Finde eigentlich nur ich die Mehrheit der Antworten total unangenehm? 🥴 Das subtile und nicht ganz so subtile Religions- und Kulturbashing mal außen vorgelassen, verstehe ich die Gehässigkeit und Feindseligkeit in der Argumentation einiger User*innen so gar nicht. Hier geht's doch nicht um nen Nachbarschaftsstreit zwischen zwei total zerstrittenen Menschen oder um nen Rosenkrieg von getrennten Expartner*innen, die sich misstrauen, betrogen haben und nicht riechen können, sondern um ein zukünftiges Elternpaar, das eine Beziehung miteinander führt (und sich vermutlich liebt).
@Sweti87 Ihr seid ein Paar, richtig? Ihr bekommt ein Baby. Ich gehe davon aus, dass ihr euch liebt und mögt und schätzt und einander mit Respekt und Liebe behandeln wollt.
In der Frage des Nachnamens seid ihr euch nicht einig, jeder hat seine Position und Argumente (- die ich an der Stelle mal nicht bewerten will -), dazu mischen im Hintergrund noch eure Eltern ein wenig mit. Letzteres würde ich klar und deutlich abstellen, es geht um ihn und um dich und um euer Kind, nicht um deine Eltern, nicht um seine.
Darüber hinaus: setzt euch mit dem Thema auseinander, redet, diskutiert, argumentiert, streitet. Jetzt geht es um die Frage des Nachnamens, klar, da gibt es viele verschiedene Aspekte zu bedenken, manche haben für das Leben des Kindes und eurer Zukunft als Familie mehr reale Relevanz als andere, aber auch emotionale Gründe dürfen zumindest Gehör finden. Stellt euch dem und wühlt euch da durch, Mensch. Es wird nicht das erste und letzte Mal sein, dass ihr euch nicht einig seid in wichtigen Entscheidungen und Fragen, die euer Kind betreffen. Das ist anstrengend und nicht leicht, aber es ist ein Teil von Beziehungen und Familienleben, dass man sich damit auseinandersetzt und Meinungsverschiedenheiten nicht abbügelt, in dem man einfach alleine entscheidet und den anderen übergeht.
Kompromisse zu finden und Entscheidungen zu treffen braucht manchmal einfach Zeit, das sind oft schwierige, komplizierte und auch konfliktreiche Prozesse, manches kann man einfach nicht in einem Gespräch und innerhalb weniger Tage klären, manchmal braucht das Wochen und zwischendrin auch Abstand von dem Thema, damit jeder für sich reflektieren kann. Nehmt euch die Zeit, diskutiert das aus, aber fair und ehrlich.
Aber er glaubt das. Er hat einfach zu wenig Ahnung auf dem Gebiet. Soll ich das jetzt so stehen lassen?
Deinen Partner, der sich offenbar weniger gut auskennt als du, im Dunkeln tappen zu lassen und nicht auf den gleichen Wissensstand zu bringen, finde ich sehr respektlos und unfair, vor allem wenn eure Entscheidungsfindung und sein Entgegenkommen darauf basiert, dass er eigentlich von anderen Tatsachen ausgeht.
Würde mein Partner das mit mir abziehen, wäre das - auch wenn ich erst Jahre später dahinter komme - ein schlimmer Vertrauensbruch und würde jede Augenhöhe zwischen uns zerstören. So geht man nicht mit jemanden um, den man respektiert und mit dem man eine Familie gründen möchte. Ich kann nicht glauben, dass das echt in Betracht gezogen wird. Wäre er in eurer Konstellation, derjenige, der so etwas vorhätte, würde hier bereits die verbale Hölle über ihn hereinbrechen und das Kopfkino einiger User*innen heißlaufen.