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Multikulturell im Kindergarten: Mein Sohn findet es gut, aber ich benötige Rat

Und man kann das Ganze natürlich auch ohne den multikulturellen Aspekt diskutieren und das Ganze auf folgendes herunterbrechen:
aber er fände das gemein, wenn sie arabisch sprechen und ihn dabei angucken und dann anfangen zu lachen.
Es ist hier relativ egal, in welcher Sprache sie reden. Sie machen sich anscheinend über ihn lustig, hänseln ihn womöglich.

Und deine erzieherische Maßnahme ist, ihn dazu zu drängen sich so anzupassen, dass die anderen ihn nicht mehr hänseln und auslachen. Das kann man auch schon als Täter-Oofer-Umkehr bezeichnen. Dein Kind ist richtig und muss nichts ändern. Die anderen Kinder müssen aufhören ihn anzugucken und dann zu lachen und ihn auszugrenzen. Bei den anderen Kindern ist Handlungsbedarf und nicht bei deinem Sohn.

Die Erzieherin hätte auch einfach ihren Job machen und dafür sorgen können, dass Kinder andere Kinder nicht mehr auslachen und sie versteht, was die Kinder sagen, weil sie Deutsch reden müssen, und sie dann entsprechend maßregeln und erziehen können.

Mal ein paar Vergleiche, um das Ganze zu verdeutlichen und einzuordnen:

Was soll dein Sohn denn machen, wenn andere Kinder ein Kind verprügeln und mobben, wenn ihm dasselbe widerfährt, wenn er nicht auf die Seite der Mobber wechselt? Dann mitprügeln?

Was soll er machen, wenn er vielleicht einen anderen Kleidungsstil hat und deswegen ausgegrenzt wird? Tragen, was ihm nicht gefällt?

Oder wenn er schwul ist und deshalb abgelehnt wird? Das verheimlichen und sich eine Fake-Freundin nehmen?

Das, was du da beabsichtigst, ist Unterwerfung, Anbiedern, sich weg ducken vor einer Mehrheit, die Macht ausüben will, wie du es ja selbst schreibst.

Ich finde, das ist eine Schande.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer bist du, dass du so über mich und meine Familie urteilst?
Und wieso beharrst du auf unzutreffenden Grundannahmen, die wir gefälligst unwidersprochen als gegeben hinzunehmen haben, um daraus passende Antworten abzuleiten?

Ich könnte das Ganze ja noch verstehen, wenn ihr als Familie einen Umzug nach Dubai erwägt. Dann wäre es auch sinnvoll, wenn du selbst diese Sprache auch erlernen würdest. Das würde eurer Integration in Dubai helfen.

Aber jetzt ist ja ohnehin Türkisch gemeint. Soll dein Sohn in Ankara studieren? Ja, dann kann er anfangen, sich sprachlich zu etablieren. Aber an der Uni selbst wird er um Englisch nicht herumkommen. Und ausserhalb der Türkei kann er dann hierzulande vielleicht als Dolmetscher arbeiten. Das erledigt allerdings KI inzwischen besser und schneller.
 
Was ich an diesem Thread traurig finde ist, dass es nicht um das Wohl des Kindes, sondern die abnormen Anwandlungen der Mutter geht. Ich (und die meisten anderen hier) finden einen Arabisch-Lehrer oder war's jetzt doch ein Türkisch-Lehrer? für einen 5jährigen völlig übertrieben.

Sorry, den Sprung von arabisch zu türkisch habe ich wohl überlesen, will jetzt aber nicht mehr nachlesen.
 
Nochmal: Mein Sohn bekommt diese Sprache gelehrt, damit er nicht im Kindergarten ausgegrenzt wird, sich integrieren kann und in Zukunft einfach "mitreden" kann, wenn es auch in der Schule oder auf der Uni oder sonstwo soweit kommt
@Tanja2005
Ich war bisher nur stille Mitleserin. Ehrlich gesagt diese Äußerung macht mir ein wenig Angst, was meinst du mit "oder sonstwo soweit kommt" Was soll denn kommen?

Was ich schlimm finde, ist, wie auch andere ja schon schrieben, dass du deinem 5-jährigen Sohn zumutest 3 x pro Woche je 75 Minuten eine fremde Sprache zu lernen! Das wäre auch für einen Erwachsenen anstrengend. Für einen 5-jährigen ist es schon schwer, eine halbe Stunde lang still zu sitzen, der möchte spielen, sich bewegen usw. Von daher wundert es mich auch nicht, dass er nach einem Spielzeug nach euch wirft, er ist überfordert.

Du fragt nach Rat, nach Erfahrungen. Ganz viel,was dir hier geraten wurde, findest du auch,
wenn du bei Google suchst, vor allem mit dem Lernen im Spiel. Es gibt Videos bei Youtube, Kinderbücher etc. Du hast bereits eine Menge hilfreicher Tipps bekommen.

Wäre es mein Kind, würde ich es aus dem Kiga nehmen, bis es zur Schule kommt.
Hat er auch deutsche Freunde? Er kann diese und auch die arabischen ja mal mit zu euch nach Hause bringen. Die werden sich schon verstehen.
Ohne jetzt wieder ins politische abzugleiten: In der Stadt wo ich wohne (Großstadt) gibt es Schulen, wo für die 1. bis 3. Klasse, die ausschließlich aus ausländischen Kindern bestehen, Deutschunterricht angeboten wird, damit diese lernen, sich zu integrieren!
 
Ich antworte jetzt mal seitenweise. Keine Ahnung, ob das sonst klappt, dass ich in einer Antwort Zitate von mehreren Seiten zusammen bekomme:
Warum die anderen arabischen Kinder sich wehren, deutsch zu lernen, kann ich dir nicht genau sagen. Mein Sohn hatte letztens zu mir gesagt, sie hätten zu ihm gesagt, solange zu ihnen halte, gehöre er auch zu ihrer Gruppe. Deswegen ist er ja auch so froh, dass er sie jetzt versteht. Er blüht ja richtig auf und schwärmt davon, dass er quasi mit ihnen eine kleine "Machtgruppe" bildet, die den Kindergarten "aufmischen" (
Tja, bei mir entsteht da ein Bild davon, wie als wenn diese Kindergartenkinder (sind die auch 5 und kommen mit ihm in die Schule?) ältere Geschwister hätten, die in so einer Art Clan oder Clique wären. ...und da hat es schon was von Macht, wenn sich da eine Gruppe absondert, von den anderen und aus dem vermeintlichen Nachteil "anders sein", etwas Positives (aber durchaus auch schwer kontrollierbares macht": Wenn in einer Großgruppe eine Kleingruppe entsteht, die ihr Eigenleben allein schon auf Grund der Sprache bildet, schließt sie sich damit nicht nur selber ein Stück weit aus (aus der Großgruppe), sondern auch andere. Ist dann die Frage, ob die Anderen in der Großgruppe das dann mitmachen und unbedingt in diese Kleingruppe wollen.
Wenn sich da eine Kleingruppe bildet, die ihre Macht aus "die anderen verstehen uns ja nicht" zieht und ihr Eigenleben führt und dass ggf. dann gegen Andere der Großgruppe richtet,...klingt das für mich....übel...bzw. nicht erstrebenswert (und da soll sich jetzt Dein Sohn drin "integrieren", in so ein "Vorgehen"?
Vielleicht wollen die "arabischen Kinder" kein deutsch lernen (sollte es so sein), weil sie die Stärke in ihrem "Nicht verstanden-werden" spüren, mit der Konsequenz, unter sich bleiben zu müssen. Doof nur, dass Ihnen so auch ein guter Bildungsweg erschwert wird (und damit eine andere Form von "Macht".

Ich verstehe ja immernoch nicht, was da in Eure Dorf passiert. Es scheint keine Großstadt zu sein. Was ist denn da bitte in Eurem Ort los, dass da von einer durchschnittlichen Kitagröße (schätze ich jetzt mal) von 20-24 Kindern, 16 türkischer Herkunft sind, die dann auch noch nicht mal deutsch können oder lernen wollen?...Wie läuft dann die Kommunikation mit den Erzieherinnen ab und schweigen die dann, wenn ein deutschsprachiges Lied angestimmt wird?

...und irgendwie...bin ich froh, obwohl ich dieses Kind nicht kenne, wenn es bald in die Schule kommen kann. Auf dass der Umgang des Fachpersonals mit Kultur und Integrität anders ist.

Sagen wir mal du wärst 40 und deine 12-jährige Tochter schwärmt von TikTok und entwickelt dafür Begeisterung, würdest du dann auch extra dich bei TikTok anmelden, nur damit du "mitreden" kannst?
Also, es gibt durchaus Erwachsene, die das tun. Einfach um mal zu schauen, wo sich ihre Kinder da anmelden und was da passiert. So kann man in Teilen auch auffangen, wenn da z.B. Dinge gezeigt werden, die Jugendliche ansonsten überfordern könnten. Das heißt ja nicht, dass man als Erwachsene dann auch seine Tik-Tok-Stories haben muss (oder was es da alles gibt. Mir ist nicht wirklich klar, warum manche Instagram toll finden, andere Tik-Tok, eine Weile war es Snap-Chat,...usw..)

ist das anscheinend die Zukunft in Deutschland. Und ich möchte für meinen Sohn, dass er die Chance hat, diesen Trend nicht zu verpassen.
Was ist die Zukunft? Dass die Mehrzahl der Menschen türkischer Herkunft ist und die deutsche Sprache nicht lernen möchte? Wozu gibt es denn Landessprachen? ...und was ist der Trend? Arabisch zu sprechen und Gruppen zu bilden, die andere ausschließen (und vielleicht auch gegen das System richten)?
 
es soll nicht in diese Richtung gehen, aber ihr lenkt das Thema immer wieder in diese Richtung.
Dieser Thread ist so nah an gesellschaftspolitischen Themen und beinhaltet sie auch. Wenn es um Integration geht, dann ist es gesellschaftspolitisch. Wenn es um Macht geht, auch. Wenn über Bildung gesprochen wird, hat es auch einen politischen Bezug. In diesem Thread geht es um Bildung, gesellschaftliche Zusammenstellung, Integration, Ausgrenzung, Zukunft,...am Beispiel eines fünfjährigen Kindes und seiner Kita-Gruppe. ...aber letztlich geht der Thread um politisch wirksame Themen,...vielleicht auch grade, weil das Vorgehen in dieser Kita. soweit weg von wirklicher Integration zu gehen scheint (und die geht, aufs Ganze gesehen, jeden etwas an). ...und wenn dann hier von Dir steht, dass Du Deinen Sohn für den Trend und die Zukunft Deutschlands wappnen willst, damit er sich hier integrieren kann, obwohl er deutsch ist,...dann spricht das ein sehr deutlich gesellschaftspolitisches Thema an...und ich kann verstehen, wenn hier manch einer "Bauchschmerzen" bekommt. ...Nicht nur speziell wegen dem 5-jährigen Kind, der viel lernen soll, obwohl es spielen will, sondern auch bei der Vorstellung daran, was da vor Ort gefördert wird.
...Von daher geht aus meiner Sicht eine klare Trennung von "ist ja nur Politik" und "ist ja nur die Situation des einzelnen Kindes" nicht,...zumal das Vorgehen in dieser Kita. auf manchen so skuril zu wirken mag,...dass das dann so eigene Bildern und Gedankengänge ans Laufen bringen mag.
Mein Sohn bekommt diese Sprache gelehrt, damit er nicht im Kindergarten ausgegrenzt wird, sich integrieren kann und in Zukunft einfach "mitreden" kann, wenn es auch in der Schule oder auf der Uni oder sonstwo soweit kommt.
Wenn dann in Zukunft die Hauptsprache in der Schule und der Uni eines nicht arabischen Landes, arabisch ist? (Ich dachte, englisch sei die Weltsprache).

...und...mir geht es gar nicht um die Sprachen ansich. Es wäre das selbe Prinzip, wenn es statt um deutsch, türkisch, arabisch,...um spanisch, vietnamesisch, dänisch,...ginge.

Nochmal, sie haben keinen Kontakt mit der deutschen Sprache, sie sprechen untereinander kein deutsch, sie sprechen Zuhause kein deutsch, sie sprechen im Kindergarten kein deutsch...
Sag mir bitte wo und wann genau die dann Deutsch lernen könnten/sollten?
Also so wie ich das verstanden habe, gehen sie in eine deutsche Kita , mit deutschsprachigen Pädagoginnen. Die müssten sich schon die Ohren verstopfen, um dabei nicht wenigstens ein bisschen deutsch zu lernen.
Könnt ihr uns Tipps geben oder einen Rat, wie wir weiter vorgehen sollen?
Das steht hier auch schon.
 
An anderen Stellen bekomme ich auch Bauchschmerzen. Wäre hier nicht ausdrück ein Kindergarten genannt, würde ich das Gruppengeschehen schon als Bildung einer möglichen Gang zur Repression von Mitschülern und Lehrern einordnen, zumindest der Beschreibung der TE nach. Lieber Mittäter als Opfer sein - kann ich zwar noch irgendwo nachvollziehen allerdings überhaupt nicht gutheissen und schon gar nicht als Lösungsweg ansehen.

Und wenn dann die halbe "arabische" Kindergartengruppe in die gleiche Schule wie der Sohn kommt? Wer übt Macht aus gegen wen und wie soll das aussehen? Sollen unsere Kinder so erzogen werden als Mitläufer einer Gruppe, in der der Stärkere überlebt und immer Recht bekommt? Sind das die Werte, die Kinder auf ihrem Lebensweg mitbekommen?

Mit jedem Post kommen neue Ungeheuerlichkeiten zur Sprache, dass sich einem die Haare sträuben. Ich weiss schon gar nicht mehr, worauf ich alles antworten sollte. Jetzt geht es um Macht und später um konkrete Gewalt, die eigentlich jetzt schon dem Geschehen immanent ist. Und um ein fünfjähriges Kind, das in eine derartige Konstellation förmlich gepresst wird. Aus dessen Sicht grenzt das für mich schon an seelischen/emotionalen Missbrauch...
 

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