Wir haben das Thema im Kindergarten bereits angesprochen und der Tipp bzw. der auslösende Funke war die Erzieherin, die uns gesagt hat, dass wir uns mal überlegen sollen, ob wir nicht einen Arabisch-Lehrer engagieren möchten,
Das finde ich krass. Ist die Erzieherin auch aus einem arabischen Land? Ich verstehe nicht, warum in dieser Kita nicht um eine bessere Mischung der Nationalitäten geachtet wird und warum ein Kind in seinem Heimatland eine andere Sprache lernen soll, um wieder andere Kinder zu verstehen. Warum lernen diese Kinder mit anders sprachigen Hintergrund nicht deutsch?...und findet das allgemeine Gruppengeschehen (Ansprache durch die Erzieherinnen, Fingerspiele, Morgenrunde im Stuhlkreis, Rollenspiele,...) auf deutsch statt?
Was ich verstehen kann und gut finde, ist, wenn man in der Kita z.B. die Kinder einer bestimmten Nation mal ihr Land vorstellen lassen: Mit einer Karte, mit Kleidung, mit Essen, mit Musik. Einfach als Projekt. In so einem Rahmen fände ich es okay, wenn z.B. dann jedes Kind vorstellt, wie man in seiner Sprache begrüßt, verabschiedet, Danke und Bitte sagt.
...aber dass eine Erzieherin den Eltern empfiehlt, dass die einen anders sprachigen Nachhilfelehrer engagieren, damit dieser dem Kind eine Sprache bei bringt, die nicht die Sprache des eigenen Landes ist, nur, weil die Kita es nicht auf die Reihe zu bekommen scheint, die Nationalitäten passend zu mischen?
Ich kenne z.B. eine bilinguale Kita, in der es 4 Gruppen gibt. In zweien wird nur deutsch gesprochen (unabhängig von der Nationaliät. In diesen Gruppen gab es damals z.B. auch Kinder, deren Eltern aus Italien kamen oder aus einem anderen Land (ich weiß nicht mehr welches), die nur deshalb das Kind in die deutschsprachige Gruppe gaben, weil zu Hause eh schon zwei Sprachen gesprochen wurden - durch den Vater und die Mutter - und sie das Kind nicht überfordern wollten, wenn es in der anderen Gruppe dann auch noch mit einer 3. Sprache konfrontiert wird. Das Kind sollte ja auch Freude haben und nicht nur lernen und dabei irgendwann durcheinander kommen). In den anderen beiden Gruppen wurde russisch und deutsch gesprochen. Deutsch, weil die Kinder nun mal in Deutschland aufwuchsen und russisch, weil das die Herkunftssprache ihrer Eltern war. Dort wurden manche Spiele in russisch angeleitet, manche auf deutsch. ...und auf dem Außengelände mischte es sich dann, als alle draußen waren. Es gab keine Ausgrenzung, weil manche nur russisch sprachen. Es gab Kinder, die noch nicht gut deutsch konnten, weil sie neu in der Kita waren oder so klein waren, dass sie noch gar nicht sprechen konnten, aber selbst die Kinder, die fast nur russisch zu Hause gehört hatten, haben ziemlich schnell angefangen mit den anderen Kindern zu spielen und zu lernen. ...und: Es ging wirklich, dass die Kinder auch miteinander spielten, wenn sie sich nicht komplett verstanden.
Die Basis dafür legten die Erzieherinnen...und natürlich auch die Eltern. ...und es waren wirklich nur vereinzelte Kinder, die bis zum Kita-Eintritt so gut wie nur russisch von den Eltern gehört hatten (und ich glaube, das tut den Kindern auch nicht sonderlich gut, wenn sie im Land A aufwachsen sollen, aber die Eltern sie soweit kulturell und sprachlich distanzieren, dass sie bis zum Kita-Eintritt nur die Sprache von Land B können, denn dann sind sie unweigerlich erstmal die jenigen, die "Außen vor sind, sich besonders anstrengen müssen, die sich vielleicht auch schämen, weil sie manches nicht verstehen, etc. .
...und genauso glaube ich, dass es Kindern nicht gut tut, wenn in einer Kita im Land C soviele Kinder sind, die aus Land D kommen und sich quasi dann auch in der Kita überwiegend in der "eigenen Blase" bewegen. ...Integration....ist das auch nicht.
da nicht wir mit den Kindern kommunizieren müssen, sondern mein Sohn.
Muss er?
Ich bin nämlich Medienfachfrau im Marketing und daher zeitlich im Beruf sehr eng getaktet,
Weniger arbeiten, wenn das dem Kind helfen würde, sich nicht ganz so fremd zu fühlen?
. Die Kinder im Kindergarten wollen wohl nicht so richtig mit ihm befreundet sein, außer wenn sie merken, dass er ihre Sprache spricht.
Joah,...so entsteht Druck,...Macht...und Ausgrenzung.
Die Eltern der anderen Kinder sprechen leider selber so gut wie kein Deutsch. Ich habe mal beim Abholen meines Sohnes versucht, ein wenig Kontakte mit anderen türkischen Eltern zu knüpfen, aber da kam maximal bei rum, dass ich nur nichtswissend angeschaut wurde,
Also, wenn das eine Flüchtlingsunterkunft wäre (jetzt mal abgesehen von der Nationalität) und die dort eine betreute Kindergruppe gäbe, für die geflüchteten Kinder,...könnte ich die Situation ja noch verstehen: Wenn also in Unterkunft x überwiegend Menschen aus Land y sind, dann ist auch klar, dass die Kinder in der Kindergruppe (und deren Eltern) zumindest am Anfang, überwiegend die Sprache aus Land y sprechen). ...aber was ist in der Stadtverwaltung jener Stadt los bzw. in jener Kita, dass da soviele Menschen sind, die kein deutsch zu sprechen scheinen? Was bringt das denen, wenn die hier leben wollen? ...und wie kommen diese Kinder in die Schule? Haben die alle ein Sprachförderjahr, bevor die in die Schule kommen?
Mal abgesehen davon, dass ich mich wohl auch nicht wohl dabei finden würde, wenn ich z.B. zum Sommerfest der Kita komme und mich mit fast niemanden unterhalten kann. Wo bleibt da das gemeinsame Erleben der Kita-Zeit?
dass die arabischen Kinder mit ihm spielen wollen, wenn er nicht auf ihre arabischen Sätze antworten oder zumindest agieren kann.
Vielleicht führen die in der Kita mal Zeichensprache ein: Komm mal rüber....ich zeig Dir mal was,...hallo...tschüss,...schau mal, ich habe mich verletzt,...ich mag Dich,..., Ich brauche eine Schere,... . ...Das geht alles halbwegs auch in Zeichensprache.
Er versucht anscheinend, meinem Sohn neben dem türkisch in seinen Augen wichtige unterschiedliche Begriffe auch auf anderen arabischen Sprachen zu verdeutlichen, wo der Unterschied liegt.
Das halte ich für ein fünfjähriges Kind definitiv für zu früh!!!! (Ist das ein Mensch, der "kinderpädagogisch" geschult ist?...oder unterrichtet er normalerweise nur Erwachsene?).
Er bekommt nicht einmal in der Woche eine Stunde Arabischunterricht, sondern dreimal. Jeweils 75 Minuten.
😲 Hilfe. ...Eine Mutter, die viel abwesend ist, durch ihre Arbeit und ihr Kind deshalb in eine Kita steckt, die für sie selber fremd ist (Sprich: Verständigung mit anderen Eltern). Ein Kind, dass dreimal in der Woche türkisch oder arabisch (was denn jetzt eigentlich?) lernen soll (dass das dann irgendwann genervt oder unwillig reagiert, wäre nicht verwunderlich)... . Eltern, die mir ihrem Kind diskutieren und ihm erklären wollen, was für ihn später wichtig ist...... . Also...wenn das, was hier geschrieben steht, wirklich echt ist, dann...tut mir dieses Kind sehr leid und frage ich mich um so mehr, was mit dieser Stadt, diesem Träger, dieser Kita-Leitung los ist.
Wenn ihr jetzt nach Saudi-Arabien (Bsp.) umziehen würdet, dann könnte ich das erhöhte Arabisch-lernen ja verstehen. Allerdings dann auch von den Eltern (könnte sonst "lustig werden", wenn das Kind dann irgendwann keinen Bock auf bestimmte Regeln hat, mit anderen dann sich auf arabisch über die Eltern unterhält und die Eltern nichts verstehen) und vor allen Dingen auch im Alltag, nebenbei, "spielerisch",...und nicht dreimal in der Woche mehr als 1 Schulstunde lang "Unterricht" (Mal abgesehen von der ganz anderen Schrift).
Wir möchten ihm vor allem ersparen, auch verhauen zu werden, wie das dort schon vorkam.
Und wieder: Da müssen die Erzieherinnen eingreifen!!!!...und Elterngespräche geführt werden!!!
Da es aber aus ihrer Erfahrung wohl nicht funktioniert und die arabischen Kinder, weil die arabischen Kinder dort auf keinen hören und ihr eigenes Ding durchziehen
Wie wäre es mit einer arabischen Erzieherin oder einem arabischen Erzieher (oder türkisch), die oder der vermitteln und verbinden kann?
Daher jetzt dieser Weg, damit es keine Konflikte mehr gibt und mein Sohn sich integrieren kann.
Immerhin hat er es bald hinter sich.
In der Gruppe sind es aktuell 24 Kinder. Wieviele davon arabisch und andere Nationalitäten sind, kann ich nicht zielgenau sagen. Aber es sind bestimmt 16 oder 18 arabische Kinder (nur eine Schätzung). Der Rest ein paar deutsche Kinder und ich glaube auch ein polnisches Kind.
Wie geht es denn dem polnischen Kind? Wenn das nur polnisch spricht, ist es wohl in dieser Kita noch einsamer, als "die paar deutschen".
(Sorry, wegen den Tippfehler. Ist mir grade zu spät, zum besser Konzentrieren).