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Mobbing an Schulen, die Obrigkeit macht nichts, oder?

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Hallo FreshDumbledore!

...
Hier nach der Politik zu rufen halte ich für schwachsinnig. Der typische Reflex. Soll doch jeder bei seinem eigenen Kind und sich selbst anfangen. Vorleben und weitergeben. Daran mangelt es nämlich und nicht an Gesetzen.
Ich rufe nicht nach dem Staat. Der Staat, der die Aufgabe, hat das Individuum zu schützen, kommt dieser Aufgabe nicht nach. Der Tod und das Leid vieler Schüler werden hingenommen. Der Staat muss seine Pflichten erfüllen. Ist es falsch nach dem Staat zu rufen, wenn Menschen zu Tode gequält werden? Das Schulsystem ist eine ureigene Aufgabe des Staats und hier darf er es nicht hinnehmen, dass die Menschwürde mit Füßen getreten wird.

Gesetze müssen angewendet werden. Ansonsten haben wir hier ganz schnell eine Anarchie.
 
Hallo Dr. House!

Ich glaube du erwartest du zu viel, EuFrank.
Ein bisschen müssen die Menschen auch selbst was tun.
Der einzelne sollte so viel wie möglich dazu beitragen, dass menschenwürdig gelebt werden kann. Ich halte viel von selbstständigem Denken, Unabhängigkeit und selbstständigem Handeln.

Der Einzelne ist aber nicht das Thema dieses Beitrags. Mir geht es darum zu zeigen, dass keine Partei, kein Politiker und kein Kultusminister etc. dieses Thema angemessen in die Hand nehmen.
 
ach, mobbing ist schlicht ein gesellschaftliches phänomen, das man nie wird vollständig unterbinden können. es gibt immer die schwachen, die andersartigen, die unterdrückt werden.
naja, vielleicht sollten lehrern seminare zur konfliktlösung angeboten werden... könnte meiner meinung nach schon sinnvoll sein, da es häufig sehr schwierig ist, zwischen tätern und opfern zu vermitteln.
ich bin aber der meinung, dass es hauptsächlich die opfer sind, die die initiative ergreifen müssen.

wie gesagt, vollständig wird mobbing nie verschwinden, es liegt in der natur des menschen.
das ist ok so.
und bevor mich jetzt irgendwer anschnautzt: ich war selbst opfer und leide noch immer unter den folgen, also kommt bitte nicht mit "du hast leicht reden, ich wünsche dir, dass du selbst mal gemobbt wirst."
 
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Hallo Dr. House!


Der einzelne sollte so viel wie möglich dazu beitragen, dass menschenwürdig gelebt werden kann. Ich halte viel von selbstständigem Denken, Unabhängigkeit und selbstständigem Handeln.

Der Einzelne ist aber nicht das Thema dieses Beitrags. Mir geht es darum zu zeigen, dass keine Partei, kein Politiker und kein Kultusminister etc. dieses Thema angemessen in die Hand nehmen.

Nun, mir ist nicht klar, was die Politik hier effektiv bewirken kann?
Hast du Ideen dazu, was z.B. die Parteien dagegen machen können, was auch effektiv ist und eine Wirkung zeigt?
 
Hallo Menschenfeind!

...ich bin aber der meinung, dass es hauptsächlich die opfer sind, die die initiative ergreifen müssen...
Oft ist es ja so. dass niemand etwas für die Opfer tut. In diesem Falle wäre es wünschenswert, wenn wenigstens das Opfer selbst etwas tut.
 
Hallo Dr. House!

Nun, mir ist nicht klar, was die Politik hier effektiv bewirken kann?
Hast du Ideen dazu, was z.B. die Parteien dagegen machen können, was auch effektiv ist und eine Wirkung zeigt?
Darüber müßte ich sicherlich lange nachdenken - eine Aufgabe, die zB das Kultusministerium leisten müßte - oder noch andere Organisationen.

Sicher sind hier sehr viele Faktoren zu berücksichtigen. Ein Anfang wäre es überhaupt, wenn man überhaupt mal damit anfinge, dieses Thema zu thematisieren. Man tut ja so, als wenn es dieses Problem gar nicht gäbe.

Einige Ideen:

- Man muss darüber nachdenken, warum Lehrer so ausgebrannt sind.
- Man muss die Informationsstrukturen an den Schulen ändern. Schüler brauchen Ansprechpartner
- die Lehrpläne müssen überdacht werden. Interessierte und motivierte Schüler mobben nicht so schnell wie gelangweilte und genervte.
- Schule muss Spass machen oder wenigstens das Gefühl vermitteln, das Schule und Bildung etwas notwendiges ist (in Deutschland ist Schule oft nur noch ein Verwaltungsakt)- in Ländern der 3. Welt ist das Bild von Schule ein ganz anderes als bei uns.
- Schüler müssen das Gefühl haben, dass sie nicht nur verwaltet werden.

Insgesamt scheint es mir am notwendigsten, dass Ansprechpartner in den Schulen anwesend wären, die nicht nur Ansprechpartner sind, sondern auch aktiv in das Unterichtsgeschehen eingreifen könnten. Mobbing und der Umgang miteinander in den Klassen ist genauso wichtig wie der Lernstoff. Mathe ist weniger wichtig als das Verhindern eines Schülertods.

- Mobbende Schüler werden der Schule verwiesen.
- Kopfnoten fallen schlecht aus, wenn mobbende Schüler als solche erkannt werden.

Das sind meine ersten unsystematischen spontanen Überlegungen dazu.

Ein gutes Schulsystem hätte für unser Land sehr viele positive Wirkungen. Ich glaube, dass man die Wirkung eines guten Schulsystems unterschätzt.
 
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Ich wüßte jetzt nicht was man in der Politik gegen Mobbing unternehmen könnte.Aber in den Schulen müßte so etwas schon im Ansatz bekämpft werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Lehrer der sich wirklich ersthaft um seine Schüler kümmert, so etwas nicht mitbekommt.Die Lehrer sollten ganz speziell auf dieses Thema geschult werden - weil Mobbing an den Schulen derartig überhand nimmt.Ich denke Mobbing gab es schon immer. Nur sagte früher eben kein Mensch Mobbing dazu.
Schon immer gab es das, dass die Schwächeren oder die, die weniger ansprechend aussahen, fertig gemacht wurden.
Aber so brutal wie viele Schüler heute vorgehen,so war das früher nicht. Man hört so oft, das sich Jugendliche das Leben nehmen wollen, weil sie derartig fertig gemacht werden.
Ich frage mich, wie kann es soweit kommen, ohne das von seiten der Lehrer eingegriffen wird ?
Wenn der Lehrer wegschaut, ist das natürlich für ihn der bequemere Weg. Er ist dann auch bei der breiten Masse beliebter.

Auch Eltern müssen bei so etwas aktiv mit der Schule oder Schulpsychologen zusammen arbeiten. Auf jeden Fall muß auf dem Gebiet dringend etwas getan werden.
Es kann nicht sein, das es noch mehr Opfer gibt, nur weil nichts, oder nicht genügend getan wird!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, das ist jetzt eine Premiere, aber... Tyra hat recht. Die breite Masse an verarmten Familien, die nicht selten am Existenzminimum leben, lässt eine ganze Generation an Jugendlichen heranwachsen, die aufgrund fehlender Zukunftsperspektiven den Sinn des Lebens nach dem Recht des Stärkeren suchen. Die Hinterlist und Tücke des menschlichen Verstandes, wenn es darum geht, sich als Stärkerer zu profilieren, ist beachtlich. Nicht selten stammen diese Jugendlichen aus einem Milieu, in dem es von den Eltern sogar belohnt wird, wenn der Nachwuchs in der Schule seine Kameraden unterdrücken kann.

Leider sind seit Jahrzehnten Versäumnisse gemacht worden: in der Bildungspolitik, der Familienpolitik und der Erziehung der Kinder. Die meisten Eltern sind mit der Erziehung überfordert, nicht zuletzt, weil man ihnen immer nur sagt, was sie nicht tun dürfen. Dazu kommt, dass die Kinder so gut über Rechte Bescheid wissen, wie noch nie. Was ja eigentlich zu begrüßen ist, wenn es nicht gerade mit einem Vergessen jeglicher, ethischen Werte wie Anstand, Benehmen, Respekt und Höflichkeit einhergehen würde.

In den Schulen schaut es nicht besser aus. Die Lehrer sind hilflos den viel zu großen Klassen ausgeliefert. Wenn die sich auch nur ansatzweise in die Machenschaften der Jugendlichen einmischen müssen sie um die eigene Person fürchten, nicht nur von disziplinarischer Seite, sondern auch von der Klassenseite. Auch die erwachsenen Lehrkräfte sind nicht selten den Attacken der Schüler ausgesetzt. Die "Rache" kommt am Ende der schulischen Laufbahn... und wieder dreht sich das Teufelsrad weiter in Richtung Perspektivlosigkeit.

Was tun? Ich glaube kaum, dass die Politik jetzt überhaupt noch sinnvoll eingreifen kann. Ethik und Moral müssen gelebt werden. Vorschriften helfen da nur wenig. Das wirklich einzige, das die Politik tun kann: Perspektiven bieten - für die Kinder und die Eltern. Alles andere muss von unten kommen. Ganz nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Man muss den Eltern wieder die Verantwortung übergeben - und ihnen das auch klar machen. Kindererziehung gehört in die elterliche Stube, nicht auf die Straßen der Gesellschaft.
 
In meiner Schule wäre Mobbing nicht möglich gewesen..weil wir wirklich gute Lehrer hatten, engagiert, auch persönlich interessiert an dem Wohl ihrer Schüler.
Ich denke, das ist er Punkt, an dem die Politik etwas tun kann. Es sollte einfach sehr viel mehr dafür gesorgt werden, dass viele engagierte und gut ausgebildete Lehrer für die Schüler da sind.

Es ist nicht gut, dass Klassen grösser werden und auch nicht, dass Lehrer resignieren oder im Burn-Out landen. Das, was ein guter Lehrer einem Schüler mit auf den Weg gibt, zahlt sich im ganzen späteren Leben aus.

Ich denke, es ist ein Versäumnis der Politik, dass zu wenig Geld in die Schulen und die Ausbildung der Lehrer investiert wird.
 
Hallo Child of Storm!

...Was tun? Ich glaube kaum, dass die Politik jetzt überhaupt noch sinnvoll eingreifen kann. Ethik und Moral müssen gelebt werden. Vorschriften helfen da nur wenig. Das wirklich einzige, das die Politik tun kann: Perspektiven bieten - für die Kinder und die Eltern. Alles andere muss von unten kommen. Ganz nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Man muss den Eltern wieder die Verantwortung übergeben - und ihnen das auch klar machen. Kindererziehung gehört in die elterliche Stube, nicht auf die Straßen der Gesellschaft.
Danke für Deinen Beitrag! Nur wenige Anmerkungen dazu:

Sicherlich wäre es wünschenswert, wenn jeder einzelne von sich aus das Richtige tun würde (in unserem Falle = kein MobbingVerhalten). Aber offentsichtlich gibt es die erwünschte Moral nicht in unserem Lande (in dem notwendigen Ausmaß). Wenn die Moral beim Einzelnen nicht zu finden ist, wenn Menschenleben zerstört werden - dann ist es die Aufgabe des Staats, einzugreifen.

Wenn Autofahrer einen anderen Autofahrer tödlich bedrohen, muss der Staat eingreifen.
Wenn Schüler einen anderen Schüler tödlich angreifen, muss der Staat eingreifen.

Noch ein Zusatz: Kopfnoten sollten genausoviel (oder mehr) zählen wie die Note in Mathematik. Dazu habe ich einmal einen eigenen Thread geschrieben. Mit anderen Worten: Kopfnoten sollten versetzungsrelevant sein. Wer sich an der Schule wie ein PitbullTerrier verhält, der hat unser Bildungsziel zu 100% verfehlt.
 
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