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Emetophobie macht mir das Leben schwer

bat123ge

Neues Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich leide seit vielen, vielen Jahren an einer Emetophobie (leider nicht diagnostiziert, aber ich denke, das ist ziemlich offensichtlich 🙁).

Ich habe in der Schulzeit schon viele Fehlzeiten gehabt, weil mir durch die Phobie ständig übel war und ich wusste, dass ich bei einem langen Schultag mit den schlimmsten „Stressbauchschmerzen“ da rausgehen würde. Irgendwann hab ich dann noch Vomex entdeckt und mir das Zeug eine Weile lang beinahe täglich eingeschmissen, sodass ich durchgehend „sediert“ war.
Meine Eltern haben mich leider nicht ernst genommen, mein Hausarzt auch nicht. Da hieß es eben immer nur, ich wolle lediglich schwänzen, würde vielleicht gemobbt werden oder ähnliches.

Nach der Schulzeit hab ich 2 Jahre lang gejobbt und die Angst ist viel besser geworden. Ich hatte kaum Fehlzeiten und war insgesamt glücklicher.

Seit Beginn meines dualen Studiums letzten Oktober ist alles auf einen Schlag wieder schrecklich geworden. Ich denke, dass ich sofort wieder an das „Schulsetting“ zurückerinnert wurde und das quasi der Auslöser war. Plus ich muss täglich über 2h zur Hochschule pendeln und bin durchgehend mit vielen Menschen konfrontiert. Bahn fahren ist schlimm, weit weg vom sicheren Zuhause zu sein ist schlimm. Das schlimmste ist, denke ich, dass ich nicht einfach nach Hause gehen kann, sollte es mir mal wirklich schlecht gehen. Also quasi die völlige Hilflosigkeit und dass ich dann noch auf Öffis angewiesen bin.
Ich kann ohne Tüten, Medis gegen alle möglichen Krankheitsbilder (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, …), irgendwas für den Kreislauf, Kaugummis etc. nicht das Haus verlassen. Ich muss, bevor ich auswärts essen kann, alle Rezensionen durchlesen und checken, ob da irgendwo was mit Lebensmittelvergiftung steht. Ich esse keine Lebensmittel mehr, von denen ich jemals irgendwann mal Bauchschmerzen bekommen hab. Vor Kindern hab ich Angst, weil die so oft Magen-Darm haben. Ich würde mich am liebsten einfach Zuhause verschanzen, da meinen Kram erledigen und „Frieden“ haben.
Leider habe ich an der Hochschule Anwesenheitspflicht und muss zusätzlich noch die Belastung tragen, permanent Angst vor den Konsequenzen meines Fehlens zu haben.
Ich würde das Ganze am liebsten einfach abbrechen, wenn ich nicht auf meinen absoluten Traumjob hinarbeiten würde. Das macht alles noch viel schlimmer 🙁.

Mein Umfeld versteht das gar nicht oder spielt das runter. Ich würde mich nur anstellen und solle mal nachdenken, was das ganze Fehlen für meinen weiteren Studienverlauf bedeutet. Mein Partner geht so weit, dass er manchmal sowas sagt wie „Ja dann schmeiß halt alles hin, sitz zuhause rum und mach dein Leben lang nichts“ etc.

Ich weiß gar nicht, was ich mir hier erhoffe. Aber vielleicht teilt jemand ein ähnliches Leid und möchte sich austauschen. Ich denke, ich musste mir einfach mal alles von der Seele schreiben und hoffe, dass meine Angst einmal „anerkannt“ oder gesehen wird.
 
Hallo, das tut mir leid zu hören. Hast Du mal eine Therapie gemacht oder bist in Therapie?

Ich kenne mich nicht aus, was Deine Erkrankung betrifft aber laut internet soll sie ganz gut mit Therapie heilbar sein.
 
Aber vielleicht teilt jemand ein ähnliches Leid und möchte sich austauschen.

Austausch über Krankheiten sollte erlaubt sein. Wir dürfen nur keine medizinischen Ratschläge geben oder Medikamente vorschlagen. Es geht ja darum, so verstehe ich es, wie man mit so einer Erkrankung umgehen kann bzw. den Alltag bewältigen kann.
 
Guten Morgen,

es tut mir leid, dass es dir so geht. Gern möchte ich dir meine Gedanken dazu mitteilen.

Vor vielen Jahren hat meine Schwester gemeint, dass Sie diese Krankheit hat. Es hat sie sehr belastet und sie ist ganz dünn geworden, weil sie angst hatte zu essen. Es könnte ihr ja schlecht werden oder so. Du kennst es ja.

Wahrscheinlich ist es gerade nicht optimal, wie du lebst. Ein Fahrweg von 2 Stunden ist auch für gesunde Menschen eine Belastung. Kannst du näher zur Uni ziehen? Wenn du schreibst, du arbeitest auf deinen Traumjob hin, wäre aufgeben wahrscheinlich kontraproduktiv.

Trotz allem steht die Gesundheit an erster Stelle. Du könntest eine Zeit lang in stationäre Behandlung gehen oder in eine Tagesklinik. Dann kümmerst du dich erstmal um dich und kommst zur Ruhe. Ggf. findest du dann auch Lösungen das Studium weiter zu führen.

Ist es möglich, das Semester nachzuholen, wenn man wg Krankheit zu viel verpasst hat? Das würde ich als Chance sehen, nicht als versagen.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Selbstfürsorge und alles Weitere!
Liebe Grüße Kiwi
 
Hallo bat123ge,
bevor hier geschlossen wird:
Hier schrieben schon viele über Emetophobie.
Hast du mal gegooglt? Es gibt sogar spezielle Behandlungsangebote, siehe hier:

Ich hatte das auch mal, jahrzehnte, hatte dadurch starkes Untergewicht.
Es ist bei mir besser geworden, da die Angst besser wurde.
Es ist eigentlich eine Angststörung, du musst herausfinden, was dahinter steckt,
das kannst du womöglich nur, wenn du eine Therapie machst.
Alles Gute!
 
"Gesundheitsthemen mit klar abgrenzbar medizinischem Fokus (Diagnosen, Symptombeschreibung, Therapiediskussion und -beschreibung, Medikamentenempfehlungen und -fragen), sind im Hilferuf aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt. Bitte wende dich an eine medizinische Fachperson im realen Leben oder suche professionelle Online-Plattformen auf.."

Das ist Regel 6 hier.

@bat123ge
Vielleicht überarbeitest Du Deinen Eingangspost nochmals und löscht die Symptombeschreibungen.

Das ist nicht erlaubt. Ansonsten kann man Dir natürlich allgemein nicht-medizinische Ratschläge geben, wie Du mit der Situation besser umgehen kannst.
 
Ich habe viele Bücher und Kurse über Hypnose durch, über die Macht von Gedanken und Suggestionen.

Ein Beispiel- man drückte einem Probanden eine normale Münze in die Hand und suggerierte jenem, das ist ein glühendes Metall- es entwickelte sich sofort eine Brandblase, gibt das nicht zu denken?

Versuche einen Fachmann für Hypnose zu finden, es gibt eingetragene medizinische Hypnose- Spezialisten.
 
Liebe TE,
ich würde dir tatsächlich zu einer Therapie raten, diese kann helfen, einen Umgang damit zu finden.
Ich habe andere Probleme, muss mich aber ähnlich auf "das Rausgehen" vorbereiten. Früher habe ich mich sehr geschämt, wollte das alles nicht, fand es sehr belastend. Mit der Therapie habe ich gelernt, die Dinge, wie sie sind, erstmal zu akzeptieren und allmählich wurden die Symptome besser. Ich reise bis heute mit meiner "stay safety" Tasche, wenn ich unterwegs bin. Das gibt mir Sicherheit, auch wenn ich sie nur noch selten brauche. Ich habe gelernt, etwas offener damit umzugehen, wenn es die Situation verlangt. Das hat mir geholfen, entspannter zu bleiben. Ich habe für mich verinnerlicht, dass ich die Situationen selten kontrollieren kann, aber meinen eigenen Umgang damit. Manchmal kann ich inzwischen über mich selbst lachen. 🙂

Bleib dran und suche dir therapeutische Hilfe.
Angst sitzt meist im Kopf. Da braucht es eine neue Verdrahtung🙂
 
Da dies ein Gedundheitsthema ist, wird es bald geschlossen.

Bitte suche dir einen Therapieplatz. Alles Gute!
Welchen Sinn hat das? Damit man in diesem System an unfähige Pharmavertreter gerät statt sich ernsthaft auszutauschen? Es gibt so viele Sachen, die besser sind als Schulmedizin und das darf nicht besprochen werden!? Ja nee is klar - das hilft niemandem!
Grüße an die Führung!
 

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