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Müssen wir unseren Sohn ewig unterstützen?

Denkt an euer Enkelkind. Leidet euer Sohn, leidet auch euer Enkelkind was überhaupt nichts dafür kann.
Dem Enkel zahlen sie ja schon Unterhalt, obwohl sie das nicht müssten.

Wie lange sollen sie noch für ihren Sohn einspringen und ihm Dinge predigen, die ihm sowieso am A....... vorbei gehen, so lange das Geld immer wieder angeflossen kommt?
 
Ihr solltet euren Sohn schon unterstützen aber ihm sagen, dass es nicht mehr so weiter gehen kann. Er wird ja sicher auch eure Firma erben wollen oder nicht? Dann muss er auch anderes Verhalten an den Tag legen. Was ist eigentlich mit eurem anderen Sohn sprich seinem Bruder? Ist der auch so?

Denkt an euer Enkelkind. Leidet euer Sohn, leidet auch euer Enkelkind was überhaupt nichts dafür kann.

Dass die Eltern ein eigenes Unternehmen haben konnte ich dem Eingangsbeitrag nicht entnehmen. Habe ich etwas überlesen?

Sollte es ein Familienunternehmen geben:
Dieser Sohn soll mal die Firma erben? Ich bezweifel, dass ein gut laufendes Unternehmen gesund und erfolgreich geführt werden kann von einem Sohn, der noch nicht einmal gelernt hat, für sich selbst zu sorgen.

Nicht selten trifft zu: Die ersten Generation baut ein Unternehmen auf, die zweite richtet es zu Grunde.
 
TE, wie sieht es denn genau aus: bemüht sich dein Sohn prinzipiell darum, dafür zu sorgen, dass er zukünftig und langfristig gesehen alleine ohne eure finanzielle Unterstützung klarkommt, oder lebt er quasi in den Tag hinein und verlässt sich so sehr auf euch, dass er nichts in diese Richtung tut?

Erklär doch mal genauer: Warum kann er mit Geld nicht umgehen, für was gibt er so viel aus? Und wenn er vielleicht Schulden hat, warum hat er diese?

Es ist ja auch leider so, dass ihr nicht für den ganzen Rest seines Lebens da sein werdet, bzw. das auch nicht könnt.

Gerade weil er selbst Vater ist, sollte sein Verpflichtungsgefühl und sein Kümmern auch finanzielle Dinge miteinschließen. Was soll sein Kind darüber hinaus vermittelt bekommen? Dass Papa die Großeltern ständig anpumpt und sein Leben nicht von selbst auf die Reihe bekommt? Oder dass es in Ordnung ist, sich so lange von anderen abhängig zu machen, auch wenn man dies von selbst ändern könnte?

Ich verstehe euren emotionalen Konflikt. Und es geht hier ja irgendwo um die Existenz eures Sohnes. Ich denke aber ebenfalls, dass es sehr wichtig ist, dass er jetzt lernt, dass so ein Verhalten Konsequenzen haben kann und dass es für einen Erwachsenen ein Muss sein sollte, unabhängig zu sein und mit Geld einigermaßen umgehen zu können. Gerade wenn man Kinder hat.

Wie soll er auch einen bewussten Umgang mit Geld verinnerlicht haben, wenn es für ihn eigentlich genauer betrachtet keine wirklichen Schwierigkeiten mit sich bringt? Ihr legt ja immer Geld nach und springt für ihn in die Presche.

Vielleicht hilft es ja beiden Seiten, wenn ihr nicht direkt den Geldhahn komplett zudreht. Aber z. B. nur für das Kind finanziell aufkommt (ist schwierig, ich weiß. Aber das Kind kann nichts für seinen Vater) und euren Sohn ansonsten sich mal selbst überlässt. Oder ihr ihm monatlich für einige Zeit Geld für Essen zuschießt, das aber dann auch runterschraubt.

Wenn er allerdings ein Einkommen hat, mit dem er eigentlich über die Runden kommen sollte, würde ich aber ganz harte Abstriche machen. Und ihn ggf. zur Schuldnerberatung schicken.

Er arbeitet - also MUSS das für sein Leben reichen. Tut es das nicht, muss er entweder seine Ausbildung erweitern, sich neue Kompetenzen erschließen und/oder einen besseren Job suchen. Oder er muss an seinem Lebensstandard rumschrauben: wenn ich 2000 netto verdiene und ein Kind zu versorgen habe, kann ich mir keine Wohnung für 1500 Euro mieten.

Notfalls trefft ihr ab jetzt schriftliche Vereinbarungen. Und wenn er sich Geld leiht, macht dies auch nur noch schriftlich und mit festgelegten Absprachen.

Wenn er erstmal auf die Schnauze fällt, tut das sicherlich weh. Aber manche Leute müssen es hart lernen, leider. Und brauchen so klare und harte Ansagen, damit sie umdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:


andere Frage:
hast Du Kinder?

Ja hab ich und ich würde ihm auch ein Haus schenken, wenn ich das Geld dazu hätte. Warum? Weil aus ihm was geworden ist und wir (so denke ich) nicht ganz "unschuldig" daran sind.
Schon früh mußte er immer die Hälfte dazu geben (aus seinem prall gefüllten Sparschwein) zu DEM was er haben wollte, Geschenke gabs natürlich auch. Heute hat er ein sehr gesundes Verhältnis zum Geld und Auskommen.

Naja und mein Satz mit dem unter der Brücke schlafen war eher wohl Sinngemäß gedacht, weil es sich gerade so anbot. Nur, wenn mein Kind der nächste Drogendaeler der Stadt geworden wäre, dann wäre es zwar noch mein Kind gewesen aber ob der dann unter einer Brücke schläft, wäre mir dann auch egal gewesen, denn dafür kann ich rein garnichts.
Ich sehe es nicht ein, jeden Tag arbeiten zu gehen um meinem Kind ein "buntes Leben" für immer zu verschaffen, nein.

Zu hart ausgedrückt?------ könnt ja schimpfen.....
 
Zu hart ausgedrückt?------ könnt ja schimpfen.....

Nein, also ich finde, du hast recht - wobei ich mein Kind immer unterstützen würde, auch wenn es Fehler begeht. Ich finde aber "Hilfe zur Selbsthilfe" wichtig als Leitsatz. Oder anders formuliert: es hilft langfristig wenig, die Symptome zu bekämpfen, nicht die Ursachen.

Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich ein Kind vor mir sitzen habe oder einen Erwachsenen. Von einem Kind kann man z. B. nicht erwarten, so für sich einzustehen und zu sorgen, wie es ein Erwachsener kann. Von einem 38-jährigen Mann aber schon, auch wenn dieser sich selbst teilweise zum Kind macht.
 
Ihr solltet euren Sohn schon unterstützen aber ihm sagen, dass es nicht mehr so weiter gehen kann. Er wird ja sicher auch eure Firma erben wollen oder nicht? Dann muss er auch anderes Verhalten an den Tag legen. Was ist eigentlich mit eurem anderen Sohn sprich seinem Bruder? Ist der auch so?

Denkt an euer Enkelkind. Leidet euer Sohn, leidet auch euer Enkelkind was überhaupt nichts dafür kann.


Meine Firma ist nicht zum vererben. Ich habe einen Einmannbetrieb welcher mein Auskommen sichert. Mehr nicht.
Unser großer Sohn ist ganz anders. Er geht seinen Weg. Ist verheiratet, hat 2 Kinder, einen guten Job und hat / macht uns keine Sorgen.
 
Hallo,

Schön, dass ihr euch sorgt und eurem Sohn helfen möchtet. Ich stimme meinen Vorrednern zu, dass es wichtig ist, ihn das jetzt selbst spüren zu lassen.

Wie du noch aus dem Konflikt raus kommen kannst: anstatt ihm Geld zu geben, kannst du mit ihm Essen kaufen gehen.
Dann soll er sich eine Einkaufsliste machen mit sinnvollen Sachen, das wird dann auch eingekauft.

Du wirst staunen, wie schnell er unabhängig wird, wenn er sich jedes Mal so rechtfertigen muss 😉 Und du bist fein raus, denn mit dem Nötigsten ist er versorgt.

Das wäre eine andere Möglichkeit.
 
Liebe Ingrid,

laß Deinen Sohn los.

Wie soll er denn sonst in seine Kraft und in ein selbstbestimmtes Leben finden?

Es ist furchtbar übergriffig, seinem Kind das Recht abnehmen zu wollen, sein eigenes Leben zu meistern. Dein Sohn hat ein Recht darauf, für sich selbst zu sorgen. Für sich selbst einzustehen. Selbstverantwortlich zu sein.

Und er hat vor allem auch das Recht, selbst für den Unterhalt seiner Nachkommenschaft zu sorgen.

Ihr bringt das ganze System durcheinander. Sicher gut gemeint, aber nicht zum Besten aller.

Vor allem auch nicht zum Besten Eures Enkels, der dadurch nicht erleben darf, daß sein Vater für ihn sorgt. Der schon in eine seltsame Gemengelage und Verschiebung der Verantwortung der Generationen hineingeboren wird.

Vielleicht nutzt Du die Gelegenheit, Dir Deine eigene Rolle nochmal anzusehen und zu schauen, warum Du die Grenzen so weit überschritten hast. Wo ist Deine Bedürftigkeit, daß Du Deinen Sohn bisher nicht loslassen konntest? Das ist sicher schmerzhaft für Dich. Aber auch eine Chance.

Ich kann mir auch gut vorstellen, daß Dein Sohn jetzt sehr verärgert und mit Unverständnis reagiert. Aus meiner Sicht kannst Du Dich nur mit sehr viel Liebe entschuldigen, dafür, daß Du ihn bisher so in Abhängigkeit gehalten hast und ihm nicht zugetraut hast, sein eigenes Leben selbstverantwortlich zu führen. Und ihm zu signalisieren, daß er Dein ganzes Vertrauen hat. Und Du an ihn glaubst.

Ein erster Schritt wäre es nicht mehr davon auszugehen, daß er zukünftig unter der Brücke landet, sondern das Bild, daß Du von Deinem Sohn hast mal zu hinterfragen und Dir seine Stärken vor Augen zu führen. Er hat ja in einen Beruf und einen sicheren Verdienst gefunden. Also kann er ja nicht ganz so ein Loser sein, wie Du ihn Dir vorstellst. Du könntest vielleicht als weiteren Schritt aufhören, diesen erwachsenen Mann Dein Sorgenkind zu nennen. Und auch aufhören, so über ihn zu denken und ihn so zu behandeln. Es wäre schön, wenn es Dir gelingt, Deinen Sohn als erwachsenen Mann zu respektieren und zu achten. Und ihn das auch spüren zu lassen, damit er selbst auch Vertrauen in sich und in seine Kraft entwickeln darf.
 
Hallo Ingrid,

mit ADHS hat das Problem deines Sohnes nichts zu tun, lass das nicht als Ausrede gelten. Mein Bruder hat auch ADHS und ist sehr verantwortungsvoll und auch sparsam.

Dein Sohn lebt meiner Meinung nach so, da er es ja bislang konnte und immer gut zurecht kam. Hatte er doch eure Unterstützung. Mein Rat wäre daher auch, dass ihr die finanzielle Unterstützung einstellt und zwar auch die für den Enkel. Wenn der Vater verdient, dann muss selbstverständlich er auch Unterhalt zahlen. Nicht ihr als Großeltern. Dein Sohn kann das, ansonsten kann die Mutter auch bei ihm pfänden lassen.

Natürlich wird er nun erstmal sauer sein und versuchen euch mit Kontaktabbruch zu erpressen. Lass das nicht zu! Gib nicht klein bei. Signalisiere ihm, dass ihr gerne Kontakt wollt, aber ihm kein Geld mehr gebt. Da müsst ihr jetzt halt durch, ihr hättet das schon vor mindestens 10 Jahren machen sollen!
 

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