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Müssen Kinder alles verzeihen?

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Das ist kein Verzeihen, nur einen Schlußstrich unter Vergangenes ziehen. Zwei sehr verschiedene Paar Stiefel. Schlußstriche ziehen kann man absolut ohne irgendetwas zu verzeihen, man braucht sich nur klar darüber werden, daß die Vergangenheit einen im augenblicklichen Leben nicht mehr tangiert. Man ist weg von da, hat inzwischen ein viel besseres (oder wenigstens anderes) Leben und Punkt. Ab in die Mülltonne mit der Vergangenheit.

Aber... wenn die Vergangenheit einen wieder einzuholen versucht, etwa wenn die Alten pflegebedürftig werden und sich auf einmal daran erinnern, daß da ja noch irgendein unerwünschter Sprößling wäre, den man als billigen Arbeitssklaven und Fußabtreter benutzen könnte, wenn man ihm nur ganz fromm ein wenig schöntut, hat ja früher auch funktioniert und so ...

dann steht keine "Vergebung" im Weg, ganz konsequent "Nein! Nie wieder!" zu sagen.

Denn wer vergibt, der stimmt (in den Augen der Täter) dem Verhalten der Täter im nachhinein doch zu.
Und macht sich (im Eltern-Kind-Verhältnis) damit verantwortlich, den Eltern hinterher noch zu "danken" für alles, was man ihm (an-) getan hat.
Wer sich´s psychisch leisten könnte, könnte dann aus purer Bosheit die Pflege übernehmen... und den Spieß endlich umdrehen und den Eltern all das antun, was sie früher dem kleinen Kind angetan haben. Rache ist Blutwurst. (Weil beides am besten, wenn es kalt genossen wird.)
Ich finde Dein Posting menschenverachtend und Rache zeugt in kleinster Weise von Reife oder Klugheit. Ich finde man sollte diese Fälle einer fähigen Justiz überlassen. Leider gibt es deutschlandweit Betreuungsmissbrauch durch Willkür von Gerichten.teilweise durch staatliche Missgunst und Habgier (personifiziert im Richteramt) und auch einfach nur plumpe Überlastung.

Im nahen Umfeld gibt es eine Familie die zerstritten war wegen Intrigen und Unvermögen der Eltern die beide Weltkriege miterlebt hatten. Jeder für sich hatte Techt und Gründe für das Unrecht das sie an die Kinder weitergegeben haben.
Nun liegt die Verantwortung immer in der Folgegeneration die Wunden zur Heilung zu bringen. Das funktioniert angeblich durch die Transaktionsanalyse.
Es ist gefährlich heute von "gucken das man selbst ein gutes Leben lebt" zu sprechen. Gott verdammt nochmal NEIN. Wir sind alle miteinander verbunden und wir haben die Pflicht so viel Gutes zu Unternehmen wie möglich und so wenig Gerede wie nötig darüber zu machen.
 
Auch Eltern bringen ihre Geschichte mit. Eltern und Kinder haben nur eine Chance - auch wieder in beide Richtungen gesagt -, wenn sie wechselseitig ihre Geschichte verstehen und akzeptieren.

Ich spreche hier nicht von extremen Auswüchsen wie Missbrauch und Co, sondern von alltäglichen Familienzwisitigkeiten, die sich jedoch zu einem völlig sinnlosen Familiendrama entwickeln können, wenn eine Partei sich da hineinsteigert.
Und das ist die Mehrzahl der Familyzerwürfnisse, leider....
 
Mein Mann und sein Bruder hatten keine Chance. Nie.

Sie war wie sie war , eine alte böse Hexe, die immer die am meisten getrietzt hat, bei denen sie gemerkt hat, dass ihnen etwas an ihr lag.

Mein Mann hat das einzig richtige getan. Schon früh für sich selbst zu sorgen und wenig zuhause zu sein und einzusehen, dass sie ist, wie sie ist und auch nicht anders wird egal, was man tut.

Seinen Bruder hat es schlimmer erwischt. Er hat sein Leben lang um ihre Liebe gebettelt und dafür immer - im übertragenen Sinne - Tritte und Beleidigungen und Zurückweisungen und andere psychische Grausamkeiten geerntet und ist selber psychisch auffällig geworden.

Was mich angeht , so habe ich zum Glück ein sehr liebevolles Elternhaus und deshalb ihre Gemeinheiten ertragen können, auch in dem ich den Kontakt aufs Nötigste reduziert habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie Nordi schoin schrieb: Ohne Vergebung ist nie ein Neuanfang möglich und es gibt selten etwas, das nicht zu verzeihen wäre. Erwachsene Kinder sollten auch das begreifen,sofern sie wirklich im Herzen erwachsen sind.
 
Moin


Ich versuche es nochmal, man muss nicht zu jemanden hingehen und sagen,
ich verzeihe dir , was du mir angetan hast .


Wenn man versucht, einen Grund dafür zu finden, der einfachste Grund wäre ,
die Eltern sind selber geschlagen worden, das hat sie zu Monstern gemacht.


Ist ja nicht so ganz abwegig und wie gesagt, nur ein Beispiel ! wenn ihr dann
zu euch selber sagt , ja Mensch das konnte ja gar nicht anders ausgehen, ihnen
ist auch die Kindheit genommen worden, jetzt haben sie mir meine genommen.


Was wisst ihr dann ? ihr wisst , ihr! seid ja gar nicht schuld , ihr seid Frei von
der Frage , bin ich selber Schuld , ihr wisst ihr habt nichts getan wofür man
euch hätte schlagen dürfen .


Ihr geht jetzt einfach eine Generation weiter und forscht was war da los ?


Ihr wart Kinder !! ihr habt keine Schuld !! sucht einen Grund , sucht ihn nicht
bei euch , ihr wart Kinder , die schuld kann gar nicht bei euch liegen.


Mir ist es gelungen, war nicht einfach , ich habe das Glück Kinder zu haben
und von ihnen lernen zu können.


Lg.
Und viel Erfolg
 
Ich glaube, das wurde mir grad klar bei deinem letzten thread, es geht um den Unterschied um den Bereich Kindheit und den des Erwachsenendaseins.
 
Wenn ich Deine Beiträge so lese, habe ich nicht den Eindruck, dass Dir ein glückliches und zufriedenes Leben geglückt ist.
Wenn ein Leben weit jenseits der Eltern besser ist als jahrelang mit ihnen, ist das für viele schon als Erfolg zu werten, selbst wenn es nicht perfekt glücklich und zufrieden ist.
Manchen ist nicht mal das vergönnt, die sind auf Gedeih und Verderb (eher letzteres) darauf angewiesen, ewig mit den Eltern aufeinanderzuhocken, bis daß der Tod sie möglichst bald scheiden möge.
 
"Rache ist Blutwurst..."
Wärst du in diesem Fall nicht genau so mies wie es deine Eltern waren?

Wenn man von anderen Stellen keine Hilfe und kein Recht erwarten kann, ist es jemandem nicht zu verdenken, sich sein Recht selber zu schaffen, in Form von konsequenter Rache, die auf vielerlei Art geschehen kann, subtil oder mit dem Holzhammer. Zumal es ja absolut keine Unschuldigen trifft.

Hier wird allen ernstes von Kindern erwartet, daß sie "die Verantwortung tragen, die Wunden in der Folgegeneration zur Heilung zu bringen" - aber das ist in Wahrheit nur ein billiges Abschieben der Verantwortung von den Tätern, der Ursachen-Generation. Der Schaden kam von den Eltern, und die waren bereits erwachsen, als sie die Schäden angerichtet haben, die hätten es von vornherein besser wissen können und müssen, als die Erwachsenen die sie waren. Das haben sie nicht, aber deshalb liegt die Verantwortung, den Schaden zu flicken, trotzdem nicht bei den Opfern.
Die Opfer haben das Recht sich abzugrenzen, die Schäden so weit es geht für sich selbst zu minimieren, aber sie haben keinerlei Verpflichtung, es den Tätern leicht zu machen oder sie gar aus ihrer Verantwortung zu entlassen.
 
Für die Eltern, die zuhause sitzen und händeringend auf dieses Verzeihen warten, damit sie sich besser fühlen können,
*zynisch grinsend * wie viele sind das wohl? Die allermeisten Täter-Eltern sind einsichtsunfähig, da sitzt niemand händeringend da und wartet auf Verzeihung, denn das würde doch erst mal fordern, sich seiner Schuld bewußt zu sein, und sie dann auch noch anzuerkennen. Darauf kann man bei den allermeisten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten. Oder es ist nur geheuchelt, um Alterspflege oder was anderes vom Kind zu bekommen.
 
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