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Mir gehts S****! Weis nicht was ich tun kann.

  • Starter*in Starter*in seele28
  • Datum Start Datum Start
Das eine Trauma entstand dadurch, dass ich jahrelang von meinen Mitschülern gemobbt wurde. Über das andere mag ich hier nicht schreiben, aber es war sicher auch etwas "komplexer".

Du sagst ja selber, dass jeder da anders reagiert und einige stärker sind als andere. Meinst du dann nicht, dass es Leute geben kann, die so etwas wirklich alleine schaffen? Du schaffst es (im Moment) vielleicht nicht, aber beweist das, dass es auch niemand anderes schaffen kann? Ich rede dabei nicht von totaler "Heilung", ich rede davon, einfach mit der Sache umgehen zu können. Sich davon nicht das Leben versauen zu lassen. Auch wenn tief innen drinnen diese Verletzung immer bleiben wird. Aber man kann halt dafür sorgen, dass diese Verletzung nicht wieder aufbricht.

ich wurde auch jahrelang gemobbt, auch geschlagen, ich komme heute sehr gut damit zurecht, aber sexueller oder allgemein missbrauch ist halt wieder eine andere schiene und damit kann ich einfach nicht zurecht kommen, egal wie sehr ich mich alleine damit anstrenge. Mein körper reagiert von alleine, das kann ich nicht steuern. Ich bemühe mich schon und bin schon ziemlich weit gekommen aber ohne unterstützung von einem therapeuten werde ich das nie los werden. Egal wie sehr ich das will. Ich habe zwei jahre ohne therapie versucht mit mir ins reine zu kommen, ohne chance. Bei manchen geht es halt nicht ohne therapie weil das ganze einfach zu komplex ist.
 
Seele, um Gottes Willen!

Nimm dir das bitte nicht zu Herzen.. Lass nicht an dir selbst zweifeln..

Kein Mensch auf dieser Welt, n i e m a n d steckt in dir.. und schon gar nicht Menschen, die dich nicht persönlich sehr gut kennen und denen du dich von Angesicht zu Angesicht gezeigt, offenbart hast!

Der Wahrheitsgeghalt irgendwelcher Behauptungen, - oder gar "Erwartungen" -, was du zu tun hättest oder in der Lage sein solltest, tun zu können, ist gleich Null und hat nur mit der Person etwas zu tun - in mehrerer Hinsicht übrigens -, die solches behauptet.

Solche Behauptungen kann man aufstellen, wenn man die Komplexität und die letztendlich immer auch mögliche Unergründlichkeit der menschlichen Seele, außer Acht lässt - mit deiner Wirklichkeit muss das nichts, aber auch rein gar nichts zu tun haben, Null.
 
Ich würde gerne zum eigentlichen Thema des Threads zurück kommen.

Wie geht es dir mittlerweile, Seele?


Mhh manchmal befreit mich weinen schon, und tut mir gut, da ich so viel aufgestaute gefühle in mir habe. Und die wollen halt raus.

Du sagst, es gibt viele aufgestaute Gefühle in dir und die wollen raus.

Wenn du dir das Weinen verweigerst, verweigerst du dir dann also das Rauslassen der Gefühle?


Ich hätte aber auch total angst die kontrolle zu verlieren aber da ich alleine war, wäre das nicht schlimm gewesen.

Und ist das der Grund dafür, dass du die Gefühle nicht rauslassen willst? Die Angst, die Kontrolle zu verlieren?

Was bedeutet es für dich, die Kontrolle zu behalten? Was würde passieren, wenn du sie verlierst?

Es wäre nicht schlimm gewesen, die Kontrolle zu verlieren, da du allein warst, schreibst du. Und was wäre schlimm daran gewesen, die Kontrolle zu verlieren, wenn du nicht allein bist?

Wenn du beim Weinen die Kontrolle verlierst, wie du sagst, gibt es einen Weg, die Gefühle rauszulassen, bei dem du nicht die Kontrolle verlierst?



Ich weis nicht wie es mir während des weinen er geht, hatte ich schon lange nicht mehr und kann mich gar icht mehr dran erinnern wie es mir da ging. Vielleicht würde es mir dann noch schlimmer gehen ich weis nicht.

Du weißt nicht, was passiert, wenn du weinst. Das ist ein Stück Kontrolle abgeben, das ist ein Stück in die Hilflosigkeit gehen. Oder?

Und hilflos warst du lange genug.

Möglicherweise hemmt dich das?

Das wäre ein guter Grund. Oder?



Mhh entweder befreit mich es oder es macht alles nur noch schlimmer, das ich dann nicht mehr aufhören kann und nur noch mehr in meiner vergangenheit fest sitze. Es kann beides auftretten.

Dann kann weinen also auch hilfreich sein. Das behalten wir mal im Auge.

Du hast es aber auch schon erlebt, dass du durch das Weinen in der Vergangenheit festhängst. Wenn du es dir also jetzt "verweigerst", ist das doch erst mal eine gute Selbstfürsorge, oder?

Nun könntest du darüber nachdenken, ob es das Risiko wert ist, ob du so viel Erleichterung durch das Weinen erfährst, ob du so viele Gefühle "rauslassen" kannst, dass du es versuchen möchtest, dies für dich zu erkämpfen. Jetzt oder irgendwann mal.

Mir scheint es, dass sich dein Problem vereinfacht, wenn du einen Weg findest, dich aus der Vergangenheit zu befreien in so einem Moment.



Eigentlich nichts, aber es könnte mir doch ganz gut gehen, sagt man nicht immer man solle lieber den schmerz raus weinen anstatt was anderes zu mache oder gar alles zu unterdrücken?

Was "man" sagt, lassen wir mal außen vor.

Was sagst DU?




Wegen mein freund, hätte angst das er mich verlässt.

Die Angst ist verständlich. Redest du mit ihm darüber, was er über SVV denkt? Kannst du ihm erklären, was es für dich bedeutet?


Dann wäre da noch die therapie, ich denke das sie mich dann in eine klinik abschiebt. Nicht das sie das böse meint sondern das sie vielleicht überfordert ist.

Gleiche Frage. Redest du mit ihr darüber? Kennst du ihre Meinung dazu? Weiß sie, was dabei in dir vorgeht?


Sie ist ja eine traumatherapeutin und keine dbt therapeutin.

Ein Traumatherapeut ist immer auch mit Selbstverletzung konfrontiert. Dazu gehört ja nicht nur Ritzen. Es ist ein mögliches Symptom bei PTBS.


Selbstverletzung ist ein schwieriges Thema in unserer Gesellschaft. Es ist mit einem Tabu belegt und leider sehen das auch viele Therapeuten so.

Neutral gesehen, ist die Selbstverletzung ein Regulierungsprozess der Psyche. Es hat sich Druck aufgebaut, der irgendwo raus muss. Es ist kein kranker Mechanismus. Es ist einfach ein Mechanismus. Diesen kann man durch andere Mechanismen ersetzen.



Und dann wäre da noch das ich nicht wieder wie früher sein will, das ich jetzt das leben geniesen will,

Dieser Wunsch kommt aus dir und zeigt, was für ein Mensch du bist, was dir wichtig ist, wer du bist. Da bist du eigenbestimmt und damit hat dieser Grund ganz viel Kraft.



doch immer wiede rkommen so welche tage, wo ich schwach bin und dann gerne wieder das haben will, nur für einen kurzen augenblick.

Es ist ganz schwer, solche Muster abzulegen und entscheidend sind die Tage dazwischen, die Tage, an denen du das Leben genießen willst.

Man fühlt sich manchmal schlecht. Das geht nicht nur Menschen mit Gewalterfahrung so. Nur dass wir eben schnell in Pessimismus, in Schuldgefühle, in Ängste reingezogen werden.

Wenn du angegriffen wirst, musst du lernen, stark zu sein. Damit kannst du es dir nicht erlauben, auch mal schwach zu sein. Darum muss man in solchen Momenten kämpfen und dann fühlt man sich noch schlechter, vor allem, wenn man sein Ziel nicht erreicht.

Aber das Leben ist eigentlich ein Wechselspiel. Mal scheint die Sonne, mal regnet es.

Was bedeuten diese schlechten Tage für dich?



Ich weis das hast du auch wieder nicht gefragt. 😱

Wenn es für dich wichtig ist, hat es auch seinen Platz.

Meine Fragen drehen sich darum, wie es dir geht. Darauf einen Blick zu werfen, ist wichtig und nicht ins Entschuldigen zu kommen.


Naja bei mir ist das halt gerade extremer. Diese wut immer in mir, ich kann sie kaum unterdrücken, ich nerve denke ich auch mein freund deswegen, weil mich halt sachen stört die ich dann auch anspreche und genervt reagiere..das ist ja alles nicht so schlimm, aber er kennt mich nun mal nicht so, er kennt mich als die ganz liebe usw.

Dann muss er lernen, Stopp zu sagen, wenn er sich genervt fühlt. Die Verantwortung kannst du ihm nicht abnehmen.

Allerdings muss da eben auch genug Raum für dich bleiben. Vielleicht sagst du ihm mal, wie wichtig es für dich ist, dir diesen Raum zu nehmen und wie sehr es dir hilft, wenn er dir diesen Raum geben kann. Es ist oft einfacher zu ertragen, dass man genervt ist, wenn man weiß, warum jemand so reagiert, wie er reagiert.


Und ich hab mich gerade noch ziemlich unter kontrolle, am liebsten würde ich einfach nur schreien und was kaputt hauhen.

Kaputt hauen kann man auch im kontrollierten Rahmen.

Es gab mal jemanden, der hat einen Container in der Stadt aufgestellt, Geschirr in Regale gestellt und jeder konnte dann in den Raum gehen und Geschirr gegen die Wand werfen. War ein totaler Hit!

Mal daran gedacht, irgendwo Billiggeschirr zu besorgen (Flohmärkte eignen sich da hervorragend), in den Wald zu fahren und das Zeug gegen den nächsten Baum zu werfen? Mach das zusammen mit deinem Freund. Ihr habt sicher großen Spaß dabei.


nur gerade wenn ich ungerecht behandelt werde oder so könnte ich total explodieren. Und ich halte mich schon ziemlich zurück.

Wenn man ungerecht behandelt wird, hat man jedes Recht der Welt, zu explodieren.

Schade, dass nicht mehr Menschen explodieren, wenn sie Ungerechtigkeiten sehen, erleben, oder?

Man muss dann nicht mehr explodieren, wenn man ein adäquates Mittel gefunden hat, Stopp zu sagen. Das kann man lernen. Da gibt es Übungen. Dafür ist die Therapie da.


Naja und das niedergeschlagenheit, und die traurigkeit, kommt einfach das ist ein totaler schmerz in mir. Oft fühle ich mich gerade total unsichtbar für jeden, niemand nimmt mich wahr oder ernst. Das schmerzt einfach total. 🙁 Das ist eine richtig große wunde die in mir schlägt.

Du wurdest ja auch als Kind nicht gesehen. Und es ist ganz schwer, aus dieser Haltung rauszukommen.

Ich kenne diese Gefühle auch.


Vielleicht liegt es auch am medikamenten, da ich sie radikal gekürzt habe, und eigentlich nur noch 100 Seroquel nehme.

Ganz sicher liegt es daran auch. Und das wird besser.

Der erste Schritt zur Heilung ist es, sich selbst wahrzunehmen, zu fühlen. Darum sollten Antidepressiva immer nur eine vorübergehende Lösung sein. Darum finde ich, dass du einen guten Weg gehst.



Ich bin mit skillls irgendwie nicht mehr so richtig vertraut, müsste endlich mal im ordner nachschlagen was man da wieder so alles machen kann, obwohl ich schon paar sachen weis.

Diese Skills, die man dir an die Hand gibt, sind eine Hilfestellung, ein erstes Werkzeug.

Das letztendliche Ziel sollte es sein, dass du deine eigenen Strategien entwickelst.




und wie die zeiten sind an dennen es mir gut geht.

Es ist ein guter Weg, das zu finden, was einem gut tut, indem man sich selbst in solchen guten Momenten beobachtet. Das ist eine gute Idee.



Den es ist meine innere positive stimme, da meine andere stimme weg ist. Daher hab ich die erschaffen, sie hilft mir bisle so im altag und stärkt mich auch immer wieder. Das ist so meine technik wenn es mir mal nicht so gut geht, das es mir bald wieder besser geht. 🙂 Sorry schon wieder zu viel geschrieben.

Gar nicht zu viel geschrieben.

Ich finde es toll, dass du so für dich sorgen kannst. Das ist ein sehr guter Weg.



Wie gesagt heute ist es ok. Ein ganz normaler tag, kein perfekter aber normal.

Gibt es perfekte Tage? Ich weiß ja nicht ... die Erfahrung fehlt mir 🙂



Danke für dein zuhören 🙂


Gerne. Hilft mir auch, von deinen Strategien zu lesen.


Tuesday
 
Sehr richtig, noch nicht!
Ich verstehe aber auch nicht wie man irgendwelche Ranglisten führen möchte, dass dieses oder jenes schlimmer oder komplexer ist als etwas anderes. Jeder ist anders und wer sagt, dass meine Emetophobie mich nicht ebenso in der Arbeitswelt einschränkt wie ein Trauma?
Das ist aber auch etwas, Seele, was du vielleicht mit etwas Abstand sehen solltest. Viele Tipps kommen aus der eigenen Erfahrung der Leute heraus. Wenn es mir nicht gut geht, dann stürze ich mich erst recht in Arbeit (es muss ja nicht mein Job sein, sondern könnte für dich auch zeichnen bedeuten) und es hilft mir. Wenn dir also jemand versucht einen Tipp zu geben, dann kann er ihn nur aus seiner eigenen Wirklichkeit heraus geben und versucht dir wahrscheinlich wirklich zu helfen.
Dass man wenn es einem schlecht geht Bestimmtes nicht hören möchte ist klar, aber das kann ja keiner riechen was genau dir helfen könnte. Oft findet man durch Beiträge wo man denkt "So ein Unsinn!" erst zu dem, was man selbst machen möchte. Und daher helfen auch Negativbeiträge. So denke ich zumindest.

Hast du denn eine Art "Schlachtplan", was du tust, wenn es dir nicht gut geht?
Freund anrufen, malen, Musik hören...? Das fände ich ganz wichtig, denn dann hast du etwas, worauf du immer zurückgreifen kannst. 🙂
 
Sehr richtig, noch nicht!
Ich verstehe aber auch nicht wie man irgendwelche Ranglisten führen möchte, dass dieses oder jenes schlimmer oder komplexer ist als etwas anderes. Jeder ist anders und wer sagt, dass meine Emetophobie mich nicht ebenso in der Arbeitswelt einschränkt wie ein Trauma?
Das ist aber auch etwas, Seele, was du vielleicht mit etwas Abstand sehen solltest. Viele Tipps kommen aus der eigenen Erfahrung der Leute heraus. Wenn es mir nicht gut geht, dann stürze ich mich erst recht in Arbeit (es muss ja nicht mein Job sein, sondern könnte für dich auch zeichnen bedeuten) und es hilft mir. Wenn dir also jemand versucht einen Tipp zu geben, dann kann er ihn nur aus seiner eigenen Wirklichkeit heraus geben und versucht dir wahrscheinlich wirklich zu helfen.
Dass man wenn es einem schlecht geht Bestimmtes nicht hören möchte ist klar, aber das kann ja keiner riechen was genau dir helfen könnte. Oft findet man durch Beiträge wo man denkt "So ein Unsinn!" erst zu dem, was man selbst machen möchte. Und daher helfen auch Negativbeiträge. So denke ich zumindest.

Hast du denn eine Art "Schlachtplan", was du tust, wenn es dir nicht gut geht?
Freund anrufen, malen, Musik hören...? Das fände ich ganz wichtig, denn dann hast du etwas, worauf du immer zurückgreifen kannst. 🙂

Es ist ja ganz lieb wenn man mir tipps gibt......ich fand es auch nicht so schlimm mit arbeit, aber wenn man genauer mein beitrag durchgelesen hätte wüsste derjenige das mir arbeit schadet als gut tun würde....und ich habe daraufhin tausendmal wiederholt waurm mir arbeit schadet gerade zumindest, und man hat nicht drauf gehört sondern weiter gemacht, deswegen fand ich den tipp unangemessen und da man weiter provoziert hat wurde ich auch wütend zurecht. Man hat meine grenzen nicht akzeptiert wie schon tuesday schrieb. Und daher können mir so welche ratschläge einfach nicht helfen. Schön und gut wenn es jemand anderes hilft, aber mir nun mal nicht wenn ich sexuell genötigt wurde in der praxis und das hab ich auch am anfang geschrieben, also daher konnte man das gut riechen das mir so welche tipps nicht helfen.....Ich glaube du verstehst einfach nicht was ich meine. Mir tut gerade arbeit nicht gut wei ich in der arbeit schlimme sachen erlebt habe. Wie soll man da wenn es einen schlecht geht, auch vielleicht deswegen da noch an arbeit und praxis und alles denken, wenn es einen so sehr triggert. Du würdest doch auch keiner frau oder mann der von seinen eltern missbraucht wurde den rat geben zu seiner familie zu fahren und sich dort einen schönen tag zu machen......das ist genauso paradox...... Und ich mache kein rangliste was schlimmer ist nur ist es halt fakt das eine phobie was total anderes ist als ein trauma. Phobien kann man auch ohne therapie hin bekommen, aber ein trauma fast gar nicht, manches schon aber wenn es heftige traumas sind die über längere zeit anhalten dann geht das nicht so einfach. Auch eine phobie kann ein leben zu hölle machen, aber starke phobien liegt auch oft ein trauma zugrunde und auch das bekommt man fast ohne therapie nicht hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe aber auch nicht wie man irgendwelche Ranglisten führen möchte, dass dieses oder jenes schlimmer oder komplexer ist als etwas anderes. Jeder ist anders und wer sagt, dass meine Emetophobie mich nicht ebenso in der Arbeitswelt einschränkt wie ein Trauma?

Seele schreibt:

Noch was, es ist ja alles schön und gut un dauch klasse das du deine ängste überwunden hast, aber trauma gerade mehrere ist halt wieder was total anderes und viel kompliziert als eine phobie oder angst.

"Wieder was total anderes" steht da.

"Viel komplizierter" ist die Beschreibung eines Umstands.

Wo stellt sie denn da eine Rangliste auf?


Aber mal ganz ehrlich.

Ich kenne eine Frau, die hat eine Phobie vor dem Schlucken. Wenn die mir sagt, es geht ihr S****, dann fühle ich da durchaus mit. Ich weiß, sie verhungert vor vollem Teller, kann keine feste Nahrung zu sich nehmen. Trinken fällt ihr schwer.

Das ist auch nur eine "kleine, lustige Phobie", aber tauschen wollte ich mit ihr um nichts in der Welt.

Wenn mir jemand sagt, er hat eine Spinnen- und Spritzenphobie, dann tut mir das leid für denjenigen, aber tatsächlich würde ich da gerne tauschen, wenigstens nur mal für eine Stunde.

Seele wurde von ihrem eigenen Vater mehrfach vergewaltigt. Kann man da nicht verstehen, wenn sie sich leicht angepisst fühlt, wenn ihr jemand erzählt, er habe seine Spinnen- und Spritzenphobie supi überwunden? Also ich würde mir diesen Vergleich schon mal von vornherein nicht anmaßen.



Das ist aber auch etwas, Seele, was du vielleicht mit etwas Abstand sehen solltest. Viele Tipps kommen aus der eigenen Erfahrung der Leute heraus.

Und wenn ich noch so viele Erfahrungen mit dem Reparieren von Toastern gemacht habe, kann ich deshalb trotzdem niemanden erklären, wie man einen Honda wieder fit kriegt, oder?

Da hilft dem auch nichts, wenn er meine Tipps mit etwas Abstand betrachtet!

Toaster ist Toaster. Auto ist Auto.



Wenn es mir nicht gut geht, dann stürze ich mich erst recht in Arbeit (es muss ja nicht mein Job sein, sondern könnte für dich auch zeichnen bedeuten) und es hilft mir.

Ist super! Toll! Freut mich für dich.

Und Seele hilft es nicht.

Wie oft muss sie das noch erklären?

Ich kann übrigens auch nicht arbeiten, wenn es mir schlecht geht. Meine Arbeit besteht aus Schreiben. Meine Kreativität ist dann völlig blockiert.

Aber ich kann super Hörbücher hören. Trotzdem würde ich nicht sagen, das müsst ihr jetzt alle so machen, weil das hilft mir, dann hilft es euch auch.




Wenn dir also jemand versucht einen Tipp zu geben, dann kann er ihn nur aus seiner eigenen Wirklichkeit heraus geben und versucht dir wahrscheinlich wirklich zu helfen.

Lieb, nett, super toll. Und meine Erfahrung ist, dass gerade die Leute, die einem wirklich helfen wollen, die schlimmsten sind.

Und wenn man fünfzig mal gesagt hat, dass es NICHT hilft, muss man dann auch noch ein 51. Beitrag von Ostergesetz kommen, der schreibt, dass es ihm aber hilft? 😕

Erklär's mir!


Dass man wenn es einem schlecht geht Bestimmtes nicht hören möchte ist klar, aber das kann ja keiner riechen was genau dir helfen könnte.

Das muss auch keiner riechen. SIE HAT ES GESAGT!!!!!!!!!! Ungefähr fünfhundert Mal!

Sorry, aber vielleicht weniger riechen und mehr lesen? 😉


Oft findet man durch Beiträge wo man denkt "So ein Unsinn!" erst zu dem, was man selbst machen möchte. Und daher helfen auch Negativbeiträge. So denke ich zumindest.

Sie sagt nicht "so ein Unsinn", sie sagt, dass ihr der Tipp nichts bringt, weil ihr eine direkte Konfrontation schadet. Sie erklärt sogar, warum das so ist. Bei einer PTBS ist die Konfrontationstherapie Kontraindiziert.

Warum muss man da Beitrag um Beitrag um Beitrag immer wieder schreiben: Aber nein, liebe Seele, schau, du bist nur einfach uneinsichtig, du willst nur einfach die Wahrheit nicht hören, du musst nur mal richtig drüber nachdenken, mach das so, wie wir dir sagen, das wird dir gut tun, du wirst schon sehen ...? Wir wollen dir doch alle nur helfen, wir meinen es doch gut!!!

Wenn jemand einen niedrigen Blutdruck hat und zum Arzt geht, kann es durchaus sein, dass der dem Patienten rät, doch einfach mal morgens ein Glas Sekt zu trinken.

Hätte dieser Patient eine Leberzirrhose, würde der gleiche Arzt diesen Rat wohl eher nicht geben.

Genau das ist hier der Fall.

Ja, dem Rest der Welt hilft arbeiten. Seele hat eine andere Vorerkrankung. Da ist die gleiche Vorgehensweise schädlich. Das hat sie erkannt und so benannt. Was muss man denn da ständig diskutieren und ihr unterstellen, sie wolle halt nur einfach die Wahrheit nicht hören? Oder gar, sie sei nur einfach faul?


Mann, jetzt mal ehrlich, Seele ist doch kein toter Gaul, auf den man einreden muss. Das ist eine toughe junge Frau, die sich in den letzten Monaten echt aus einer ganzen Menge S**** rausgekämpft hat und die einen guten Überblick über ihre derzeitige Situation hat.

Wo ist denn euer Problem?


Tuesday
 
Also erst mal tausend danke dir Tuesday!!!!!:blume::blume:

Du vertrittst mich hier so schön, ich habe einfach gerade keine kraft mich mehr zu erklären. Manche user verstehen es einfach nicht oder wollen es nicht verstehen. Und noch was falls es falsch rüber gekommen bin, ich bin nicht vergewaltigt wurden von meinem vater, zumindest weis ich davon nichts. Er hat mich missbraucht in der nacht. Ich will darüber jetzt nicht schreiben, aber es war trotzdem ziemlich schlimm und war unerträglich. Also sorry wenn da ein missverständnis aufkam. Ich kann mich an nichts von früher erinnern, es sind nur paar erinnerungs fetzen da, wo ich weis und das war halt das was passiert ist, ob mehr passiert ist oder nicht mehr weis ich nicht, da alles im dunkeln liegt. 🙁

Ich schreibe dir die nächsten tage zu deinem letzten thread, also die fragen beantworten. Den ich hatte heute ein anstrengende therapie stunde und bin bissle fertig 🙂
 
Ich hab grad zufällig diesen Thread entdeckt und gelesen und bin fassungslos, was manche User unter "Hilfe" verstehen... 😕

Liebe Seele, ich an Deiner Stelle würde mich hier gar nicht mehr verteidigen. Sie wollen es nicht verstehen, das ist doch vergebliche Liebesmüh. Und ich finde es einfach ganz, ganz schlimm, hier zu lesen, wie Du Dich für Deine Gefühle, Dein Empfinden, Deine Traumata rechtfertigen musst. Das ist doch total hirnrissig. Niemand muss sich dafür rechtfertigen, dass er ein Trauma hat.
Und das mit einer Spinnenphobie o. ä. vergleichen zu wollen, empfinde selbst ich als Außenstehender als unverschämt und wenig empathisch.

Ich würde mich um derartige Beiträge nicht kümmern. Nimm sie Dir nicht zu Herzen. Du musst für Dich sorgen und weißt am besten, was Dir gut tut und was Du brauchst, damit es Dir besser geht.

In der Tat hatte nach dem 2. Weltkrieg keiner Zeit, sich um die Traumata der Menschen zu kümmern. Das heißt aber nicht, dass sie seelisch nicht angeknackst waren, sondern das heißt, dass sie ihr Trauma verdrängt und damit an die nächste Generation weitergegeben haben.

Warum leben wir denn in einer Gesellschaft, in der so viel Gewalt, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch stattfindet? Was denkst du denn, wo das herkommt?

Ich finde diesen Absatz sehr wichtig!!!

Durch eine Bekannte bin ich letzten Herbst auf dieses Buch gestoßen: Bettina Alberti -Seelische Trümmer: Geboren in den 50er- und 60er-Jahren: Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas.

Obwohl ich selbst nicht in den 50er- oder 60er-Jahren geboren bin, betrifft es mich doch genauso, denn ich bin halt ein "Nachzügler", meine Schwester ist von 1958.
Und dieses Buch hat mir so manches "Aha"-Erlebnis verschafft.
 
Ich weiß, warum ich hier nicht über meine Probleme schreibe.

Weil es Leute gibt, die in jedem Thread eine Grundsatzdiskussion lostreten müssen und auf beleidigte Leberwurst machen, wenn der TE sagt, dass ihm die Ratschläge eher schaden, als helfen.

Der TE wird damit in die Ecke gedrängt und gerät dann auch noch in Rechtfertigungsnot.

Das finde ich ist keine Hilfe.

Wenn ich mit einem Thread nichts anfangen kann, dann halte ich mich raus. Wenn ich etwas nicht nachfühlen kann, weil ich es in der Schwere nicht erlebt habe, dann halte ich mich da auch raus. 🙄

Wieso müssen sich einige ständig zu Wort melden?
 
Seele, ich finde mit Sicherheit nicht die richtigen Worte für dich.
Darum halte ich mich in der Regel auch aus deinen Threads raus.

Aber auf jeden Fall will ich dich jetzt mal loben. Du hast gute Fortschritte im Zeichnen gemacht, ganz klasse. Und das meine ich ernst.
Bleib dran. Und trau dich ruhig auch mal an andere Sachen als Portraits. Zeichne, was in dir ist. Das hilft, das befreit, das kann kann einen retten.

Ganz liebe Grüße Wapiti
 

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