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Müssen Kinder alles verzeihen?

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Nein, ich mache es , weil es für sie besser zuhause ist. Auch gesundheitlich, weil sie Diabetes hat und viel laufen soll, damit sie wenigstens körperlich gesund bleibt.

Im Heim würde sie einfach ruhig gestellt , damit sie nicht dauernd wegläuft, was wiederum bedeuten würde, dass sich die Diabetes und der Gesamtzustand körperlich verschlimmern würde.

Und weil ich - im Gegensatz zu ihr - Anstand habe und morgens noch in den Spiegel schauen können möchte.

Und das könnte ich nicht, wenn ich sie einfach irgendwo verrotten lassen würde.

Meinen großen Respekt, Kasiopaja !
 
Ganz ehrlich?
DA hätte ich jetzt keinerlei Hemmungen!
Und könnte trotzdem noch in den Spiegel schauen...
Es gibt einfach Dinge die tut man nicht wenn man anständig ist.

Auch nicht wenn der andere es fertig gebracht hat so zu sein.

Man muss sich nicht auf die niedrigste Stufe mit dem anderen stellen.
 
Ganz ehrlich?
DA hätte ich jetzt keinerlei Hemmungen!
Und könnte trotzdem noch in den Spiegel schauen...

Wenn es noch so bei Dir ist, Bowie, dann gibt es noch einen Hass in Dir, den ich als Ursache dafür ausmache, dass es Dir schlecht geht und Du von Deiner schlimmen Vergangenheit nicht los kommst.
 
Wo ist das? Und wo landen bei euch pflegebedürftige Alte, die keine pflegende Verwandtschaft und selber kein Geld haben?

Denen zahlt das Sozialamt den Fehlbetrag auf.

Aber sie hat einen Anteil am Haus und mein Mann verdient gut.

Also bliebe es an ihm hängen.

Aber nochmal - das ist nicht der Beweggrund, warum sie noch zuhause wohnt.

Es ist der , dass es ihr zuhause langfristig besser geht. Jedenfalls was die körperliche Gesundheit angeht.
 
Meinen großen Respekt, Kasiopaja !
Das kommt weil mir meine Eltern Anstand beigebracht haben und Selbstvertrauen.

Und weil ich mir Hilfe in Form eines Pflegedienstes geholt habe.

Ich verwalte zwar alles, beantrage Pflegstufen mache Diabetes-Kurse und renne zur Krankenkasse und zum Arzt, bin ständig in Rufbereitschaft und kümmere mich auch sonst um alles (was genug Arbeit ist), aber ich fasse sie nicht an.

Ich kann sie körperlich nicht berühren. Das graust es mir und das tue ich auch nicht.

Aber ich sorge dafür, dass es ihr gut geht und alles geordnet läuft.
 
Sie wusste auch , was sie tut.
Aber jetzt ist sie alt und dement und einer muss sich halt kümmern, wenn es sonst keiner tut.

(Schwägerin und Schwager haben sich vom Acker gemacht und für nicht zuständig erklärt, obwohl sie den ganzen Tag zuhause wären und mein Mann arbeitet halt den ganzen Tag. Ich würde in der schlimmen Demenzphase arbeitslos und so war klar , wem die Aufgabe bleibt.)

Mein Mann hat sich schon als Jugendlicher distanziert und ich habe es dann auch als ich gemerkt habe wie sie ist und dass es nie anders wird.

Insofern konnte sie - bis auf ein zwei dinge die unverzeihlich waren - sagen was sie wollte.

Es ist mir irgendwann am A.... vorbei gelaufen.

Und wir wohnen in einem Haus. Wenn man sich da dann keine LMAA-Einstellung zulegt schnappt man ja über.

In der derzeitigen Situation übrigens auch.
 
Es gibt einfach Dinge die tut man nicht wenn man anständig ist.
Auch nicht wenn der andere es fertig gebracht hat so zu sein.
Man muss sich nicht auf die niedrigste Stufe mit dem anderen stellen.

Ein Polizist stellt sich auch nicht auf eine Stufe mit einem Mörder, wenn er ihn einkassiert, obwohl er genau weiß, daß der Mörder lebenslänglich hinter Gitter bleiben wird oder - in manchen Ländern - sogar hingerichtet werden wird. Sollte die zu erwartende Strafe für Verbrecher vielleicht Polizisten daran hindern, sie einzukassieren?

Es ist imho ein deutlicher Unterschied, ob man etwas aus purer Bosheit und ohne jede Notwendigkeit tut - die Täter - oder ob man sich zumindest ein bißchen Wiedergutmachung oder Befriedigung mit eigener Hand holt, wenn es keine andere tun will oder kann - das ehemalige Opfer.
Es gibt vermutlich gute Gründe, warum etliche frühere Opfer in dieser Diskussion ganz weit Abstand von ihren Peinigern halten, nicht weil sie Angst haben, wieder in ihre frühere Opferrolle zurückzufallen - dieses Risiko ist immer gegeben - sondern daß sie bei erneuten Problemen jetzt auf ganz andere Weise reagieren könnten, da sie eben keine hilf- und wehrlosen kleinen Kinder mehr sind. Da könnte mal eben im Zorn der Watschenbaum in die andere Richtung als früher umfallen. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, der meidet besser jeden Kontakt.
 
@ Nordrheiner :

Es ist nicht Hass, was ich empfinde.
Wut vielleicht, Unverständnis, keine Ahnung.
Ja, es geht mir schlecht, ich komme seit her zehn Jahren nicht davon los,
Und nein-
Ich WILL nicht verzeihen, weil da nichts zu verzeihen ist.
Und ich werde es auch nie tun!

Und ich bin auch nicht so edel, dass ich einfach drüber weggehen und diesen Menschen in meiner Nähe haben wollte.
Ganz zu schweigen von pflegen.

Er hat mein Leben ruiniert, und nicht nur meins.
Soll ich dafür dankbar sein?

Ich bin an sich ein ausgesprochen friedlicher, "lieber" Kerl.
Aber irgendwo hört es doch auf.

"Denn sie wissen nicht, was sie tun..."
ER wusste ganz genau, was er tat.Er war Arzt.

Hallo?!?
:mad:

Sicher wusste Dein Vater genau, was er tat. Aber welche Dimensionen das Böse hat, das werden Menschen so schnell nicht verstehen. Wenn sie verstorben sind und vor Gott stehen....schon eher.

Wie immer Du es nennen willst, was in Deinem Herzen ist, ob Wut oder Hass, entscheidend ist doch die Auswirkung: Du kommst von Deiner Vergangenheit nicht los. Damit - mit Deiner Entscheidung - bleibst Du an dem Leben im Leiden unter Deinem Vater verhaftet. Ist es das, was Du möchtest?

Es geht mir nicht um Deinen Vater - es geht mir um Dich. Wenn Verzeihen der einzige Weg ist, ein Leben ohne Wut oder Hass neu zu beginnen, dann würde ich auf meine Wut/meinen Hass verzichten wollen.

Nein, dafür dass Dein Vater Dein Leben (und nicht nur Dein Leben) zerstört hat, sollst Du nicht dankbar sein. Jedoch würde ich das Gericht Gott überlassen. Ich selbst würde davon frei leben wollen. Ohne Wut, ohne Hass.
Glück und tiefe Zufriedenheit sind mit Liebe möglich - aber nicht mit Hass oder Wut. Der Mensch öffnet sich dem Einen und schließt das Andere aus - oder umgekehrt. Beides verträgt sich nicht zusammen. Es ist Deine Entscheidung. Wem oder was gibst Du Macht in Deinem Herzen? Womit - denkst Du - möchtest Du lieber leben?

Ich denke, dass Menschen vor so einer Entscheidung stehend sagen: Ich würde ja gerne... aber ich kann nicht.
Das verstehe ich. Ich denke, um hier die für den jeweiligen Menschen die richtige Entscheidung treffen zu können, dafür brauchen wir Gott, Gottes Liebe, die alle Wunden auch heilt.

LG, Nordrheiner
 
Kassiopeia,
Da bist du wirklich bewundernswert.
Ich könnte das nicht.

Und wollte es auch nicht, niemals.

...Irgendwie beschleicht mich aber das Gefühl, dass es dir auch nicht wirklich gut geht dabei...
Du schreibst, einer muss sich ja kümmern.
Hört sich nicht nach einer freien Entscheidung an.

Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten!
Nur mein Eindruck.

Es gibt sicher schöneres. Juhu schreie ich nicht. Und mit dieser Krankheit bzw. der Betreuung geht es niemandem gut bzw. darüber freut sich keiner. Auch die nicht deren Verhältnis zum Kranken mal gut war.

Dazu muss man schon selber in sich ruhen, damit man das vertragen kann.

Aber so ist es im Leben. Es gibt Sachen die müssen eben getan werden und dann tut man sie.

Es geht mir nicht schlecht und wir gönnen und auch Auszeiten z. b. in Form von Urlauben und schönen Erlebnissen. Sonst schnappt man über.

Aber alles schlechte hat auch sein gutes , man bekommt viel Hilfe von unerwarteter Seite auch von den Ämtern und Krankenkassen und sieht, dass es so viele Menschen gibt, die einen nicht kennen und trotzdem ihr Möglichstes tun zu helfen.

Und freut sich dass man so viele Freunde im direkten Umkreis hat, die man treffen kann , wenn man sich schon nur im Radius von 20 Minuten Fahrzeit aufhalten kann, falls irgendeine Katastrophe passiert. Und die passiert immer wieder. So sicher wie das Amen in der Kirche.

Das ist das schöne daran.

Am meisten frustriert mich halt , dass die anderen Angehörigen sich total vom Acker gemacht haben und nur zum Rumstänkern kommen und meckern , was man hätte besser machen können. Falls sie mal kommen.
 
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