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Monologisieren vermeiden - Brainstorming

Schon, aber wenn du hier so liest was dein Gegenüber denken könnte, dann gehts dir vermutlich bald nicht mehr so gut.
Sonst hätte ich diesen Thread nicht gestartet, wenn ich nicht auch schon vorher eine Ahnung davon gehabt hätte, wie dieses monologisieren auf andere wirkt. 🙂

Ich bin mir bewusst, dass es alles andere als angenehm für mein Gegrnüber ist und sehe die Reaktionen der Menschen. Dass da meistens wenig wohlwollendes zu erkennen ist, erklärt sich von selbst und ist für mich sowohl auf kognitiver als auch emotionaler Ebene total nachvollziehbar. Die einen nervts nur, die anderen meiden aufgrunddessen den Kontakt. Manche wenige sehen es liebevoll als Macke.

Ich kanns nicht allen Menschen recht machen, genausowenig wie es alle Menschen mir recht machen können. Aber das jst auch garnicht der Grundgedanke dieses Threads 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wenn du es doch siehst, macht es dann nicht automatisch klick in deinem Kopf und dir wird bewusst, was du da tust?
Ja, wenn ich mit meinem Monolog fertig bin. 🙂
Wie weiter oben bereits geschrieben, vergess ich währenddessen häufig den Blickkontakt zu halten (bzw. hab ihn nicht wegen Telefon o.ä) und bin so versunken in dem was ich erzähle, dass ich es selten merke (wenn ich monologisiere - ich mach das ja nicht ständig, aber eben oft genug).

Eine ehemals gute Freundin (mit der ich nicht deswegen nicht mehr befreundet bin sondern weils sich einfach auseinander-entwickelt hat), brachte dann zB immer Sprüche wie: "Du ich glaub der Buschfunk ist gerade wieder gestört!" ... oder sowas halt (immer mit nem Augenzwinkern). Und dann hab ich sie halt verschämt gefragt wies ihr eigentlich geht ... und dann wars auch wieder gut.

Ich bin also tatsächlich auch ein Stück weit dankbar wenn mein Gegenüber mir sagt dass es gerade genervt ist. Dann kann ich mich wieder gut einpendeln. Ich würds aber eigentlich auch gerne ohne diese "Meldung von außen" schaffen.
 
Hallo @Yuna
also ich fände es klasse, wenn Du es Deinem Gegenüber einfach mal kurz in einem Satz einwerfen würdest.

Denn ich habe das noch nie so gesehen bis zu Deinem Beitrag..... Ich dachte immer nur meine Freundin ist wieder ganz bei sich und nur in der Lage von sich und ihrem Thema zu reden. Ich merkte ja wie sie schneller und lauter wurde und immer mehr ins Thema "reinkniete". Aber auf die Idee, dass mit ihr da ihre Pferde durchgehen und sie gar nicht merkt dass ich sage "Warte mal, ich hätte da eine Frage" oder im besonderen Fall noch kommt "Lass mich mal ausreden".
Und letzteres hat mir die Puste verschlagen, nachdem ich schon eine lange Zeit am angestrengten zuhören war ;-)

Und ich mag sie ja sehr - will sie weder verletzen noch nicht verstehen, aber ich wollte mich halt auch nicht komplett und so lange überrollen lassen. Für mich wäre es einfacher damit umzugehen wenn ich wüsste dass sie sich darüber im Klaren ist dass sie nun mehr im Thema hängt als normal ist.

Gruß von Grisu
 
Siehst du denn überhaupt was? Also würdest du merken, dass die Tischdecke am Nachbartisch Feuer gefangen hat, wenn dein Gesprächspartner nicht aufspringen und davonrennen würde? Hörst du, dass auf der Strasse gerade zwei Autos ineinanderkrachen?
Da musste ich jetzt ein bißchen nachdenken, weil ich nicht genau verstehe wie oder was du meinst. 🙂

Ich würde deine Frage generell mit einem Ja beantworten .... aber ...es kommt schon vor (wenn auch sehr selten) dass ich während einem Gespräch, zB beim Spazierengehen, fast gegen einen Pfosten renne, oder einen Radfahrer übersehe und vom Gesprächspartner zurückgezogen werde o.ä.

Und jetzt kommt das zweite aber: Da gibt's viele andere Menschen, die keine Diagnosen haben, denen es ähnlich geht. Von dem her werte ich das für mich als "relativ" normal (schließe aber gleichzeitig nicht aus, dass ich mich irre).

Ich hatte früher immer ein wenig Angst, dass dieses Monologisieren in die dissoziative Richtung geht. Aber tatsächlich ist das eher ein Verhalten, mit dem ich (laut meiner Thera) schlichtweg Außenreize reduziere. Ist halt aber irgendwie nicht schön, wenn dieser Außenreiz ein Mensch ist, mit dem ich mich gerade unterhalte.

Und mich gut mit anderen unterhalten ... im Sinne eines Dialoges oder netten Gespräches ... das kann ich. Aber das ist dann meistens mit "Masking" verbunden.

Von dem her gefällt mir die Idee von dir und @JohnDoe gerade gut, einfach mal den Mut aufzubringen und es vorher anzusprechen (das trau ich mich nämlich immer nicht so, weils für mich schon auch schambesetzt ist).

Und die Idee mit dem Aufschreiben von @Werner kann ich mir auch gut vorstellen.
 
Naja, weil du weiter oben von einem Flow geredet hast. Ich weiss wie sich ein Flow anfühlt. Da hört und sieht man nichts mehr ausser das, was einen in den Flow gebracht hat. Man hat weder Durst noch Hunger, kein Zeitgefühl, kein Schlafbedürfnis, nix. Da muss dann keiner von himten kommrn und mich an der Schulter berühren, sonst erschrecke ich mich zu Tode. Irgendwann kommt man ganz benommen in die Realität zurück und wundert sich wie viel Zeit vergangen ist.
Worte sind manchmal schwierig und missverständlich, mmmh.

"Benommen in die Realität zurückkehren" würde ich für mich eher in die Beschreibung eines Trancezustandes (oder sowas) packen. Aber das ist nur für mich so, dh ich will dir dein Flow-Erleben weder absprechen noch kritisieren.

Hyperfokus, Flow .... keine Ahnung welche Worte es dafür noch gibt und was jeder explizit damit verbindet. Es ist auf alle Fälle eine starke Konzentration auf "die Sache" (in meinem Fall das Gesprächsthema), sodass anderes in den Hintergrund tritt.

Vielleicht wirds so klarer: Menschen erzählen doch manchmal, wenn sie sich frisch verliebt haben, dass sie sich mit der anderen Person stundenlang unterhalten haben. Und sie schwärmen wie wundervoll, tiefgründig und auf gegenseitigem Verständnis das Gespräch war, sodass sie garnicht bemerkten wie spät es eigentlich war .... und es ihnen erst bewusst wurde als der Kellner ihnen die Rechnung auf den Tisch legte und begann die Stühle hochzustellen.

Und jetzt stell dir vor mir geht es genauso wie den beiden, wenn ich mich in einem Thema gedanklich verliere für das ich mich unfassbar stark interessiere. Es ist kein "aus der Realität fallen" für mich sondern eher ein Gefühl, dass die Realität genau in diesen Moment Sinn für mich macht. Und genauso wie das Paar brauch ich dann eben auch einen "Rausschmeißer".

Der Vergleich hinkt trotzdem, aber besser kann ich es leider nicht beschreiben, tut mir leid. Ich kann verstehen, dass sich vieles wahrscheinlich total widersprüchlich und nicht ganz stimmig liest. Ich verstehs ja auch noch nicht ganz.

Und ich schreib ja auch nur von mir, das bedeutet ja nicht, dass es jedem der monologisiert so gehen muss.
 
Und die Idee mit dem Aufschreiben von @Werner kann ich mir auch gut vorstellen.
Auf diese Weise sind viele Bücher entstanden. Das nur am Rande 🙂

Nehmen wir nur mal Charles Darwin als Beispiel. Der hat jahrelang an "Die Entstehung der Arten" geschrieben und quasi "monologisiert". Weil er einfach kaum jemand hatte, der sich für das Thema so sehr interessierte wie er. Heutzutage hätte er da jede Menge Ansprechpersonen 🙂

Mein Tipp ist übrigens, dass du wirklich von Hand schreibst, möglichst in ein schönes Buch mit vielen weißen Seiten.
 
Sag den Leuten, sie sollen dich drauf hinweisen. Spanne Verwandte, Freunde etc ein. Und wenns nur irgendein Codewort ist, das sie dann sagen. Je öfter du drauf hingewiesen wirst, desto eher wirst du es irgendwann selber erkennen
 
Das Aufschreiben werde ich mal ausprobieren (vielleicht sogar hier in Form eines Blogs oder so - weiß ich aber noch nicht so genau). Auf alle Fälle stelle ich es mir angenehm vor die Gedanken "geordnet" auf einem Papier zu haben (immer in anderer Ausführung, je nachdem in welcher Thematik und in welchem Kontext ein Inhalt gerade aufgegriffen wird).

Für mich klingt das nach einer guten Idee, dann bringst du deine Gedanken mal unter die Leute. Vielleicht fehlt dir einfach der Austausch.

Ich werde das nächste Mal Ausschau halten, ob es diesen Thread schon gibt.
 

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