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Multikulturell im Kindergarten: Mein Sohn findet es gut, aber ich benötige Rat

Ich hätte mein Kind da auch rausgenommen, ich hoffe du achtest jetzt wenigsten darauf, dass er in eine Schule kommt, wo es nicht genauso zugeht. In eurem Stadtteil kann es gut sein, das er die selben Araberkinder dort widertrifft. Arabisch lernen ist vollkommen absurd. Dein Kind muss nicht arabisch lernen und sich denen anpassen , sondern die arabischen Kinder müssen deutsch lernen.
 
Wir haben das Thema im Kindergarten bereits angesprochen und der Tipp bzw. der auslösende Funke war die Erzieherin, die uns gesagt hat, dass wir uns mal überlegen sollen, ob wir nicht einen Arabisch-Lehrer engagieren möchten, da sie diesen Tipp auch anderen Eltern gegeben und damit bisher gute Erfahrungen gemacht hat.
Ich bin mit türkischen Kindern aufgewachsen, die sich spitzenmäßig integriert haben. Den Eltern lag aber auch sehr viel daran. Im Nachhinein ärgere ich mich höchstens, dass ich nicht spielerisch türkisch gelernt habe.
Von den arabischen Kindern würde ich das auch erwarten. Aber die Erzieherin scheint hier gnadenlos überfordert zu sein. Wahrscheinlich erhält sie von den nicht-arabischen Eltern auch keinerlei oder kaum Unterstützung. Irgendwie müssen die Deutschen sich in Deutschland Chamäleon-artig an all die neuen Kulturen - hier also an die arabische - anpassen.
Welche Nationalität hat die Erzieherin überhaupt?
 
Euer Sohn wird also dreimal die Woche für je 75 Minuten unterrichtet.

Kein Wunder, dass der Kleine mit Spielzeug nach deinem Mann wirft.

Ich weiß ja nicht, bis wieviel Uhr dein Sohn täglich im Kindergarten ist.
Da du arbeitest ist er wahrscheinlich bis nachmittags dort?

Geht dein Sohn auch noch zum Kinderturnen oder Fußball oder lernt noch ein Musikinstrument in der Musikschule?

Selbst ohne zusätzliches Sportprogramm hat dein 5-jähriger einen straffen Zeitplan.
Wie oft hat er denn die Chance zum Freien spielen?
Oder Verabredungen mit einem Freund?

Es ist nämlich etwas ganz anderes, wenn die Kinder im Kindergarten zusammen spielen, da hat man niemals Ruhe, ständig funkt ein (oder mehrere Kinder) Kind dazwischen, die Erzieher möchten was vom Kind usw…

Deshalb ist es ja auch so wichtig, dass Kinder zuhause einen Freund einladen dürfen um ganz in Ruhe und zu zweit zu spielen.

Aber durch die vielen Termine werden genau solche Dinge komplett erschwert und finden kaum noch oder zu kurz statt.

Das würde ich meinem Kind nicht zumuten wollen.

Etwas lächerlich finde ich auch deine Aussage, du würdest spielerisch mit deinem Sohn türkisch lernen.
Wenn du aber selber nur türkische Begrüßungsformeln und ein paar weitere Brocken sprechen kannst, dann kannst du ihm doch nicht wirklich was beibringen oder den Spaß daran vermitteln.

Ich habe es schon mal erwähnt: du möchtest deinem Sohn die Notwendigkeit vermitteln, warum er türkisch lernen soll und hast zusätzlich erwähnt, in 10 Jahren würde er das dringend benötigen.

Du selber nimmst aber an keinem Sprachkurs teil, bürdest deinem Sohn aber diese Last auf.
Wenn es für ihn in 10 Jahren (und auch jetzt schon) so wichtig werden sollte, die Sprache türkisch fließend zu beherrschen, dann wäre es für dich genauso wichtig!
Ihr lebt schließlich im gleichen Haushalt und Land zusammen.

Stärke das Selbstbewusstsein deines Kindes.

Welche Maßnahmen würdest du denn ergreifen, wenn er in einem Kindergarten wäre, in dem es fast nur deutsche Kinder gäbe und es dort Kinder gäbe, die über deinen Sohn tuscheln oder lachen, ihn manchmal nicht mitspielen lassen würden oder die Kinder ab und zu miteinander rangeln oder kämpfen würden??.

Genau diese Dinge passieren dort auch tagtäglich und setzt sich in der Schule fort…
 
Wir sehen keinen Bedarf darin, die Sprache zu lernen, da nicht wir mit den Kindern kommunizieren müssen, sondern mein Sohn.
Dieses Argument ist komisch.
Du hattest doch geschrieben das sich auch der Austausch unter den Eltern schwierig gestalten würde, da sie kaum deutsch können. Diese Lücke könntest du schließen, wenn du den gleichen Kurs besuchen würdest, welchen du deinem Sohn aufzwingst. Ich sehe hier keinen Unterschied, sondern eine 1A Parallele.
 
Dieses Argument ist komisch.
Du hattest doch geschrieben das sich auch der Austausch unter den Eltern schwierig gestalten würde, da sie kaum deutsch können. Diese Lücke könntest du schließen, wenn du den gleichen Kurs besuchen würdest, welchen du deinem Sohn aufzwingst. Ich sehe hier keinen Unterschied, sondern eine 1A Parallele.
@Tanja2005 passt sich eben auch der arabischen, türkischen, was auch immer Kultur an, deren Mütter auch keinen Bedarf sehen, die deutsche Sprache zu lernen. Bin schon wieder raus...
 
Ein Kind, was noch nicht mal in die Schule geht soll dreimal in der Woche 75 Minuten Konzentration aufbringen, um eine Kombination aus Türkisch und Arabisch zu lernen.
Das alles noch neben der Kita. Der Kita Alltag ist für die Kinder auch anstrengend.

Zumal sich das hier alles widersprüchlich liest.

Einerseits versteht er sich eigentlich ganz gut mit den arabischen Kindern, andererseits leidet er unter ihnen.
Der Frust, lernen zu müssen führt bei ihm zu Aggressionen gegen seine Eltern.

Es ist für mich echt nicht nachvollziehbar.
 
Vielleicht sind die Kinder ja auch gar keine arabischen Kinder, sondern türkische Kinder oder indische oder russische oder schwedische oder oder

Das kann man schonmal verwechseln. Und dann ausversehen den falschen Sprachlehrer einstellen.

Wer weiß
 
Mal kurz vom Googlen aus der Bahn: Ich habe Recht schnell bilinguale Kitas gefunden,in denen eine Erzieherin pro Gruppe mit den Kindern nur gut deutsch spricht und eine nur türkisch. Z.B. in Köln,Duisburg und Frankfurt. Wichtig scheint die Wertschätzung beider Sprachen und beider Kulturen zu sein... . Mal als Bsp. dafür,dass es wirklich funktionieren kann,wenn am gleichen Strang gezogen wird. Wieso das in der Kita der TE anders gehandhabt wird,weiss ich nicht.
Wenn man zu zweit ist und gut verdient,würde ich auch zu Gunsten des Kindes beruflich lieber kürzer treten bzw. jetzt wenigstens versuchen,dass sich die Situation in der Grundschule ändert.
 
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