgeprägtes pflichtgefühl einer Aufgabe gegenüber.
 
"Generell glaube ich, dass man manche Sachen nur verstehen kann, wenn man sie erlebt hat."

Man hat ja selber auch schon viele Jahre Leben erlebt. Man weiß, wie die Realität aussieht, dass sich das da nicht so verhält wie in den Erwartungen und Wunschträumen.

Dieses Erlebte spielt eine wesentliche, zentrale Rolle bei der Entscheidung.
 
ich habe mir im vorfeld nie den gedanken gemacht,
ob ich es mit kind gut kann oder niht.
ich habe mich gefragt, ob ich mich einer neuen aufgabe (!) widmen kann, auch, wenn ich diese im vorfeld nicht abschätzen kann und oft ich offen bin für alles, was kommt.
 
Ich finde es durchaus in Ordnung, wenn jemand sagt, dass er keine Kinder will, weil sie das Leben zu sehr umkrempeln (meinetwegen auch, um die Umwelt zu schonen). Wenn jemand absolut keine Freude an Kindern hat, bringt das keinem was. Am Ende sind die Eltern depressiv, weil sie sich zu eingeengt fühlen und die Kinder gleich mit, weil sie stets spüren, dass sie eigentlich nicht gewollt sind und es ihren Eltern womöglich auch mit nichts recht machen können.

Ich finde es lediglich traurig, wenn Menschen wie mir der Kinderwunsch madig geredet wird. Denn bei mir ist er stark ausgeprägt. Ich freue mich, wenn diverse Cousins und Cousinen ihre Kinder bei mir parken, vom Baby bis zum Teenager, alle sind willkommen. Ich könnte stundenlang mit ihnen spielen, ihnen vorlesen, mir die Ohren vollkreischen lassen oder mein Essen gegen stibizende Kinder verteidigen, die sich alles herauspicken, was schmeckt und den Rest dann mir lassen. Das erfüllt mich weit mehr als ein Standardberuf. Ich liebe es einfach zu sehen, wie meine (Groß-) Neffen und Nichten aufwachsen, sich zu eigenen Persönlichkeiten entwickeln. Und würde nun mal gern ein eigenes Kind großziehen, eins das auch was von mir und meinem geliebten Partner hat (ja, so egoistisch bin ich).

Wichtig ist doch nur, dass man sich im Vorfeld überlegt, ob man der psychischen Belastung gewachsen ist (denn eine Belastung sind sie, selbst wenn es sich um Wunschkinder handelt). Wo man Hilfe finden kann, wenn man sich überlastet fühlt (Freunde und Verwandte, die auch mal babysitten). Und man sollte so ehrlich zu sich selbst sein und prüfen, ob man vielleicht noch irgendwo psychische Baustellen hat, die man vorher abbauen sollte, denn Kinder sollten nicht zur Therapie zweckentfremdet werden (klappt meist auch gar nicht). Ebenfalls sollten sie kein Kitt für eine schlecht laufende Beziehung sein, denn auch mir fällt nicht ein einziges Paar ein, bei dem das geklappt hatte (am meisten leiden dann die Kids darunter). Aber wenn man sich sehnlichst ein Kind wünscht, psychisch und finanziell stabil ist, einenen passenden Partner hat sowie ein Umfeld, das einen unterstützt.... warum soll man es dann nicht wagen?
 
Mit Kindern macht man sich aber auch unfassbar verletzbar. Ich kann mich da nur an einen ehemaligen Arbeitskollegen erinnern. Unsere Schicht hat gerade erst begonnen, da klingelte sein Handy und er wurde darüber informiert, dass seine 12-jährige Tochter auf dem Weg zur Schule umgekommen ist. Die genauen Umstände habe ich nie erfahren, was ich jedoch gesehen habe, war ein zirka 1,90 m breit stämmiger Mann, der wegen eines Nervenzusammenbruchs auf dem Boden lag.
 
Eher nicht. Da müsste es schon ausversehen passieren.
Das hat aber einfach praktische Gründe. Die Wohnungen sind teuer, die Schulen und Kitas schlecht.
Die passende Partnerin fehlt. Gene die dazu neigen schnell anzusetzen - Der Rest ist absolut OK aber warum sollte ich meinem Kind das antun? Bravo ich darf dann zusehen wie das eigene Kind in der Schule gehänselt, ausgegrenzt und schlecht Unterrichtet wird. Ich bin zwar abgestumpft aber das mache ich nicht mit. Das hat nichts damit zu tun das ich Kinder nicht mag. Ich will nur nicht dabei zusehen müssen wie das eigene sich quält.
 
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