@ Nordrheiner :
Es ist nicht Hass, was ich empfinde.
Wut vielleicht, Unverständnis, keine Ahnung.
Ja, es geht mir schlecht, ich komme seit her zehn Jahren nicht davon los,
Und nein-
Ich WILL nicht verzeihen, weil da nichts zu verzeihen ist.
Und ich werde es auch nie tun!
Und ich bin auch nicht so edel, dass ich einfach drüber weggehen und diesen Menschen in meiner Nähe haben wollte.
Ganz zu schweigen von pflegen.
Er hat mein Leben ruiniert, und nicht nur meins.
Soll ich dafür dankbar sein?
Ich bin an sich ein ausgesprochen friedlicher, "lieber" Kerl.
Aber irgendwo hört es doch auf.
"Denn sie wissen nicht, was sie tun..."
ER wusste ganz genau, was er tat.Er war Arzt.
Hallo?!?
:mad:
Sicher wusste Dein Vater genau, was er tat. Aber welche Dimensionen das Böse hat, das werden Menschen so schnell nicht verstehen. Wenn sie verstorben sind und vor Gott stehen....schon eher.
Wie immer Du es nennen willst, was in Deinem Herzen ist, ob Wut oder Hass, entscheidend ist doch die Auswirkung: Du kommst von Deiner Vergangenheit nicht los. Damit - mit Deiner Entscheidung - bleibst Du an dem Leben im Leiden unter Deinem Vater verhaftet. Ist es das, was Du möchtest?
Es geht mir nicht um Deinen Vater - es geht mir um Dich. Wenn Verzeihen der einzige Weg ist, ein Leben ohne Wut oder Hass neu zu beginnen, dann würde ich auf meine Wut/meinen Hass verzichten wollen.
Nein, dafür dass Dein Vater Dein Leben (und nicht nur Dein Leben) zerstört hat, sollst Du nicht dankbar sein. Jedoch würde ich das Gericht Gott überlassen. Ich selbst würde davon frei leben wollen. Ohne Wut, ohne Hass.
Glück und tiefe Zufriedenheit sind mit Liebe möglich - aber nicht mit Hass oder Wut. Der Mensch öffnet sich dem Einen und schließt das Andere aus - oder umgekehrt. Beides verträgt sich nicht zusammen. Es ist Deine Entscheidung. Wem oder was gibst Du Macht in Deinem Herzen? Womit - denkst Du - möchtest Du lieber leben?
Ich denke, dass Menschen vor so einer Entscheidung stehend sagen: Ich würde ja gerne... aber ich kann nicht.
Das verstehe ich. Ich denke, um hier die für den jeweiligen Menschen die richtige Entscheidung treffen zu können, dafür brauchen wir Gott, Gottes Liebe, die alle Wunden auch heilt.
LG, Nordrheiner