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Müssen Kinder alles verzeihen?

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Deine Eltern waren so liebevoll, dass sie dich liebevoll "heftig verprügelt" haben.
Du vergleichst verweigerte Ü-Eier und Ohrfeigen mit "heftigem Prügel". Das zeigt mir, dass du auch nicht richtig erwachsen geworden bist, wenn du dich deinen Eltern, die dir eine kaputte Kindheit beschert haben, so vehement unterwirfst. Das machen normalerweise nämlich nur Kinder.
Sorry, das klingt für mich nach Verweigerung der Realität und Schuldsuche bei dir selbst.

Es kann sein, dass du nicht einfach warst. Aber rede verdammt noch mal anderen nicht ein, dass sie deshalb Gewalt über sicv zu ergehen lassem haben, nur weil du den Mut nicht hast, einzugestehen, dass deine Eltern alles falsch gemacht haben, was sie nur falsch machen konnten.
Das ist ein Schlag in die Fresse eines jeden Opfers häuslicher Gewalt.

//E Sorry, dass ich gerade etwas emotionaler geworden bin, aber ich kann es einfach nicht ab, wenn jemandem die Kindheit geraubt wird und man die Schuld noch bei sich selbst sucht.
Dito. Danke.
 
Wenn die Eltern verstehen, was sie ihrem Kind angetan haben, es worklich mit Verstand UND Gefühl begreifen, wenn es ihnen wirklich Leid tut, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn sie MitLeid mit dem Kind von damals habe, einsehen, verstehen UND um Vergebung bitten... dann kann man ja als Kind darüber. nachdenken, ob man ihnen verzeiht. Oder sie weiter in ihre. saft schmoren lässt, den sie selbst angesetzt haben... und sich abgrenzt und von ihnen freimacht, statt sich mit dem Hass und der Opferrolle weiter das Leben zu vergiften.
 
Wieso sollte man überhaupt verzeihen? Da hat man selber nichts von, da haben nur die Eltern = die Täter was von, die durch das Verzeihen die Bestätigung bekommen, dass das was sie getan haben ja überhaupt nicht schlimm war und jetzt alles wieder Tuttifrutti ist und sie ihre Hände in Unschuldigkeit waschen können.

Verzeihen muss nicht der erste Schritt sein, für mehr Selbstständigkeit und mehr Glück im Leben. Das kann man auch haben, ohne den Eltern zu verzeihen.
Verzeihen wird immer so als Stärke propagiert. Für mich ist es eher Schwäche, weil man damit wieder mal das tut, was eigentlich nur für die Eltern/Täter was gutes bringt und man sich der gesellschaftlichen Norm beugt, die verlangt "man muss auch verzeihen können."
Nö, es erfordert viel mehr Stärke, genau das NICHT zu tun.

Das stimmt mich sehr nachdenklich..wie sehen es die anderen?
 
Hallo

Ihr, die Ihr nicht verzeihen könnt, ihr seid nicht Böse oder irgendwas, ihr werdet es anders machen,

da vertraue ich euch voll und ganz, ich habe es auch immer anders gemacht. Ich war auch nie in
der Lage jemanden zu schlagen, obwohl ich selber geschlagen wurde, aber als ich an diesem Punkt
ankam, wo ich für mich alleine verzeihen konnte, mein Vater war auch schon Tot, aber ab diesem
Punkt fühlte ich mich ein Stück Freier und das war nur für mich.


Ich kann nur Hoffen das ich hier niemandem zu nahe getreten bin, das täte mir sehr Leid, ich hatte
gedacht ich könnte euch auf die schnelle etwas vermitteln, leider Überschätze ich mich und meine
Intelligenz noch sehr oft.



Lg.
 
Wenn die Eltern verstehen, was sie ihrem Kind angetan haben, es worklich mit Verstand UND Gefühl begreifen, wenn es ihnen wirklich Leid tut, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn sie MitLeid mit dem Kind von damals habe, einsehen, verstehen UND um Vergebung bitten... dann kann man ja als Kind darüber. nachdenken, ob man ihnen verzeiht. Oder sie weiter in ihre. saft schmoren lässt, den sie selbst angesetzt haben... und sich abgrenzt und von ihnen freimacht, statt sich mit dem Hass und der Opferrolle weiter das Leben zu vergiften.

Na, wie edel...
Für mich ist das nichts weiter als genau der Machtmissbrauch, den man ja eigentlich anprangern möchte. Und es hilft kein Stück, sich selbst zu befreien. Vielleicht, um besser zu verdrängen und Gott zu spielen. "ich bin der große Verzeiher..." - oder eben nicht.
 
"Müssen" hat eine negat. Konnotation. Du musst verzeihen, sonst bist Du kein "gutes" Kind, kein "guter" Mensch, kein "guter" Christ - what ever.

Verzeihen - verstehen zu können, ist eher etwas, wie ein Geschenk. Ein Geschenk, das man sich selbst machen kann.

Dieses Geschenk geht mit tiefer innerer ZuFriedenheit- tiefem inneren Glück und Freiheit einher.

Hass macht unfrei - ist ein Zeichen dafür, dass man unfrei ist. Man gibt anderen noch die Macht, über sein eigenes Wohlbefinden zu verfügen. Und das noch häufig über den Tod der Menschen, die einem physische/psychische Gewalt zugefügt haben, hinaus.

Insofern stelle ich die Frage: Was möchtest Du?

Und nicht: Was musst/sollst/solltest Du?

Hier ich die TE- huihuihui
Da hab ich aber ein Thema angestoßen!
Kimi Onawa,
bei mir ist es so dass ich hin und hergerissen bin. Meine Eltern sind selbst damals misshandelt worden ja, aber sie haben hart gearbeitet und versucht und geschafft ihre Partnerschaft bestmöglich zu leben. Auch teilweise auf meine Kosten aber ich war auch ein sehr liebebedürftiges Kind.
Dazu muss ich sagen dass ich getrennt aufgewachsen bin von meinen Schwestern und Mutter und jahrelang kein Kontakt "zur anderen Seite" bestand.

Mein Vater hatte viele Ängste und ich war noch sehr klein aber habe sehr an meinem Vater gehangen. Dennoch klappte die neue Beziehung nur in dem ich innerlich meine Schwestern und Mutter verleugnete bzw abspaltete. Das lag auch daran das ich von meiner älteren Halbschwester missbraucht worden bin. Das wiederholte sich dann noch als wir uns zwei Jahrzehnte später zufällig wiederbegegneten.
Mein Vater der mich über alles liebte hat mich aber auch gleichzeitig nicht genug geschützt und ich fühle mich teilweise verraten. Jetzt in der Mitte meines Lebens habe ich Angst Konder zu bekommen weil ich Angst habe vor Wiederholungen und bald ist es zu spät für Konder und ich bin ein bisschen wütend weil ich mich nicht traue meinem Vater zu sagen dass er so ungerecht war.ich vermisse deine Loyalität und hatte immer Angst das mir glschlicherweise alles als Eifersucht ausgelegt wird was nicht stimmt aber das einfachere Erklärungsmodell für meine Eltern wäre um sich wieder nicht der Verantwortung zu stellen.
 
Damit ich jemanden etwas verzeihen kann, sollte man sich zuallererst bei mir entschuldigen, ohne eine Entschuldigung wird es keine Verzeihung geben.
Beispiel:
Meine Eltern geben mir für etwas die Schuld woran ich keinerlei Schuld habe und auf diese Ungerechtigkeit reagiere ich mit Kontaktabbruch. Erstmal folgt Funkstille, beide Seiten können getrennt darüber nachdenken oder aber auch nicht.
Nach einer Weile melden sich meine Eltern bei mir und entschuldigen sich, zeigen Einsicht das sie einen Fehler gemacht haben. Es wird miteinander geredet und ich nehme die Entschuldigung meiner Eltern an und verzeihe ihnen denn niemand ist unfehlbar, auch ich nicht.
Damit sollte aber auch geklärt sein das so etwas nicht wieder vorkommt, denn passiert das wiederholt von der Seite der Eltern her, dann war die Entschuldigung nicht ernst gemeint und dann sollte man umgehend wieder den Kontakt zu ihnen abbrechen und auch nicht wieder zulassen.
Es gibt aber auch Fehler die unverzeihlich sind, da werden dann auch keinerlei Entschuldigungen angenommen weil der verursachte Vertrauensbruch zu groß ist. Da geht man auch weiterhin getrennter Wege und fertig.
 
Wenn man den Begriff "müssen" nutzen möchte, dann in der Art: Was musst Du tun, wenn Du Freiheit - inneren Frieden erlangen möchtest?

Das implziert, dass Du auch weiterhin hassen darfst. Es hat eben Konsequenzen.

Manchmal richtet sich der Hass auch (stellvertretend) gegen einen selbst - Stichwort selbstverletzendes Verhalten.
Hier ich nochmal TE :

Genau das befürchte ich bei mir! Ich habe nach schweren Schicksalsschlägen noch mein Abitur nachgeholt und danach habe ich nichts mehr an Ausbildung /Studium geschafft wie es sich meine Eltern wünschten. Ich frage mich ob ich da unbewusst was mache oder torpediere: denn meine Eltern haben auch keine Ausbildung abgeschlossen in dem o. G. Sinne .

Also: ich frage mich und Euch liebe fleißigen TE -mitschreiber: was kann ich tun?
 
Nein, niemand muss alles oder etwas verzeihen können. Man kann... natürlich. Aber gewisse Dinge sind nun mal unverzeihlich. Deswegen muss sich das geschehene ja nicht über Generationen hinweg "vererben" (so dass ein Opfer zum Täter wird. Doch leider passiert genau das mehr als man denkt. Leider.)

Als ich mich speziell von meiner Mutter (und vom Rest der Fam.) abgewendet habe, geschah das nicht nur wegen meinem Hass, sondern vordergründig wollte ich endlich frei fühlen. Weg von alledem, was ich als; Das Elendsviertel meiner Kindheit bezeichne.
Ich habe 43 Jahre alt werden müssen, um mich von ihr innerlich zu befreien. Bis dahin war sie wie mein stets mich beeinflußender Schatten. Ich war daher oft wie von ihr ferngesteuert.

Das extrem schwierige bei meiner Abkehr war, dass es nun mal in der Kindheit auch positive Anteile gab. Das macht es mir bis heute imens schwierig weiterhin Abstand zu halten.
Dazu fällt mir etwas ein was ich mal gelesen habe. Sinngemäß:
Du (Mutter) hast mich (damals wie heute) verlassen, wie recht du doch hast! Auch ich verlasse mich und bin somit auf ewig mit dir verbunden. Denn um so mehr ich von mir gehe, um so näher bin ich bei dir.
Das ist doch Hassliebe.

Meine Mutter meinte stets, ich solle ihr gegenüber dankbar sein, denn ohne sie - gäbe es mich und MEIN Leben nicht! lol... Sie hätte genausogut sagen können: Ich tue dir weh, nicht weil ich böse bin, sondern weil ich es gut mit dir meine.
Besonderst ihr Liebesentzug, als Strafe, war sehr prägent für mein ganzes Leben. Ich wüßte nicht wie ich ihr das verzeihen könnte oder sollte. Zumal sie keinerlei Schuldbewußtsein hat. Sie meint, sie hätte nichts falsch gemacht. Daraufhin brach ich mit ihr.

Das Elendsviertel mein Kindheit, dass lasse ich mal lieber zu. Kann man eh nicht viel dazu sagen und es dürfte arg triggern.

Was ich nur zugut weiß, dass Hass "blind" macht. Er zerfrist einen ganz langsam. Egal ob der Hass berechtigt ist oder nicht.
Gerade in Eltern-Kindbeziehungen, macht Hass unfrei. Dieses negative Klima, was in einem "wohnt" und vor sich hin "gährt", blockiert förmlich die eigene Freiheit, ja sogar die eigene Liebe die man geben möchte.
Wenn man nicht aufpasst, zerbricht man dran.
Damit hat das Hassobjekt indirekt gewonnen! DAS ist das Fatale daran.

Klar ist mir aber auch, dass man, wenn man verzeihen kann, sich in gewisserweise befreiht fühlt. Besonderst emotional. Aber ob mir das mein Urvertrauen wiederherstellen könnte, bezweifle ich sehr stark. Die fraglose Liebe, wie man sie als Kind von den Eltern bekommt, hatte ich nie.

Tja... am Ende habe ich auch nur versucht das Beste aus mir und dem Leben zu machen. Trotzallem. Wäre schön gewesen, wenn man mich um Verzeihung gebeten hätte. Ich würde es zwar ablehnen, aber immerhin..... lol...
 
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