Hallo liebes Forum,
ich leide seit vielen, vielen Jahren an einer Emetophobie (leider nicht diagnostiziert, aber ich denke, das ist ziemlich offensichtlich 🙁).
Ich habe in der Schulzeit schon viele Fehlzeiten gehabt, weil mir durch die Phobie ständig übel war und ich wusste, dass ich bei einem langen Schultag mit den schlimmsten „Stressbauchschmerzen“ da rausgehen würde. Irgendwann hab ich dann noch Vomex entdeckt und mir das Zeug eine Weile lang beinahe täglich eingeschmissen, sodass ich durchgehend „sediert“ war.
Meine Eltern haben mich leider nicht ernst genommen, mein Hausarzt auch nicht. Da hieß es eben immer nur, ich wolle lediglich schwänzen, würde vielleicht gemobbt werden oder ähnliches.
Nach der Schulzeit hab ich 2 Jahre lang gejobbt und die Angst ist viel besser geworden. Ich hatte kaum Fehlzeiten und war insgesamt glücklicher.
Seit Beginn meines dualen Studiums letzten Oktober ist alles auf einen Schlag wieder schrecklich geworden. Ich denke, dass ich sofort wieder an das „Schulsetting“ zurückerinnert wurde und das quasi der Auslöser war. Plus ich muss täglich über 2h zur Hochschule pendeln und bin durchgehend mit vielen Menschen konfrontiert. Bahn fahren ist schlimm, weit weg vom sicheren Zuhause zu sein ist schlimm. Das schlimmste ist, denke ich, dass ich nicht einfach nach Hause gehen kann, sollte es mir mal wirklich schlecht gehen. Also quasi die völlige Hilflosigkeit und dass ich dann noch auf Öffis angewiesen bin.
Ich kann ohne Tüten, Medis gegen alle möglichen Krankheitsbilder (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, …), irgendwas für den Kreislauf, Kaugummis etc. nicht das Haus verlassen. Ich muss, bevor ich auswärts essen kann, alle Rezensionen durchlesen und checken, ob da irgendwo was mit Lebensmittelvergiftung steht. Ich esse keine Lebensmittel mehr, von denen ich jemals irgendwann mal Bauchschmerzen bekommen hab. Vor Kindern hab ich Angst, weil die so oft Magen-Darm haben. Ich würde mich am liebsten einfach Zuhause verschanzen, da meinen Kram erledigen und „Frieden“ haben.
Leider habe ich an der Hochschule Anwesenheitspflicht und muss zusätzlich noch die Belastung tragen, permanent Angst vor den Konsequenzen meines Fehlens zu haben.
Ich würde das Ganze am liebsten einfach abbrechen, wenn ich nicht auf meinen absoluten Traumjob hinarbeiten würde. Das macht alles noch viel schlimmer 🙁.
Mein Umfeld versteht das gar nicht oder spielt das runter. Ich würde mich nur anstellen und solle mal nachdenken, was das ganze Fehlen für meinen weiteren Studienverlauf bedeutet. Mein Partner geht so weit, dass er manchmal sowas sagt wie „Ja dann schmeiß halt alles hin, sitz zuhause rum und mach dein Leben lang nichts“ etc.
Ich weiß gar nicht, was ich mir hier erhoffe. Aber vielleicht teilt jemand ein ähnliches Leid und möchte sich austauschen. Ich denke, ich musste mir einfach mal alles von der Seele schreiben und hoffe, dass meine Angst einmal „anerkannt“ oder gesehen wird.
ich leide seit vielen, vielen Jahren an einer Emetophobie (leider nicht diagnostiziert, aber ich denke, das ist ziemlich offensichtlich 🙁).
Ich habe in der Schulzeit schon viele Fehlzeiten gehabt, weil mir durch die Phobie ständig übel war und ich wusste, dass ich bei einem langen Schultag mit den schlimmsten „Stressbauchschmerzen“ da rausgehen würde. Irgendwann hab ich dann noch Vomex entdeckt und mir das Zeug eine Weile lang beinahe täglich eingeschmissen, sodass ich durchgehend „sediert“ war.
Meine Eltern haben mich leider nicht ernst genommen, mein Hausarzt auch nicht. Da hieß es eben immer nur, ich wolle lediglich schwänzen, würde vielleicht gemobbt werden oder ähnliches.
Nach der Schulzeit hab ich 2 Jahre lang gejobbt und die Angst ist viel besser geworden. Ich hatte kaum Fehlzeiten und war insgesamt glücklicher.
Seit Beginn meines dualen Studiums letzten Oktober ist alles auf einen Schlag wieder schrecklich geworden. Ich denke, dass ich sofort wieder an das „Schulsetting“ zurückerinnert wurde und das quasi der Auslöser war. Plus ich muss täglich über 2h zur Hochschule pendeln und bin durchgehend mit vielen Menschen konfrontiert. Bahn fahren ist schlimm, weit weg vom sicheren Zuhause zu sein ist schlimm. Das schlimmste ist, denke ich, dass ich nicht einfach nach Hause gehen kann, sollte es mir mal wirklich schlecht gehen. Also quasi die völlige Hilflosigkeit und dass ich dann noch auf Öffis angewiesen bin.
Ich kann ohne Tüten, Medis gegen alle möglichen Krankheitsbilder (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, …), irgendwas für den Kreislauf, Kaugummis etc. nicht das Haus verlassen. Ich muss, bevor ich auswärts essen kann, alle Rezensionen durchlesen und checken, ob da irgendwo was mit Lebensmittelvergiftung steht. Ich esse keine Lebensmittel mehr, von denen ich jemals irgendwann mal Bauchschmerzen bekommen hab. Vor Kindern hab ich Angst, weil die so oft Magen-Darm haben. Ich würde mich am liebsten einfach Zuhause verschanzen, da meinen Kram erledigen und „Frieden“ haben.
Leider habe ich an der Hochschule Anwesenheitspflicht und muss zusätzlich noch die Belastung tragen, permanent Angst vor den Konsequenzen meines Fehlens zu haben.
Ich würde das Ganze am liebsten einfach abbrechen, wenn ich nicht auf meinen absoluten Traumjob hinarbeiten würde. Das macht alles noch viel schlimmer 🙁.
Mein Umfeld versteht das gar nicht oder spielt das runter. Ich würde mich nur anstellen und solle mal nachdenken, was das ganze Fehlen für meinen weiteren Studienverlauf bedeutet. Mein Partner geht so weit, dass er manchmal sowas sagt wie „Ja dann schmeiß halt alles hin, sitz zuhause rum und mach dein Leben lang nichts“ etc.
Ich weiß gar nicht, was ich mir hier erhoffe. Aber vielleicht teilt jemand ein ähnliches Leid und möchte sich austauschen. Ich denke, ich musste mir einfach mal alles von der Seele schreiben und hoffe, dass meine Angst einmal „anerkannt“ oder gesehen wird.