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Müssen Kinder alles verzeihen?

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Für weitere Antworten geschlossen.
Nein. Man muss nicht alles verzeihen, aber man DARF es. Und zwar für sich selbst. Ich hatte selbst eine schreckliche Kindheit, meine psychischen Probleme haben mich nie wirklich leben lassen. Und immer dieser Spannungszustand zu meiner Mutter, das Unverständnis, warum tut/tat sie, was sie tut/tat. Hass war es nie, was ich empfand, dafür bin ich nicht der Mensch, das möchte ich auch nicht. Dennoch trennten mich meine Gefühle von meiner Mutter und dadurch auch von mir selbst. Hier wurde so viel negative Energie gebunden.

Ich habe während meiner Traumatherapie eine für mich sehr schlimme Situation aufgearbeitet mit Hilfe von Imagination. Und plötzlich sah ich nicht nur dieses vollkommen verletzte Kind, das für keinen Zuspruch mehr zugänglich war UND ich sah plötzlich auch meine Mutter in ihrer Hilflosigkeit, in ihrer eigenen Angst. Sie war nicht absichtlich so furchtbar, wie sie war. "ich nannte es normal, meine Therapeutin nannte es Folter".

Ich verzieh ihr. Nachdem ich ein halbes Jahr Kontaktabbruch gebraucht habe. Es geht mir gut damit. Ich schaue jetzt anders in die Welt. Davon hat meine Mutter gar nichts. Sie weiß es im Grunde auch nicht wirklich, ich habe es ihr nie gesagt. Aber ich glaube, sie spürt es. Es hat sich auch bei ihr war geändert. Sie wurde offener, sie bemüht sich um Toleranz und versucht, liebevoll zu sein. Sie hatte nie wirklich was erzählt über ihre eigene Kindheit. Und nun erzählte sie mir manchmal was. Und ich sah in eine Hölle.

Ihr "Fehler" war, sie gab weiter, was sie selbst erlebt hatte. Sie wusste es nicht besser. Sie hat nicht aus ihren eigenen Erlebnissen gelernt und im Grunde auch nichts dazu gelernt. Mit über 70 sagte sie mal zu mir, sie hat begriffen, sie hatte doch keine so schrecklichen Kinder, wie sie immer dachte...

Ich bin davon überzeugt, dass Leid setzt sich eher in kommenden Generationen fort, wenn man den eigenen Eltern verzeiht.
Mit dem Verzeihen geht nämlich oft auch ein Schönreden einher, nach dem Motto " gut, meine Eltern haben mich zwar geschlagen, aber ansonsten waren sie ja total lieb. Das muss man ihnen schon nachsehen" mit ein.
Und jemand mit so einer Einstellung schlägt dann auch später bei den eigenen Kindern wieder zu und verlangt dann widerum "ach, dass werden meine Kinder mir schon verziehen. Mir hats ja auch nicht soooo geschadet. Hab ich ja auch bei meinen Eltern, und außer den Schlägen bin ich ja ne ganz ganz tolle Mama/toller Vater".

Dem stimme ich an keiner Stelle zu. Mein Leid hat sich nicht fortgesetzt. Ich wusste von Anfang an, bei mir und meiner Tochter würde es anders werden. Unsere Beziehung war und ist liebevoll und wertschätzend. Ich habe sie NIE geschlagen, jeder kleine Streit wurde vor dem Schlafengehen bereinigt. Nie wollte ich, dass sie mit Angst oder schlechten Gefühlen die Nacht verbringen muss, ich wollte, dass sie nie Angst haben muss, nach Hause zu kommen oder wenn ich nach Hause komme. Wir haben ein wunderbare Zeit verbracht und haben sie noch immer, jetzt im erwachsenen Alter natürlich auf einer anderen Basis. Nein, man muss nicht weiter geben.

Und manchmal denke ich auch darüber nach: Für unsere Eltern war es noch ganz anders als für uns (also zumindest für meine Generation). Die waren alle Kinder im Krieg, sie waren schwerst und zutiefst traumatisiert. Und niemand redete. Sie lebten teilweise noch die Erziehungsmethoden aus Hitlers Reich. Schlagen war normal. (Gibt es ein gutes Buch dazu "Die geschlagene Generation" oder so ähnlich.) Diese Generation hatte wenig Möglichkeiten zu reflektieren. Und so sehr sie eine Therapie gebraucht hätten - es gab sie noch gar nicht. Wir haben heute so viele Möglichkeiten, diese Generationstraumata aufzuarbeiten und den Gewaltkreislauf in den Familien zu unterbrechen. Es ist nun eben unsere Aufgabe.

Ich möchte nicht verurteilen, ich möchte verstehen und durchaus auch vergeben. Und ich möchte frei sein. Und auf meine Weise erreiche ich es auch. Ich habe jetzt Platz und Zeit für meine weitere Entwicklung, ich habe noch so viel vor und bin nicht mehr gefesselt in der Suche und in dem Gefühl von Schuld. Ich suche nicht nach Schuld, ich suche nach Lösungen. Und damit bin ich glücklich.
 
Nein. Man muss nicht alles verzeihen, aber man DARF es. Und zwar für sich selbst. Ich hatte selbst eine schreckliche Kindheit, meine psychischen Probleme haben mich nie wirklich leben lassen. Und immer dieser Spannungszustand zu meiner Mutter, das Unverständnis, warum tut/tat sie, was sie tut/tat. Hass war es nie, was ich empfand, dafür bin ich nicht der Mensch, das möchte ich auch nicht. Dennoch trennten mich meine Gefühle von meiner Mutter und dadurch auch von mir selbst. Hier wurde so viel negative Energie gebunden.

Ich habe während meiner Traumatherapie eine für mich sehr schlimme Situation aufgearbeitet mit Hilfe von Imagination. Und plötzlich sah ich nicht nur dieses vollkommen verletzte Kind, das für keinen Zuspruch mehr zugänglich war UND ich sah plötzlich auch meine Mutter in ihrer Hilflosigkeit, in ihrer eigenen Angst. Sie war nicht absichtlich so furchtbar, wie sie war. "ich nannte es normal, meine Therapeutin nannte es Folter".

Ich verzieh ihr. Nachdem ich ein halbes Jahr Kontaktabbruch gebraucht habe. Es geht mir gut damit. Ich schaue jetzt anders in die Welt. Davon hat meine Mutter gar nichts. Und doch hat sich auch bei ihr war geändert. Sie wurde offener. Sie hatte nie wirklich was erzählt über ihre eigene Kindheit. Und nun erzählte sie mir manchmal was. Und ich sah in eine Hölle.

Ihr "Fehler" war, sie gab weiter, was sie selbst erlebt hatte. Sie wusste es nicht besser. Sie hat nicht aus ihren eigenen Erlebnissen gelernt und im Grunde auch nichts dazu gelernt. Mit über 70 sagte sie mal zu mir, sie hat begriffen, sie hatte doch keine so schrecklichen Kinder, wie sie immer dachte...



Dem stimme ich an keiner Stelle zu. Mein Leid hat sich nicht fortgesetzt. Ich wusste von Anfang an, bei mir und meiner Tochter würde es anders werden. Unsere Beziehung war und ist liebevoll und wertschätzend. Ich habe sie NIE geschlagen, jeder kleine Streit wurde vor dem Schlafengehen bereinigt. Nie wollte ich, dass sie mit Angst oder schlechten Gefühlen die Nacht verbringen muss, ich wollte, dass sie nie Angst haben muss, nach Hause zu kommen oder wenn ich nach Hause komme. Wir haben ein wunderbare Zeit verbracht und haben sie noch immer, jetzt im erwachsenen Alter natürlich auf einer anderen Basis. Nein, man muss nicht weiter geben.

Und manchmal denke ich auch darüber nach: Für unsere Eltern war es noch ganz anders als für uns (also zumindest für meine Generation). Die waren alle Kinder im Krieg, sie waren schwerst und zutiefst traumatisiert. Und niemand redete. Sie lebten teilweise noch die Erziehungsmethoden aus Hitlers Reich. Schlagen war normal. (Gibt es ein gutes Buch dazu "Die geschlagene Generation" oder so ähnlich.) Diese Generation hatte wenig Möglichkeiten zu reflektieren. Und so sehr sie eine Therapie gebraucht hätten - es gab sie noch gar nicht. Wir haben heute so viele Möglichkeiten, diese Generationstraumata aufzuarbeiten und den Gewaltkreislauf in den Familien zu unterbrechen. Es ist nun eben unsere Aufgabe.

Ich möchte nicht verurteilen, ich möchte verstehen und durchaus auch vergeben. Und ich möchte frei sein. Und auf meine Weise erreiche ich es auch. Ich habe jetzt Platz und Zeit für meine weitere Entwicklung, ich habe noch so viel vor und bin nicht mehr gefesselt in der Suche und in dem Gefühl von Schuld. Ich suche nicht nach Schuld, ich suche nach Lösungen. Und damit bin ich glücklich.


Vielen vielen Dank dafür !!
Lg.
 
Wieso sollte man überhaupt verzeihen? Da hat man selber nichts von, da haben nur die Eltern = die Täter was von, die durch das Verzeihen die Bestätigung bekommen, dass das was sie getan haben ja überhaupt nicht schlimm war und jetzt alles wieder Tuttifrutti ist und sie ihre Hände in Unschuldigkeit waschen können.

Es geht doch um dich, wie du mit dir und deiner Zukunft umgehst, den Eltern ist es ja wie du sagst eh egal.
Was passiert mit ( Dir ) wenn du nicht vergisst, nicht verbgeben kannst; du verdrängst:
Grad das verdrängen, ist nur der äußere Schein von Treue und Glauben und der Beginn von Verwirrung.
Und stiftet vor allem deshalb Verwirrung, weil sie einen Konflikt erzeugt zwischen unserer inneren Stimme, die uns in jedem Augenblick sagt, was wir tun oder unterlassen sollen, und äußeren Maßstäben, die uns vorschreiben, wie wir uns grundsätzlich verhalten sollten.
Wer etwas fordert, möchte über andere Menschen Macht ausüben, indem er ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten abnimmt und sie auf sich überträgt.
Sie sind verwirrt, da ihre eigene Lebenswirklichkeit nicht wirklich einbezogen wird und niemand sie fragt, was das Thema mit ihrem individuellen Gesamtsystem macht.
Dieser Abwägungsprozess ist um so einfacher, je berechenbarer die in Frage kommenden Alternativen sind.
Das Herz aber soll die Menschlichkeit bestimmen.
Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind!
 
Ich schreie dich auch nicht an.

Mich hat nur der Gastbeitrag aufgeregt, der von "Jammern", Taschengeldentzug und irgendwelchen Ü-Eiern redet, die man angeblich nicht bekommen hat.

An dich waren meine Zeilen nicht gerichtet.

He alles gut , ich habe es auch nicht so aufgefasst 🙂 ich wollte euch nur sagen , ihr könnt gewinnen
 
Übrigens...
Meine kleine Tochter wächst glücklich, liebevoll behütet und umsorgt auf,
Sie wurde noch kein einziges Mal geschlagen und wird diese Erfahrung auch nicht machen.
Nur mal so am Rande.

Ich wünsche Dir sehr, dass Dir das gelingt und dass auch die anderen Dämonen Deine Tochter nicht beeinflussen werden. :blume:

Leider sieht man soetwas manchmal erst in der Nachbetrachtung. Ich hätte auch Stein und Bein geschworen, dass meine Kinder glücklich und behütet aufwachsen würden. Leider ist mir das nicht gelungen.
 
Selbstverständlich müssen Kinder nicht alles verzeihen. Ich denke, es zeugt von einer persönlichen Stärke, wenn man die Fehler der Eltern als solche bennenen kann und sich davon abgrenzen kann. Weil man es selber nicht so einfach hatte, darf übedies keine Rechtfertigung sein, dass man anderen Gewalt zufügt. Egal ob es die eigenen Kinder sind oder andere. Ich finde es auch extrem schlimm, dass häußliche Gewalt so gut wie gar nicht geahndet wird.

Ausgeliefert zu sein ist immer etwas extrem schlimmes. Besonders als Kind, wenn man gewalttätigen Eltern ausgesetzt ist und man das Fehlverhalten der Eltern noch nicht als solches erkennen kann und die Schuld an sich sucht. Einen seelischen Schaden trägt man so immer davon. Die Frage ist, ob man das Schuldempfinden in einer zerstörerischen oder zersetzenden Weise gegen sich selbst richtet und sich bsp. mit Minderwertigkeitsgefühlen und Extremschüchternheit zurückzieht und das Leben an sich vorbeigehen lässt. Oder ob man sein schuldempfindendes, leidendes Selbst von sich abkapselt, sich mit der Gewalt, die einem angetan wurde, identifiziert und diese übernimmt und an andere, wie z.B. den eigenen Kindern, weitergibt.

Dies geht dann mit einer Gefühlsverzerrung einher. Gewalt und sich über andere hinwegsetzen wird als Stärke erlebt. Lieblosigkeit wird in liebevolle Zuwendung verzerrt. Den eigenen Kindern gegenüber wird man missachtend und gewalttätig und stellt dies so dar als nur das Beste wollend. Jeder der eigene erfahrene Gewalttätigkeit als solche benennt, wird als Jammerer verächtlich abgewertet, weil man den eignenen Jammerer (in sich sebst) über die erlittene Gewalt schon seit langem zum Schweigen gebracht hat und diesen nicht mehr zulassen kann, da man sich sonst seiner Vergangenheit und dem erlittenen Unrecht stellen müsste und dafür aber die eigene Stärke nicht ausreicht.

Sich mit der Gewalt und der Lieblosigkeit zu identifizieren und diese seinerseits anderen zuzufügen und an diese weiterzutragen, ist immer der einfache Weg. Was in Wahrheit schwach ist, nämlich an jenen, die ausgeliefert sind und die sich nicht wehren können oder schwächer sind, Gewalt auszuüben, wird in Stärke umgedeutet. Was eigentlich stark wäre, sich gegen die Peiniger und die Gewalttäter zu stellen und sich mit den Schwächeren und Schutzbedürftigen zu solidarisieren, wird als das verachtenswert Schwache gesehen. Es ist eine perverse Verdrehung des Erlebten. So weit meine Meinung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es freut mich, dass du es geschafft hast und glücklich bist!

Danke. Und ja, ich bin jetzt glücklich. Ich bin über 50 und wollte bis zu meinem 50. Geburtstag nichts anderes als sterben, musste natürlich mit diesem Wunsch aussetzen, als ich sorgeverpflichtete Mutter war, was ich gut konnte. Und dieses Mädchen war und diese heutige Frau ist es wert.

Du hast deinen Weg gefunden, das ist gut.
Du konntest verstehen, und wohl auch verzeihen.
Wenn es dir geholfen hat, war das doch das richtige für dich.

Ja, er war sehr, sehr lang, sehr schwer zu finden und hat mich viel, viel Kraft und Blickwinkelveränderung gekostet. Aber all das ist es wert, es ist mein Weg, ich brauche ihn auch so, es ist meine Art zu leben, ich will verstehen, vergeben, lieben, Weisheit erarbeiten. MEINS.

Andere können das nicht.
Und wollen es vielleicht auch nicht.
Auch das muss man akzeptieren.

Ich habe NUR MEINEN Weg beschrieben. Nichts anderes. MIR war es möglich, weil ich es auch einfach wollte. Ich wollte selbst frei werden und gleichzeitig auch die Beziehung zu meiner Mutter auf eine andere Ebene stellen, eine Ebene ohne Angst vor allem, die hatte ich noch weit bis in mein Erwachsenenalter hinein. Ich selbst habe aus meiner Kindheit ein schweres Gefühl von Schuld mitgenommen, die mich daran gehindert hat, ein Gefühl für Existenzberechtigung zu entwickeln. Immer am Rande vom Suizid, aber immer für alle da, und immer mit Angst, bis ich arbeitsunfähig war. Und ja, ich WOLLTE. Ich wollte so gern eine gute Beziehung zu meiner Mutter im Rahmen unserer Möglichkeiten, denn zu Liebe beispielsweise ist sie einfach nicht in der Lage, hat sie nicht, da macht es keinen Sinn, das zu erwarten.

Was ich beschrieb, war, wie gesagt, MEIN WEG. Ich wollte nur zeigen, für MICH ging es so. Das ist maximal eine Feststellung, keine Aufforderung. Ich finde es, aufgrund meiner eigenen positiven Erfahrung schade, wenn andere, die LEIDEN, diesen Weg für sich bisher nicht finden konnten. Das heißt aber nicht, dass ich erwarte oder sogar noch fordere, gehe doch auch diesen Weg. Nö. Muss jeder für sich selbst wissen, wollen, finden, erarbeiten. Ich wünsche nur jedem Menschen, dass er nach seinen Erfordernissen glücklich wird. Ich kann sehr gut akzeptieren, wenn jemand andere Wege geht, etwas nicht kann oder will. Darf man. Immer. Aber ich darf es schade finden. Und außerdem ist mir bewusst, dieser Weg kostet auch Zeit und Reife. Und vielleicht auch das Streben danach. Ich weiß, dass ich so bin, das so für mich passt und ich es so auch brauche. Das bedeutet für mich nie, dass andere das genauso brauchen oder wünschen. 10 Leute erleben genau das Gleiche, es wird 10 verschiedene Reaktionen geben. Sehe ich schon bei mir und meiner Schwester. Sie geht völlig anders damit um.

Ich bin weniger stolz auf meinen Weg, ich bin dankbar. Sehr dankbar. Dass mir die Möglichkeiten dazu in den Weg kamen und ich sie sehen konnte. Aber mit Forderungen wäre man bei mir auch kein Stück weiter gekommen. Ich fordere allein schon deshalb von niemandem etwas. Ich überlasse es ausschließlich Dir und Deinem Glücksanspruch, wie Du Deinen Weg gehst. Wie schon gesagt, Du musst nicht verzeihen, Du darfst. Hatte ich doch gesagt. (warum eigentlich fühlst Du Dich so - kritisiert?)

Meine kleine Tochter wächst glücklich, liebevoll behütet und umsorgt auf,
Sie wurde noch kein einziges Mal geschlagen und wird diese Erfahrung auch nicht machen.
Nur mal so am Rande.

Für Dich scheint es wichtig zu sein, das hier noch mal extra zu erwähnen. Für mich wars das nicht. Hätte ich nie in Zweifel gestellt. Ich weiß durch mich selbst, dass man es völlig anders machen kann, habe ich ja selbst. Ich hatte damit nur auf Kylar reagiert. Meiner Mutter hatte ich verziehen, da war meine Tochter schon längst erwachsen. Für mich gab es keinen Zusammenhang zwischen Verzeihen und dem Umgang mit meiner Tochter. Ich zweifle nicht an Dir, ich zweifle an niemandem, der (bisher) nicht verzeihen möchte. Dafür braucht es durchaus einiges. Aber Verzeihen/Vergeben bedeutet gerade nicht, etwas nachträglich für gut zu befinden. Nein. Es bedeutet auch nicht Vergessen. Es bedeutet nur, frei zu werden. EVENTUELL kann man mit der Vergebung auch einem Anderen einen Gefallen tun. Aber jemandem zu bestätigen, dass man ihm verzeiht, weil man ihm einen Gefallen tun will, diesen aber für sich selbst nicht tun kann, das gleicht für mich eher einem Lippenbekenntnis als einer wirklichen Vergebung.
 
Ich knüpfe an ein anderes Thema an und erweitere es auf die rhetorische Frage: " müssen Kinder alles den Eltern verzeihen?"

Nein. Eltern können es sich auch mit ihren Kindern verscherzen .
Die andere Wange hinhalten ?
Oder Auge um Auge Zahn um Zahn?
 
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