Meinst du das jetzt ganz allgemein oder direkt während eines spezifischen Gesprächs? In zweiterem Fall kannst du nur dein Gegenüber fragen.
Allgemein kann ich verstehen was ein gutes Gespräch ausmacht, aber mir fehlen konkrete Handlungsweisen die mich nicht ins starke Masking bringen und gleichzeitig dem anderen weniger Monologe aufzwingt. Momentan ist es eher ein "entweder - oder", ich fände es aber schön wenn es sich zu einem "sowohl-als-auch" entwickeln würde. Ich weiß aber nicht ob das realistisch und möglich ist.
Irgendwann habe ich alles gesagt und anstatt dass du sagst: "Toll, das probiere ich gkeich mal aus" fängst du an über Fondue zu reden. Ich denke "Hä?" und verstehe nicht wovon du redest. Gehst du dann davon aus, dass ich deinen Gedanken problemlos folgen kann und verstehst wiederum nicht warum ich so deppert gucke?
Das ist für mich aber eine andere Situation, weil du mir in dem Moment etwas erklärst. Du hast eine Information, die ich nicht habe aber in Erfahrung bringen will.
In dem Moment bist du in einem Monolog und ich höre zu. Zusätzlich tritt die Interaktion auf Gefühlsebene in den Hintergrund .... es sei denn du würdest mir deine Gefühle gegenüber Käse offenbaren und mich fragen wie ich zu Käse stehe. Aber das macht ja keiner.
Erklärungen sind einfacher, da kanns mir höchstens passieren dass mir die Konzentration flöten geht (und dann sag ich aber trotzdem Danke danach). Ich monologisiere wie gesagt nicht immer und das wäre eine Situation in der es eher unwahrscheinlich ist.
Hallo Yuna, ich frage mich gerade ob es nicht besser wäre wenn du Menschen um dich hast, die mit dieser Art von dir klar kommen, anstatt dich verbiegen zu wollen. 🤔
Die Welt besteht nicht nur aus Menschen die damit klar kommen, wär schön wenns so wäre. 🙂 Anpassung und gegenseitige Rücksichtnahme ist (glaube ich) für jeden Menschen, der Teil einer Gemeinschaft sein will, Thema. Aber kaputt machen sollte es halt niemanden, genausowenig wie Dauergenervtheit ausgehalten werden muss.
hm, also wenn es nicht psychische Ursachen hat, ist es vielleicht doch eher eine neurologische Sache.
Ich bin neurodivers also eine neurologische Ursache
🙂
Das was du über deine Mutter schreibst klingt so, als ob sie kein Interesse an dir hatte und du ihr egal warst. Es wirkt sogar so, als ob sie sich für garnichts interessiert hat. Stelle ich mir ganz schön langweilig und leer vor, wenn man sich für nichts begeistern kann und einem alles egal ist - weil dann hat man ja nur sich selber (und das ist ja eigentlich nicht viel). Und wenn man als Kind bei so jemandem aufwächst, dann stelle ich mir das ganz schön schwer vor, weil dann wird man ja zwangsweise zur (Mit-)Einsamkeit verdonnert - mit dem Unterschied, dass man als begeisterter, fühlender Mensch ganz schön drunter leidet (im Gegensatz zur Mutter). Anders kann ich es mir zumindest nicht erklären, aber wissen tu ichs auch nicht.
Kind sein ist schwierig, weil man in dem Alter so abhängig ist. Also entweder schnell unabhängig werden, sich anpassen oder nichts mehr von den Eltern erwarten. Ist aber, wie gesagt, schwierig weil man bis zu einem gewissen Alter darauf angewiesen ist.
Mein Vater war auch jemand der sich für nichts begeistern konnte. Eine der ersten bewussten Erinnerungen, die ich an meine Kindheit habe ist, dass ich vor einem Ameisenhaufen stand, dabei laut lachte und mit den Armen wedelte. Ich freute mich so über das Muster der Ameisenstraßen. Das erkennt man wenn man leicht schielend von oben auf einen Ameisenhaufen schaut. Durch das Schielen wird das chaotische Durcheinander zu einem pulsierenden Muster und sieht unglaublich schön aus. Mein Vater kam währenddessen auf mich zu und danach hab ich mir für lange Zeit keine Ameisenhaufen mehr angesehen.
Es ist schwierig bei so jemandem aufzuwachsen ... ich kann mir denken, dass es für dich auch nicht einfach gewesen ist.
Kannst du anderen längere Zeit zuhören ohne das Interesse an der Person zu verlieren? Oder ist das eher schwer für dich, wenn dich das Thema nicht interessiert?
Ich weiß gerade nicht genau wie du das meinst. Das Interesse an einer Person und das Interesse an einem Thema sind für mich zwei unterschiedliche Dinge. Kannst du deine Frage bitte nochmal anders formulieren, ich würde es gerne verstehen.